chessmail

Eröffnungs und Endspielbibliothek

Haaardy67 - 07. Jul '24
Kann mir jemand erklären, wo man auf der neuen Oberfläche die Endspielbibliothek finden kann ?
shaack - 07. Jul '24
Ich glaube, es gibt hier keine Endspielbibliothek. Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich weiß, was eine Endspielbibliothek ist.
Vabanque - 07. Jul '24 Bearbeitet
Ich hatte auch schon gerätselt. Vielleicht meint SF Haaardy eine Endspieldatenbank? Die gibt es auf chessmail nicht, ebensowenig wie eine Eröffnungsdatenbank.
cutter - 08. Jul '24
Es gab früher einen link zu den shredder Chess Schachaufgaben. Dort gibt es auch Eröffnungs- und Endspieldatenbank...
Vabanque - 08. Jul '24
Ah, das könnte gemeint sein, stimmt. Die Seiten gibt es auf shredderchess.com immer noch.
Nunchaku - 08. Jul '24
Eine Eröffnungsdatenbank kenne ich, aber was ist denn bitte schön eine Endspieldatenbank?
Ich war der Annahme, dass auf dieser Seite ohne Hilfsmittel gespielt wird.
MarkD - 08. Jul '24
Dass man etwas - selbstverständlich - nicht benutzt, heißt ja nicht, dass es nicht existiert.

syzygy-tables.info/

ist z.B. eine Endspieldatenbank, auch Tablebase genannt.
Nunchaku - 08. Jul '24
Also wenn hier jemand im Forum, danach fragt, dann gehe ich stark davon aus, dass er es auch nutzen möchte.
underdunk - 08. Jul '24
Was ja auch in Ordnung ist, zur Analyse danach.
Nunchaku - 08. Jul '24
In den Nutzungsbedingungen habe ich nichts lesen können, was ein Verbot von fremden Hilfsmitteln angeht.
Also scheint das alles erlaubt zu sein.
toby84 - 08. Jul '24 Bearbeitet
ist es grundsätzlich auch. wie im offiziellen fernschach. in praktisch allen (oder sogar allen?) turnieren ist es explizit ausgeschlossen.
schach2018 - 08. Jul '24 Bearbeitet
toby84
"(...) in praktisch allen (oder sogar allen?) turnieren ist es explizit ausgeschlossen."

in allen Turnieren im Fernschach, also auch hier?
Du meinst wohl in den Turnieren im Nahschach.
Vabanque - 08. Jul '24 Bearbeitet
Es sind doch in der Regel nur Engines ausgeschlossen, während Datenbanken erlaubt sind. Zumindest Eröffnungsdatenbanken sind in den Turnierbedingungen in der Regel erlaubt. Endspieldatenbanken finden ja nie explizite Erwähnung, stellen also möglicherweise eine Grauzone dar.

Ich zitiere mal aus den Turnierregeln eines Turniers, an dem ich momentan teilnehme:

>>Nutzung von Hilfmitteln
Es dürfen für die Zugfindung der Turnierspiele keine Schachcomputer bzw. Engines eingesetzt werden. Sonstige Hilfsmittel, wie Bücher, Eröffnungsdatenbanken und das freie Brett sind erlaubt.<<
schach2018 - 08. Jul '24
Allein, dass man im Fernschach während des Spiels und im Turnier auf Datenbanken oder Bücher zugreifen darf, kann ich leider nicht nachvollziehen.
Vabanque - 08. Jul '24
Nachvollziehbarkeit von Regeln wäre wieder ein ganz anderes Thema. Du kannst ja z.B. auch sagen, dass du beim Fußball die Abseitsregel nicht nachvollziehen kannst. Trotzdem besteht sie.

So weit ich mich erinnere, steht der von mir zitierte Text standardmäßig bei allen chessmail-Turnieren in den Turnierregeln, sofern nicht der Turnierleiter aus bestimmten Gründen die Bedingungen für die Nutzung von Hilfsmitteln ändert.
schach2018 - 08. Jul '24 Bearbeitet
Es gibt sinnvolle und nicht sinnvolle Regeln.

