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Rolling Stone / Die 500 besten Alben

ChrisJuergens - 21. Aug '23
Der Rolling Stone hat mal wieder die berüchtigte Frage nach den 500 besten Alben aller Zeiten gestellt. Welches Album ist für euch das beste aller Zeiten? Für den Rolling Stone war es übrigens das Album mit der Banane.
Vabanque - 21. Aug '23 Bearbeitet
Eine Weile habe ich solche Listen sehr gerne angeschaut: die 100 besten Romane, die 100 besten Sachbücher, die 100 besten Klassik-CDs, die 100 besten Rock-CDs, die 100 besten Jazz-CDs, die 100 schlechtesten Filme aller Zeiten😉

Aber irgendwann hinterfragt man dann schon den Wert oder Unwert solcher Auflistungen.

Erstens sind 500 m.E. ganz schön viel (100 reichen eigentlich), und zweitens: nach welchen Kriterien wird so etwas entschieden?

Meist werden solche Listen doch so erstellt, dass eine Jury von Experten (aber nach welchen Kriterien wird denn die Jury ausgewählt?😮) Punkte vergibt.

Bei einer anderen Jury (oder bei einer Publikumsbefragung) kommt eine ganz andere Liste heraus. Deswegen kursieren im Internet ja so viele Listen über das gleiche Themengebiet.

Wenn wir jetzt mal beim Thema Musik bleiben, so sehen solche Listen für mich meist so aus, als wären sie von Leuten mit völlig verschiedenem Geschmack zusammengestellt worden. Da befinden sich ABBA und Mötörhead, Lindenberg und King Crimson, Falco und Procol Harum in ein und derselben Liste. Gibt es denn einen Hörer, der alles mag, was in dieser Liste vorkommt?

Das Album mit der Banane ... Velvet Underground und Nico, hm ... ich hab's seit 30 Jahren nicht mehr gehört, besitze es gar nicht ... kann mich überhaupt nicht mehr erinnern ... kann also nicht mein Favorit sein, oder? Aber vielleicht würde ich es heute ganz anders hören.

Ja, welche Kriterien? Ein objektives Kriterium ist der Einfluss, den ein Album auf andere Künstler gehabt hat. Gibt es noch mehr objektive Kriterien?

Ich persönlich hätte lange Zeit 'A Night at the Opera' von Queen als das größte jemals erschienene Rock-Album ausgewählt (vor allem wegen der 'Bohemian Rhapsody', aber auch insgesamt). Ein Meilenstein war es auf alle Fälle, aber vermutlich waren die Beatles doch noch einflussreicher. Von denen wäre mein Favorit eigentlich 'Revolver'. (Vermutlich wird 'Sgt. Pepper' aber in den meisten Listen erscheinen, obwohl die Songs darauf alle ziemlich abgenudelt sind.)

Ach ja, und eines von Pink Floyd darf natürlich auch nicht fehlen ... 'Dark Side of the Moon' oder 'Wish you were here'? Als Gesamtkunstwerk dürfte die erstere vorzuziehen sein, aber auf der zweiteren befindet sich das unübertreffliche 'Shine on, you crazy diamond'.

Von King Crimson wird meist 'In the Court of the Crimson King genannt', aber auf 'Red' befindet sich der 12minütige Über-Song 'Starless'.
MarkD - 21. Aug '23
Tales of Mystery and Imagination - The Alan Parsons Project
Vabanque - 21. Aug '23
>>MarkD - vor 3 Min.
Tales of Mystery and Imagination - The Alan Parsons Project<<

Hab ich vor Jahrzehnten auch rauf- und runtergehört. Meine Schwester fand es 'lahmarschig', meine Frau findet es gruslig.
ChrisJuergens - 21. Aug '23
Die Kriterien der Jury würden mich auch gerne interessieren.
Vabanque - 21. Aug '23
Gibt es außer dem von mir genannten Kriterium 'Einfluss auf andere Künstler' denn noch weitere objektive Kriterien?

Komplexität ist zwar ein objektives Kriterium, aber nicht unbedingt für die Qualität. Einige der größten Songs sind absolut simpel gestrickt.

Persönlicher Geschmack und vor allem Hörgewohnheiten spielen doch die herausragende Rolle. Und jemand, der Hansi Hinterseer bevorzugt, wird sich kaum überzeugen lassen, dass Eric Clapton doch viel 'besser' ist.

A propos Clapton, ein Album von Cream sollte schon auch dabei sein. Und eines von den Doors.
Feyerabend - 21. Aug '23
Meine spontane, kriterienlose Eingebung auf die Frage war : Tidal von Fiona Apple.
Hinterher Kriterien überlegt: Starke Stimme, das Album gibt viel Kraft, habe es oft mit interessanten Menschen gehört.
Objektiv nicht besonders komplex, virtuos oder innovativ, subjektiv aber einfach perfekt.

Aber wahrscheinlich fallen mir gleich noch ganz andere Alben ein.
Vabanque - 21. Aug '23
Doch doch, Fiona Apple mag ich auch, leider bringt sie ja kaum was raus.
Feyerabend - 21. Aug '23
Leider nur ca. 5 Alben in 25 Jahren. Die ersten 4 sind Topp, das letzte leider nur sehr schwer anzuhören.
Feyerabend - 21. Aug '23
Gibt es mehrere Listen des RS?
Auf dieser hier ist Velvet Undergrounds Banane auf Platz 23.
https://www.rollingstone.com/music/music-lists/best-albums-of-..
Aber Danke für den Tipp. Spannende Liste.
ChrisJuergens - 21. Aug '23
Die aktuelle Liste ist erst vor kurzem erschienen. Es gibt auch ein Heft dazu.
Feyerabend - 21. Aug '23
Schade, dass in der Rolling Stone Liste so wenig Jazz vorkommt. Unter den Top 50 gerade mal Kind of Blue von Miles Davis. Wenn ich das richtig erinnere gab es im RS durchaus Jazz Tipps.
ChrisJuergens - 21. Aug '23
Das wohl beste Jazz Album?
Feyerabend - 21. Aug '23
Bei Jazz fällt es mir noch deutlich schwerer das beste Album zu nennen als bei rockiger Musik.
Subjektiv habe ich anderes als Kind of Blue viel lieber gehört:
John Coltrane, A love supreme
Keith Jarrett, Köln Concert
Brad Mehldau, Lago
Auch anderes von Miles höre ich lieber, In a silent Way, Sketches of Spain, Aura, Tutu.

Diese würden zu meinen Top 50 gehören.
Feyerabend - 21. Aug '23
@ChrisJuergens: Ist für dich auch Krautrock dabei? :)
Vabanque - 21. Aug '23
>>Keith Jarrett, Köln Concert<<

Und vieles andere von ihm auch.
ChrisJuergens - 21. Aug '23 Bearbeitet
Krautrock ist auch dabei: 2mal Can und 1mal Neu!
Ich mag aber auch Nico, Solo. 2mal dabei.
ChrisJuergens - 21. Aug '23
A love supreme ist in der aktuellen Liste die Nummer 17, kind of blue die Nummer 21.
Feyerabend - 21. Aug '23
Nach einer Stunde voller Ideen (tolle Eingangsfrage) ist mein (Zwischen)-Favorit, das Album, dass ich viele Jahre am häufigste gehört habe: Tenderness von Kip Hanrahan.

Sehr vielfältig (Jazz, Weltmusik, Rock/Pop), fantastische Musiker (insbesondere Don Pullen mit unfassbare Klaviertönen, abwechslungsreiche Schlagzeuger, uvm.), entspannte Stimmung. Kann man konzentriert zuhören oder nebenbei genießen.
ChrisJuergens - 21. Aug '23
Musik ist halt Geschmacksache.
Vabanque - 21. Aug '23
Der Jazz ist wieder so ein weites Feld ... zu meinen Lieblings-Jazz-Interpreten gehören

- Modern Jazz Quartet
- Duke Ellington
- Chet Baker
- Dave Brubeck
- Benny Goodman

so weit man nur die massentauglichen Sachen nennen mag. Miles Davis ist da schon anstrengender zu hören.
siramon - 22. Aug '23
Danke schon jetzt für eure Beiträge, herrliche (für mich tw. neue) Musik dadurch gefunden.

Für mich gehören Queen, David Bowie und Bruce Springsteen mit auf die Liste. Um mal ein Album zu nennen: David Bowies "The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders From Mars"
Purist - 22. Aug '23
Könnte Alben nennen ohne Ende.

Für mich zwingend:

Van Morrison
Astral Weeks
Feyerabend - 22. Aug '23
Volle Zustimmung zu Astral Weeks.
Vabanque - 22. Aug '23
Da sind wir wieder bei den unterschiedlichen Geschmäckern, Hörerfahrungen und Hörgewohnheiten gelandet. Ich fand nie die Motivation, mir ein Van Morrison-Album zu kaufen. Von Bruce Springsteen habe ich ein paar Sachen, habe sie aber schon seit Jahrzehnten nicht mehr gehört. Irgendwie fehlt da für mich die Faszination. Mit David Bowie bin ich auch zwiespältig.

Mit manchen Sachen hat man sich einfach (aus welchen Gründen auch immer) nie genügend beschäftigt, um sie würdigen zu können.
Feyerabend - 22. Aug '23 Bearbeitet
Woher die unterschiedlichen Geschmäcker kommen werden wir wohl nie verstehen.
Da gibt es soo viele Einflüsse:
Freunde, Eltern, Vorbilder, Vorerfahrungen.
Offenheit für Neues. Komplexität vs Einfachheit.
Nebenbeihören vs konzentriertes Zuhören vs Party.
Wie wichtig ist mir Musik? Wie viel Zeit möchte/kann ich damit verbringen?

Zu den Kriterien des besten Album gehört für mich auch, dass ich mich reinhören muss. Zuerst sind manche Sachen evtl. schwer verstehbar, werden aber mit der Anzahl der Durchläufe immer besser.

(Für Astral Weeks habe ich mindestens 20 Durchläufe gebraucht ehe ich es wirklich gut fand. Es wurde mit jedem Hören immer besser. Zu Schulzeiten hatte man noch Zeit).
toby84 - 22. Aug '23
da muss man sich schon fragen, ob man sich nicht jede musik schönhören kann, indem man sie mir brachialer disziplin immer wieder hört. bei himym gab es ein altes auto, bei dem die kasette nicht mehr entfernt werden kann. man konnte also nur noch i'm gonna be von den proclaimers rauf und runter hören. laut serie ist das erst toll, dann kann man es irgendwann nicht mehr hören, bis man es irgendwann wieder toll findet.

wer weiß schon, wie unser gehirn bei musik funktioniert. eine logik in meinen präferenzen habe ich jedenfalls noch nicht entdeckt.
Vabanque - 22. Aug '23
>>Zu den Kriterien des besten Album gehört für mich auch, dass ich mich reinhören muss. Zuerst sind manche Sachen evtl. schwer verstehbar, werden aber mit der Anzahl der Durchläufe immer besser.<<

Zu dieser Kategorie gehören für mich King Crimson und die frühen Werke von Yes, Emerson,Lake&Palmer, Jethro Tull, Pink Floyd und Genesis.

Ich habe noch ein altes Buch aus den 80ern 'Die 100 besten Rock und Pop-LPs' von Veronika Matho (wer das auch immer sei).
Diese Liste liest sich so, als hätte man alle Stilrichtungen abdecken wollen, vieles fällt gar nicht unter Rock&Pop (z.B. Bognermayer/Zuschrader oder auch Haindling oder auch Pentangle), und vieles kenne ich nicht mal vom Namen oder gerade so mal vom Namen.

Allerdings sind auch dort z.B. die Alben

- David Bowie: Heroes
- Cream: Wheels of Fire
- Deep Purple: D.P. in Rock
- Emerson, Lake&Palmer: Pictures at an Exhibition
- Genesis: The Lamb Lies Down on Broadway (wobei ich Selling England by the Pound höher bewerten würde)
- Jethro Tull: Thick as a Brick (wobei ich Aqualung noch etwas höher einschätze)
- King Crimson: At the Court of the Crimson King
- Pink Floyd: Dark Side of the Moon
- Queen: A Night at the Opera
- Roxy Music: Avalon
- Santana Abraxas
- Steely Dan: Aja
- Supertramp: Crime of the Century

genannt (und das sind noch längst nicht alle, die ich auch selber in so eine Liste packen würde).

Die Beatles sind mit Sgt. Pepper vertreten, die Stones mit Sticky Fingers (hm), Miles Davis mit 'Bitches Brew'.

Bei Led Zeppelin wurde dort mit 'The Song remains the Same' doch sicher das falsche Album ausgewählt?

Absichtlich oder versehentlich fehlen die Dire Straits. Da sollte doch entweder Love over Gold oder Brothers in Arms in so einer Liste stehen.

Kate Bush fehlt genauso wie Yes und der oben erwähnte Van Morrison, dafür kommen die Sex Pistols in der Liste vor. Tja hm.
Feyerabend - 22. Aug '23
>>da muss man sich schon fragen, ob man sich nicht jede musik schönhören kann, indem man sie mir brachialer disziplin immer wieder hört<<

Lustiger Gedanke. Führe ich aus ethischen Gründen (bei so mancher Musik würde das an Folter grenzen) lieber nicht durch :)

Ernsthaft: Manche Musik ist soo simpel gestrickt und produziert, dass sie bei Wiederholungen eher langweiliger wird.
Andere Musik wird immer besser.
Vabanque - 22. Aug '23
>>toby84 - vor 8 Min.
da muss man sich schon fragen, ob man sich nicht jede musik schönhören kann, indem man sie mir brachialer disziplin immer wieder hört.<<

Das hatte ich mich zwar auch schon mal gefragt, aber es gab Alben, Songs und Stücke, da hat das zumindest bei mir nicht funktioniert.

Bei hochkomplexer Musik wie eben z.B. bei King Crimson, den frühen Genesis, den frühen Yes oder auch bei einer Bruckner- oder Mahler-Sinfonie etc., erkennt man bei häufigerem Hören ja Strukturen, die man beim ersten Hören gar nicht erfassen kann.
Mir hilft bei komplexen musikalischen Gebilden, sie zuerst ein paar mal zu hören, dann liegen zu lassen, und nach Wochen, Monaten oder sogar Jahren wieder zu hören. Das ist dann oft eine Offenbarung.
aguirre - 22. Aug '23
Bei diesen hochintelektuellen Musikgeschmäckern habe ich wohl mit Modern Talking keine Chance, oder?
Vabanque - 22. Aug '23
Ich verstehe solche Listen als Anregungen, sich mal etwas anzuhören oder etwas wieder zu hören.
Z.B. ist oben David Bowie genannt worden. Ewig nicht mehr gehört, werde ich mir noch heute die 'Heroes' wieder mal anhören. Anregung hat funktioniert👍
Vabanque - 22. Aug '23
>>bei himym gab es ein altes auto, bei dem die kasette nicht mehr entfernt werden kann. man konnte also nur noch i'm gonna be von den proclaimers rauf und runter hören.<<

😮😂
Netter Partysong, nicht mehr und nicht weniger. Ich bezweifle, dass ich das mehr als einmal hintereinander hören will ... wegen der vielen Wiederholungen im Lied reicht eigentlich schon ein halbes Mal oder so😉
Vabanque - 22. Aug '23 Bearbeitet
>>Ernsthaft: Manche Musik ist soo simpel gestrickt und produziert, dass sie bei Wiederholungen eher langweiliger wird.
Andere Musik wird immer besser.<<

Die Erfahrung mache prinzipiell ich auch.

Allerdings gibt es auch recht simpel gestrickte Songs, zumindest scheinbar simple, die ich trotzdem immer und immer wieder gerne höre, z.B. 'Such a shame' von Talk Talk oder 'Oh yeah' (There's a band playing on the radio) von Roxy Music oder auch 'Breathless' von den Corrs.
Feyerabend - 22. Aug '23 Bearbeitet
>>Bei diesen hochintelektuellen Musikgeschmäckern habe ich wohl mit Modern Talking keine Chance, oder?<<

Das bringt uns zum nächsten Kriterium: Künstlerischer Anspruch und Glaubwürdigkeit vs Kunst als Kommerzprodukt.
MT ist eindeutig mit dem Ziel hoher Verkaufszahlen produziert. Simpler Songaufbau, seichte Instrumentierung, gefälliger Gesang. Ehrlich gesagt, kenne ich MT nicht so gut aber ich nehme mal an, dass wenige Ecken und Kanten vorkommen, wenig Spiel mit Disharmonien/Harmonien und Komplexitäten, wenig virtuose Instrumentierung etc.

Bei den anderen Beispielen oben hat man den Eindruck, dass sie mit Überzeugung gemacht wurden und wenige Kompromisse eingegangen wurden um die Verkaufszahlen zu erhöhen.

@Aguirre: Du hast Klaus Kinski im Motto erwähnt. Du weißt schon wovon ich schreibe.
Feyerabend - 22. Aug '23
Es gibt großartige simple Musik. Beispielsweise ist Bob Dylan in vielen Bestenlisten immer ganz oben mit dabei obwohl er, gerade zu Beginn seiner Karriere, sehr simple Arrangements hatte, z.B. nur akustische Gitarre und nöliger Gesang,, manchmal Mundharmonika.
Aber er hat seine Songs und Themen mit Überzeugung rübergebracht und das hat einen großen Teil seiner Kunst ausgemacht.

Anderes Beispiel für großartige simple Musik ist Erik Satie.
aguirre - 22. Aug '23
@Feyerabend
ich weiß mit Sicherheit wovon Du schreibst!

Es war mehr als Scherz gedacht, da ich die Diskussion für sehr Kopflastig halte und das mE ein völlig falscher Ansatz ist. Aber da kann ja jeder seine Meinung haben.
Feyerabend - 22. Aug '23 Bearbeitet
Das mit der Kopflastigkeit stimmt, bisher.

Also gilt vor allem, dass Musik einen begeistern und emotional berühren sollte. Gewünschte Stimmung erzeugen, Spaß machen etc.
Und da sind unsere Geschmäcker eben sehr individuell.

