Kommentierte Spiele

Deutsche Schachgeschichte (VI): Sämisch

Kellerdrache - 14. Sep '17
Fritz Sämisch war in den 20er und 30er Jahren einer der besten deutschen Schachspieler und einer der wenigen der den damals quasi unbesiegbaren Capablanca schlagen konnte. Er leistete auch wichtige Beiträge zur Eröffnungstheorie, wie alle die Königs- oder Nimzoindisch spielen wissen werden.

Obwohl er ein sehr guter Blitzspieler war kam er in Turnierpartien sehr häufig in Zeitnot. Er verlor sogar einmal bei einem Turnier alle Partien durch Zeitüberschreitung. Er blieb während der Nazizeit in Deutschland, lies sich aber nicht wie Aljechin oder Junge benutzen. Der Kettenraucher mit dem losen Mundwerk eignete sich nicht für Propaganda.

Das nicht nur seine Verlustpartien spektakulär waren zeigt die folgende Partie in der sein Gegenüber mit roher Gewalt zur Strecke gebracht wird.

Friedrich Saemisch Franz Herzog Tournament | Gablonz | 1924 | C10 | 1:0
8
7
6
5
4
3
2
a
1
b
c
d
e
f
g
h
1. d4 e6 2. e4 Viele spielen 1...e6 als reine Zugumstellung zu 1...d5 im Damengambit, aber es erlaubt eben auch das Abbiegen in die Französische Verteidigung. Fur moderne GMs natürlich kein Problem, aber als Laie mit eng begrenztem Eröffnungsrepertoire kann man unangenehm überrascht werden. d5 3. Sc3 c6 Herzog ignoriert sozusagen den Übergang in Französisch und macht weiter Damengambitzüge 4. Sf3 Sd7 Schwarz vermeidet den Übergang in eine der klassischen Französisch-Varianten und baut sich erstmal fest und flexibel auf. Auf das in dieser Eroffnung übliche e5 ist er jetzt schon für den Gegenangriff mit...c5 vorbereitet. 5. Ld3 Sämisch stellt erstmal alle seine Figuren auf die französischen Wunschfelder und legt das Zentrum vorerst nicht fest Le7 6. O-O xe4 Solange die Option e5 bestand hatte Schwarz Probleme seinen Königsspringer zu entwickeln. Die teilweise Öffnung des Zentrums kommt allerdings auch dem besser entwickelten Weißen zu Gute 7. Sxe4 Sgf6 8. De2 Sxe4 9. Dxe4 Natürlich kann man die Dame nicht auf dieser Diagonale verweilen lassen Sf6 10. De2 O-O meiner Meinung nach etwas zu vorsichtig. Hier hatte Herzog die Gelegenheit seinen Springer über d5 ins Spiel zu bringen, von wo aus er via b4 oder f4 potentiellen schwarzen Planen nützlich sein könnte 11. c4 Sämisch nimmt dem gegnerischen Pferd d5. Der Nachziehende hat es schwer ein aktives Gegenspiel zu entwickeln während Weiß alle Zeit der Welt hat seine Figuren optimal aufzustellen. h6 12. Ld2 Te8 Für Schwarz ist es schwer einen aktiven Plan zu entwickeln was seinem Gegner die nötige Zeit gibt alle Figuren auf ihre Wunschfelder zu plazieren 13. Lc3 Jetzt gucken beide Läufer auf den Königsflügel. Der Läuferzug befreit auch den Sf3 von der Deckung des d4. b6 Es ist beinahe schmerzhaft zuzusehen wie mühsam und umständlich sich Herzog entwickeln muss 14. Se5 Der Angriff auf den c6 ist eher nebensächlich. Der Springer steht hier perfekt für einen Königsangriff. Zusatzlich blockiert er auch einen schwarzen Vorstoß mit ...e5. Das wäre eine der wenigen Möglichkeiten gewesen sich aus der beengten Lage zu befreien. Lb7 15. Tae1 Lf8 Meiner Meinung nach lässt sich der Nachziehende mit seinem Gegenspiel zuviel Zeit. Lf8 bringt nicht viel ein. Stattdessen wäre es ein guter Zeitpunkt für den Angriff auf das Zentrum mit 15...c5 gewesen. 