Kommentierte Spiele

Verlustpartien der Weltmeister ( IX ) : Botwinnik

Kellerdrache - 01. Sep '16
Botwinnik ist nicht der Erfinder des modernen Schachs, aber so etwas wie der Erfinder des modernen Schachprofis. Seine punktgenaue Vorbereitung auf seine Gegner, die methodische Ausnutzung ihrer Schwächen, das haben Generationen von russischen Spielern vom ihm, nicht nur in seiner Schachschule, gelernt. Bis heute ist er der einzige Weltmeister, der sich seinen Titel nach einer verlorenen WM zurück geholt hat.

In der vorliegenden Partie weicht er von seinem Prinzip ab keine Stellungen zu spielen die sein Gegenüber liebt. Im Gegenteil spielt er hier eine Eröffnung in der Taimanov damals der führende Großmeister war. Es wird auch überzeugend bestraft. Nach einer recht frühen, strategischen Fehlentscheidung gelangt er in einen Kampf ohne Gegenspiel.

Mark Taimanov Mikhail Botvinnik USSR Championship | Moscow URS | 5 | 1953.02.02 | E58 | 1:0
8
7
6
5
4
3
2
a
1
b
c
d
e
f
g
h
1. d4 Sf6 2. c4 e6 3. Sc3 Lb4 4. Sf3 c5 5. e3 nicht allzu lange vorher hatte Taimanov mit Schwarz eine Partie gegen Botwinnik mit der gleichen Eröffnung gewonnen. Sollte dies also dessen Rache werden ? Zu Botwinniks Nachteil war sein Gegner aber ein großer Eröffnungsspezialist im Allgemeinen und für die Nimzoindische Verteidigung im Speziellen. O-O 6. Ld3 d5 7. O-O Sc6 so oder so ähnlich wird das auch heute noch gespielt 8. a3 Das Schlagen auf c3 ist erzwungen.Der Bauer auf c5 nimmt dem Lb4 die Rückzugsmöglichkeiten auf der Diagonale a3-f8. Außerdem fällt z.B. nach La5 der dann ungedeckte c5 Lxc3 9. xc3 ein temporärer Doppelbauer, der ja mit cxd5 jederzeit aufgelöst werden kann. b6 10. xd5 xd5 11. a4 dieser Zug räumt das Feld a3 für den Läufer von wo aus er c5 angreift. Schwarz entschliest sich die Spannung im Zentrum vorerst aufzuheben c4 der Zug wurde nicht groß kritisiert. Mir gefällt er aber nicht, da jetzt am Damenflügel nichts mehr passiert und der d5 recht schwach aussieht. 12. Lc2 Lg4? das sieht recht einleuchtend aus. Nachdem Weiß die Fesselung nicht mehr mit dem Läufer aufheben kann muss er entweder die Dame in der Diagonale belassen oder 13...Lxf3 14.gxf3 mit Doppelbauer und geschwächter Königsstellung zulassen. Taimanov weisst recht instruktiv nach, dass der Zug trotzdem ein strategischer Fehler war. 13. De1 Te8
Lxf3 14. xf3 Te8 15. e4 ist keineswegs besser für Schwarz. Der Doppelbauer wird durch das Läuferpaar und das starke Zentrum aufgewogen.
14. Sh4 Springer am Rand... oder nicht ? Durch den Wegzug des Pferdchens hat Weiß die Inbesitznahme des Zentrums mit f3 und e4 ermöglicht. Im Gegensatz zur oben genannten Variante jetzt sogar ohne Doppelbauer. Sowieso wird der Springer hier nicht lange genug bleiben um zur Schande zu werden. Lh5 Nach dem Tritt mit f3 müsste der Läufer ohnehin ziehen und vielleicht kann man ihn ja auf g6 gegen sein weißes Equivalent auf c2 tauschen 15. f3 Lg6 auf seiner alten Diagonale gab es für ihn keine Zukunft mehr 16. Sxg6 und schon ist der Randspringer verschwunden. Sf5 sieht ebenfalls gut aus, doch so gut es dort optisch aussieht sowenig bewirkt das Pferd dort. Mit dem ungedeckten Lc2 im Hintergrund kann es nicht so schnell wegziehen. daher ist Taimanovs Zug sicher einfacher. xg6 17. e4 Hier steht Weiß bereits deutlich besser. Die schwierige Frage ist: Lässt man das weiße Zentrum so stehen oder tauscht man auf e4. xe4 Jetzt bekommt Weiß die völlige Zentrumskontrolle und einen gedeckten Freibauern im Zentrum. Leider hätte es nicht sehr viel besser ausgesehen hätte Botwinnik auf den Tausch verzichtet. Weiß spielt dann 18.e5 und geht mit e- und f-Bauern gegen den schwarzen König vor 18. xe4 Dd7 Dieser Zug verbindet die Türme, vor allem aber zieht er Lg5 den Zahn, was in Verbindung mit e5 schnell unangenehm werden könnte. 