Aber manchmal möchte man besser verstehen was Spaß macht und begeistert.
Das hofft man aus Überlegungen abzuleiten.
Hmm, funktioniert wohl nur begrenzt.
Vabanque - 22. Aug '23 Bearbeitet
Rezensionen von Platten beschränken sich ja auch nicht auf emotionale Ausrufe von der Art 'wie g...l!' oder 'totale K...e', sondern begründen, was dem Rezensenten zusagt bzw. nicht zusagt.
siramon - 22. Aug '23
Das Auseinandernehmen oder die Begründung von Rezensionen wurde schon von dir eingebracht @Vabanque.

Für micht hat gute Musik viel mit Gefühlen und null mit dem Kopf zu tun. Gefühle sind je nach Situation anders.

z.B. Höre ich jetzt gerade total verschwitzt im Zug bei King Crimson rein und die Guitarre geht mir dermassen auf den Sack, dass ich schnell zu Kruder&Dorfmeister rüberwechselte 😂

Übrigens Bowies letztes Studioalbum Blackstar ist auch erwähnenswert, insbesondere das Stück Lazarus geht mir unter die Haut. V.a. wenn man bedenkt, in welchem Zustand das Album eingespielt hat!

Klammerbemerkung: Kinski war ein Arschloch
Vabanque - 22. Aug '23
>>z.B. Höre ich jetzt gerade total verschwitzt im Zug bei King Crimson rein und die Guitarre geht mir dermassen auf den Sack<<

Was war denn das von King Crimson? Die haben echt sehr unterschiedliche Sachen gemacht ... aber generell ist das keine Musik zum 'eben mal reinhören'
siramon - 22. Aug '23
„21st Century Schizoid Man“ wars @Vabanque
Vabanque - 22. Aug '23 Bearbeitet
>>siramon - jetzt
„21st Century Schizoid Man“ wars @Vabanque<<

Das ist schon der absolut heftigste Song überhaupt! Und total untypisch, allerdings damals (Ende 60er!) extrem innovativ. Wurde später übrigens in den 80ern von der kanadischen Band April Wine gecovert. Und auch da klang es noch modern.

Hör dir mal vom gleichen Album 'Epitaph' oder 'I talk to the wind' an.
MarkD - 23. Aug '23
... weil hier immer mal wieder Bowie kommt. Ich habe neulich Sven Ratzke live in der "Bar jeder Vernunft" hier in Berlin gesehen. Natürlich nicht Bowie, aber großartig. https://www.youtube.com/watch?v=BLYHISXLbOo https://www.youtube.com/watch?v=VUWNVB6wYtg
Vabanque - 23. Aug '23
>>... weil hier immer mal wieder Bowie kommt.<<

Und ich hab mir wie versprochen gestern spät abends dann noch 'Heroes' reingezogen ... für die späte Stunde allerdings eine eher verstörende 'Ohrenlektüre'!😮
ChrisJuergens - 23. Aug '23
Ich ziehe mir lieber das Album London Calling von The Clash rein.
Vabanque - 23. Aug '23
Da muss ich mich gleich mal schlau machen, sagt mir momentan nichts, außer entfernt vom Namen.
Vabanque - 23. Aug '23
Ja, war klar, dass ich das nicht kannte. Alles was nur entfernt mit Punk zu tun hat, habe ich stets komplett ausgeblendet.
toby84 - 23. Aug '23
die ärzte haben einen großen teil meiner späten jugend und meines frühen erwachsenenalters begleitet.
Vabanque - 23. Aug '23
@toby: Das hättest du jetzt besser nicht geschrieben, wie soll ich dich jetzt noch achten?😂😜🤣
toby84 - 23. Aug '23
ich muss dich doch auch mal desillusionieren 😉 ich fand einiges von dÄ sehr geil.
Tschechov - 23. Aug '23
Wird unter den fünfhundert besten Alben auch Kraftwerk genannt? Müsste ja eigentlich.
Vabanque - 23. Aug '23
Ehrlich gesagt, kann ich die Ärzte musikalisch gar nicht wirklich beurteilen, weil sie nie mein Interesse geweckt haben. Die wenigen Songs, die ich mir mal von ihnen angehört habe (wie auch von den Hosen), nur um 'im Bilde' zu sein, sind sicher nicht repräsentativ für ihr Schaffen, haben aber erst recht nicht dazu geführt, bei dieser Band 'anzubeißen'.

Ich denke, man braucht bei einer Art Musik schon ein gewisses Initial-Erlebnis, das einen zu diesem 'Anbeißen' führt, so dass man von dieser Band oder diesem Künstler mehr, mehr und noch mehr hören will, und das führt dann dazu, dass man sich anschließend Musik sucht, die ähnlich ist, so dass sie ähnliche Erlebnisse in einem wiederholt.

Bei Queen, Jethro Tull, King Crimson, auch bei den Eagles und den Beatles, und noch vielen anderen, die hier nicht erwähnt wurden, war das bei mir so. Da musste ich, nachdem ich nur einen Ton von denen gehört hatte, einfach alles hören, was die gemacht haben, bei anderen Bands (die ich hier nicht nenne) war es genau umgekehrt, da war mir schnell klar, dass ich nicht unbedingt wieder einen Ton von denen zu hören brauche, und ohne sie weiterleben kann😁

So mal ganz grob und krass und natürlich übertrieben dargestellt.
Vabanque - 23. Aug '23
>>Tschechov - jetzt
Wird unter den fünfhundert besten Alben auch Kraftwerk genannt? Müsste ja eigentlich.<<

Vom Einfluss auf andere Bands sollten sie sicher in der Bedeutung hoch einzuschätzen sein, auch wenn sie zu denen gehören, ohne die ich gut weiterleben kann.
Tschechov - 23. Aug '23
Ich schätze Kraftwerk sehr. Zugegebenermaßen höre ich aber gar keine Musik mehr, ist alles lange her. Bin wirklich ein alter Mann. Ich werfe aber noch G.B.H in die Runde. Was die Texte angeht, durfte man hin und wieder nicht so genau hinhören, aber musikalisch waren sie großartig.
Vabanque - 23. Aug '23 Bearbeitet
>>Zugegebenermaßen höre ich aber gar keine Musik mehr, ist alles lange her.<<

Das hört sich aber nun (ernsthaft!) gar nicht gut an😐

Nun ist aber vielleicht Kraftwerk tatsächlich keine Musik, die einen ein Leben lang begleiten kann (ich kann mich natürlich täuschen).

>>ch werfe aber noch G.B.H in die Runde<<

Für was stehen denn diese Buchstaben? Ich stehe nun wirklich auf dem Schlauch.

>>Was die Texte angeht, durfte man hin und wieder nicht so genau hinhören, aber musikalisch waren sie großartig.<<

Diese Charakterisierung trifft ja wohl auf so manche Band zu.
Tschechov - 23. Aug '23
Ist ja eine ähnliche Frage wie im Schach, ob man die Anerkennung der Leistung an die Person koppelt. Mir fallen da die Singles von Screwdriver ein. Da waren schon tolle Hits dabei, man durfte aber nicht auf den Text achten. Das waren wirklich Nazis, aber im Unterschied zu anderen rechtsradikalen Bands konnten sie musikalisch was.
Tschechov - 23. Aug '23 Bearbeitet
G. B. H.: Grivous bodily harm (schwere Körperverletzung).
Tschechov - 23. Aug '23
Ich höre Screwdriver aber nur alle Jubeljahre mal, und dann habe ich jedesmal ein schlechtes Gewissen.
schach2018 - 23. Aug '23 Bearbeitet
@Tschechov
Nichts für ungut, aber muss man für solche rechtsradikalen Musikgruppen indirekt jetzt Werbung machen?
Vabanque - 23. Aug '23 Bearbeitet
Nie gehört, weder G.B.H. noch Screwdriver.

Darin könnte das Problem liegen, warum man das alles später nicht mehr hört. Wer sich zu sehr mit Nischen beschäftigt, hat vielleicht später keine Freude mehr dran.

Wenn ich meine alten Platten aus Studentenzeiten (also vor 30 Jahren und mehr) wieder auflege, gefallen mit 90% davon immer noch, egal ob das jetzt Genesis oder Eagles oder Neil Young oder Jazz oder Klassik ist ... all das hat den 'test of time' glänzend bestanden, es klingt genauso frisch wie vor diesen 30-40 Jahren. Im Gegenteil, manche LPs gefallen mir heute sogar noch besser (nicht alle).

Wenn ich dagegen jetzt die Sachen höre, die ich in einer ziemlich depressiven Phase mal gerne gehört habe (das war dann viel Gothic und Darkwave), dann finde ich sie vielfach heute nichtssagend und platt. Diese Nischen-Richtung hat die Zeit dann wohl nicht so gut überdauert.

Es gibt eben zeitlose und zeitgebundene Musik, genauso wie ja auch literarische Werke beides sein können.
Vabanque - 23. Aug '23 Bearbeitet
>>schach2018 - vor 2 Min. Bearbeitet
@Tschechov
Nichts für ungut, aber muss man für solche rechtsradikalen Musikgruppen indirekt jetzt Werbung machen?<<

Na, wenn das was Tschechov da geschrieben hat, Werbung gewesen sein sollte, dann war es ziemlich schlechte Werbung😉

Mir sind auch schon Gruppen, vor allem aus der so genannten Neofolk-Szene, begegnet, denen zumindest Rechtsradikalismus schon vorgeworfen wurde, und die musikalisch aber ziemlich gut sind. Die wird aber niemand hier kennen, deshalb nenne ich sie nicht, obwohl ich von den Rechtsradikalismus-Vorwürfen in einigen Fällen da nicht viel halte.

Aber das müsste man alles am konkreten Fall diskutieren, und ehrlich gesagt, viel Lust habe ich dazu nicht.

Überhaupt sind Songtexte oft brisant oder fragwürdig und würden ein eigenes Thema bilden.
NastySavage - 23. Aug '23
GBH und Screwdriver könnten gegensätzlicher nicht sein!
Tschechov - 23. Aug '23
Stimmt schon, NastySavage, G.B.H. und Screwdriver unterschieden sich musikalisch. Ich habe ja auch nicht behaupten, sie würden die gleiche Musik machen. Ich schrieb nur, daß man bei den Texten nicht so genau hinhören durfte. Wobei G.B.H. "nur" einige ziemlich frauenfeindliche Texte hatte, während Screwdriver ja wirklich rechtsradikal waren. Ian Stewart war ja auch nicht irgendjemand, sondern eine Größe in der europäischen Neonazi-Szene.
Vabanque - 23. Aug '23 Bearbeitet
>>Ian Stewart war ja auch nicht irgendjemand, sondern eine Größe in der europäischen Neonazi-Szene.<<

😮Ich kenne einen Matheprof, der so heißt!

https://de.wikipedia.org/wiki/Ian_Stewart_(Mathematiker)
Tschechov - 23. Aug '23
Ich sehe gerade, er hieß Ian Stuart. Der Nazi-Sänger, meine ich. Muß sich der Professor also keine Gedanken machen.
Vabanque - 23. Aug '23
>>Tschechov - jetzt
Ich sehe gerade, er hieß Ian Stuart. Der Nazi-Sänger, meine ich. Muß sich der Professor also keine Gedanken machen.<<

Der wird aber jetzt froh sein😉
Vabanque - 23. Aug '23
Ich weiß nicht, ob Diskussionen über rechtsradikale Bands wirklich in einen Thread über die 'besten Alben' passen ... ich stelle auch noch einmal eine These auf (auf die Gefahr hin, dass mir jemand das Gegenteil beweist), nämlich dass keine 'rechte' Band, mag sie auch musikalisch noch so gut gewesen sein, an die Qualität der Alben heranreicht, die in solchen Bestenlisten normalerweise vorkommen.
NastySavage - 23. Aug '23
@Tschechov

Das musikalische mal außen vor (wobei ich da jetzt lediglich aus Zeitmangel darauf verzichte zu widersprechen)... die einen Texten nach unseren hier geltenden Maßstäben gesetzeskonform (Meinungsfreiheit, künstlerische Freiheit... mag nicht jedem gefallen... ist aber halt so)... die Anderen waren offen rechtsextrem und standen mit ihren Alben zum Teil in Deutschland richtigerweise auf dem Index
Vabanque - 23. Aug '23
Übrigens stelle ich grade fest, es gab tatsächlich einen Musiker Ian Stewart (mit dieser Schreibweise des Namen), den 'sechsten Rolling Stone', allerdings früh verstorben:

https://www.udiscover-music.de/popkultur/zum-todestag-von-ian-..
schach2018 - 23. Aug '23 Bearbeitet
Musikstücke mit rechtsextremen Gedankengut auf den Index zu setzen ist zwar richtig, aber manche Menschen neigen dazu, diese Alben u.a. aus Coolness zu "erwerben", gerade weil sie auf dem Index stehen, oder?
Vabanque - 23. Aug '23 Bearbeitet
Mag sein, ob aus 'Coolness' weiß ich nicht, aber auf den Index stehende Werke wecken jedenfalls Interesse, das muss ich zugeben.

Ich hatte ja auch die Kriminalromane von Mickey Spillane hauptsächlich deswegen gelesen, weil sie in den 50er Jahren fast alle auf dem Index standen und später teils auch noch, und sogar in den 80ern nur in 'entschärften' Fassungen veröffentlicht werden durften. Erst sei den 90ern bekommt man die originalgetreuen Versionen. In diesem Fall ist allerdings die Indizierung für uns 'Heutige' m.E. schwer nachvollziehbar, da bei Spillane sogar weniger Sex und Gewalt vorkommt als in heutigen Krimis üblich. Vielleicht hatte die Indizierung auch politische Gründe oder war ein Racheakt gegen den Bestsellerautor, der vermeintlich auf niedrigem Niveau schrieb (auch das sieht man heute anders).

Naja, vielleicht werden indizierte Punk-Alben auch mal zu absoluten Klassikern. Dass ich mir dies nicht vorstellen kann, besagt ja nichts.
Vabanque - 23. Aug '23
Also so weit ich jetzt nachlese (und mir noch keinen Ton von beiden Bands angehört habe), gehören beide zum Punk, also zu der Musikrichtung, die ich nie gehört haben (naja, es gibt noch ein paar andere Richtungen, die ich nie gehört habe).

Ich wage mal die These, dass Punk generell die Zeit nicht so gut überdauert und dann halt nach den 30-40 Jahren, die ich oben angesetzt habe, wohl eher nicht mehr so gerne gehört wird. Hätte ich mich damals statt auf Klassik, Jazz, Folk und Rock der 60-80er auf Punk verlegt, würde ich vermutlich meine damaligen Platten auch nicht mehr auflegen.
schach2018 - 23. Aug '23 Bearbeitet
Bei indizierten Musikstücken oder Büchern sollte man schon unterscheiden, aus welchen Gründen sie indiziert werden.

Nur sollte man Musikstücke oder Bücher, die rechtsextremes Gedankengut verbreiten wollen, nicht verherrlichen und dafür werben, auch wenn sie gut gemacht sind.
Feyerabend - 23. Aug '23 Bearbeitet
Vabanque schrieb: >>Ich wage mal die These, dass Punk generell die Zeit nicht so gut überdauert und dann halt nach den 30-40 Jahren, die ich oben angesetzt habe, wohl eher nicht mehr so gerne gehört wird.<<

Jetzt musst du ganz stark sein Vabanque.
Punk gibt es seit den 1970er Jahren. Hat also schon ein halbes Jahrhundert überlebt.
Und wahrscheinlich aktuell mehr Albenverkäufe als in den 70ern.
Vabanque - 23. Aug '23
>>Nur sollte man Musikstücke oder Bücher, die rechtsextremes Gedankengut verbreiten wollen, nicht verherrlichen und dafür werben, auch wenn sie gut gemacht sind.<<

👍
Vabanque - 23. Aug '23
>>Punk gibt es seit den 1970er Jahren. Hat also schon ein halbes Jahrhundert überlebt.
Und wahrscheinlich aktuell mehr Albenverkäufe als in den 70ern.<<

Soll ich das so verstehen, dass die alten Punk-Alben aus den 70ern sich heute besser verkaufen als damals? Das würde mich allerdings wundern.

So meinte ich es aber gar nicht. Sondern, dass ich mir schwer vorstellen kann, dass jemand, der - sagen wir - in den 70ern oder 80ern nur Punk gehört hat, diese alten Alben heute noch mit dem gleichen Genuss auflegt, den z.B. ich habe, wenn ich ein altes King Crimson- oder Jethro Tull-Album von damals heute wieder auflege, und dass der Punk-Hörer da beim Wiederhören noch genauso viele neue Facetten entdeckt.
Feyerabend - 23. Aug '23
>>Soll ich das so verstehen, dass die alten Punk-Alben aus den 70ern sich heute besser verkaufen als damals? Das würde mich allerdings wundern.<<
Müsste man mal googlen, kann schon sein. Aber aktuelle Punk Bands haben wohl höhere Verkaufszahlen als beispielsweise King Crimson je hatten. Beispielsweise hat Green Day ca. 75 Millionen Alben verkauft.
Aber zugegeben: Verkaufszahlen sind kein guter Maßstab für Qualität.