16. Df3 Sämisch bringt alle seine Figuren in Angriffsposition und kann das sogar mit Tempogewinn tun. Dc7 Der Vorteil gegenüber Tc8 ist, dass die Dame auch den Lb7 deckt, c5 bleibt dadurch möglich. 17. Dh3 Man lässt die Dame naturlich nicht in der Diagonale des Lb7 stehen. Außerdem wirft die Dame, gemäß der Regel, dass jeder Bauernzug in der Rochadestellung eine Schwächung darstellt, schon mal einen Blick auf h6. Tad8 18. Te3 Es war bestimmt unangenehm fur Herzog zu sehen wie Sämisch in aller Gemütlichkeit ein Geschütz nach dem anderen in Stellung bringt Te7 ein Zug den ich beim besten Willen nicht erklären kann 19. Tg3 Kh8 Die Drohung Dxh6, möglich wegen des durch den Tg3 gefesselten g-Bauern, war allzu offensichtlich. Hier wird die Partie interessant. Wie verstärkt man den Angriff auf die Bauern g7 und h6 ? Der Lc3 ist hier noch ein wenig außen vor, da d-Bauer und der Se5 noch in seiner Diagonale stehen. Diesen Misstand behebt der Berliner Meister jetzt schnörkellos. 20. d5 opfert nicht nur einen Bauern sondern hilft auch dem Gegner dabei eine Linie zu öffnen xd5 21. Sd7 Nicht der spektakulärste Zug der Partie aber doch sehr schon. Räumt die Diagonale und verhindert auch ...d4 Txd7
Sxd7 geht wegen des dann gefesselen g7 nicht 22. Dxh6+
22. Dxh6+ Nach der geduldigen Entwicklung kommt der finale Angriff jetzt im Eiltempo. ich stelle mir hier den Kettenraucher Sämisch vor, der nach 60 bis 70 Minuten Bedenkzeit mit einem verschmitzen Lächeln den h-bauern vom Brett nimmt. Weiß hat alle seine Figuren auf den schwarzen König gerichtet. Das Damenopfer bricht die Festungsmauern auf xh6 23. Lxf6+ Der König kann nirgendwo hin. um das Matt zu verhindern muss Herzog Material geben Lg7 24. Txg7
24. Lxg7+ Kg8 25. Lxh6+ Kh8 26. Tg7 führt zu fast der gleichen Stellung wie in der Partie
Te4 ein hübscher Verteidigungszug. Schwarz opfert die Qualität um die Diagonale des Ld3 zu unterbrechen 25. Tg4+ Kh7 durch diesen erzwungenen Zug wird der Turm auf e4 gefesselt 26. f3 und hiermit wird er abgeholt und zwar ohne dass sich die Diagonale b1-h7 langfristig schliest h5 27. Tg7+ Kh6 28. xe4 xc4 Schwarz verteidigt sich durchaus einfallsreich, aber es ist zu spät 29. Lb1 b5 30. e5 mit der Drohung Th7 schach und matt Td3 und wieder versucht er es mit einem Qualitätsopfer. Die Alternative wäre sofort aufzugeben 31. e6 Gnadenlos ! Der e-Bauern droht einfach durchzulaufen, fxe6 aber kostet die Dame. Db6+ 32. Kh1 xe6 33. Lxd3 xd3 Rein materiell steht Schwarz durch zwei Mehrbauern immer noch besser 34. Td7 c5 35. Ld8 der Todesstoss. Es droht Damengewinn durch Lxb6 oder entscheidendes Eindringen des zweiten Turms über f6 Lxg2+ 36. Kg1
Auf den Trick 36. Kxg2 Dc6+ 37. Kg1 Dxd7 fallt Sämisch natürlich nicht rein
36. Kg1 Dc6 37. Tf6+ Kg5 38. Txe6+
PGN anzeigen
[Event "Tournament"]
[Site "Gablonz"]
[Date "1924.??.??"]
[White "Friedrich Saemisch"]
[Black "Franz Herzog"]
[Result "1-0"]
[ECO "C10"]
[PlyCount "71"]
[EventDate "1924.??.??"]