Bezogen auf das Fernschach zählt die Erlaubnis von den oben erwähnten Hilfsmitteln während eines Spiels meiner Meinung nach zur letzten Kategorie.
Vabanque - 08. Jul '24
Diejenigen Leute, welche die Regeln einmal aufgestellt haben, müssen sie jedenfalls für sinnvoll gehalten haben😀

Und es gibt sicher einen Grund, warum sie bis jetzt bei fast allen Turnieren so beibehalten werden.
toby84 - 08. Jul '24 Bearbeitet
ich hätte erwartet, dass auf chessmail bei den turnieren auch auch die anderen hilfsmittel verboten sind und nicht nur engines. in den variantenturnieren gibt es solche themen nicht 😁 deshalb bin ich da nicht gut informiert.

"Bezogen auf das Fernschach zählt die Erlaubnis von den oben erwähnten Hilfsmitteln während eines Spiels meiner Meinung nach zur letzten Kategorie."

das ist eine debatte, die wir hier auch schon sehr oft hatten. fernschach ist eben so und ist auch so gewollt.

erweitert: wir sollten klären, worüber genau wir gerade reden. fernschach oder chessmail-"fernschach"?
schach2018 - 08. Jul '24 Bearbeitet
Angeblich gibt es auf anderen Schachservern auch die Regel, dass selbst diese Hilfsmitteln verboten sind.

Nachtrag:
Selbst wenn man diese Regeln hier auf Chessmail einführen würde, bezweifle ich, dass sie eingehalten werden.
Ein weiteres Problem wäre die Nachweisbarkeit, die sich generell schwierig bis zu unmöglich erweisen wird.

PS:
Ich kann mir schon vorstellen, warum man diese Hilfsmitteln generell im Fernschach duldet.
Vabanque - 08. Jul '24
>>ich hätte erwartet, dass auf chessmail bei den turnieren auch auch die anderen hilfsmittel verboten sind und nicht nur engines.<<

Solche Turniere gab es hier schon, wenn auch selten. Ich habe mal bei einem mitgespielt, wo sogar das Analysebrett verboten war. Aber wie will man das kontrollieren? (Das gilt natürlich für die Einhaltung der anderen Regeln genauso.)

>>fernschach ist eben so und ist auch so gewollt.<<

Eben. Es sind die Regeln einer bestimmten Art von Schach, mag sie nun Fernschach heißen oder anders. In der Vor-Engine- und Vor-Datenbank-Zeit waren im Fernschach auch schon alle gedruckten Materialien einschließlich handschriftlicher Aufzeichnungen erlaubt gewesen.
Vabanque - 08. Jul '24
>>schach2018 - vor 2 Min.
Angeblich gibt es auf anderen Schachservern auch die Regel, dass selbst diese Hilfsmitteln verboten sind.<<

Das ist dann wohl meistens Live-Schach, und ich denke mal, da ist es auch auf chessmail so.
underdunk - 08. Jul '24
@schach2018: "Es gibt sinnvolle und nicht sinnvolle Regeln.

Bezogen auf das Fernschach zählt die Erlaubnis von den oben erwähnten Hilfsmitteln während eines Spiels meiner Meinung nach zur letzten Kategorie."

Ich vermute mal stark, dass man die Datenbanken-Nummer nicht verhindern kann. Wie will man denn entscheiden, dass ein Zug aus der Datenbank und nicht aus dem Gedächtnis stammt? Bei den Engines kannst Du immer argumentieren, 'der Spieler hat mehr perfekte Züge gefunden, als es einem Menschen möglich ist'.
schach2018 - 08. Jul '24 Bearbeitet
@underdunk

"Nachtrag:
Selbst wenn man diese Regeln hier auf Chessmail einführen würde, bezweifle ich, dass sie eingehalten werden.
Ein weiteres Problem wäre die Nachweisbarkeit, die sich generell schwierig bis zu unmöglich erweisen wird. "

Leider!
toby84 - 08. Jul '24
ja die unmögliche nachweisbarkeit wird der grund sein.
MarkD - 08. Jul '24
Überall da, wo Engines verboten sind, sind selbstverständlich auch Endspieldatenbanken aka Tablebases verboten, denn deren Aussage ist absolut (sprich: komplett von einem Computer durchgerechnet).