>>So meinte ich es aber gar nicht. Sondern, dass ich mir schwer vorstellen kann, dass jemand, der - sagen wir - in den 70ern oder 80ern nur Punk gehört hat, diese alten Alben heute noch mit dem gleichen Genuss auflegt, den z.B. ich habe, wenn ich ein altes King Crimson- oder Jethro Tull-Album von damals heute wieder auflege, und dass der Punk-Hörer da beim Wiederhören noch genauso viele neue Facetten entdeckt.<<
Da hast du einen These aufgestellt, die hier keine Person beantworten kann. Denn niemand weiß mit wie viel Genuss du King Crimson und Jethro Tull hörst.
Aber mit Sicherheit gibt es nach wie vor sehr viele Menschen die mit Hochgenuss Punk hören. Deren Vorlieben liegen vielleicht nicht unbedingt bei den vielen Facetten sondern eher woanders: Spaß haben, Party machen, tanzen und so.
Feyerabend - 23. Aug '23
Wobei ich inzwischen auch viel lieber komplexe, facettenreiche, ruhigere Musik höre als früher.
Habe viel Punk gehört aber evtl. habe ich inzwischen ein größeres Ruhebedürfnis. Den Stress von beispielsweise Babes in Toyland, White Jam, tue ich mir nicht mehr so oft an. Aber ein paar Minuten ist absolut energetisierend.
Vabanque - 23. Aug '23
>>Aber aktuelle Punk Bands haben wohl höhere Verkaufszahlen als beispielsweise King Crimson je hatten.<<

Das glaube ich auf der Stelle. Ob aktuelle Punk-Bands allerdings auch höhere Verkaufszahlen als Beatles, Stones, Genesis, Bowie haben müsste man erst noch herausfinden (obwohl es für mich unwichtig ist).
schach2018 - 23. Aug '23
>>Aber mit Sicherheit gibt es nach wie vor sehr viele Menschen die mit Hochgenuss Punk hören. Deren Vorlieben liegen vielleicht nicht unbedingt bei den vielen Facetten sondern eher woanders: Spaß haben, Party machen, tanzen und so.<<

Schon interessant, dass man Menschen in Schubladen packt, je nach dem welchen Musikgeschmack sie offenbar präferieren.😉
Vabanque - 23. Aug '23
>>Denn niemand weiß mit wie viel Genuss du King Crimson und Jethro Tull hörst.<<

Der Genuss hängt auch bei mir hier von der Stimmung ab. Für solche Musik brauche ich Ruhe und Zeit. Am liebsten höre ich sowas (wie auch Klassik und Jazz) am späten Abend.
Feyerabend - 23. Aug '23 Bearbeitet
>>Schon interessant, dass man Menschen in Schubladen packt, je nach dem welchen Musikgeschmack sie offenbar präferieren.😉<<
Stimmt, unglücklich ausgedrückt.
Ich meine eher, dass Menschen sehr vielseitige Musikgeschmäcker haben.
Und dass es beim Punkhören eher andere Prioritäten gibt als Komplexität und viele Facetten, die es zu entdecken gibt.
Dabei ist es selbstverständlich, dass Punkhörer auch komplex und facettenreich denken.
Vabanque - 23. Aug '23
>>Schon interessant, dass man Menschen in Schubladen packt, je nach dem welchen Musikgeschmack sie offenbar präferieren.😉<<

So sind die Anmerkungen von SF Feyerabend bei mir gar nicht rübergekommen.
schach2018 - 23. Aug '23
SF Feyerabend hat es ja nicht beabsichtigt.
Nur aus seinen Formulierungen kann (!) man eine Zuschreibung von Verhaltensweisen deuten.
Feyerabend - 23. Aug '23 Bearbeitet
Manchmal bekommt man selber einen Schreck wie die eigenen Gedanken, verschriftlicht, plötzlich ganz anders interpretiert werden können als selber gedacht.
Danke für den Hinweis.
ChrisJuergens - 23. Aug '23
Kraftwerk ist mit fünf Alben vertreten. Die Ärzte, die Toten Hosen, Böhse Onkelz mit keinem Album(das ist auch besser so).
Vabanque - 23. Aug '23
>>Kraftwerk ist mit fünf Alben vertreten. Die Ärzte, die Toten Hosen, Böhse Onkelz mit keinem Album(das ist auch besser so).<<

Das darfst du den Fans dieser Bands nicht erzählen😉

Naja, wie ich schon schrieb, ich selber höre Kraftwerk ja nicht, aber ihr Einfluss und ihre Innovativität sind unbestritten.
ChrisJuergens - 23. Aug '23
Es sind aber auch noch andere deutsche Bands und Interpreten in der Liste vorhanden.
Vabanque - 23. Aug '23
>>ChrisJuergens - vor 3 Min.
Es sind aber auch noch andere deutsche Bands und Interpreten in der Liste vorhanden.<<

Lindenberg?
ChrisJuergens - 23. Aug '23
Neu! / Neu!, Fehlfarben / Monarchie und Alltag, Ton Steine Scherben / Keine Macht für Niemand, Can / Tago Mago, Blumfeld / Old Nobody, Can / Ege Bamyasi, D.A.F. / Alles wird gut, Blumfeld / Ich-Maschine, Hildegard Knef / Knef, Tocotronic / Digital ist besser, Peter Fox / Stadtaffe, Blumfeld / L‘etat et moi, Tocotronic / K.O.O.K., Tocotronic / Tocotronic, Trio / Trio, Kettcar / Du und wieviel von deinen Freunden, Ideal / Ideal, Hans-A-Plast / Hans-A-Plast, Udo Lindenberg / Ball Pompös, Palais Schaumburg / Palais Schaumburg, Peter Brötzmann Quartett / Machine Gun, Nico / Chelsea Girl, Nina Hagen Band / Nina Hagen Band, Ja, Panik / DMD KIU LIDT, Nico / Marble Index, Wir sind Helden / Die Reklamation, Jens Friebe / Vorher Nachher Bilder.
Feyerabend - 23. Aug '23 Bearbeitet
Das sind erstaunlich viele deutsche Bands. Also eine Lister des deutschen Rolling Stone?
Angesicht der deutschen Bands hätte ich ja gen noch das erste Album von Stereo Total, monokini, dabei. Das wohl charmanteste deutsche Rockalbum.
ChrisJuergens - 23. Aug '23
Ich habe diesen RollingStone in Deutschland gekauft.
Feyerabend - 23. Aug '23
Der original RS wird in den USA geschrieben.
Der deutsche hat einige eigene Inhalte, übernimmt aber auch Artikel aus den USA.
Es gibt auch ein UK Rolling Stone.

Deshalb gibt es wohl auch unterschiedliche Best 500 Alben Listen.
ChrisJuergens - 23. Aug '23
Die Liste ist aus der deutschen Ausgabe 346, August 2023.
siramon - 24. Aug '23
Peter Fox, Stadtaffe
Text & Musik pure Liebe 😍😍
Vabanque - 24. Aug '23
@siramon: Von dir hatte ich eigentlich erwartet, dass du die schweizer Bands vermisst😉
ChrisJuergens - 24. Aug '23
Wie weis ich denn nun ob ein Album Qualität hat oder nicht? Unabhängig vom eigenen Geschmack, vom Können der Musiker und von der Gesangsleistung.
Vabanque - 24. Aug '23 Bearbeitet
Das ist das schon öfters angesprochene Problem mit den objektiven Kriterien. In Musik, Kunst, Literatur gibt es nur wenige objektive Kriterien.

Das Können der Musiker, sei es gesanglich oder instrumental, ist für mich eher eine Grundvoraussetzung. Aber vor allem beim Gesang kann man drüber diskutieren. Z.B. kann Mark Knopfler von den Dire Straits sicher nicht singen, Lou Reed kann es auch nicht (ist eher ein schwermütiges Gemurmel), und Bob Dylan 'nölt' nur, wie oben auch schon mal zu lesen war. Trotzdem ist das alles Kult, und sicher nicht zu Unrecht. Die Qualität steckt in den Songs selbst, musikalisch wie oft auch textlich, und die Darbietung passt dazu.

Jede(r) Hörer(in) legt für sich persönlich andere Kriterien an. Wenn SF siramon schreibt, dass ihn '21st Century Shizoid Man' von King Krimson nur nervt (wenn auch in der heißen Eisenbahn), dann verletzt der Song die konkreten Kriterien des Hörers (der eher was Entspannendes erwartet hatte?), auch wenn er die Kriterien von 100 Experten erfüllt, als einer der einflussreichsten Songs der Rockgeschichte. Wer Musik zur Entspannung hört, legt andere Kriterien an als jemand, der sich davon aufwühlende emotionale Erlebnisse erwartet. Und auch bei den emotionalen Erlebnissen sind die Erwartungen unterschiedlich: der eine wünscht sie euphorisierend, der andere schockierend etc.
Der eine akzeptiert Musik nur ab einem bestimmten Grad von Komplexität, für die andere kann Musik nicht simpel genug gestrickt sein ... und man kann objektiv keineswegs sagen, dass die komplexeste Musik die beste ist, genauso wenig wie das Gegenteil der Fall ist.
Für den einen steht der Text bzw. die Botschaft im Vordergrund, der hört dann am liebsten Liedermacher oder Protestsongs, während jemand anderem diese Songs musikalisch zu wenig bieten (ich bin bei den Letzteren dabei). Jemand anders zieht generell instrumentale Musik vor, wovon sich vor allem im Jazz reichlich findet. Wieder andere hegen die Ansicht, dass die älteste Musik die beste sei, und jede neuere Entwicklung nur eine Verschlechterung brachte. Denen möchte man dann gregorianische Choräle empfehlen😜

Bearbeitet: erweitert
Feyerabend - 24. Aug '23 Bearbeitet
Es gibt keine objektiven Kriterien für die Qualität von Musik.
Einige Ansätze wurden oben beschrieben.

Selbst unter professionellen Musikern, Produzenten und Musikredakteuren wirst du immer verschiedene Alben als die Besten und abweichende Kriterien zur Beurteilung hören.

Musik bleibt subjektiv und das ist auch gut so.
Feyerabend - 24. Aug '23
>>Wieder andere hegen die Ansicht, dass die älteste Musik die beste sei, und jede neuere Entwicklung nur eine Verschlechterung brachte. Denen möchte man dann gregorianische Choräle empfehlen😜<<.

Oder den Gesang am Lagerfeuer, den Steinzeitmenschen nachempfunden :)
ChrisJuergens - 24. Aug '23
Sagt der Musikgeschmack auch etwas über den Charakter des Menschen aus?
Tschechov - 24. Aug '23
@ChrisJuergens: Ich denke schon.
Feyerabend - 24. Aug '23
Da würde ich eine Korrelation sehen.
Wobei wir nicht aus dem Musikgeschmack auf den Charakter schließen können. Auch nicht im Sinne des Missverständnisses oben, dass Punkhörende hauptsächlich Party machen und Spass haben wollten. Das wäre zu stark simplifiziert.

Aber der Musikgeschmack von vielen Menschen wird stark im Jugendalter geprägt. Das ist die Zeit in der sich auch viele Werte (Moral, politische Einstellung, Einstellung zu Geld etc.) festigen und der Freundeskreis sehr wichtig für die Entwicklung ist.

Insofern nehme ich an , dass es Korrelationen zwischen Werten, Charakter und Musikgeschmack gibt.

(Nebenbei: Ich spekuliere mal, das hier so viele genannten Alben aus den 60ern und 70ern stammen weil viele CF in der Zeit ihre Jugendjahre hatten).
Vabanque - 24. Aug '23
>>ChrisJuergens - vor 11 Min.
Sagt der Musikgeschmack auch etwas über den Charakter des Menschen aus?<<

Ich glaube, hier gelangen wir in ein gefährliches Terrain. Allzu leicht ist man versucht zu sagen, dass Heavy Metal-Hörer brutal und gewaltbereit wären, während man Hörern von Deutschen Schlagern ein abnormes Harmoniebedürfnis zu attestieren geneigt wäre😁

Bei der Wahl des Musikgeschmacks spielen enorm viele Faktoren eine Rolle. Prägung ist sicher wichtig, bei Jugendlichen ebenso der Gruppenzwang. Bei mir war es eigentlich hauptsächlich Neugier zum Erkunden von Klängen, die mir noch fremd waren.

Musikgeschmack und Charakter können oft ganz diametral entgegengesetzt sein, z.B. hat meine Cousine, eine der ruhigsten und freundlichsten Frauen, die ich kenne, zumindest in jungen Jahren eine Musik gehört, die mich immer sofort fliehend hat Reißaus nehmen lassen, so grausig und brutal klang das für mich (keine Ahnung, was das war, ich wollte es auch nie wissen).
Feyerabend - 24. Aug '23 Bearbeitet
Da möchte ich Vabanque Recht geben, wir sollten vorsichtig mit Schlussfolgerungen sein weil es sehr, sehr viele Ausnahmen von der, wohl recht schwachen?, Korrelation gibt.
schach2018 - 24. Aug '23
Ergänzend möchte ich hinzufügen, dass der Musikgeschmack mit dem Alter sich auch ändern kann.
Feyerabend - 24. Aug '23 Bearbeitet
Eindeutig.
Z.B. Ich habe früher viel lautere, wildere, schnelle Musik gehört. Heute lieber ruhigere, gern verschachtelte Musik.
Die Komplexität der Musik ist gestiegen.
Ausserdem habe ich früher selten Klassik gehört. Heute gern. Vor allem wenn ich konzentriert zuhöre.

Aber mein Charakter hat sich wohl auch mit der Zeit geändert.
Vabanque - 24. Aug '23 Bearbeitet
Manche Charaktereigenschaften des Menschen ändern sich wohl mit der Zeit, aber die meisten bleiben doch bestehen oder bilden sich immer schärfer heraus. Das ist ein weites Feld.

Der Musikgeschmack ändert sich auch mit der Zeit, aber das hängt wohl auch von der Bereitschaft ab, sich in bisher Unbekanntes einzuhören. Ich habe wenig Bereitschaft, mich bei der 'Klassik' in Richtungen des 20. Jh. wie etwa Zwölftonmusik oder serielle Komposition, mich beim Jazz in Richtungen wie Free-Jazz, oder bei Pop/Rock mich in alles Spätere als 60er bis 80er Jahre einzuhören. Das bringt mir zu wenig Befriedigung, es führt nur zur Desorientierung. Ebenso bin ich nicht bereit, mich in Techno, Rap/HipHop etc. einzuhören. Damit will ich diese Richtungen nicht objektiv abwerten, nur für mich subjektiv bringen sie keinen Genuss. Vielleicht brächten sie einen nach einer harten, langen Eingewöhnungphase, die ich aber scheue😁
Tschechov - 24. Aug '23
Ich habe zwei Bekannte, die früher Punk-Musik hörten. Der eine von den beiden, den ich als den deutlich Intelligenteren bezeichnen möchte, hörte neben den einschlägig bekannten Bands wie The Exploited, Cockney Rejects, G.B.H usw. auch sehr gerne The Crass. Crass war halt nevig, bekannte Motive wurden gewissermaßen zerhackt. Das war eben wirklich Punk. Aber dafür hatte der Minderbegabte eben keinen Sinn.
Vabanque - 24. Aug '23
Also, Punk ist für mich ein komplett weißer Fleck auf meiner Musik-Landkarte.

Vielleicht sollte man einen kompletten Punk-Thread aufmachen😉
siramon - 25. Aug '23
@Vabanque CH-Alben zum Reinhören:

Stiller Has: Zwanzig Goldige Hasensongs
Wahlweise Züri West mit dem Album "Züri West" oder Patent Ochsner mit Album "Schlachtplatte"
Sophie Hunger: 1983
Yello: Essential

Und natürlich alles von Mani Matter!

Viel Spass 😀
Vabanque - 25. Aug '23 Bearbeitet
Ah ja, Yello waren Schweizer, ich erinnere mich! (Und die waren ganz schön innovativ)
Vabanque - 25. Aug '23
REM möchte ich aber auch noch ins Feld führen, vor allem die Alben 'Automatic for the People' und 'New Adventures in HiFi'.
Feyerabend - 30. Aug '23
In unserer Liste des/der besten Alben sind bisher kaum/keine aktuellen Alben (außer Schweizer). Ganz aktuelle Alben wäre schwierig weil ein bestes Album auch gut altern sollte (auch nach Jahren noch bestens sein sollte) aber nur alte Kamellen auflisten ist auch nicht die beste Lösung.

Deshalb der Vorschlag: „Freedom Highway“ von Rhiannon Giddens, von 2017. Rhiannon wird ja zurzeit mit Lob und Preisen überschüttet (Pulitzer (für ihre Oper), Grammy etc). Rhiannon hat eine super, eher tiefe Stimme (klassisch ausgebildet) und spielt hauptsächlich Banjo.
Ein Album mit Songs aus den südlichen USA. Americana, Folk, Bluegrass, Skiffle, Soul etc.
Vabanque - 30. Aug '23
>>Ganz aktuelle Alben wäre schwierig weil ein bestes Album auch gut altern sollte (auch nach Jahren noch bestens sein sollte)<<

Ja, in aller Regel kann man erst nach Jahrzehnten die Bedeutung einer Musik realistisch einschätzen.

Es gibt freilich manchmal Ausnahmen, z.B. konnte man bei 'Automatic for the People' von REM bereits nach dem Erscheinen ahnen, dass dies ein zeitlos herausragendes Werk sein würde. Darin waren wir uns damals unter Bekannten sofort einig, und heute, 30 Jahre später, hat das Album nichts von seinem Glanz, seiner Faszination und seiner Bedeutung verloren.

Ähnlich war es damals mit 'Little Earthquakes' von Tori Amos und 'Come Away with me' von Norah Jones.

Ich muss aber auch bekennen, dass ich mir schon ab der Mitte der 90er kaum mehr Neuerscheinungen angehört habe, außer im Alternative/Indie-Bereich. Aber auch von dem, was ich da ehemals gut oder sogar faszinierend fand, hat das meiste für mich heute nur noch wenig Reiz. Ausnahmen sind vielleicht Spock's Beard (Retro-Prog) und Belle and Sebastian (Retro-Folkpop).