19. Lg5 Sh7 20. Le3 Nachdem Rückzug des schwarzen Springers auf h7 kann der Läufer auf e3 nicht mehr so schnell belästigt werden. Se7 bereitet den Gegenstoß mit f5 vor. Im Falle von e5 bekäme man außerdem auf d5 einen schönen Stützpunkt. 21. Tf3 Die Läufer stehen recht ideal. Als nächster Schritt werden die Türme in Verbindung mit dem Vorstoß des h-Bauern aktiviert f5 22. e5 Sf8 Mir gefiel erst Sd5 besser, doch g6 wird schnell schwach und braucht die Aufmerksamkeit mindestens eines Springers 23. h4 Se6 Momentan steht der Springer hier gut, da seine sofortige Vertreibung mit d5 nicht möglich ist 24. Td1 Der Turm wird am Damenflügel nicht gebraucht. Von hier aus unterstützt er einen möglichen Vormarsch der Zentrumsbauern Dd5 Die Dame als Blockadefigur ? Es geht eher um die Besetzung der Diagonalen h1-a8, die in Zusammenhang mit einem Königsflügelangriff interessant werden könnte 25. Lc1 Der Läufer wechselt die Diagonale. Von a3 aus unterstützt er die Zentrumsbauern wirkungsvoller. Zusätzlich ist jetzt ein möglicher Vorstoß des f-Bauern erschwert, der jetzt mit Le4 beantwortet werden könnte Tf8 26. La3 Tae8 Botwinniks Manöver mit den beiden Türme sieht etwas umständlich aus. Nachdem der Bauernsturm im Zentrum zeitweilig verhindert wurde widmet sich Taimanov jetzt den Bauern am Königsflügel 27. Dg3 es droht 28.Lxe7 Txe7 29. Dxg6 g5 das verliert bereits einen Bauern, wie wir sehen werden.
Kh7 der Versuch den schwachen g-Bauern mit dem König zu decken führt schnell zu Problemen. 28. h5 xh5
g5 es entsteht eine sehr ähnliche Stellung wie in der Partie 29. Lxe7 Txe7 30. Txf5 Txf5 31. Lxf5+
29. Lxe7 Txe7 30. Lxf5+ Kh8 31. Dg6 Txf5 32. Txf5
28. Lxe7 Txe7 29. Txf5 Txf5 30. Lxf5 Sf4 Botwinnik fischt im Trüben. Hier führt es nicht zum Erfolg, aber schwächere Gegner straucheln in so einer Situation gerne weil sie in Gedanken schon feiern. Zuallererst droht Se2+ mit Damengewinn 31. Dxg5 Txe5 Und schon hat man wenigstens einen Bauern zurück. Möglich ist das wegen des ungedeckten Turms auf d1 32. xe5
32. Dxf4 Txf5 33. Db8+ Kh7 34. Dxa7 Tf4 35. De7 Tg4 36. Td2 Auch hier steht Weiß wegen der Mehrbauern besser, aber es ist deutlich schwerer umzusetzen.
Dxd1+ 33. Kh2 Bevor man die gegnerische Dame in sein Haus lässt muss man genau gerechnet haben und sich sicher sein, dass sie nicht viel Schaden anrichten kann. Dd2 der Springer muß ja gedeckt werden. So aber ist er auch gefesselt, da die dahinter stehende Dame auf d2 ungedeckt ist. Weiß muss nur g2 im Blick behalten 34. Le6+ Kh7
Sxe6?? 35. Dxd2
35. Lxc4 g6 36. Le6
36. Le6 Dc1 die Auswahl an auch nur spielbaren Zügen ist klein 37. h5 xh5 38. Lf5+ Kh8 39. Dh6+ Kg8 40. Le6+ und jetzt ist Sxe6 mit Damenverlust erzwungen - es sei denn man gibt auf.
PGN anzeigen
[Event "USSR Championship"]
[Site "Moscow URS"]
[Date "1953.02.02"]
[Round "5"]
[White "Mark Taimanov"]
[Black "Mikhail Botvinnik"]
[Result "1-0"]
[ECO "E58"]
[PlyCount "71"]
[EventDate "1952.??.??"]