Die Einhaltung von Verboten ist eine moralische Frage, keine technische.
shaack - 08. Jul '24
Das funktioniert bei chessmail auf sozialer Ebene. Engine Spieler können hier gerne ignoriert werden, und wenn man mit jemanden gerne spielt, kann man ihn oder sie als Schachfreund/in hinzufügen. Außerdem gibt es hier Clubs, in denen grundsätzlich ohne Engine gespielt wird. Das sind fast alle Clubs hier.
Vabanque - 08. Jul '24
>>MarkD - vor 1 Std.
Überall da, wo Engines verboten sind, sind selbstverständlich auch Endspieldatenbanken aka Tablebases verboten, denn deren Aussage ist absolut (sprich: komplett von einem Computer durchgerechnet).<<

Ja, das macht tatsächlich Sinn, im Gegensatz zu Eröffnungsdatenbanken, die nur gespielte Züge sammeln.
Rubo - 08. Jul '24
@Vabanque, ab wann, lieber SF, nach welchem zug wird von euch das "endspiel"
als solches gewertet ? ...mfg. Frank
toby84 - 08. Jul '24
das hängt davon ab, wie weit die entsprechende datenbank ist. shredder bietet alle endspiele mit bis zu 6 steinen kostenlos an. siebensteiner sind meines wissens irgendwo ebenfalls ausanalysiert, aber nur gegen gebühr zu haben.
Vabanque - 08. Jul '24
Sind das in Marks obigem Link nicht schon die 7-Steiner?
toby84 - 08. Jul '24
so schnell sind meine kenntnisse veraltet. also sind schon die siebensteiner kostenlos verfügbar. und gibt es schon irgendwo kostenpflichtige achtsteiner?
Vabanque - 08. Jul '24
Was würden die für einen Speicherplatz beanspruchen?
Alapin2 - 08. Jul '24
...und ich heuriges Häschen habe Euch schon mit sowas genervt...
Heißt das jetzt, bei den "Schachaufgaben" keine Endspiele mehr ??
Vabanque - 08. Jul '24 Bearbeitet
>>Heißt das jetzt, bei den "Schachaufgaben" keine Endspiele mehr ??<<

Wieso denn das? Ich wäre nie auf die Idee gekommen, eine Endspiel-Aufgabe mit Datenbank zu 'lösen', das macht doch erstens keinen Spaß, und zweitens versteht man die Züge der Datenbank meist gar nicht. Es geht doch um das Finden von Plänen und Methoden.

Diese Tablebases sind gut für die objektive Beurteilung einer Position mit 7 oder weniger Steinen. Man weiß dann sicher, ob es Gewinn, Remis oder Verlust ist. Natürlich werden auch die entsprechenden Züge angezeigt, aber wie gesagt, keine Pläne. Datenbanken, egal ob über Eröffnungen oder Endspiele, vermitteln kein Schachverständnis, sie erklären kein Schach.
Rubo - 08. Jul '24
...danke, so daß ich mich jetzt immer "ab sieben steinen" im endspiel befinde. ...ich bin zwar lang gewachsen, aber das ist mir leider zu hoch ! mfg. Frank
toby84 - 08. Jul '24
endspieldatenbank heißt nicht, dass sie alle endspiele fasst. das wäre ein gigantisches unterfangen. aber sie umfasst eben sehr sehr viele endspiele. wie würdest du das denn nennen?
Peke - 08. Jul '24
Die Tablebases sagen nichts darüber aus, ab wann ein Endspiel beginnt. Sie sagen nur, dass ein Endspiel mit z.B. 7 Steinen vollständig ausanalysiert ist. Die Endspielphase beginnt in der Regel bereits deutlich vorher,.
Haaardy67 - 08. Jul '24
Ja, natürlich meinte ich die Endspieldatenbank und nicht Bibliothek, sorry für die Umstände. Aber diese sind mal ganz sicher nicht verboten und dürfen sogar meines Wissens bei den Turnieren Verwendung finden. Ich sehe dann mal bei Shredderchess nach, Danke
shaack - 09. Jul '24 Bearbeitet
Das sollte der jeweilige Turnierleiter entscheiden, ob sie erlaubt sind. Ich würde sie mit Engine-Nutzung gleichsetzen. Ich denke mal, dass hier Bedarf zur Klärung besteht.
Vabanque - 09. Jul '24
Wie ich schon oben schrieb, werden Endspieldatenbanken weder bei den erlaubten noch bei den verbotenen Hilfsmitteln jemals erwähnt. Insofern sollte die Lage tatsächlich einmal definitiv geklärt werden. Das Argument von MarkD, dass Endspieldatenbanken (im Gegensatz zu Eröffnungsdatenbanken) ja komplett durchgerechnet sind, leuchtet hier tatsächlich ein.
Alapin2 - 09. Jul '24
...da kann man sich dann die Frage stellen : Was ist mit Endspielbüchern, wo Tausende von Stellungen auch komplett durchgerechnet sind ?...
Wo, bitte,soll da jetzt die Grenze sein?
Vabanque - 09. Jul '24
Tja, schwierig. Endspielbücher waren im Fernschach schon seit jeher erlaubt.
toby84 - 09. Jul '24
im fernschach war seit jeher alles erlaubt.
MarkD - 09. Jul '24 Bearbeitet
Das ist doch eine Scheindiskussion, die hier geführt wird.