>>aber nur alte Kamellen auflisten ist auch nicht die beste Lösung<<

Wenn die Alben nach Jahrzehnten nicht mehr frisch klingen, sind es eben wirklich 'alte Kamellen', ansonsten nicht. Ich persönlich brauche die neueren Sachen nicht, für mich gibt es auch in den 60ern und 70ern noch genug zu entdecken, was ich noch gar nicht kenne.
Mich wollte schon mehr als einmal jemand davon überzeugen, dass ich mir neue Sachen anhören sollte, und diese neuen Sachen sind jetzt auch schon alt. Bad Religion und Volbeat waren nur zwei der Bands, an die ich mich halbwegs erinnere oder eigentlich eher nicht erinnere, weil kein einziger Song von denen (und vielen anderen mir empfohlenen Bands) irgendwie geeignet waren, in mir einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.
Feyerabend - 30. Aug '23 Bearbeitet
Den drei genannten Alben von REM, Tori Amos (inzwischen finde ich es nicht mehr so gut, ist aber ein Klassiker) und Norah Jones (mir etwas zu poppig) stimme ich zu.
Bei letzterer fällt mir noch ihre Halbschwester ein, Anoushka Shankar. Beider Vater ist Ravi Shankar.
Anoushka sollte bei keiner best 500 Liste fehlen. Spielt phantastische Sitar, kombiniert indische Musik mit populären, westlichen Instrumenten und Melodien. Schwer ihr bestes Album zu nennen weil alle sehr gut sind, evtl. Land of Gold oder Breathing under Water.
ChrisJuergens - 30. Aug '23
Ich empfehle von Deuter / Silence is the answer.
Vabanque - 30. Aug '23
>>Norah Jones (mir etwas zu poppig)<<

Norah Jones kann ich stilistisch gar nicht recht zuordnen, da ist viel Blues/Soul und auch Folk/Country. Doch Pop-Einflüsse (was Pop auch immer sei) kamen m.E. erst auf den späteren Alben dazu, noch nicht auf dem ersten.
schach2018 - 31. Aug '23
>Sting< und >Genesis< gefallen mir auch ganz gut.
Vabanque - 31. Aug '23
>>>Sting< und >Genesis< gefallen mir auch ganz gut.<<

Besser: konkrete Alben nennen😉

Bei Sting kenne ich mich nicht aus, aber Genesis zerfallen ja in zwei unterschiedliche Perioden (das ist z.B. auch bei Fleetwood Mac, bei Chicago und bei Kansas so). Ich bin da eindeutig für die frühe Phase bis etwa 1978 (denn die ersten Alben mit Phil Collins als Sänger sind stilistisch ja von denen mit Peter Gabriel noch nicht sehr unterschiedlich), aber mir gefällt die spätere Phase ebenfalls.

Herausragende Alben der frühen Genesis-Phase: Selling England by the Pound, A Trick of the Tail
Feyerabend - 31. Aug '23
Bei Sting fand ich die Phase mit seiner unfassbar guten, jazzigen Band um Brandford Marsalis, Kenny Kirkland, Manu Katche am besten.
Also „Nothing like the sun”, “Bring on the night” und “The dream of the blue turtles”.
Vabanque - 31. Aug '23
Wenn schon Genesis genannt wurde, dann fällt mir noch Marillion ein, die obwohl stilistisch verwandt, keineswegs nur den Stil von Genesis 'abgekupfert' haben (wie mir jemand mal weismachen wollte).

Bei Marillion halte ich das Album 'Script for a Jester's Tear' für herausragend.

Beim Solo-Album des Sängers Fish 'Vigil in a Wilderness of Mirrors' geht es mir so, dass es mir tatsächlich nicht mehr so gut gefällt wie damals vor 30 Jahren, als ich es als gleichrangig mit den Marillion-Alben empfunden hatte.
Feyerabend - 31. Aug '23
Tom Waits, Rain Dogs.
Sehr schöne Melodien treffen auf mülligen Sound.
Toms Reibeisenstimme reibt sich mit der Gitarre von Marc Ribot.
ChrisJuergens - 31. Aug '23
Ich empfehle: Nico / Chelsea Girl.
Vabanque - 31. Aug '23
>>Feyerabend - vor 1 Std.
Tom Waits, Rain Dogs.
Sehr schöne Melodien treffen auf mülligen Sound.
Toms Reibeisenstimme reibt sich mit der Gitarre von Marc Ribot.<<

Tom Waits gehörte zu den Sachen, die ich immer erst dann ganz ok fand, wenn ich schon genug 'intus' hatte😁
Vabanque - 31. Aug '23
Zu denen gehört übrigens auch Fischer Z: 'Red skies over paradise' oder 'Going deaf for a living', vor allem zweiteres Album hat mir dann plötzlich gefallen, nachdem ich mit meinen Bekannten schon einiges 'getankt' hatte ... ich hab's mir dann gekauft, was ein Fehler war, denn in 'normalem' Zustand kann ich das nicht lange anhören.
Feyerabend - 31. Aug '23
Die Stimme von Fisher Z fand ich immer unangenehm, zu hoch.
Aber die Band hatte gutes Tempo.
Vabanque - 31. Aug '23
Das liegt daran, dass der Sänger eigentlich eine tiefe Stimme hat, sie aber hoch'quetscht'.

'Marliese' ist natürlich sehr gut, wurde ja auch öfters (?) gecovert.
Feyerabend - 31. Aug '23
>>Tom Waits gehörte zu den Sachen, die ich immer erst dann ganz ok fand, wenn ich schon genug 'intus' hatte😁<<.

Allerdings, je mehr Alkohol im Blut desto besser lassen sich Tom Waits Melodien und derangierte Instrumentierung genießen.
Feyerabend - 31. Aug '23
Ja, Marlies lief auf jeder Party.
Froest - 31. Aug '23
ChrisJuergens hatte gestern Deuter empfohlen.
Gute Einschlafmusik (was überhaupt nicht negativ gemeint ist).
Alapin2 - 31. Aug '23
Nur, damit wir, nach 130 Kommentaren, Richtung "500"kommen :
Jethro Tull live:" A little light music"...
Froest - 31. Aug '23
500 schaffen wir noch.
Vabanque - 31. Aug '23
>>Alapin2 - vor 2 Min.
Nur, damit wir, nach 130 Kommentaren, Richtung "500"kommen :
Jethro Tull live:" A little light music"...<<

Von Jethro Tull könnte ich fast jedes Album nennen (ich denke, ich habe alle). Ein schwaches ist da schwer zu finden (obwohl die elektronischen Experimente Mitte der 80er nicht sooo meins sind).

Witzig ist ja, dass Jethro Tull für ihr `'87er Album 'Crest of a Knave' einen Metal Award bekommen haben (den sich Metallica erhofft hatte und deswegen sauer reagierte). Nun ist Jethro Tull sicher alles (Blues Rock, Hard Rock, Folk Rock, Prog Rock, Art Rock ... ), bloß ganz sicher KEIN METAL! Selbst auf dem genannten Album ist höchstens der Opener 'Steel Monkey' ein harter Song (und trotzdem immer noch kein Metal).
Den Award gönne ich Jethro Tull natürlich 10000mal, aber es ist und bleibt trotzdem einer in der falschen Kategorie!
Alapin2 - 31. Aug '23
Vabanque : Bei mir steht in der Überschrift :"Die besten 500 Alben!"
Sind wir da vielleicht mit der Metal-Punk-Klassik-Krautrock-Rubrik durcheinandergeraten!?
Es wird anscheinend immer übersichtlicher, oder?
Vabanque - 31. Aug '23
Ich wollte das mit dem skurrilen Award ursprünglich ja in der Metal-Kategorie schreiben, aber weil Jethro Tull ganz bestimmt kein Metal ist, dann eben hier.

Herausragende Alben von Jethro Tull:

- Stand up ('69)
- Aqualung ('70)
- Thick as a Brick ('72)
- Minstrel in the Gallery ('75)
- Songs from the Wood ('77)
- Rock Island ('89)
- Catfish Rising ('92)

>>Sind wir da vielleicht mit der Metal-Punk-Klassik-Krautrock-Rubrik durcheinandergeraten!?<<

Jethro Tull ist doch sicher weder Punk noch Krautrock und auch kein Metal, und schon gar keine Klassik, oder?
kluger - 01. Sep '23
Heutzutage darf doch jeder sein, was er will.
Jethro Tull - 2-jähriger Fuchs oder Hardcore-Reggae?
NastySavage - 01. Sep '23
Jethro Tull sind Progressive Rock mit Folkschlagseite
Vabanque - 01. Sep '23
Richtig.
kluger - 01. Sep '23
Ja hab's auch nicht verstanden 🤔
FaustlV - 03. Sep '23
Mothers of Invention.
FaustlV - 04. Sep '23
Weltklasse Alben für Fans von schräger Musik: Nico / The Marble Index, Nico / Chelsea Girl, Nico / Desertshore.
Feyerabend - 04. Sep '23
Nirvana,Nevermind
und
Pearl Jam, 10
sollten auf der Liste nicht fehlen.
Feyerabend - 13. Sep '23
Amy Winehouse
Back to black.
Vabanque - 13. Sep '23
Ich höre gerade etwas, worüber sowohl Punks wie Metalheads sämtliche Nasen rümpfen werden:

Barclay James Harvest: Gone to Earth

Sehr soft, aber auch sehr atmosphärisch, intensiver Silberklang.

Halte ich gar nicht mal für die beste von BJH, vermutlich sind 'Octoberon' und 'XII' etwas höher einzuordnen.
FaustlV - 14. Sep '23
Ich bin sehr gespannt auf das neue neue Föllakzoid Album. Welches V heißt.
NastySavage - 14. Sep '23
@Vabanque

Da kennst du die (älteren) Metalheads aber schlecht... ohne Progressive Bands der 70er (wie eben BJH) wäre der Progressive Metal à la Queensryche, Fates Warning oder Dream Theater (um mal die bekanntesten Vertreter zu nennen) wohl kaum entstanden... "Gone to Earth" steht bei mir auch im Regal... und gehört ohnehin in jede gut sortierte Plattensammlung... alleine schon wegen dem Überhit "Hymn"
Feyerabend - 14. Sep '23
BJH, Gone to Earth.
Guter Tipp, Danke. Gleich mal gehört. Sehr schön, insbesondere Hymn. In Jugenderinnerungen geschwelgt.
Auf Albumlänge fand ich es aber doch etwas zu zahm, lasch.

@Vabanque: Du stehst ja gern für komplexe Musik mit virtuosen Musikern.
Gone to Earth ist ein gutes Beispiel, dass auch einfache Musik schön sein kann.
NastySavage - 14. Sep '23
@Feyerabend

Dem würde ich zustimmen... Vabanque ist dann doch eher der Feingeist... für's Grobe ist er wohl eher nicht gemacht 😂
Vabanque - 14. Sep '23
>>Vabanque ist dann doch eher der Feingeist... für's Grobe ist er wohl eher nicht gemacht 😂<<

Ach, ich mag z.B. ganz gern grobe Leberwurst oder grobe Teewurst😉
Vabanque - 14. Sep '23
>>Feyerabend - vor 13 Min.
BJH, Gone to Earth.
Guter Tipp, Danke. Gleich mal gehört. Sehr schön, insbesondere Hymn. In Jugenderinnerungen geschwelgt.
Auf Albumlänge fand ich es aber doch etwas zu zahm, lasch.<<

Ja, als Album zu wenig Abwechslung, finde ich auch. Nur zwei oder drei schnellere Songs (sehr gut allerdings: Hard Hearted Woman!).
Das finde ich das Folgealbum 'XII' doch etwas abwechslungsreicher.

>>@Vabanque: Du stehst ja gern für komplexe Musik mit virtuosen Musikern.
Gone to Earth ist ein gutes Beispiel, dass auch einfache Musik schön sein kann.<<

In der Frühphase haben BJH tatsächlich komplexere Musik gemacht.

Aber das ist gar nicht der Punkt, natürlich darf's auch mal einfach sein.

Ich mag ja auch z.B. Crosby, Stills, Nash & Young.
Feyerabend - 14. Sep '23 Gelöscht
Vabanque - 14. Sep '23 Bearbeitet
@Feyerabend: Was hast du denn da grad gelöscht? Nur mal so ganz 'grob' gesagt?😁
NastySavage - 14. Sep '23
@Vabanque

mit grober Tee- und Leberwurst kannst mich jagen... vorher esse ich Fensterkitt
Feyerabend - 14. Sep '23
Ich wollte deinem Leberwurstscherz einen Smiley geben aber dann warst du schneller und mein Smiley an falscher Stelle.
FaustlV - 16. Sep '23
Die Top Ten der aktuellen RollingStone 500 besten Alben Liste: The Velvet Underground & Nico / The Velvet Underground & Nico, Marvin Gaye / What’s going on, The Beatles / Revolver, Nirvana / Nevermind, Fleetwood Mac / Rumours, The Beach Boys / Pet Sounds, The Beatles / The Beatles, Bob Dylan / Blonde on Blonde, Patti Smith / Horses, Amy Winehouse / Back to Black.
Vabanque - 16. Sep '23
>>The Beatles / Revolver<<

In der Tat. Hätte ich ein Beatles-Album wählen müssen (ich mag eigentlich alle), dann hätte ich wahrscheinlich Revolver genannt.

>>The Beatles / The Beatles<<

Damit ist wohl das mehr berüchtigte als berühmte White Album gemeint. Eine ziemlich unausgewogene Mixtur aus herausragenden Songs ('While my guitar ... ', 'Blackbird') über Banalitäten ('Obladi Oblada') bis hin zu absoluten Unhörbarkeiten ('Number 9, Number 9, Number 9 ... ').

>>Fleetwood Mac / Rumours<<

Legendär und zweifellos immer noch sehr gut, aber eigentlich glieichzeitig fast schon der Beginn vom Abstieg. Fast alles davor gefällt mir besser. Durch die Stimme von Stevie Nicks natürlich trotzdem etwas Besonderes.
NastySavage - 16. Sep '23
Nicks übernimmt lediglich bei vier (von 11) Songs die lead vocals... davon teilt sie sich die bei zweien mit anderen Bandmitglieder
Feyerabend - 16. Sep '23
">>Fleetwood Mac / Rumours<<

Legendär und zweifellos immer noch sehr gut, aber eigentlich glieichzeitig fast schon der Beginn vom Abstieg. Fast alles davor gefällt mir besser. Durch die Stimme von Stevie Nicks natürlich trotzdem etwas Besonderes."

Fleetwood Mac mit Peter Green war schon sehr gut. Peter hat danach auch noch gute Soloscheiben gemacht (Whatcha gonna do und In the Skies).

Abstieg fand ich trotzdem nicht. Tusk finde ich großartig (nicht jeden Song) und nicht so poppig, auf Verkauf getrimmt, wie Rumours.
Bei Tusk und Rumours ähnlich: die schönsten Songs werden von Stevie Nicks gesungen.
Vabanque - 16. Sep '23 Bearbeitet
Ich hatte mir damals auch Solo-Alben von Stevie Nicks besorgt, muss aber sagen, dass da das Songmaterial doch deutlich schwächer ist als bei den Fleetwood-Mac Songs, die von ihr gesungen werden. Aber immerhin kann man ja die tolle Stimme genießen.

Tusk habe ich nicht so oft gehört, zu lang, man hätte das Doppel-Album bestimmt auf ein Einzel-Album zusammenstreichen können, indem man nur die besten Songs ausgewählt hätte.

Doppel-Alben mag ich meist nicht so sehr, bei Genesis ist ja auch 'The Lamb lies down ... ' und bei Led Zeppeln ebenso 'Physical Graffiti' das jeweils mit am seltensten von mir gehörte Album der Band.
Feyerabend - 16. Sep '23
Stimmt, die besten Songs von Tusk auf einem Album wäre der Überflieger gewesen. Als Doppelalbum war auch schlechteres Material dabei.
Vabanque - 16. Sep '23
Irgendwie ist es wirklich bezeichnend, wie häufig Doppel-Alben in solchen Zusammenstellungen der 'besten' Alben auftauchen (wie ja auch Beatles/White Album, siehe oben).
Die Kritiker scheinen der Überzeugung zuzuneigen, dass ein Doppelalbum (falls es sich nicht um ein Live-Album handelt, wo in meinen Augen das Doppelalbum-Format geradezu ein MUSS ist ... ein Einfach-Live-Album mit 40min Spieldauer ist fast schon eine Frechheit dem Hörer gegenüber), also dass die Veröffentlichung eines Doppel-Albums der Ausdruck eines besonderen kreativen Schubs einer Band oder eines Künstlers ist ... nun, das mag gelegentlich zutreffen, leider sind mir ziemlich viele Doppelalben bekannt, die Füllmaterial enthalten, um diese Spieldauer zu erreichen. Das einzige Doppelalbum, das sich über seine gesamte Spieldauer auf allerhöchstem Niveau bewegt, das mir momentan einfällt, ist das Köln Concert von Keith Jarrett, und das ist ja wiederum ein Live-Album. Außer Live-Alben gibt es als Doppel-Alben natürlich noch herausragende Kompilationen und Sampler mit Singles.
Feyerabend - 16. Sep '23
Mir fallen auch gerade kaum Studio-Doppelalben ein die wirklich durchgehend gut sind.
2 Beispiele sind
Sting, ...Nothing Like the sun
Kip Hanrahan, Tenderness
Vabanque - 16. Sep '23
Den Letzteren kenne ich nicht mal vom Namen her. Und Sting hat sehr unterschiedliche Sachen gemacht, was vielleicht auch seine Stärke ist.
Feyerabend - 16. Sep '23
Natürlich
Jimi Hendrix, Electric Ladyland
Gehört zu den besten 500 Alben überhaupt und zu den besten Doppelalben.
Feyerabend - 16. Sep '23
Bei etwas nachdenken gibt es doch ein paar
U2, Rattle and Hum
Sonic Youth, Daydream Nation (wird Vabanque gar nicht gefallen).
Vabanque - 16. Sep '23
>>Natürlich
Jimi Hendrix, Electric Ladyland<<

Die wollte ich schon ewig mal wieder hören!👍
Vabanque - 16. Sep '23
>>U2, Rattle and Hum<<

Ja, die wird häufig genannt. Ich war nie ein U2-Fan, mich haben auch deren ständige Stilwandlungen irritiert. Seit sicher mehr als 30 Jahren nichts mehr von denen angehört, könnte ich aber echt mal wieder versuchen.
Vabanque - 16. Sep '23
>>Sonic Youth, Daydream Nation (wird Vabanque gar nicht gefallen).<<

Sagt mir nix, also weder Gefallen noch Nichtgefallen.

Außerdem steht ja erst das Anhören von der Kombination Metallica/LouReed bzw. Velvet Underground noch aus😁
FaustlV - 16. Sep '23
Wie wäre es mit Nico?
Vabanque - 16. Sep '23 Bearbeitet
Nö, höre jetzt grad Hendrix, Electric Ladyland. Guter Vorschlag von SF Feyerabend👍💪

Ich kann mir nicht helfen, ich würde diese Musik unter 'Blues' einordnen. Für die damalige Zeit natürlich recht harter Blues.
Feyerabend - 16. Sep '23 Bearbeitet
Vabanque zu Kip Hanrahan, Tenderness >>Den Letzteren kenne ich nicht mal vom Namen her<<.