1. d4 e6 2. e4 {Viele spielen 1...e6 als reine Zugumstellung zu 1...d5 im
Damengambit, aber es erlaubt eben auch das Abbiegen in die Französische
Verteidigung. Fur moderne GMs natürlich kein Problem, aber als Laie mit eng
begrenztem Eröffnungsrepertoire kann man unangenehm überrascht werden.} d5 3.
Nc3 c6 {Herzog ignoriert sozusagen den Übergang in Französisch und macht
weiter Damengambitzüge} 4. Nf3 Nd7 {Schwarz vermeidet den Übergang in eine der
klassischen Französisch-Varianten und baut sich erstmal fest und flexibel auf.
Auf das in dieser Eroffnung übliche e5 ist er jetzt schon für den Gegenangriff
mit...c5 vorbereitet.} 5. Bd3 {Sämisch stellt erstmal alle seine Figuren auf
die französischen Wunschfelder und legt das Zentrum vorerst nicht fest} Be7 6.
O-O dxe4 {Solange die Option e5 bestand hatte Schwarz Probleme seinen
Königsspringer zu entwickeln. Die teilweise Öffnung des Zentrums kommt
allerdings auch dem besser entwickelten Weißen zu Gute} 7. Nxe4 Ngf6 8. Qe2
Nxe4 9. Qxe4 {
Natürlich kann man die Dame nicht auf dieser Diagonale verweilen lassen} Nf6
10. Qe2 O-O {meiner Meinung nach etwas zu vorsichtig. Hier hatte Herzog die
Gelegenheit seinen Springer über d5 ins Spiel zu bringen, von wo aus er via
b4 oder f4 potentiellen schwarzen Planen nützlich sein könnte} 11. c4 {
Sämisch nimmt dem gegnerischen Pferd d5. Der Nachziehende hat es schwer ein
aktives Gegenspiel zu entwickeln während Weiß alle Zeit der Welt hat seine
Figuren optimal aufzustellen.} h6 12. Bd2 Re8 {Für Schwarz ist es schwer einen
aktiven Plan zu entwickeln was seinem Gegner die nötige Zeit gibt alle Figuren
auf ihre Wunschfelder zu plazieren} 13. Bc3 {Jetzt gucken beide Läufer auf den
Königsflügel. Der Läuferzug befreit auch den Sf3 von der Deckung des d4.} b6 {
Es ist beinahe schmerzhaft zuzusehen wie mühsam und umständlich sich Herzog
entwickeln muss} 14. Ne5 {Der Angriff auf den c6 ist eher nebensächlich. Der
Springer steht hier perfekt für einen Königsangriff. Zusatzlich blockiert er
auch einen schwarzen Vorstoß mit ...e5. Das wäre eine der wenigen
Möglichkeiten gewesen sich aus der beengten Lage zu befreien.} Bb7 15. Rae1 Bf8
{Meiner Meinung nach lässt sich der Nachziehende mit seinem Gegenspiel zuviel
Zeit. Lf8 bringt nicht viel ein. Stattdessen wäre es ein guter Zeitpunkt für
den Angriff auf das Zentrum mit 15...c5 gewesen.} 16. Qf3 {Sämisch bringt
alle seine Figuren in Angriffsposition und kann das sogar mit Tempogewinn tun.}
Qc7 {Der Vorteil gegenüber Tc8 ist, dass die Dame auch den Lb7 deckt, c5
bleibt dadurch möglich.} 17. Qh3 {Man lässt die Dame naturlich nicht in der
Diagonale des Lb7 stehen. Außerdem wirft die Dame, gemäß der Regel, dass jeder
Bauernzug in der Rochadestellung eine Schwächung darstellt, schon mal einen
Blick auf h6.} Rad8 18. Re3 {Es war bestimmt unangenehm fur Herzog zu sehen
wie Sämisch in aller Gemütlichkeit ein Geschütz nach dem anderen in Stellung
bringt} Re7 {ein Zug den ich beim besten Willen nicht erklären kann} 19. Rg3
Kh8 {Die Drohung Dxh6, möglich wegen des durch den Tg3 gefesselten g-Bauern,
war allzu offensichtlich. Hier wird die Partie interessant. Wie verstärkt man
den Angriff auf die Bauern g7 und h6 ? Der Lc3 ist hier noch ein wenig außen
vor, da d-Bauer und der Se5 noch in seiner Diagonale stehen. Diesen Misstand
behebt der Berliner Meister jetzt schnörkellos.} 20. d5 {opfert nicht nur
einen Bauern sondern hilft auch dem Gegner dabei eine Linie zu öffnen} exd5 21.
Nd7 {Nicht der spektakulärste Zug der Partie aber doch sehr schon. Räumt die
Diagonale und verhindert auch ...d4} Rdxd7 (21... Nxd7 {
geht wegen des dann gefesselen g7 nicht} 22. Qxh6+) 22. Qxh6+ {Nach der geduldigen Entwicklung kommt der finale Angriff jetzt im Eiltempo. ich stelle mir
hier den Kettenraucher Sämisch vor, der nach 60 bis 70 Minuten Bedenkzeit mit
einem verschmitzen Lächeln den h-bauern vom Brett nimmt. Weiß hat alle seine
Figuren auf den schwarzen König gerichtet. Das Damenopfer bricht die
Festungsmauern auf} gxh6 23. Bxf6+ {Der König kann nirgendwo hin. um das Matt
zu verhindern muss Herzog Material geben} Bg7 24. Rxg7 (24. Bxg7+ Kg8 25. Bxh6+
Kh8 26. Rg7 {führt zu fast der gleichen Stellung wie in der Partie}) 24... Re4
{ein hübscher Verteidigungszug. Schwarz opfert die Qualität um die Diagonale
des Ld3 zu unterbrechen} 25. Rg4+ Kh7 {
durch diesen erzwungenen Zug wird der Turm auf e4 gefesselt} 26. f3 {und hiermit wird er abgeholt und zwar ohne dass sich die Diagonale b1-h7 langfristig
schliest} h5 27. Rg7+ Kh6 28. fxe4 dxc4 {
Schwarz verteidigt sich durchaus einfallsreich, aber es ist zu spät} 29. Bb1 b5
30. e5 {mit der Drohung Th7 schach und matt} Rd3 {und wieder versucht er es
mit einem Qualitätsopfer. Die Alternative wäre sofort aufzugeben} 31. e6 {
Gnadenlos ! Der e-Bauern droht einfach durchzulaufen, fxe6 aber kostet
die Dame.} Qb6+ 32. Kh1 fxe6 33. Bxd3 cxd3 {
Rein materiell steht Schwarz durch zwei Mehrbauern immer noch besser} 34. Rd7
c5 35. Bd8 {der Todesstoss. Es droht Damengewinn durch Lxb6 oder
entscheidendes Eindringen des zweiten Turms über f6} Bxg2+ 36. Kg1 ({
Auf den Trick} 36. Kxg2 Qc6+ 37. Kg1 Qxd7 {fallt Sämisch natürlich nicht rein})
(36. Kg1 Qc6 37. Rf6+ Kg5 38. Rxe6+) 1-0