Jeder weiß vor einer Partie doch, was vereinbart ist und das ist meist "keine Hilfsmittel" und jeder weiß auch, wann er die nutzt.

Und kommt mir bitte nicht mit Fernschach, ich habe kein Interesse daran und wir spielen hier Online-Schach.

Also hört in Euch rein und wenn Ihr denkt, daß das Schummeln ist, lasst es sein.

In meinen Augen ist alles verboten ausser das Analysebrett. In Thementurnieren vielleicht noch ein Buch über die Eröffnung, aber das muss schon vorher abgestimmt sein.

(Und wenn Ihr denkt, dass jemand schummelt, meidet ihn und beschuldigt ihn nicht. Und wenn Ihr beschuldigt werdet, meidet ihn und verteidigt Euch nicht...)
toby84 - 09. Jul '24
es ist einfach sinnlos, für chessmail den begriff fernschach zu verwenden, außer wenn dabei wirklich alles erlaubt sein soll. sonst sollte in der diskussion ein anderer begriff verwendet werden. fernschach ist fernschach und chessmail-schach ist chessmail-schach. schön und gut, dass chessmail seine langen partien als fernschach bezeichnet, aber in jeder anderen mir bekannten quelle wird fernschach als spiel mit beliebigen hilfsmitteln beschrieben.
MarkD - 09. Jul '24
Ja, Toby, diese Bezeichnung "Fernschach" ist in der Tat ein Problem.
Hasenrat - 09. Jul '24
Vielleicht wäre, wie auf anderen Servern, der Begriff "daily chess" mit Bezug auf die Bedenkzeit in Tagen, hilfreicher?
Vabanque - 09. Jul '24
Daily chess klingt lustig, suggeriert für mich aber, dass auch täglich gezogen wird, was (leider) oft nicht der Fall ist😉
Vabanque - 09. Jul '24
Die Diskussion dreht sich mittlerweile sehr um Begriffe und weniger um Regeln, wie der Hilfsmittelgebrauch bei chessmail nun eigentlich zu handhaben ist.

Wobei ja schon angedeutet wurde, dass eine Kontrolle quasi unmöglich ist.

>>In Thementurnieren vielleicht noch ein Buch über die Eröffnung<<

In Thementurnieren halte ich die Verwendung von Materialien über die jeweilige Eröffnung (ich sage es bewusst allgemeiner als 'Bücher') sogar schon fast für Pflicht. Denn schließlich will man sich ja mit der betreffenden Eröffnung beschäftigen.
shaack - 09. Jul '24 Bearbeitet
Wenn man Turniere bei den richtigen Clubs spielt, existiert das Problem nicht. In meinen sonstigen Spielen, existiert das Problem auch nicht. Ich spiele seit über 20 Jahren auf chessmail. Also wer hier hat dieses Problem überhaupt und warum?
MarkD - 09. Jul '24
Da muss ich leider widersprechen, shaack. Das Problem existiert und es ist allgegenwärtig. Du siehst es in dieser Diskussion, Du siehst es in unsäglichen Threads, in denen sich Spieler beschuldigen und beschuldigte Spieler zurück schießen. Ich kenne selbst einige Spieler persönlich, die hier eine Wertung > 2.000 haben und in der Realität (wie auch hier im Blitzrating) zwischen 1.300 und 1.600 sind. Diese ziehen sich dann (moralisch) auf das Argument "ist ja 'Fernschach', da ist doch alles erlaubt" zurück. Ich spiele nicht gegen diese Spieler oder gebe schnell auf, wenn sie im Vorteil sind. Es wäre daher schon gut, wenn man a) (überwiegenden) Konsens erzielen könnte, was hier im Normalfall erlaubt ist und was nicht und b) wenn man das Wort 'Fernschach' vermeiden könnte.
toby84 - 09. Jul '24
der begriff fernschach ist wirklich unglücklich gewählt. der hat eine klare bedeutung, und darin sind eben alle hilfsmittel erlaubt. selbst wenn man sich nur die bestandteile des begriffs anschaut, ist er nicht plausibel, denn das liveschach wird ebenso aus der ferne gespielt wie das "fernschach". meine vorschläge:

- langzeitschach
- mehrtägiges schach

mehr fällt mir nicht ein.
Bluemax - 09. Jul '24
Ganz deiner Meinung @MarkD ☝️

@ shaack
Die Problematik entsteht sowieso erst ab einem Rating so um die 1600+
Allen darunter scheint es offensichtlich überwiegend egal zu sein
Hasenrat - 09. Jul '24
@toby84
Das klingt unsexy, nicht hipp genug.

Wie wäre es mit slow chess!?
schach2018 - 09. Jul '24 Bearbeitet
Der Suche nach einem angemessenen Begriff ist ein sekundäres Problem.

In erster Linie sollten wir uns inhaltlich darüber verständigen, was auf Chessmail erlaubt und was nicht erlaubt ist.
schach2018 - 09. Jul '24 Bearbeitet
Bluemax
"Die Problematik entsteht sowieso erst ab einem Rating so um die 1600+
Allen darunter scheint es offensichtlich überwiegend egal zu sein."

Ja, es gibt hier genügend User, die Sandbagging betreiben.
shaack - 09. Jul '24 Bearbeitet
Es gibt Ignorieren und die Schachfreunde-Funktion. Warum lösen diese das Problem bei manchen nicht? Sandbagging wird durch den Graph der Wertungszahl verhindert.
TscheierDeluxe - 09. Jul '24
Damit kann man viel umgehen... Sobald man aber ein Turnier spielen möchte wird es schwer.
Ich spiele daher selbst fast keine offenen Turniere mehr, weil sich irgendwie immer 1-2 Spieler reinfuchsen, wo ich / man von vorne herein weiß, dass sie gewinnen werden. Da bringt es mir nichts mehr, wenn 98% der Spieler fair unterwegs sind.

Durch das konsequente meiden solcher Spieler hab ich weniger Ärger und ein höheres Rating wahrscheinlich als ich es sonst hätte. Aber schöner wären mehr Turniere, wo ich guten Gewissens mitmachen kann.
Vabanque - 09. Jul '24
>>Wie wäre es mit slow chess!?<<

Genau. Quasi als Freibrief für die allseits beliebten (und ebenfalls immer wieder im Forum thematisierten) Partien- und Turnierverschlepper😜
Vabanque - 09. Jul '24 Bearbeitet
>>Ich kenne selbst einige Spieler persönlich, die hier eine Wertung > 2.000 haben und in der Realität (wie auch hier im Blitzrating) zwischen 1.300 und 1.600 sind.<<

Persönlich kenne ich zwar keinen von denen, aber ich weiß es von einigen, weil ich deren reale Identität kenne (meistens auch über andere Personen) und daher auch deren reale DWZ bzw. ELO. Die starke Diskrepanz zwischen Nahschach- und chessmail-Wertung wird dann meist mit dem Gebrauch von legitimen Hilfsmitteln, wie Datenbanken und (vor allem) Analysebrett begründet. Ich bin aber immer schon der Meinung gewesen, dass diese Hilfsmittel nur einen geringen Wertungsunterschied bewirken. Ich habe hier mal in einem anderen Account (der noch besteht, aber mittlerweile still liegt) als Experiment komplett auch ohne Analysebrett, Bücher, Datenbanken gespielt und ebenfalls über 1900 cm-Punkte erreicht. Zumindest für mich selber schließe ich daher, dass der Gebrauch dieser größtenteils akzeptierten Hilfsmittel nur einen Wertungszugewinn von höchstens 100 Punkten ausmacht. Bei anderen Spielern mag es etwas mehr sein, vielleicht 200 Punkte, aber: ein 1300er wird auch mit Analysebrett und Datenbanken nicht zum 2000er. In diesem Leben jedenfalls nicht.
shaack - 09. Jul '24
@TscheierDeluxe Das könnte man doch damit umgehen, dass man nur bei Club und Guests Turnieren mitmacht, oder?
TscheierDeluxe - 09. Jul '24
Da muss ich mich leider MarkD anschließen. Das Problem ist auch dort allgegenwärtig.
(Natürlich nicht bei jedem Verein)

Ich denke, einige Mannschaftsleiter trauen sich Spieler nicht auszuschließen auch wenn sie den Verdacht haben, um unangenehme Rückfragen etc. Zu vermeiden.