1. d4 Nf6 2. c4 e6 3. Nc3 Bb4 4. Nf3 c5 5. e3 {nicht allzu lange vorher hatte
Taimanov mit Schwarz eine Partie gegen Botwinnik mit der gleichen Eröffnung
gewonnen. Sollte dies also dessen Rache werden ? Zu Botwinniks Nachteil war
sein Gegner aber ein großer Eröffnungsspezialist im Allgemeinen und für die
Nimzoindische Verteidigung im Speziellen.} O-O 6. Bd3 d5 7. O-O Nc6 {
so oder so ähnlich wird das auch heute noch gespielt} 8. a3 {Das Schlagen auf
c3 ist erzwungen.Der Bauer auf c5 nimmt dem Lb4 die Rückzugsmöglichkeiten auf
der Diagonale a3-f8. Außerdem fällt z.B. nach La5 der dann ungedeckte c5} Bxc3
9. bxc3 {
ein temporärer Doppelbauer, der ja mit cxd5 jederzeit aufgelöst werden kann.}
b6 10. cxd5 exd5 11. a4 {dieser Zug räumt das Feld a3 für den Läufer von wo
aus er c5 angreift. Schwarz entschliest sich die Spannung im Zentrum vorerst
aufzuheben} c4 {der Zug wurde nicht groß kritisiert. Mir gefällt er aber nicht,
da jetzt am Damenflügel nichts mehr passiert und der d5 recht schwach aussieht.}
12. Bc2 Bg4 ? {das sieht recht einleuchtend aus. Nachdem Weiß die Fesselung
nicht mehr mit dem Läufer aufheben kann muss er entweder die Dame in der
Diagonale belassen oder 13...Lxf3 14.gxf3 mit Doppelbauer und geschwächter
Königsstellung zulassen. Taimanov weisst recht instruktiv nach, dass der Zug
trotzdem ein strategischer Fehler war.} 13. Qe1 Re8 (13... Bxf3 14. gxf3 Re8
15. e4 {ist keineswegs besser für Schwarz. Der Doppelbauer wird durch das
Läuferpaar und das starke Zentrum aufgewogen.}) 14. Nh4 {Springer am Rand...
oder nicht ? Durch den Wegzug des Pferdchens hat Weiß die Inbesitznahme des
Zentrums mit f3 und e4 ermöglicht. Im Gegensatz zur oben genannten Variante
jetzt sogar ohne Doppelbauer. Sowieso wird der Springer hier nicht lange genug
bleiben um zur Schande zu werden.} Bh5 {Nach dem Tritt mit f3 müsste der
Läufer ohnehin ziehen und vielleicht kann man ihn ja auf g6 gegen sein weißes
Equivalent auf c2 tauschen} 15. f3 Bg6 {
auf seiner alten Diagonale gab es für ihn keine Zukunft mehr} 16. Nxg6 {
und schon ist der Randspringer verschwunden. Sf5 sieht ebenfalls gut aus, doch
so gut es dort optisch aussieht sowenig bewirkt das Pferd dort. Mit dem
ungedeckten Lc2 im Hintergrund kann es nicht so schnell wegziehen. daher ist
Taimanovs Zug sicher einfacher.} hxg6 17. e4 {Hier steht Weiß bereits deutlich
besser. Die schwierige Frage ist: Lässt man das weiße Zentrum so stehen oder
tauscht man auf e4.} dxe4 {Jetzt bekommt Weiß die völlige Zentrumskontrolle
und einen gedeckten Freibauern im Zentrum. Leider hätte es nicht sehr viel
besser ausgesehen hätte Botwinnik auf den Tausch verzichtet. Weiß spielt dann
18.e5 und geht mit e- und f-Bauern gegen den schwarzen König vor} 18. fxe4 Qd7
{Dieser Zug verbindet die Türme, vor allem aber zieht er Lg5 den Zahn, was in
Verbindung mit e5 schnell unangenehm werden könnte.} 19. Bg5 Nh7 20. Be3 {
Nachdem Rückzug des schwarzen Springers auf h7 kann der Läufer auf e3 nicht
mehr so schnell belästigt werden.} Ne7 {bereitet den Gegenstoß mit f5 vor. Im