Hatte ich ganz oben schon mal erwähnt weil es für mich tatsächlich eines der besten Alben überhaupt ist.
Genre schwer zu beschreiben: New Yorker kosmopolitischer Weltmusik Jazz.
Äußerst professionelle Musiker, komplexe Arrangements, großartige Soli.
(Sting darf auch einmal mitsingen).

Wer bereit ist mit offenen Ohren etwas Neues zu erproben sollte das mal ausprobieren.
https://www.youtube.com/watch?v=g8ssrf9pOSo

Songs 2 bis 5 sind evtl. am Anfang etwas sperrig. Song Nr. 6 bietet den einfachsten Einstieg.
FaustlV - 16. Sep '23
Sonic Youth hat sehr wichtige Alben herausgebracht.
Feyerabend - 17. Sep '23
Sonic Youth waren äußerst einflussreich und stilprägend für Indie-Rock (Alternative Rock, oder wie auch immer man das kategorisieren möchte).
Am besten finde ich Goo und Dirty.
ChrisJuergens - 19. Sep '23
Evol und Sister sind auch sehr gut.
Feyerabend - 19. Sep '23
...und Kim Gordon die coolste Bassistin ever.
NastySavage - 28. Sep '23
Neil Young mit "Harvest"... weil der Mann schon immer was zu sagen hatte... und weil das Album gerade bei mir läuft 😏
ChrisJuergens - 29. Sep '23
Nico / Desertshore
Föllakzoid / V
Can / Tago Mago
Amon Düül ll / Yeti
Tangerine Dream / Alpha Centauri

Alles Geschmacksache.
Vabanque - 30. Sep '23
>>NastySavage - 28. Sep '23
Neil Young mit "Harvest"... weil der Mann schon immer was zu sagen hatte... und weil das Album gerade bei mir läuft 😏<<

Neil Young verdient mit Sicherheit Beachtung ... ich finde halt sein Werk etwas unübersichtlich, wegen der ständigen Stilwandlungen. 'Harvest' kenne ich nicht, sondern nur 'Freedom' und 'Mirror Ball'. Musikalisch mag ich beide, obwohl stilistisch völlig unterschiedlich (man glaubt kaum, dass es sich um denselben Künstler handelt), und obwohl ich eigentlich normalerweise grundsätzlich keine Songs mit politischer Aussage höre (so wie ich auch keine Bücher politischen Inhalts lese).
ChrisJuergens - 18. Okt '23
Gibt es zu diesem Thema jetzt garnichts mehr zu sagen? Ist alles gesagt? Ich finde nicht.
aguirre - 20. Okt '23 Bearbeitet
Rolling Stones: Hackney Diamonds 👍
Vabanque - 20. Okt '23
Wurde Leonard Cohen überhaupt schon genannt?
Alapin2 - 20. Okt '23
Auf meine "Runrig" wollte ja auch niemand eingehen 😢.
... Jetzt zählen 3000 (5000?)CM-ler mal schön ihre "Lieblinge" auf (jeder 10-20),
Klasse,freue mich schon drauf! Zusammen mit den Teilnehmern von "Keymer", den schönen Abendessen - Installateuren und meinen blöden Kommentaren ist das Forum dann endgültig zugespamt. 😜😁
P. S. : Ironie!!
aguirre - 20. Okt '23
Alapin2:
"Jetzt zählen 3000 (5000?)CM-ler mal schön ihre "Lieblinge" auf (jeder 10-20), Klasse,freue mich schon drauf!"

Gern mache ich den Anfang, meine Lieblingsgruppe:
"Little Boy Blue and the Blue Boys"
Vabanque - 20. Okt '23
>>Alapin2 - vor 1 Std.
Auf meine "Runrig" wollte ja auch niemand eingehen 😢<<

Runrig höre ich gelegentlich sehr gerne, ich würde aber bestimmt kein Album von denen unter die allerbesten zählen. Außerdem kennt sie ja keiner außer uns beiden😁
Vabanque - 20. Okt '23
Ich könnte noch zig Bands aufzählen, die außer mir hier wohl keiner kennt, aber ebenso könnte das wohl so ziemlich jeder andere User auch. Ich kenne auch vieles hier Genannte nicht.
RauKaunas - 20. Okt '23
The Who "Tommy"
Und eine meiner Lieblingsgruppen dessen Namen ich verrate wenn ihr ihn nicht erratet. Die Mitglieder dieser Band haben weltweit die meisten Tonträger verkauft.
Zusammen in dieser Band und in den anderen Gruppen wo sie als Mitglied gespielt haben. die Gruppe hat 5 Mitglieder unf der Bandname fängt wie bei vielen mit T ... an.
Bin mal gespannt ob es jemand weiß / erratet.
Vabanque - 20. Okt '23
>>The Who "Tommy"<<

Gehört auf jeden Fall in die Liste der legendären Werke, ja.

>>Und eine meiner Lieblingsgruppen dessen Namen ich verrate wenn ihr ihn nicht erratet. Die Mitglieder dieser Band haben weltweit die meisten Tonträger verkauft.
Zusammen in dieser Band und in den anderen Gruppen wo sie als Mitglied gespielt haben. die Gruppe hat 5 Mitglieder unf der Bandname fängt wie bei vielen mit T ... an.
Bin mal gespannt ob es jemand weiß / erratet.<<

Oasis?
RauKaunas - 21. Okt '23
Leider nein, fängt ja auch nicht mit T an ...
Erstaunlich bei so viel Musik Kompetens ( siehe oben ) das noch keiner die gesuchte Gruppe bennent.
Dann halt noch ein Hinweis :
Die Band selber hat 2 Alben veröffentlicht Vol. 1 und Vol. 3
Darüber warum Vol. 2 ausgelassen wurde gibt es Spekulationen.
aguirre - 21. Okt '23
liege ich richtig wenn ich dem t ein r hinzufüge, also Tr.... ?
Vabanque - 21. Okt '23
>>fängt ja auch nicht mit T an ...<<

Das hatte ich leider überlesen, ich hatte mich nur auf 'weltweit die meisten Tonträger verkauft' gestürzt, und ich meine mal gelesen zu haben, dass das Oasis waren?🤔

>>Dann halt noch ein Hinweis :
Die Band selber hat 2 Alben veröffentlicht Vol. 1 und Vol. 3
Darüber warum Vol. 2 ausgelassen wurde gibt es Spekulationen.<<

Von so einer Band habe ich mit Sicherheit noch nie gehört. Aber ich kenne auch sehr wenig von dem, was später als Mitte 90er Jahre war.
Vabanque - 21. Okt '23 Bearbeitet
>>Die Band selber hat 2 Alben veröffentlicht Vol. 1 und Vol. 3<<

Und außer der Nummerierung haben die Alben keine Titel?

Das bringt mich gedanklich auf eine andere Band, die von 1969 bis 1988 (später habe ich sie nicht mehr verfolgt) bis auf eine einzige Ausnahme ihre Alben nur mit römischen Zahlen bezeichnet hat. Von welcher Band ist hier die Rede?
RauKaunas - 21. Okt '23
@ aguirre das ist korrekt und der dritte Buchstabe ist Tra
Diese Supergruppe firmierte unter Pseydonymen. Die 5 Gründungsmitglieder hießen mit ihren richtigen Vornamen
Jeff Ray Tom George Bob und später kamen noch dazu Jim und Dhani
Jetzt sollte goggle aber den vollständigen Namen ausspucken.
macmoldis - 21. Okt '23
Vol. 2 gibt's als Bootleg ;-)

und die Bandmitglieder haben fast alle den gleichen "Familiennamen"


Jeff Ray Tom George Bob ?
wohl eher
Otis Lefty Charlie Nelson und Lucky


P.S. hat schon bei nur Vol. 1 und Vol3. 3 geklingelt
aguirre - 21. Okt '23
@RauKaunas
danke, auch ohne google, mit dem Hinweiß das einer der Mitglieder Robert Zimmermann war... 😉 nun leicht zu lösen 👍
Alapin2 - 21. Okt '23
Nach "Zimmermann" war die Sache klar. Aber schon erstaunlich, daß diese Bandmitglieder tatsächlich die meisten Platten verkauft haben sollen!?
P. S. : Liegt wohl an Einem und seiner "Vor" - Gruppe, oder!?!
Churchill :"Ich glaube nur an die Statistik, die ich selbst gefälscht habe"!
Feyerabend - 21. Okt '23 Bearbeitet
Ein paar Alben von Robert Zimmegmann, der sich bei der Namensgebung evtl. von Dylan Thomas (Buchtip: "Der dritte Polizist", grandios skurriler Humor) hat inspirien lassen, sollten wir schon unter den besten 500 Alben nennen.
Ich finde "Desire" erwähnenswert.
Feyerabend - 22. Okt '23 Bearbeitet
Korrektur des Buchtips: "Der dritte Polizist" is von Flann O'Brien.
Dylan Thomas hat poetischer geschrieben, z.B. "Unter den Milchwald".
Vabanque - 22. Okt '23
Auch wenn schon vorher klar war, von wem hier die Rede ist, so kenne ich den Betreffenden nur als Einzelmusiker und nicht als Mitglied einer 5-köpfigen Band.
Feyerabend - 22. Okt '23
Die Traveling Wilburys waren eine Supergroup bestehend aus George Harrison, Jeff Lynne, Roy Orbison, Tom Petty und Bob Dylan.
Vabanque - 22. Okt '23
Ach so, dann kenne ich sie zumindest vom Namen her doch.
NastySavage - 22. Okt '23
Das 1969er Debütalbum der Band Coven... "Witchcraft: Destroys Minds & Reaps Soul"... Occult Rock / Psychedelic Rock mit Kultstatus
Feyerabend - 22. Okt '23
Coven ist ein schönes Beispiel für die Entwicklung in der Musik.
Damals ein kleiner Skandal, es wird Okultismus und Satanismus thematisiert.
Danach kamen Goth Music,
Diamanda Galas, Marilyn Manson, Nic Cave, etc.

Heute, "Witchcraft..." bei der Haushaltsarbeit aufgelegt. Die Frau sagt "schöne Musik".
Hmm, das Album hat an Schrecken verloren. Nette, harmonische Musik inzwischen.
Feyerabend - 22. Okt '23
Aktueller Düstermusik-Tip:
Anna von Hauswolff "Dead Magic". Hauptsächlich Orgel und Gesang, mit Gitarre und Schlagzeug.
Auch gut zum Anlagen testen. Wenn es lasch klingt, bringt die Anlage wohlmöglich zu wenig tiefen Bass. Wenn die teifen Töne böse im Magen grummeln, bringt es die Anlage.

Bei uns passiert: Die Frau kommt von der Arbeit nach Hause, wird ganz blass. Sagt "Ich dachte plötzlich du wärst gestorben."
Dabei hatte ich nur Anna von Hauswolf gehört.
Vabanque - 22. Okt '23
Okkulter Rock und auch Pagan Rock, naja, da gab's damals mehr ... Inkubus Sukkubus, Faith and the Muse, Hagalaz Runedance, Antichrisis ... musikalisch alles auf ziemlich gehobenem Niveau, was man von Marlyn Manson nicht unbedingt behaupten kann, von Nick Cave aber durchaus. Textlich/Thematisch ist das mittlerweile alles ziemlich zahnlos.
Feyerabend - 22. Okt '23
Nic Cave hat einige Alben produziert, die zu den besten 500 überhaupt gehören:
Push the Sky away
Muder Ballads
The Boatman's call
chessnut54 - 23. Okt '23
nach längerem Überlegen fällt mir UmmaGumma von Pink Floyd ein. Wenn ich länger überlege, fallen mir sicher noch ca. 50 andere Alben ein...
Vabanque - 23. Okt '23
Lustig, Ummagumma war vor 35 Jahren so ziemlich das einzige PinkFloyd-Album, das ich als unhörbar empfand. Wie ich heute dazu stehen würde, weiß ich nicht.
Herausragend von PinkFloyd fand ich:
- Meddle (mit dem 23Minuten-Song 'Echoes')
ChrisJuergens - 23. Okt '23
Mit Pink Floyd kann ich nicht viel anfangen. Das ist nicht mein Geschmack.
Feyerabend - 23. Okt '23 Bearbeitet
Ich verliere langsam den Überblick darüber was wir schon genannt hatten.
Von Pink Floyd ist für mich relevant:
The dark side of the Moon
Whish you were here
Meddle.

Ummagumma ist recht sperrig, vor allem die erste Scheibe.
Die zweite, live, finde ich gut.
Feyerabend - 23. Okt '23
Nina Simone, Little girl blue.
ChrisJuergens - 23. Okt '23
Was wir noch nicht vertieft haben: Velvet Underground, John Cale, Nico, Lou Reed.
Vabanque - 23. Okt '23
>>Von Pink Floyd ist für mich relevant:
The dark side of the Moon
Whish you were here
Meddle.<<

Die ersten beiden hatte ich oben schon mal genannt, daher hier nur Meddle😉

>>Ummagumma ist recht sperrig, vor allem die erste Scheibe.
Die zweite, live, finde ich gut.<<

Ja, die habe ich auch als hörbarer in Erinnerung.
Vabanque - 23. Okt '23
>>ChrisJuergens - vor 38 Min.
Mit Pink Floyd kann ich nicht viel anfangen. Das ist nicht mein Geschmack.<<

Das ist echt seltsam. Ich habe mich in den letzten Jahrzehnten schon ganz viel mit Leuten mit eigentlich völlig unterschiedlichem Musikgeschmack unterhalten. Aber Pink Floyd fanden irgendwie alle gut, die wurden nie angezweifelt (heutige Jugendliche natürlich ausgenommen, die kennen nicht mal den Namen☹).
Pink Floyd ist also sozusagen die Geschmacks-Schnittmenge, zumindest habe ich sie bis jetzt dafür gehalten.
Vabanque - 23. Okt '23
>>ChrisJuergens - vor 6 Min.
Was wir noch nicht vertieft haben: Velvet Underground, John Cale, Nico, Lou Reed.<<

Für meinen Geschmack hast du die hier alle schon zu sehr vertieft😉
Bei denen geht es mir so wie dir anscheinend mit Pink Floyd.
ChrisJuergens - 23. Okt '23
Okay, lassen wir das Thema. Wir können jetzt ja über das Thema Religion, Juden, Muslime, Palästina, Israel, Hamas usw. diskutieren.
Vabanque - 23. Okt '23
Nein, das ist auf dieser Seite nicht erwünscht und kommt nicht nur bei mir, sondern auch beim Betreiber ganz schlecht an.
Vabanque - 23. Okt '23
Diskussionen über Themen, die Geschmacksfragen beinhalten, sind immer ein wenig problematisch. Manche fühlen sich angegriffen, wenn der Gesprächspartner ihren eigenen Geschmack nicht teilen😉
Und wenn jeder nur einfach seine eigenen Favoriten aufzählt, kommt auch keine Diskussion zustande. Man müsste dazu schon seine Hörerfahrungen über dasselbe Album austauschen. Manchmal ergibt sich das, aber doch eher selten.

Wer sich schon angegriffen fühlt, wenn jemand seinen Musikgeschmack nicht teilt, wie wird derjenige erst reagieren, wenn jemand seine politische oder weltanschauliche (ich schreibe bewusst nicht: religiöse) Einstellung nicht teilt?
Vabanque - 23. Okt '23
Kennt hier jemand außer mir Gentle Giant? Prog- oder Art-Rock so um '70 herum ... klingt wie keine andere mir bekannte Band ... und wenn man den Stil unbedingt beschreiben will, dann vielleicht als eine Mischung aus (extremeren) King Crimson und vanderGraaf-Generator (die hier wahrscheinlich auch niemand kennt).

Auf alle Fälle so schräg, dass sich möglicherweise sogar unser SF ChrisJuergens dafür erwärmen könnte?😁
NastySavage - 24. Okt '23
@Vabanque

Gentle Giant sind mir ein Begriff, wobei ich en détail nicht wirklich vertraut bin mit deren Mucke... hätte ich aber auch, wie von dir beschrieben, in der Prog Rock / Art Rock Ecke verortet...
um mir ein genauere Bild zu machen, streame ich gerade deren Debüt
Vabanque - 24. Okt '23
Das erste Album war noch nicht ganz so schräg.
NastySavage - 24. Okt '23
Oha... dann werde ich bei Gelegenheit mal in die späteren Alben reinhören
Vabanque - 24. Okt '23
z.B. 'Interview'.
Vabanque - 24. Okt '23
Aber 'Octopus' ist wahrscheinlich das beste Album von Gentle Giant.
NastySavage - 24. Okt '23
Mit "Interview" bin ich durch... erinnert mit streckenweise an alte Genesis zu "Selling England by the Pound" und "The Lamb lies down on Broadway" Zeiten... Prog Rock, wie er zu seiner Hochphase in den 70ern en vogue war... zusätzlich mit einem guten Schuss Fusion... schräg, aber nicht zu schräg
ChrisJuergens - 24. Okt '23
Ich mag die Stimme nicht.
Vabanque - 24. Okt '23
>>NastySavage - vor 25 Min.
Mit "Interview" bin ich durch... erinnert mit streckenweise an alte Genesis zu "Selling England by the Pound" und "The Lamb lies down on Broadway" Zeiten... Prog Rock, wie er zu seiner Hochphase in den 70ern en vogue war... zusätzlich mit einem guten Schuss Fusion... schräg, aber nicht zu schräg<<

Genau, King Crimson, ganz frühe Genesis und eben vanderGraafGenerator sind meine Assoziationen. Wobei Gentle Giant teilweise härter war. Auch die Balladen ('Funny ways', 'Think of me in Kindness', 'Nothing at all') haben immer einen rockigen oder breakigen (Fusion eben, wie du sagst) Mittelteil.
Vabanque - 24. Okt '23
>>ChrisJuergens - vor 26 Min.
Ich mag die Stimme nicht.<<

Stimmen sind immer Geschmackssache und häufig ein Problem. Ich mag auch viele Stimmen nicht: Bob Dylan, Cat Stevens, Mark Knopfler, Tom Petty, Peter Gabriel ... aber die Songs sind so gut, dass die Stimme unwichtig wird. (Ich will nicht wieder mit Lou Reed anfangen, darum erwähne ich ihn hier ausdrücklich NICHT😁)

Super finde ich als Sänger: Freddie Mercury, Gary Brooker (von Procol Harum), Ronnie James Dio (von Rainbow), Kate Bush.