Vabanque - 14. Sep '17
Eine schöne alte Partie aus der Zeit, wo Schach noch in Ordnung war und passives Spiel wirklich zum Untergang geführt hat :)

Aber auf jeden Fall typisch Sämisch. Er liebte es, Angriffe so langsam und sorgfältig aufzubauen wie hier. Erstmal alle Figuren in Richtung gegnerischen König spielen, und wenn sie dann die maximale Wirksamkeit entfalteten, dann zuschlagen.

Das Damenopfer ist wirklich ein 'Knaller' und hätte auch auf die Alternativen
21... Dxd7 oder Texd7 funktioniert, sogar glatter und klarer als in der Partie (komischerweise schreibt der Viewer ja nicht Tdxd7). Denn falls Texd7, hat Schwarz im 24. Zug nicht die Verteidigung Te4. Und falls Dxd7, so kann Weiß statt 24. Txg7 stärker 24. Lxf6+ Kg8 25. Lf6 Kf8 26. Lh7 mit undeckbarem Matt auf g8 spielen, was in der Partie nicht geht, weil die auf c7 (statt d7) stehende Dame einfach den Tg3 schlüge!

Übrigens finde ich statt des von Dir angegebenen prosaischen Finales mit 38. Txe6+ (was natürlich locker reicht, weil Weiß am Schluss mit einem Mehrturm verbleibt) das folgende Ende doch schöner und v.a. schneller:

38. Tg7+ Kh4 39. Tf4+ Kh3 40. Tg3#

(Dies alles wäre auch auf 36... Db8 statt Dc6 möglich gewesen, da 39. Tf4+ nämlich Doppelschach ist!)