Falle von e5 bekäme man außerdem auf d5 einen schönen Stützpunkt.} 21. Rf3 {
Die Läufer stehen recht ideal. Als nächster Schritt werden die Türme in
Verbindung mit dem Vorstoß des h-Bauern aktiviert} f5 22. e5 Nf8 {Mir gefiel
erst Sd5 besser, doch g6 wird schnell schwach und braucht die Aufmerksamkeit
mindestens eines Springers} 23. h4 Ne6 {Momentan steht der Springer hier gut,
da seine sofortige Vertreibung mit d5 nicht möglich ist} 24. Rd1 {Der Turm wird
am Damenflügel nicht gebraucht. Von hier aus unterstützt er einen möglichen
Vormarsch der Zentrumsbauern} Qd5 {Die Dame als Blockadefigur ? Es geht eher
um die Besetzung der Diagonalen h1-a8, die in Zusammenhang mit einem
Königsflügelangriff interessant werden könnte} 25. Bc1 {Der Läufer wechselt
die Diagonale. Von a3 aus unterstützt er die Zentrumsbauern wirkungsvoller.
Zusätzlich ist jetzt ein möglicher Vorstoß des f-Bauern erschwert, der jetzt
mit Le4 beantwortet werden könnte} Rf8 26. Ba3 Rae8 {Botwinniks
Manöver mit den beiden Türme sieht etwas umständlich aus. Nachdem der
Bauernsturm im Zentrum zeitweilig verhindert wurde widmet sich Taimanov jetzt
den Bauern am Königsflügel} 27. Qg3 {es droht 28.Lxe7 Txe7 29. Dxg6} g5 {
das verliert bereits einen Bauern, wie wir sehen werden.} (27... Kh7 {
der Versuch den schwachen g-Bauern mit dem König zu decken führt schnell zu
Problemen.} 28. h5 gxh5 (28... g5 {
es entsteht eine sehr ähnliche Stellung wie in der Partie} 29. Bxe7 Rxe7 30.
Rxf5 Rxf5 31. Bxf5+) 29. Bxe7 Rxe7 30. Bxf5+ Kh8 31. Qg6 Rxf5 32. Rxf5) 28.
Bxe7 Rxe7 29. Rxf5 Rxf5 30. Bxf5 Nf4 {Botwinnik fischt im Trüben. Hier führt
es nicht zum Erfolg, aber schwächere Gegner straucheln in so einer Situation
gerne weil sie in Gedanken schon feiern. Zuallererst droht Se2+ mit
Damengewinn} 31. Qxg5 Rxe5 {Und schon hat man wenigstens einen Bauern zurück.
Möglich ist das wegen des ungedeckten Turms auf d1} 32. dxe5 (32. Qxf4 Rxf5 33.
Qb8+ Kh7 34. Qxa7 Rf4 35. Qe7 Rg4 36. Rd2 {Auch hier steht Weiß wegen der
Mehrbauern besser, aber es ist deutlich schwerer umzusetzen.}) 32... Qxd1+ 33.
Kh2 {Bevor man die gegnerische Dame in sein Haus lässt muss man genau
gerechnet haben und sich sicher sein, dass sie nicht viel Schaden anrichten
kann.} Qd2 {der Springer muß ja gedeckt werden. So aber ist er auch gefesselt,
da die dahinter stehende Dame auf d2 ungedeckt ist. Weiß muss nur g2 im Blick
behalten} 34. Be6+ Kh7 (34... Nxe6 ?? 35. Qxd2) 35. Bxc4 g6 36. Be6 (36. Be6
Qc1 {die Auswahl an auch nur spielbaren Zügen ist klein} 37. h5 gxh5 38. Bf5+
Kh8 39. Qh6+ Kg8 40. Be6+ {
und jetzt ist Sxe6 mit Damenverlust erzwungen - es sei denn man gibt auf.}) 1-0
Vabanque - 02. Sep '16
Eine zwar unspektakuläre, aber dennoch sehr interessante Partie mit vielen beiderseitigen Feinheiten, die im Kommentar gut herausgestellt werden.
Zudem kannte ich die Partie gar nicht, aber das ist kein Wunder, da ich mich mit Taimanov als Spieler nie beschäftigt habe. Ich weiß gar nicht, welchen Stil er eigentlich spielte. Nach dieser Partie zu urteilen, müsste er Positionsspieler gewesen sein.