Jemand anders wird es vielleicht genau anders herum empfinden.

Bei Gentle Giant fasziniert mich auch nicht die Stimme, sondern das Instrumentale und die Komplexität der Rhythmen bzw. überhaupt der Songstrukturen mit häufigem Wechsel von hardrockigen und soften, melodischen Passagen.
NastySavage - 24. Okt '23
Wo wir gerade bei begnadeten Sängern sind... ein Album, das ich auf jeden Fall mit auf die einsame Insel nehme... "Bat Out of Hell" von Meat Loaf
ChrisJuergens - 24. Okt '23
Nico konnte aber schon singen. Oder täusche ich mich?
NastySavage - 24. Okt '23
Nico?... die Einen sagen so, die Anderen so
schach2018 - 24. Okt '23
@Vabanque
Mich spricht die Stimme des Interpreten als erstes an, wenn ich ein Lied höre.
Ebenso wichtig sind mir der Inhalt und das gesamte musikalische Arrangement des Stückes.
Vabanque - 24. Okt '23 Bearbeitet
Also doch alles?😉

Keine Diskussion über die Stimme ergibt sich bei Instrumentalstücken😁

Komplett instrumentale Alben gibt es z.B. von Jean Michel Jarre.

Viele Instrumentalstücke gibt es bei The Nice und Emerson, Lake und Palmer.

Lange instrumentale Passagen kommen vor bei King Crimson (ja, zum 1000sten Mal😁) und bei Yes (sogar ganze Instrumentalstücke).

Der Vorteil von Instrumentalstücken ist auch, dass es keine Textverständnis- und Textinterpretations-Probleme gibt, und dass Instrumentalstücke keinen politischen/weltanschaulichen Text haben können👍
schach2018 - 24. Okt '23
Vabanque
>>Der Vorteil von Instrumentalstücken ist auch, dass es keine Textverständnis- und Textinterpretations-Probleme gibt, und dass Instrumentalstücke keinen politischen/weltanschaulichen Text haben können👍<<

Wenn man den Ursprung der Entstehungsgeschichte des Stückes nachgeht, werden auch geschichtliche Hintergründe aufgedeckt, oder?

Ja, bei Instrumentalstücken spielt die Stimmung eine entscheidende Rolle, die sie vermitteln möchte.
Vabanque - 24. Okt '23
In Jazz und Fusion überwiegt eigentlich das Instrumentale, obwohl es da auch tolle Stimmen gibt.

Wenn es Fusion sein darf, dann z.B.

- Weather Report
- Chick Corea
- Herbie Hancock
- Passport
- Jean-Luc Ponty

Vorwarnung: Von ein paar einzelnen eingängigen Stücken abgesehen, alles eher keine leichte Kost.
Feyerabend - 24. Okt '23 Bearbeitet
Bei Herbie Hancock und Stimme fällt mir ein:
"Rivers" von Herbie Hancock, Songs von Joni Mitchell.
Eingespielt von super Jazz Musikern, abgerundet von diversen Sängerinnen:
Joni Mitchell, Norah Jones, Corinne Bailey Rae, Luciana Souza, Tina Turner.

Insbesondere der Song "Rivers" wird großartig von Corinne Bailey Rae gesungen.
macmoldis - 24. Okt '23
Der Vorteil von Instrumentalstücken ist auch ...
dass man sie nennen kann wie man will und manchmal den Titel doch im Takt mitsingen kann

hatte letzte Woche mal wieder anderen USB-Stick im Auto, da drauf
Conrad Schnitzler - Bis die blaue Blume blüht
Interessant an dem Titel außerdem, den kann man mit 33 und mit 45 Umdrehungen abspielen und hört sich in beiden Geschwindigkeiten gut an
Vabanque - 24. Okt '23 Bearbeitet
skurril ... was es nicht alles gibt😮
Karpov65 - 25. Okt '23
@Feyerabend
Herbie Hancock? Da hab ich doch noch eine LP! :-)
Erinnere mich an "Rock it!" und das Video:
https://youtu.be/GHhD4PD75zY?si=EMAZY-tWwayLtLus
Karpov65 - 25. Okt '23
@Vabanque
zu Instrumentalmusik fällt mit Mike Oldfield in den früheren Jahren (1973-79) ein,
Tubular Bells - geniales Album:
Live: https://youtu.be/KXatvzWAzLU?si=9fyawo8frltsqQcT

Oder auch Art of Noise (1984-89), z. B.
Paranoimia: https://youtu.be/6epzmRZk6UU?si=ulwiBt1ispoZavKN
Close (To The Edit) : https://youtu.be/-sFK0-lcjGU?si=9H-wnmnso4CoeKbi
Karpov65 - 25. Okt '23
@ChrisJuergens: "Welches Album ist für euch das beste aller Zeiten?"
Sehr schwierige Frage ...

Ich würde sagen: "Some Great Reward" von Depeche Mode
https://de.wikipedia.org/wiki/Some_Great_Reward
Wobei die Alben "Construction Time Again", "Black Celebration" und
"Music for the Masses" auch Meilensteine in (meiner) Musikwelt sind! :-)
Vabanque - 25. Okt '23
>>zu Instrumentalmusik fällt mit Mike Oldfield in den früheren Jahren (1973-79) ein,
Tubular Bells - geniales Album:<<

Stimmt, auch Ommadawn war gut.
macmoldis - 25. Okt '23
>>Tubular Bells - geniales Album<<

Tubular Bells II ... in der deutschen Single-Auskopplung "The Bell" hat man dann OTTO als "Master of Ceremonies"
Vabanque - 25. Okt '23
Ich kenne zwar auch Tubular Bells II, aber nur das Album.

Ist es überhaupt sinnvoll, aus solchen großen Werken Singles auszukoppeln? In meinen Augen eigentlich kaum.

Das ursprüngliche Tubular Bells war halt bahnbrechend, weil damals etwas ganz Neues.
macmoldis - 25. Okt '23
ok, ich hatte damals schlicht andere Musik gehört, im Radio war's auch nicht so

in der DDR gab's bei AMIGA "QE2", hab ich nicht bekommen, ist an mit vorbei gegangen
und die AMIGA-Quartett-EP war ja auch was anderes

Ich bin auf "Tubular Bells" eigentlich oder wirklich erst durch die Mitwirkung von OTTO drauf gestoßen. Ich wußte, daß es sie gibt, aber bis dahin nie wirklich mit beschäftigt gewesen.

Single-Auskopplung sinnvoll?
... als Anreiz sich am Ende doch die ganze Platte zu holen
Vabanque - 25. Okt '23
>>Single-Auskopplung sinnvoll?
... als Anreiz sich am Ende doch die ganze Platte zu holen<<

Ja, dann hat die Single natürlich ihren Zweck erfüllt😁

Ich habe halt bloß generelle Bedenken, ein 40 Minuten-Stück zu zerschneiden.

Man stelle sich mal eine Single-Auskopplung von Beethovens Fünfter, Schuberts 'Unvollendeter' oder Bruckners 'Romantischer' vor😕bei der Vorstellung schüttelt's mich ... ähnlich bei einer Single-Auskopplung von Tubular Bells, das ja im Grunde auch so etwas wie eine Sinfonie ist.
macmoldis - 25. Okt '23 Bearbeitet
Naja bei Schuberts "Unvollendeter" ist's ja fast so wie abgeschnitten ;-)))

Beethovens Neunte -> Single Auskopplung "Ode an die Freude"

und von der Fünften könnte man den ersten Satz auch auskoppeln, als B-Seite?

;-))
Vabanque - 25. Okt '23
Irgendsowas musste jetzt ja kommen😉
NastySavage - 25. Okt '23
Um zurück zum Thema zu kommen... und den Kreis zur Klassik zu schließen... Bachs "Toccata" in der Interpretation von Sky... zu finden auf dem Doppelalbum "Sky 2" von 1980... ein Meilenstein
Vabanque - 25. Okt '23 Bearbeitet
Sky waren generell ganz gut ... haben, so weit ich mich erinnnere, aber nur 4 Alben gemacht, alle durchnummeriert. Sky 2 war halt das Doppelalbum. Da ist aber auch einiges Skurrile drauf, z.B. so ein komisches Tuba-Stück😐

Ach so, und ich glaube, es war immer alles rein instrumental, da hat nie jemand gesungen.
NastySavage - 25. Okt '23
Stimmt... die ersten vier waren durchnummeriert... wobei das vierte einen Zusatz bekam... "Sky 4: Forthcoming"... danach kamen aber noch Alben ohne Nummerierung
ChrisJuergens - 25. Okt '23
Sky gab es von 1979 bis 1987.
Feyerabend - 25. Okt '23 Bearbeitet
Heute ist "Sei heute ein Punk Tag"
https://digitaldaily.de/2023/10/25/sei-heute-ein-punk-tag/

Da wir schon einen Punk Thread haben und der Tag unkonventionell gefeiert werden soll, schlage ich als Album kein Punk vor sondern:

Pixies, "Surfer Rosa / Com on Pilgrim"

Ein absolut wegweisendes Album zum Alternative Rock. Inspiration für vieles was danach kam, z.B. Nirvana.
Feyerabend - 26. Okt '23
Nachdem es zu den energetisch-lärmigen Pixies keinen Kommentar gab versuche ich es mal depressiv-zarter:

Nick Drake, Pink Moon

@ChrisJuergens: Ich nehme mal an, dass es sowohl die Pixies als auch Nick Drake auf die Rolling Stone Liste geschafft haben. Welches der beiden Alben schneidet dort besser ab?
Vabanque - 26. Okt '23
Ja, Nick Drake war tatsächlich genauso depressiv wie seine (allerdings großartige!) Musik.
ChrisJuergens - 27. Okt '23
Surfer Rosa 69, Doolittle 140, Bryter Layter 251, Pink Moon 283, Five Leaves Left 289.
Feyerabend - 27. Okt '23
Danke fürs nachschauen.
Verdient: Jedes seiner drei Alben ist auf der Liste, kein Flop.
Vabanque - 27. Okt '23
Interessant ist allerdings, dass Nick Drake so weit hinten in der Liste rangiert, die Pixies (von denen ich keinen einzigen Song kenne, was aber natürlich nichts besagt) dagegen so viel weiter vorn.

Aber wahrscheinlich rangieren alle meine Favoriten in dieser Liste ziemlich weit hinten. Prog-Rock, Art-Rock, Folk-Rock, Jazz-Rock und Fusion wird heute ja nicht mehr sehr geschätzt, glaube ich.
Feyerabend - 27. Okt '23
Nick Drake ist kein Chartbuster, war aber ein großer Musiker.

Oben hatten wir Kriterien für beste Alben diskutiert.
Große MusikerInnen liefern für mich hohe Qualität bei großer Konstanz

Willkürliche, aber für mich plausible, Definition:
- Mindestens 3 Alben in der Liste des RS (also keine One Hit Wonder).
- Alle veröffentlichten Alben sind in der Liste (um konstant hohe Qualität zu gewährleisten).

Unter den Kriterien ist Nick Drake einer der absoluten Spitzenmusiker. Mir fällt gerade keine andere Band, Musikerin oder Musiker ein die das erfüllen.
Vabanque - 27. Okt '23
Naja, andere haben ja auch länger gelebt und mehr als 3 Alben gemacht😉
Feyerabend - 27. Okt '23
Der Anspruch großer MusikerInnen sollte doch sein, keinen Schrott unter die Leute zu bringen.
Und wer weiß schon welche Alben Nick Drake sonst noch veröffentlicht hätte.

O.K. manchmal ist es auch in Ordnung spezielle, experimentelle Alben zu veröffentlichen. Eine große Bandbreite, bei unkommerzieller Spitzenleistung, könnte auch ein Kriterium sein.
Als Konsument kann es aber ärgerlich sein wenn du Musik kaufst, die nicht der üblichen Qualität entspricht.
Vabanque - 27. Okt '23 Bearbeitet
Konstant hohe Qualität hat wohl kaum eine Band oder ein Musiker geboten, schon gar nicht ohne Stilwechsel. Selbst von den Beatles gibt es Schrott ('Number Nine, number nine, number nine'🤢).
Die Wahrscheinlichkeit des durchgängig hohen Niveaus ist halt bei wenigen Alben höher als bei vielen.
Die Eagles gab es von '72 bis '80 (die Reunion rechne ich jetzt mal nicht mit), und der Zeit haben sie 6 Alben veröffentlicht, die sich m.E. alle auf gleichbleibend hohen Niveau befinden (nicht nur das, es ist auch kaum ein schwacher Song dabei).
Fast exakt ebenso verhält es sich bei Steely Dan (1973 bis 1980, ebenfalls 6 Alben, die Reunion nicht mitgerechnet).
Bei Bands, die es 25 Jahre lang (oder noch länger) gab, ist die Wahrscheinlichkeit des durchgängig hohen Niveaus nicht so hoch. Da fällt mir eigentlich bloß Jethro Tull ein, wobei es da auch mal ab und zu ein Album gab, mit dem ich Schwierigkeiten hatte (das sind vor allem die elektronisch-experimentell geprägten, ein Stil, der m.E. zu Jethro Tull nicht passt).
Andere Bands mit jahrzehntelanger Aktivität sind nach fantastischen Anfängen dann später meist ziemlich abgeflacht (Chicago, Genesis, Saga, Supertramp). Hätten Genesis halt nach 'And then there were three' aufgehört! Ebenso hätten Supertramp nach 'Breakfast in America' aufhören sollen, Chicago nach 'VIII' und Saga nach 'Worlds Apart'.
Dann wäre denen das gleichbleibend hohe Niveau m.E. genauso gelungen wie Nick Drake mit seinen 3 Alben und Eagles und Steely Dan mit ihren jeweils 6 Alben.
Vabanque - 27. Okt '23
>>Als Konsument kann es aber ärgerlich sein wenn du Musik kaufst, die nicht der üblichen Qualität entspricht.<<

Damals war ich über 'Under Wraps' von Jethro Tull, 'Heads or Tales' von Saga und 'Abacab' von Genesis tatsächlich äußerst verärgert gewesen. Diese abrupten Stilwechsel wollte ich nicht mitmachen. Heute sehe ich das jeweils etwas differenzierter, auch auf diesen Alben befinden sich ein paar gute oder sogar sehr gute Songs, bei Genesis ist es 'Man on the Corner', bei Saga 'Scratching the Surface' und bei Jethro Tull der Titelsong und 'European Legacy'. Trotzdem höre ich diese Alben nach wie vor nicht als Alben, sondern eher als 'große Singles'.
Feyerabend - 27. Okt '23
Zustimmung zu den Eagles, große Musik.
Obwohl ich die ersten Alben noch etwas langweiliger fand als die letzteren.
Richtig großartig wurde es als Joe Walsh die E-Gitarre übernommen hatte, ab Hotel California.
Vabanque - 27. Okt '23
Das mit der Gitarre stimmt zwar, trotzdem finde ich von den frühen Alben zumindest 'Desperado' absolut herausragend, nicht nur den Titelsong, sondern auch 'Tequila Sunrise' und 'Doolin Dalton', und überhaupt das Album als Ganzes.
NastySavage - 27. Okt '23
Apropos sehr gute Gitarristen... David Bowie "The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars"... mit dem unvergessen Mick Ronson an den sechs Saiten... der Einzige, dem Bowie ähnliche Bühnenpräsenz zugestanden hat, wie sich selbst... Glam Rock at its best
Vabanque - 27. Okt '23 Bearbeitet
Ich habe mal gelesen oder gehört, offiziell gilt Mark Knopfler als der beste Gitarrist ... nun, das mag so sein oder auch nicht, jedenfalls ist er einer der (ganz schön vielen) besten.

Wobei mir die ersten Dire Straits-Alben ein bisschen eintönig schienen ... muss ich glatt alle nochmal hören, wie meine jetzige Meinung ist.
NastySavage - 27. Okt '23
Ach... was Gitarristen betrifft, gibt es mindestens 100 unterschiedliche Listen... das soll jetzt Knopfler's Leistung nicht in Abrede stellen... er gehört sicher zu den Besten... für mich war die Nummer 1 allerdings immer Blackmore...
die Dire Straits Alben solltest du dir in der Tat noch mal reinziehen... die Idee ist echt Klasse 👍
Vabanque - 27. Okt '23 Bearbeitet
>>für mich war die Nummer 1 allerdings immer Blackmore...<<

Na, den finde ich auch super ... wenn auch nicht unbedingt mit 'Blackmore's Night'😉Aber natürlich mit Deep Purple und mit Rainbow (hab fast alle Alben).

>>die Dire Straits Alben solltest du dir in der Tat noch mal reinziehen... die Idee ist echt Klasse 👍<<

Aber dann in der richtigen Reihenfolge ... 'Love over Gold' fand ich halt immer die beste, vor allem wegen Telegraph Road ... einer der größten Songs aller Zeiten.
Feyerabend - 27. Okt '23
Mick Ronson hatte ich bisher noch gar nicht auf dem Schrim. Höre ich mir mal an.

Eine Liste der besten Gitarristen wäre sehr subjektiv und wohl fast so umfangreich wie diese hier.
Jimi Hendrix, Duanne Allman, Ry Cooder, Marc Ribot, John McLaughlin,.....