Du Shaack kannst da sowieso nichts tun, da steckt keinerlei Vorwurf hinter. Wir sind hier online und es ist Fernschach... Bei Turnieren bleibt es aber eben ärgerlich, weil dort ja eigentlich auch offiziell verboten steht.
schach2018 - 09. Jul '24 Bearbeitet
shaack
"@TscheierDelux Das könnte man doch damit umgehen, dass man nur bei Club und Guests Turnieren mitmacht, oder?"

Selbst ein Club kann mir als Clubmitglied oder als Clubgast nicht zu 100 Prozent garantieren, dass jedes seiner Mitglieder unter fairen Bedingungen spielt.
TscheierDeluxe - 09. Jul '24
Ich nutze übrigens bei normalen Wertungspartien die Funktion der Schach Freunde auf die du hinweist. Jede offene Einladung von mir geht an Spieler raus, mit denen ich gerne mal spielen würde.
Ebenso benutze ich die Blockierliste in meinem Club. Das gilt vor allem eben auch für Langzeitspieler, die Turniere ins nächste Jahr tragen. Das funktioniert alles exzellent.
shaack - 09. Jul '24
Nun, 100% ist immer unmöglich. Es gibt hier Clubs, bei denen sehr darauf geachtet wird, dass alles fair abläuft.
schach2018 - 09. Jul '24 Bearbeitet
Fairness:
Fair wäre auch, wenn der Clubadmin alle Schachfreunde per PN benachrichtigt, die er auf seiner Blockierliste gesetzt hat. Eine Begründung dessen wäre in diesem Fall zudem angebracht!

Schließlich erhält auch jeder User eine Meldung von Chessmail bei Aktivierung der Ignorfunktion.
timi - 09. Jul '24
@schach2018: „Schließlich erhält auch jeder User eine Meldung von Chessmail bei Aktivierung der Ignorfunktion.“ Wie meinst du das? Eine solche habe ich jedenfalls noch nie erhalten.
Das Ignorieren einer Person kann ja auch ganz persönliche Gründe haben, die nur für mich zutreffen. Ich würde es eher als unfair bezeichnen, andere SF darüber zu informieren.
schach2018 - 09. Jul '24
@timi
Die Ignorfunktion ist ja nicht öffentlich für alle sichtbar, was ja auch richtig ist!
timi - 09. Jul '24
Entschuldige, da habe ich dich wohl missverstanden: Blockieren und Ignorieren sind demnach nicht dasselbe.
schach2018 - 09. Jul '24 Bearbeitet
@timi
Wird man aber von einem Clubadmin auf die Blockierliste gesetzt, weiß der Betroffene von seinem Glück nicht!

Ist das fair?

Zumindest soll er eine PN mit Begründung erhalten, dass er für weitere Turniere des besagten Clubs gesperrt wird, oder?
timi - 09. Jul '24
Mangels Erfahrung nur eine Vermutung: Spätestens bei der Anmeldung zum nächtlichen Turnier muss ihm das mitgeteilt werden. 😉
Aber du hast schon recht, fair wäre eine frühere Klärung.
c7c5 - 09. Jul '24
Wird hier nicht gerade vom eigentlichen Thema, den Endspieldatenbanken abgewichen. Es scheint, das die Frage bereits mit Namilov Tablebases und Syzygy Tablebases beantwortet wurde. Klar gibt es da Datenbanken, sowohl online als auch offline wo eine Engine nicht mehr rechnen muss. Stattdessen wird aber einer bestimmten Anzahl Figuren auf dem Brett auf die Tablebases zurückgegriffen.

Der Vorwurf Sandbagging, Einsatz von Hilfsmitteln usw. ist doch ein riesen Gespenst im Raum. Aber es gibt keine wirkungsvolle Handhabe und 100 % Gewissheit und damit eine zentrale Stelle die dies übernehmen kann.