:-))
Kellerdrache - 15. Sep '17
Die Partie ist ein schönes Beispiel für die Probleme einer allzu passiven Verteidigung. Es gibt kaum eine uneinnehmbare Festung im Schach, wenn man dem Angreifer beliebe Zeit lässt sich aufzubauen.
Eine gute Verteidigung funktioniert z.B. auch indem man Figuren die sich gerne am Angriff beteiligen würden zu Deckungsaufgaben zwingt. Etwas was man sehr gut von Kortschnois Partien lernen kann.
Canal_Prins - 15. Sep '17
@ Kellerdrache

Die Partie ist ein schönes Beispiel für die Probleme einer allzu passiven Verteidigung. Es gibt kaum eine uneinnehmbare Festung im Schach, wenn man dem Angreifer "nicht" beliebe Zeit lässt sein Spiel aufzubauen.

Kortschnoi.......ein wahrer GM und Lehrmeister.......85 Jahre und krank....aber angesprochen über seine Partien mit anderen GM, dann funkelten seine Augen.

Er war nicht nur ein hervorragender Schachspieler, sondern blieb immer ein bescheidener "Mensch", vor der meine Familie den Hut zieht.
Kellerdrache - 15. Sep '17
@Canal_Prins: Zum ersten Teil meines letzten Posts sollte die Aussage sein, dass es zur Verteidigung gehört den ungestörten Aufbau einer perfekten Angriffsstellung zeitig zu sabotieren. Da wo dies versäumt wird, wie in der obigen Partie, ist der Zusammenbruch nur eine Frage der Zeit. Ein reines 'Deckung hochnehmen und an den Seilen stehend die Schläge des anderen abfangen' funktioniert im Profischach so gut wie nie.
Zu Kortschnois menschlichen Qualitäten kann ich wenig sagen, da ich ihn nie kennengelernt habe. Wie gesagt kann man von seinen Begegnungen am Schachbrett sehr schön die Kunst der aggressiven und aktiven Verteidigung lernen.
Laudatio - 18. Sep '17
Hallo Schachfreund Kellerdrache,
eine rundum gelungen kommentierte Partie. Das hat viel Spaß gemacht mit dem Nachspielen.
Viele der "Normalsterblichen" Schachspieler hätten hier als Weißer schon früh e4-e5 gespielt in der falschen Erkenntnis, dass Schwarz mit c7-c6 ein Tempo verloren hat - u.a. hätte ich so gespielt:-) Das zeigt mir mal wieder, dass ich den Stellungsaufbau nicht zu dogmatisch auffassen sollte.
Des weiteren ist es sehr interessant zu sehen, wie der Weißspieler ausschließlich auf ein Tor spielt. Persönlich hätte ich in dieser Stellung als Weißer zu früh ein falsches Überlegenheitsgefühl gehabt und wohl tendenziell zu forsch gespielt. Die Spielweise von Sämisch hat mir sehr gut gefallen, wie er als "Schachliche Boa" dem Gegner immer mehr die "Luft abdrückt".
Danke für die toll kommentierte Partie
Gruß
Laudatio
patzer0815 - 15. Nov '17
Wieder das alte Leiden hier auf chessmail, hatte es fast vergessen. Die 5 Partiekommentare, die ich heute unter Tags geschrieben habe (teilweise recht lang) sind alle nicht gespeichert, weil beim Abschicken die Seite neu geladen hat ... willkommen zurück auf chessmail :-(
Vabanque - 15. Nov '17
Mist.

Du musst entweder Auto-Login aktiviert haben oder (sicherer) die Kommentare zuerst in einem anderen Dokument verfassen.

Nachdem mir dasselbe wie dir ein paarmal passiert ist, mache ich immer nur noch Letzteres (bei wesentlichen Inhalten, nicht bei dem Kommentar, den ich gerade hier verfasse, den schreibe ich natürlich direkt ins Textfeld)
patzer0815 - 15. Nov '17
Autologin hatte ich archiviert, aber irgendwie hat es trotzdem nicht geklappt. So muss LibreOffice eben helfen.