Mark Knopler fand ich besonders auf Telegraph Road unfassbar gut.
NastySavage - 27. Okt '23
Sorry Leute, wenn ich widerspreche... der Beste Dire Straits Song ist immer noch "Brothers in Arms"... dicht gefolgt von Romeo & Juliet
Vabanque - 27. Okt '23 Bearbeitet
>>"Brothers in Arms"... dicht gefolgt von Romeo & Juliet<<

Mag ich ebenfalls sehr.
Vabanque - 27. Okt '23
Habe jetzt das erste Album der Dire Straits nach 30 (?) Jahren wieder gehört ... die alte Vinyl-LP klingt (von ein paar Knacksern abgesehen) ganz erstaunlich klar und frisch ... der eigentliche Star ist natürlich die Gitarre ... der überwiegende Teil der Songs ist eher nur so-so, da hat sich der damalige Eindruck nicht wirklich verbessert. Aber es war ja auch das Debut-Album.
Vabanque - 27. Okt '23
Das zweite Album, Communiqué, habe ich mir damals gar nicht gekauft, weil jemand meinte, es sei total schwach ... man konnte ja damals noch nicht auf youtube reinhören und sich vor dem Kauf einen eigenen Eindruck verschaffen😉 jemand anderes meinte dann, Communiqué sei total super. Bin ja gespannt, welchen Eindruck ich heute (bzw. eher morgen) bekomme, wenn ich mir das Album (illegal? huch?) auf youtube reinziehe😁
NastySavage - 28. Okt '23
@Vabaque

Die Erste lief gerade bei mir (auch nach einer gefühlten Ewigkeit), während ich gefrühstückt habe... für ein Debüt schon ein überdurchschnittlich gutes Album, wie ich meine... und mit "Down to the Waterline" und "Sultans of Swing" (welcher ja zum Signature Song avancierte) sind zwei absolute Knaller am Start
Vabanque - 28. Okt '23
Ja, die zwei sind die besten auf der Scheibe.
NastySavage - 28. Okt '23
Communiqué lief jetzt auch durch... keine Übersongs, wie auf dem Vorgänger... aber eine Steigerung, wenn man das Album in Gänze betrachtet...
mein Favorit in der Diskografie ist allerdings die Dritte Langrille Making Movies
Vabanque - 28. Okt '23
Die 'Making Movies' hab ich auch noch von damals als alte Vinyl ... genau wie die 'Love over Gold'. Die beiden letzten Alben dann auf CD. Nur die Communiqué fehlt in meiner Sammlung.
NastySavage - 28. Okt '23
Dann schau dich doch mal auf Discogs um... da solltest ne erschwingliche Erstpressung ergattern können
Vabanque - 28. Okt '23
Ich bin doch kein Komplettist, der auf enzyklopädische Vollständigkeit hin sammelt😁
NastySavage - 28. Okt '23
Nun ja... man hätte schon den Eindruck gewinnen können
Vabanque - 28. Okt '23
Es kommen auch so genügend LPs und CDs zusammen ...
Vabanque - 28. Okt '23
Communiqué durchgehört. Ohne Aussetzer, aber auch ohne echte Highlights. Großartige Gitarre, weit weniger großartiges Songwriting. Bin auf das Wiederhören des 3. Albums gespannt.
NastySavage - 28. Okt '23
Also, mir kommt das Songwriting auf Communiqué etwas ausgereifter vor, als noch auf dem Debüt... klar hat die Erste zwei Hits zu bieten... alles in allem läuft die Zweite bei mir aber etwas homogener durch... und ein kleiner Hit (Portobello Belle) ist letztlich auch vertreten
Feyerabend - 28. Okt '23 Bearbeitet
Ich sehe die Dire Straits so, sehr subjektiver Eindruck:

1. Hobbymusiker bekommen die Gelegenheit eine eigene Scheibe zu veröffentlichen. Packen alle Ideen, die sie bis dahin hatten hinein. Super Songs, gutes Songwriting, etwas unerfahren/einfach/rauh produziert. Sultans of Swing wird Welthit.
2. Communique. Das zweite Album muß innerhalb eines Jahres nach gelegt werden (gibt das Lable so vor}. In sich etwas eintöniger aber geschlossener, besser produziert. Lady Writer klingt für mich wie der Versuch einen Hit zu platzieren.
3. Making Movies. Die Produktionsmaschinerie beginnt. Professionelle Unterstützung beim Songwriting, Produktion. Bessere Musiker eingesetzt. Hits werden produziert.
4. Love over Gold. Marc Knopfler steuert der Radiotauglichkeit etwas entgegen. Lange Songs, zwischen 5 und 15 Minuten. Sehr lange Gitarrensoli. Sehr sauber und professionell produziert.
5. Browsers in Arms. Das Hit- und Verkaufsalbum. Für mich sind die ersten 3 Songs unhörbar, überproduzierte Konsumprodukte. Der Rest ist super gut. Da kommt vieles zusammen: Kreativität, höchste professionelle Musiker und Produktion, super Songs, offen auch in jazzige lässige Songs. Der Song Brothers in Arms ist einer der besten überhaupt.

Danach hätten sie aufhören sollen.
Vabanque - 28. Okt '23
>>Browsers in Arms<<

Absichtlich eingebauter Scherz oder Autokorrektur?😁

>>Für mich sind die ersten 3 Songs unhörbar<<

So habe ich es damals auch empfunden, aber mittlerweile finde ich nur noch 'Walk to Life' scheußlich, die anderen beiden sind erträglich.

>>Der Rest ist super gut<<

Ich habe damals wie auch später auch immer nur ab Song 4 zu hören angefangen😀
Feyerabend - 28. Okt '23
Browers war Tippfehler.
aguirre - 28. Okt '23 Bearbeitet
Feyerabend - 27. Okt '23
"Willkürliche, aber für mich plausible, Definition:
- Mindestens 3 Alben in der Liste des RS (also keine One Hit Wonder).
- Alle veröffentlichten Alben sind in der Liste (um konstant hohe Qualität zu gewährleisten).
Unter den Kriterien ist Nick Drake einer der absoluten Spitzenmusiker. Mir fällt gerade keine andere Band, Musikerin oder Musiker ein die das erfüllen."

Sorry ich will wirklich nicht stören, aber erfüllt eine kleine Londerner Band nicht die oben genannten Kritierien?
Ich meine die Rolling Stones.
Ok, alle veröffentlichten Alben in der Liste des RS wird wohl etwas schwierig, aber drei Alben sollten es doch sein?
Vielleicht ist die Gruppe ja hier auch nicht bekannt, da sie hier nirgens in dem gesamten Thread vorkommt, ist ja auch nicht schlimm.
Aber wer die Stones mal hören will, sehr zu empfehlen ihr aktuelles Album "Hackney Diamonds" (in Deutschland aktuell von 0 auf Platz 1) , eine Hammerscheibe und lohnt sich wirklich.
Also nix für ungut, ist nich böse gemeint, bin auch schon wieder weg und noch viel Spass beim diskutieren 😉
ChrisJuergens - 28. Okt '23
Die Rolling Stones sind mit einigen Alben in der Liste vertreten.
ChrisJuergens - 29. Okt '23
Sticky Fingers 51, Beggars Banquet 58, Exile on Main Street 59, Let it Bleed 74, Some Girls 422.
macmoldis - 29. Okt '23
>>Sorry ich will wirklich nicht stören, aber erfüllt eine kleine Londener Band ...<<
ach diese "Blues Cover Band" ;-))

bei mir im Auto läuft noch immer "Blue & Lonesome" ... laut
(neben "On Air")


>> aktuelles Album "Hackney Diamonds" (in Deutschland aktuell von 0 auf Platz 1) <<
das sagt im Moment noch nicht viel aus und ist auch der Zeit/dem Vertrieb geschuldet
gute Werbestrategie im Voraus inkl. Vorbestellungen machen einen da fulminanten Verkaufsstart aus, zeigt erstmal dass, die Fans gewartet haben und es noch reichlich davon gibt, und man muß da nicht mal direkt Stones_Fan sein

Es ist ja auch schön, dass die Stones junge Talente fördern, zum Beispiel in "Bite My Head Off", dem McCartney wird noch eine große Zukunft vorausgesagt ;-)))
(so ein Kommentar auf youtube ... ist mittlerweile wohl ein running gag)
also auch die Beatles-Fans waren interessiert an "Hackney Diamonds"
(leider war entgegen ersten Gerüchten Ringo nicht dabei)

Ist ein wirklich empfehlenswertes Album, werde einige Songs in den "Blue & Lonesome"-Ordner stecken


https://roon-community-uploads.s3.amazonaws.com/optimized/3X/3..
Vabanque - 29. Okt '23
Nun, wenn das Magazin schon 'Rolling Stone' heißt, dürfen die Stones natürlich in der Liste nicht fehlen😉

Es wäre eher zu diskutieren, worauf sich die Bedeutung der Stones eigentlich gründet. Obwohl ich auch ein paar Stones-Alben habe, haben sie mich persönlich nie so sonderlich angesprochen. Im Gegensatz zu den oben erwähnten Gitarristen (u.a. Mark Knopfler) sind die gitarristischen Fähigkeiten von Keith Richards doch auch eher begrenzt, wie ich finde. Auch die sängerischen Fähigkeiten von Mick Jagger kommen bestimmt nicht an z.B. Freddie Mercury heran. Auch haben die Stones - von Ausnahmen wie z.B. 'Paint it Black' mal abgesehen - in der Regel nicht so griffige Melodien wie die Beatles hervorgebracht, und erst recht kein so ausgefeiltes Songwriting wie etwa Genesis oder Supertramp.

Stone-Fans werden mich jetzt sicher steinigen😉, aber vom rein persönlichen Empfinden würde ich die Stones also als eine eher ziemlich durchschnittliche Band einordnen.

(Übrigens geht es mir z.B. mit Bob Dylan oder Bruce Springsteen ebenso, da kann ich die Faszination auch nicht nachvollziehen. Bei Oasis ebenfalls nicht.)

Worin also liegt die angeblich so überragende Bedeutung der Stones? Warum waren und sind sie über Jahrzehnte hinweg so erfolgreich? Mehr noch, warum kommen sie nicht nur beim Publikum, sondern sogar bei Kritikern so gut an?
NastySavage - 29. Okt '23
"Worin also liegt die angeblich so überragende Bedeutung der Stones? Warum waren und sind sie über Jahrzehnte hinweg so erfolgreich? Mehr noch, warum kommen sie nicht nur beim Publikum, sondern sogar bei Kritikern so gut an?"

Sind halt die beste Blues-Coverband des Planeten 😂
ChrisJuergens - 29. Okt '23
Und was hältst du von den Beatles? Eine Boygroup der 60er?
macmoldis - 29. Okt '23
>>Worin also liegt die angeblich so überragende Bedeutung der Stones? Warum waren und sind sie über Jahrzehnte hinweg so erfolgreich?<<

Sie haben überlebt
Die Musik ist grundsolide und zeitlos ... ohne SchnickSchnack
Feyerabend - 29. Okt '23 Bearbeitet
Ganz plump vereinfacht:

Die Stones waren rabaukenhaft, rauh, cool.
Motto Paint it Black oder Sympathy for the devil.

Die Beatles waren fröhlicher, harmloser.
Motto ObladiOblada.

Das spricht natürlich verschiedene Fangruppen an.
ChrisJuergens - 29. Okt '23
Dann doch lieber Krautrock.
Vabanque - 29. Okt '23
>>ChrisJuergens - vor 26 Min.
Und was hältst du von den Beatles? Eine Boygroup der 60er?<<

Am Anfang waren sie wohl tatsächlich eine Boygroup😉 Mal im Ernst: Vor allem die späteren Werke der Beatles (mit ihren oft raffinierten Arrangements unter Verwendung rock-untypischer Instrumente) haben großen Einfluss auf die Prog- und Art-Rock-Bands der 70er gehabt, so wie auch auf viele andere Bands. Möglicherweise war keine Band so einflussreich wie die Beatles gewesen. Ohne die Beatles wäre vieles der späteren Musik gar nicht vorstellbar. Die Beatles waren stilbildend. Die musikalischen Einflüsse der Stones höre ich da nicht so in Nachfolgebands heraus.
Vabanque - 29. Okt '23 Bearbeitet
>>Die Beatles waren fröhlicher, harmloser.
Motto ObladiOblada.<<

Obladi-Oblada halte ich für so ziemlich den doofsten Song der Beatles😉 (Zusammen mit Yellow Submarine.)

Und was ist an 'When I'm sixty-four' oder gar 'Elanor Rigby' (einer meiner absoluten Lieblingssongs!) oder auch 'When my guitar gently weeps' oder 'Blackbird' bitteschön fröhlich oder harmlos?
Feyerabend - 29. Okt '23
>>. Im Gegensatz zu den oben erwähnten Gitarristen (u.a. Mark Knopfler) sind die gitarristischen Fähigkeiten von Keith Richards doch auch eher begrenzt, wie ich finde<<.
Bei den Stones gab es auch große Gitarristen. Z.B Bryan Jones.
Keith Richards spielt ja eher Rythmusgitarre, also eher mit David Knopfler zu vergleichen.
Vabanque - 29. Okt '23
Und diesen Bruder des 'richtigen' Knopfler erwähnt ja auch nie einer. Ich wusste bis vor kurzem nicht mal, das er überhaupt existiert.
Vabanque - 29. Okt '23
Welche Beatles-Alben befinden sich eigentlich auf dieser 500er-Liste, und an welchen Plätzen?
Feyerabend - 29. Okt '23 Bearbeitet
@Vabanque: Ich bin ja bei dir. Die Beatles haben großartige Songs eingespielt, hatten sehr innovative Ideen und waren absolut wegweisend für die Musikentwicklung.

Ich wollte den Unterschid beider Bands nur sehr simplifiziett, plakativ herausstellen.

Ja, und die von dir genannten Songs sind nicht harmlos.
Aber höre dir z.B. mal sehr laut Elenor Rigby (sozialkritischer Text) im Vergleich zu Stray Cat Blues (einschneidende Gitarre, der krasse Tonfall von MickJagger) an.

Bearbeitet, Autokorrektur korrigiert bei sozialkritischer.
aguirre - 29. Okt '23 Bearbeitet
nur nochmal kurz:

"Es ist ja auch schön, dass die Stones junge Talente fördern, zum Beispiel in "Bite My Head Off", dem McCartney wird noch eine große Zukunft vorausgesagt ;-)))"

Zitat Keith Richards: "Er (McCartney) stand im Studio und wollte einen Job" :-)

Mick Jagger:
"Der einzige Unterschied zwischen den Beatles und uns ist, das die Beatles nie ein Konzert gegeben haben, auf dem sie zu hören gewesen sind, während wir das schon in den 60ziern taten und heute immer noch tun"

Natürlich ist Mick jagger kein Sänger wie Freddie Mercury , und das soll er um Gottes Willen auch nicht sein. Hat jemand mal Lenny Kravitz röhren hören? Oder Tom Waits?, Wir reden von Rock, wenn ich höre wie Mick Jagger sich in "let ist loose" die Seele aus dem Leib schreit ... darum geht es und genau das macht Mick jagger aus


Keith Richards spielt Riffs wie kein anderer. Punkt
Nichts gegen Mark Knopfler, aber gegen Jimmy Page, Jimi Hendrix oder auch The Edge und vor allem gegen Mick Taylor, sorry, keine Chance

Die These das die Stones ausser bei Paint it Black keine griffigen Melodien....spätestens hier der richtige Zeitpumlt hier wieder auszusteigen

Viel Spass hier noch
ChrisJuergens - 29. Okt '23
Revolver 3, The Beatles 7, Abbey Road 11, Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band 12.
ChrisJuergens - 29. Okt '23
Rubber Soul 53, A Hard Days Night 104, Let it Be 296.
brauna - 29. Okt '23
Hallo Leute, zerredet das nicht...das waren absolut tolle und prägende Bands:
The Beatles
Rolling Stones,
Und vor allem: Queen, mit dem zitierten Freddy Mercury
Zu ihrer Zeit: TOP!!!
Vabanque - 29. Okt '23
Woher kommt eigentlich die Reihenfolge in der Liste?

Wobei ich 'Revolver' schon auch als ganz weit vorne, wenn nicht tatsächlich als bestes Beatles-Album einschätzen würde. Abbey Road dagegen empfinde ich jetzt persönlich als - natürlich relativ gesehen - eher schwächliches Album.
Vabanque - 29. Okt '23
>>Und vor allem: Queen, mit dem zitierten Freddy Mercury<<

Bei Queen finde ich auch alles, was ich mir nur wünschen kann: markante und wandlungsfähige Stimme, instrumentales Können (Gitarrist Brian May hat einen Stil mit Wiedererkennungswert!), geniales und vor allem sehr abwechslungsreiches Songwriting, komplexe und ausgefeilte Arrangements.

Der etwas weniger bekannte Queen-Song 'All dead' ist übrigens eine Beatles-Hommage.
ChrisJuergens - 29. Okt '23
Es ist wohl eine Zusammenfassung mehrerer persönlicher Listen.
Vabanque - 29. Okt '23
>>macmoldis - vor 1 Std.
>>Worin also liegt die angeblich so überragende Bedeutung der Stones? Warum waren und sind sie über Jahrzehnte hinweg so erfolgreich?<<

Sie haben überlebt
Die Musik ist grundsolide und zeitlos ... ohne SchnickSchnack<<

Gilt das nicht auch für andere Bands, die trotzdem nie Superstar-Status erreicht haben, z.B. Poco, Argent, Brainbox?
Vabanque - 29. Okt '23
>>ChrisJuergens - vor 6 Min.
Es ist wohl eine Zusammenfassung mehrerer persönlicher Listen.<<

Danke. Aber steht denn nirgendwo Näheres zum Auswahlverfahren?
macmoldis - 29. Okt '23
@aguirre
"Er (McCartney) stand im Studio und wollte einen Job"
ach ja, ich find die gegenseitigen Sticheleien echt gut, weiß, dass es Freunde sind

apropos "das die Beatles nie ein Konzert gegeben haben, auf dem sie zu hören gewesen sind"
Ja, Lennon hatte mal sinngemäß ihre besten Auftritte hatten sie, bevor sie berühmt worden und da hat er wohl recht
übrigens: Dies Jahr tauchte ein Konzertmitschnitt (1h) aus dem Jahre 1963 auf, ohne Gekreische, da dies an einer Jungenschule stattfand die alle auf ihren Stühlen sitzen blieben. Leider nur mit Tonbandgerät und einem Mikrofon aus dem Besucherraum heraus aufgenommen.