Klar könnte shaack den monatlichen Betrag auf 70 € für jeden setzen, baut dafür ein nettes Feature wie auf anderen Plattformen ein das aufgrund von Wahrscheinlichkeiten ein sehr genaues Ergebnis liefern wird. Die Frage ist nur, ist es der ganze Aufwand wert und hören die Diskussionen dann auf?

Der andere Weg, von Admins von Clubs aufgrund ihres Verdachts bestimme Leute von den Turnieren auszuschließen lässt auch irgendwie ein komisches Gefühl zurück.
shaack - 09. Jul '24
Ignorieren und Blocken ist immer ohne Mitteilung und das ist normal und in allen social media Plattformen so.
underdunk - 09. Jul '24
@shaack, ich halte die Schachfreundefunktion für ungeeignet. Ich möchte nicht ständig gegen die gleichen spielen. Klar schätze ich bestimmte Gegner und spiele sehr gerne gegen diese, aber eben nicht nur.

In meiner Punkteregion ist das Thema Engine aber auch weniger ein Problem.

Ich verwende die Schachfreundefunkrion nur damit jene User im Forum markiert sind.
schach2018 - 09. Jul '24 Bearbeitet
shaack 8 Min.
"Ignorieren und Blocken ist immer ohne Mitteilung ..."

Ignorieren:
Aktiviert man die Ignorfunktion, gibt es zwei verschiedene Anzeigen mit folgendem Wortlaut:
1. "Du ignorierst Person XY." ODER
2. " Person XY ignoriert dich".

Diese Anzeige ist eine tolle Erinnerung! Jeder User ist damit informiert. 👍


Blockieren:
Blockiert ein Admin einen User, erfährt der Betroffene nichts von einer Sperre! Man lässt den User im Glauben, alles sei in Ordnung, was nicht der Wahrheit entspricht. Es liegt also eine vorsätzliche Täuschung vor.
TscheierDeluxe - 09. Jul '24
Underdunk:
In meiner Region ist das Thema Engine aber auch weniger ein Problem.

So sieht es aus, ich würde als erfahrener Spieler hier jedem sagen wir mal grob unter 1900 ELO jegliche Angst nehmen. Spielt Schach und habt einfach Spaß. Zerbrecht euch nicht unnötig in dem Bereich den Kopf mit sowas.
100% Garantie wird's natürlich niemals geben. Gleichzeitig verteidigen sich jene Spieler immer mit genau dieser Aussage. Das man es nicht zu 100% beweisen kann.

Meiner Meinung nach ist es gar nicht so schwer, das rauszufinden. Vorraussetzung dafür ist eine gewisse Spielstärke und umfangreiche Kenntnisse mit dem Umgang von Engines. Was vor allem auf langjährige Clubspieler zutrifft.
Als Laie oder ohne Engine Erfahrungen hat man keine Chance diesbezüglich.
c7c5 - 09. Jul '24
@TscheierDeluxe

Danke für den indirekten Vorwurf mit den 100 % und einer Unterstellung in meine Richtung.

Wann gibt es mal Fakten unabhängig vom Thema und nicht nur bloße Vermutungen, Anschuldigungen. Ernste Frage.

Das ist doch wo man sich im Kreise dreht.

Will shaack wie andere Plattformen so etwas einrichten, welchen Aufwand macht das (Implementierung, Test) und Ressourcen das es läuft?

Wie schlägt das zu Buche jeden User betreffend aufgrund höherer Anforderungen (CPU usw.)?

Was geschieht nach Feststellung eines Verstoßes, Account weg, Partie verloren?
toby84 - 09. Jul '24
ich plädiere schon seit einiger zeit dafür, die liveschach-partien der ganz großen blitzer hier mal ordentlich zu durchleuchten. wer im blitzen noch genauso genial spielt wie in langen partien mit analysebrett und mehreren tagen bedenkzeit pro zug, dürfte sich mit einer erklärung schwer tun. ich warte nur darauf, dass das mal umgesetzt wird.
schach2018 - 10. Jul '24 Bearbeitet
Was spricht gegen eine Umsetzung des Vorschlags von SF toby84? 🤔

Ergänzung:
Man frage sich nur, weshalb Liveschach-Partien nicht für alle öffentlich zugänglich gemacht werden.
Hier fehlt die Transparenz in meinen Augen.