In dieser Partie sieht es auch relativ einfach aus, Botwinnik zu besiegen. Eine Eröffnung spielen, in der man sich besser auskennt als er, Überlegenheit im Zentrum und am Königsflügel erlangen, und schon gehen Botwinnik die guten Züge aus.
Aber in Wirklichkeit weiß man, wie schwer es war, Botwinnik zu besiegen. Nicht vielen ist es gelungen, und schon gar nicht mehrmals.
Und wenn Taimanov hier auch mit Weiß in Nimzoindisch schnell eine gute Stellung erlangt: auch Botwinnik selbst hatte zumindest mit Weiß in dieser Variante viele Erfolge! Es ist auch nicht leicht zu sagen, was er hier wirklich falsch macht, um in eine so schlechte Stellung zu geraten. Möglicherweise lag es eben doch an Lg4.
Kellerdrache - 02. Sep '16
Die Partie zu kommentieren war für mich relativ schwer. Es gibt wenige Kommentare und auch die sind sehr sparsam. Nach meiner laienhaften Meinung waren c4 und Lg4 die entscheidenden Fehler. Ich schätze Botwinnik hat nicht mit Sh4 gerechnet, sonst hätte er wenigstens nicht auf Lxf3 verzichtet, wenn er doch den Läufer so oder so hergeben muss. Botwnnik hatte in dieser Zeit wohl allgemein eine nimzoindische Schwäche. Wie erwähnt war er einige Monate vor dieser Partie von Taimanov als Schwarzem vorgeführt worden und hat auch sonst in den frühen 50ern einige Niederlagen mit dieser Eröffnung einstecken müssen. Botwinnik-typisch hat er das später aber wohl eliminiert.
Taimanov ist den wenigsten Schachfreunden heutzutage im Bewußtsein. Das er ein bedeutender Eröffnungstheoretiker war wird einem aber schnell klar wenn man sich die ganzen Taimanov-Varianten (z.B. im Sizilianer und Nimzo-Inder) vergegenwärtigt. Ich kenne selber auch nicht allzu viele seiner Partien. Neben den Partien aus dem Wettkampf mit Fischer sind das die beiden gegen Botwinnik und eine recht hübsche gegen Polugajewski.
Battle - 02. Sep '16
Ich bewundere eure Leistungen. Danke
Vabanque - 03. Sep '16
Du bist gerne eingeladen, es uns gleichzutun.

Nach dem bedauernswerten Weggang von Sam (und schon vor einiger Zeit auch Mercurium) und der Enthaltsamkeit von Colorado suchen wir für dieses Forum wieder Kommentatoren.

Und ich warte noch auf die erste kommentierte Partie, die 100 Antworten bekommt.

Vielleicht geschieht das ja, wenn jemand mal eine Partie zwischen Merkel und Erdogan postet? ;)
Vabanque - 03. Sep '16
Oder ich poste mal die Partie Kasparov gegen Petra Schürmann. Diese Partie gab es wirklich! Sie ist aber schachlich eher unergiebig, was man allerdings - so glaube ich zumindest - Kasparov nicht zum Vorwurf machen kann ...

Ebenso die Partie Elisabeth Pähtz gegen die Klitschko-Brüder. Pähtz spielte blind, die Klitschkos berieten sich sehend. Aber was die 'Sehenden' hier gegen das 'blinde' Mädchen spielten, bereitet mir Bauchschmerzen beim Nachspielen ... und ist noch weniger ergiebig als die Schürmannsche Schachproduktion ...
Battle - 03. Sep '16
Bin leider Compuermässig völliger Laie: habe immerhin durch Tochter gelernt hier zu posten.