>>Die Stones waren rabaukenhaft, rauh, cool.<<
>>Die Beatles waren fröhlicher, harmloser.<<
... ist auch begründet in den unterschiedlichen Wurzeln, die Stones hatten den Blues, Alexis Korner
die Beatles kamen aus dem Skiffle/Rock'n'Roll, ganz andere Vorbilder am Start, da mußte was unterschiedliches raus kommen und deswegen auch eben auch: >>Das spricht natürlich verschiedene Fangruppen an.<<
Das unterschiedliche Image natürlich auch gepflegt von Presse und Medien

Die Beatles haben eine Tür aufgestoßen und alle anderen sind hinterher da durch
(Zitat sinngemäß von Jagger od. Richards)
... und ich finde auch musikalisch stilgebend für viele viele andere Bands, egal welcher Richtung


@Vabanque
"When I'm sixty-four" ist sooo alt, da gab's noch gar keine Beatles, hat McCartney schon mit ca. 15 Jahren am heimischen Klavier geschrieben ... und wenn dann mal die technische Anlage ausgefallen ist, hat sich Paul ans Klavier gesetzt und "When I'm sixty-four" gespielt ... und das war auch noch, bevor sie überhaupt nach Hamburg kamen

"Eleanor Rigby" für mich mittlerweile fast Headbanger-Nummer geworden
empfhle ad mal die Cover-Versionen von Pain bzw. Godhead




und nochmal @Vabanque
Gilt das nicht auch für andere Bands, die trotzdem nie Superstar-Status erreicht haben,
z.B. Poco, Argent, Brainbox?

nie Superstar-Status erreicht? Ist das nicht schon die Antwort
Die Eigenschaften grundsolide/zeitlos, ohne SchnickSchnack mag zutreffen,
aber ohne diesen "SuperStarStatus", wer kennt sie?
ChrisJuergens - 29. Okt '23
135 Musiker und Künstlerinnen, Kulturjournalistinnen und Musikkritiker, Schauspieler und Schriftstellerinnen, Produzentinnen und Promoter, Labelmacherinnen und DJs - und natürlich die Autorinnen und Redakteure vom ROLLING STONE haben ihre persönlichen Bestenlisten eingereicht und abgestimmt.
Vabanque - 29. Okt '23
>>nie Superstar-Status erreicht? Ist das nicht schon die Antwort
Die Eigenschaften grundsolide/zeitlos, ohne SchnickSchnack mag zutreffen,
aber ohne diesen "SuperStarStatus", wer kennt sie?<<

Die Frage ist doch - wie so oft, und in vielen Gebieten - : aus welchen Gründen oder durch welche Eigenschaften erreicht jemand Superstar-Status, während andere (die vergleichbare Qualitäten aufweisen) es nicht tun? Management und Marketing spielt natürlich eine große Rolle. Oft auch einfach Glück vielleicht.
Vabanque - 29. Okt '23
>>ChrisJuergens - vor 6 Min.
135 Musiker und Künstlerinnen, Kulturjournalistinnen und Musikkritiker, Schauspieler und Schriftstellerinnen, Produzentinnen und Promoter, Labelmacherinnen und DJs - und natürlich die Autorinnen und Redakteure vom ROLLING STONE haben ihre persönlichen Bestenlisten eingereicht und abgestimmt.<<

Ok danke👍
Vabanque - 29. Okt '23 Bearbeitet
Um das mal klarzustellen: Es liegt nicht in meiner Absicht, die Stones irgendwie schlecht zu machen. Ich habe die Alben 'Sticky Fingers' und 'Goat Head Soup' und wohl noch ein drittes (müsste nachschauen) und höre sie auch ab und zu, bin aber jedes Mal ein bisschen enttäuscht, erstens, weil ich nicht alle Songs darauf gut finde, und zweitens, weil ich mich halt jedes Mal frage, was denn da eigentlich das Besondere dran ist, das die Stones von anderen Bands abhebt. Allein die provozierenden Texte wie bei 'Sympathy for the Devil' können es ja auch nicht sein.
wwolf01 - 29. Okt '23
@alle hier:

Alle SF‘s, die hier geschrieben haben, haben irgendwo recht und zugleich unrecht, einfach deshalb, weil sich bei allen wohlbegründete Argumente für oder gegen die Qualität einzelner Bands mit persönlichen Geschmäckern vermischen. Das ist auch ok.

Was die Stones betrifft, ich war nie ein Fan von ihnen und bin es eigentlich auch heute nicht wirklich. Aber 1998 hat mich ein Freund überredet (nicht überzeugt), ein Stones- Konzert im Schalker Parkstadion zu besuchen. Wie gesagt, ein Fan wurde ich auch dadurch nicht. Aber eines habe ich damals begriffen, und für mich gilt das heute noch: warum die Stones auf Alte und Junge bis heute eine derartige Faszination ausüben, die Frage wurde durch dieses Konzert definitiv beantwortet.

Also Qualität hin oder her. Viele der hier genannten Bands aus der alten Rock-Ära (vor allem ProgRock, aber auch spätere) haben ihren berechtigten Platz in der Geschichte, vollkommen unabhängig von irgendeiner veröffentlichten Liste. Z.B.
Marillion, U2, Electric Light Orchestra, und viele andere, die hier noch gar nicht genannt wurden.
Vabanque - 29. Okt '23 Bearbeitet
Doch, ich glaube, sie wurden genannt, nur hat sie niemand aufgegriffen. Und es würde mich wundern (oder sogar ärgern), wenn sie in der 500er-Liste nicht vorkämen.

ELO hat am Anfang ja da ansetzen wollen, wo die Beatles aufgehört haben, und z.B. mit Songs wie 'Telephone Line' auf der Scheibe 'A World Record' ist ihnen das wohl auch gelungen. Von ELO kennen viele Musikfreunde leider bloß die späteren, oft recht flachen Songs.

Marillion habe ich bloß bis zum Ausstieg von Fish verfolgt, danach haben sie mich überhaupt nicht mehr interessiert.

Von U2 war ich nie ein Fan, vor allem haben mich deren ständige Stilwandlungen irritiert.

Tja, und was den Superstar-Status betrifft: Die Frage, woher dieser kommt, stelle ich mir natürlich nicht bloß bei den Stones. Z.B., wie schon erwähnt, frage ich mich auch bei Springsteen oder Oasis, wo denn da eigentlich das Besondere, das Außergewöhnliche sein soll. Das bedeutet doch nicht, dass ich diese Bands oder Künstler schlecht finde. Aber von Superstars würde ich schon wirklich einmalige Musik erwarten. Warum war denn Jethro Tull lange Zeit meine Lieblingsband? Weil man nach den ersten Tönen schon erkennt, dass es Jethro Tull ist. Keine andere Band klingt auch nur annähernd wie sie. Das meine ich mit einmalig, außergewöhnlich, besonders. Bei Queen war das übrigens auch so, und auch bei Procol Harum (natürlich vor allem durch die Stimme des leider verstorbenen Gary Brooker, RIP).
toby84 - 29. Okt '23
"Schauspieler und Schriftstellerinnen"

warum haben diese berufsgruppen in dieser frage mehr stimmrecht als horst hintermondler aus etzen-gesäß?
Vabanque - 29. Okt '23 Bearbeitet
Wahrscheinlich weil man ihrer für die Abstimmung besser habhaft werden konnte😉
Oder weil man bei ihnen eine gewisse Bildung voraussetzt?
ChrisJuergens - 29. Okt '23
Meine persönliche Liste wurde leider nicht mit einbezogen. Sehr schade.
schach2018 - 29. Okt '23 Bearbeitet
ChrisJuergens - vor 1 Std.
>>135 Musiker und Künstlerinnen, Kulturjournalistinnen und Musikkritiker, Schauspieler und Schriftstellerinnen, Produzentinnen und Promoter, Labelmacherinnen und DJs - und natürlich die Autorinnen und Redakteure vom ROLLING STONE haben ihre persönlichen Bestenlisten eingereicht und abgestimmt.<<

@ChrisJuergens
Ich wünsche mir hierzu die Quellenangabe, falls es die geben sollte. ;)
Vabanque - 29. Okt '23
>>weil sich bei allen wohlbegründete Argumente für oder gegen die Qualität einzelner Bands mit persönlichen Geschmäckern vermischen. Das ist auch ok.<<

Es ist vor allem unvermeidbar. Ich habe auch nie einen Hehl draus gemacht, dass 'meine' Richtungen Prog-Rock, Art-Rock, Folk-Rock, Jazz-Rock und Fusion sind. Das heißt jetzt aber nicht unbedingt, dass ich die Qualität jeder Musik daran messe, ob sie dem Vergleich mit King Crimson stand hält (in diesem Fall würden eh fast alle durchfallen außer ganz frühe Genesis und ganz frühe Yes😁).
ChrisJuergens - 29. Okt '23
Welche Quellenangabe meinst du jetzt genau?
Vabanque - 29. Okt '23
>>ChrisJuergens - vor 3 Min.
Meine persönliche Liste wurde leider nicht mit einbezogen. Sehr schade.<<

Aber hier, für uns, darfst du sie doch gerne posten😀

Naja, jede persönliche Liste ist von der Ausrichtung wohl eher etwas einseitig. Da blieben meist ziemlich viele Musikrichtungen komplett unberücksichtigt. Bei mir wären Rap, HipHop, Techno und alles damit auch nur annähernd Verwandte komplett außen vor.
wwolf01 - 29. Okt '23
@Vabanque:

Kein Widerspruch, aber Ergänzung:

Bei Marillion beziehe ich mich auch ausschließlich auf die Fish-Ära, danach war das eine andere Band.

ELO nahezu das gleiche, ‚A new World Record‘ und ‚Out of the Blue‘ waren die Höhepunkte, danach mehr Tralala und Disco-Gedudel.

Diese von Dir genannte Einmaligkeit, die den Wiedererkennungswert so stark kennzeichnet, trifft auch auf andere zu, (Pink Floyd, Genesis bis Ende der 80er, Supertramp, BJH, Eurythmics,), um nur ein paar Beispiele zu nennen, und garantiert auch auf die Stones. Man muß nur die ersten drei Sekunden von ‚Satisfaction‘ hören, dann weiß man, was Sache ist.
Heißt also: ich fühle mich eher bestätigt, daß es bei Musik, egal welcher Stilrichtung, in erster Linie das subjektive Empfinden ist, was zählt, deutlich mehr als jede Liste, egal durch wen erstellt.
Nebenbei: Was Queen, Jethro Tull oder Procol Harum betrifft,…..keinerlei Widerspruch von mir !
Feyerabend - 29. Okt '23 Bearbeitet
SchauspieleInnen und Literaten finde ich ziemlich unpassend. Nichts qualifiziert deren Musikgeschmack durch deren Beruf.

Außerdem bezweifel ich die Korrelation von Bildung und gutem Musikgeschmack (falls es Zweiteren überhaupt gibt).
schach2018 - 29. Okt '23 Bearbeitet
@ChristJuergens

Du hast doch in deinem obigen Beitrag alle Gruppen aufgelistet, die ihre persönlichen Bestenlisten dem Musikmagazin ROLLING STONE eingereicht haben.
Gibt es einen Link dazu? Woher beziehst du diese Information?
Vabanque - 29. Okt '23
>>SchauspieleInnen und Literaten finde ich ziemlich unpassend. Nichts qualifiziert deren Musikgeschmack durch deren Beruf.<<

Hätte man also nur Musiker und Musikkritiker befragen sollen? Das wäre wohl auch kaum repräsentativ geworden.

>>Außerdem bezweifel ich die Korrelation von Bildung und gutem Musikgeschmack (falls es Zweiteren überhaupt gibt).<<

Nun, zum Teil gibt es schon besseren und schlechteren Geschmack. Wir alle sind uns ja - bei allen unterschiedlichen Vorlieben - doch wohl einig darüber, dass z.B. die Beatles besser sind als Modern Talking.
ChrisJuergens - 29. Okt '23
Okay, meine Top Ten: Can / Tago Mago, Metallica / Master of Puppets, The Clash / London Calling, Velvet Underground / Velvet Underground and Nico, New Order / Substance, Föllakzoid / l, Harmonia / DeLuxe, Talking Heads / Fear of Music, Tangerine Dream / Alpha Centauri, Pere Ubu / Modern Dance.
ChrisJuergens - 29. Okt '23
Die Informationen stehen in dem RollingStone Heft August 2023.
Vabanque - 29. Okt '23
>>ChrisJuergens - vor 2 Min.
Okay, meine Top Ten: Can / Tago Mago, Metallica / Master of Puppets, The Clash / London Calling, Velvet Underground / Velvet Underground and Nico, New Order / Substance, Föllakzoid / l, Harmonia / DeLuxe, Talking Heads / Fear of Music, Tangerine Dream / Alpha Centauri, Pere Ubu / Modern Dance.<<

Und welche davon kommen in der 500er-Liste vor und welche nicht?
schach2018 - 29. Okt '23 Bearbeitet
ChrisJuergens
>>Die Informationen stehen in dem RollingStone Heft August 2023.<<

Namentlich erwähnt?

Mich würde an dieser Stelle interessieren, wie genau das Verfahren läuft.
Ich gehe davon aus, dass dies nicht transparent gemacht wird.
toby84 - 29. Okt '23
"Nun, zum Teil gibt es schon besseren und schlechteren Geschmack. Wir alle sind uns ja - bei allen unterschiedlichen Vorlieben - doch wohl einig darüber, dass z.B. die Beatles besser sind als Modern Talking."

ich verwette meine schuhe, dass sich menschen finden, die lieber modern talking als die beatles hören.

zur zeit haben die künstler, die viel zeit und geld in eine professionelle ausbildung stecken, das problem, dass auf großen musikkanälen billig zusammengepantschte musik von angeblichen musikprofis (mit gefaketen lebensläufen) enorm hohe resonanz erfährt und damit große gewinne einfährt, während die echten künstler auf der strecke bleiben. ich muss sagen, dass ich bei sowas gnadenlos pragmatisch bin. wenn die aufwändige musik nicht in der lage ist, sich in der masse gegen den billigmüll zu behaupten, muss man sich schon fragen, ob sie tatsächlich besser darin ist, ihren eigentlichen zweck zu erfüllen, nämlich von menschen gerne gehört zu werden.
Feyerabend - 29. Okt '23 Bearbeitet
Kulturjournalistinnen und Musikkritiker, Produzentinnen und Promoter, Labelmacherinnen und DJs - und natürlich die Autorinnen und Redakteure vom ROLLING STONE, finde ich schon passend.

"Nun, zum Teil gibt es schon besseren und schlechteren Geschmack".

Das sehe ich auch so. Das ist aber schwer zu definieren.

Begeisterung für Musik, etwas Grundlagenwissen wären Kriterien.

Hauptsächlich aber der persönliche Geschmack. Passt der der Kritikerin zu meinem? Eine Jazz oder Klassik Redaktion würde ganz andere Listen aufstellen.
schach2018 - 29. Okt '23 Bearbeitet
toby84
"(...)... zusammengepantschte musik...(...)"

Ist das dein persönlicher Eindruck oder ist das Fakt?

Du müsstest hier genauer erklären, was du unter "gepanscht" verstehst und Beispiele nennen können.
Vabanque - 29. Okt '23 Bearbeitet
>>ich verwette meine schuhe, dass sich menschen finden, die lieber modern talking als die beatles hören.<<

Und ich wette überhaupt nicht dagegen! Natürlich hören manche das lieber. Aber ich glaube kaum, dass diese auch denken, dass MT bessere Musik machen als die Beatles.
Meine Tante z.B. guckt leidenschaftlich die Serie 'Dahoam is dahoam'. Aber sie glaubt keinesfalls, dass das eine gute Serie wäre. Im Gegenteil, sie meinte sogar, ich solle mir das auf keinen Fall ansehen😁Genauso habe ich schon Leute erlebt, die gesagt haben, dass sie eine bestimmte Musik gerne hören, aber im Nachsatz meinten 'ich glaube nicht, dass es Sinn macht, wenn du dir das anhörst'😉
toby84 - 29. Okt '23
"ich glaube nicht, dass es Sinn macht, wenn du dir das anhörst"

und das interpretierst du als "ich mags, aber ich weiß, dass das nicht objektiv gut ist, deshalb hör es dir besser nicht an"? 😉 es könnte auch heißen "das ist zwar objektiv geil, aber dir fehlt sowieso das gefühl dafür 😁
Vabanque - 29. Okt '23
>>das ist zwar objektiv geil<<

'Objektiv' und ein Gefühl wie 'geil' widerspricht sich😉
toby84 - 29. Okt '23
absolut 🙂 ich finde es sehr fraglich, musik an objektiven kriterien festmachen zu wollen. sie spricht halt an oder nicht. das hat mit der kunstfertigkeit nicht unbedingt viel zu tun.
Vabanque - 29. Okt '23
Damit sind dann aber alle Musik-Kritiken und -Analysen hinfällig😐
toby84 - 29. Okt '23 Bearbeitet
ja durchaus. wer weiß, wie sich musikgeschmack entwickelt hätte, wenn es keine musikkritik gäbe und jeder mensch einfach nur randomisierte songlisten hört, die er dann nur für sich bewerten kann?

livemusik ist bei sowas natürlich außen vor, die funktioniert einfach anders. andererseits hat sich in deutschland der schlager sehr gut durchgesetzt mit relativ unkreativen beats und beliebig viel playback und ohne live gespielte musik. das stört auch in "live-shows" niemanden.
schach2018 - 29. Okt '23 Bearbeitet
Musikanalysen orientieren sich meines Wissens nach an objektiv messbaren Kriterien.

Bei Musikkritiken mag ich die Bewertung mehr anzweifeln, da hier teilweise subjektive Interessen in die Beurteilung hineinfließen können.
Die Qualität von Musikkritiken hängt auch vom Verfasser ab, wie fundiert, detailliert und umfangreich seine Kenntnisse sind.

bearbeitet: ergänzt
toby84 - 29. Okt '23 Bearbeitet
aber genau das zweifle ich doch an. was bringt die qualitativ hochwertigste musikproduktion, wenn die menschen dann 13 millionen klicks für die simpelsten produktionen erübrigen? was man da misst, ist dann eben nur hochwertigkeit in der produktion, aber nicht "gute musik".
Vabanque - 29. Okt '23
Für echte Künstler ist das sicher maßlos frustrierend😕
schach2018 - 29. Okt '23
Die Anzahl der Klicks kann man doch beeinflussen, oder?
toby84 - 29. Okt '23
"Für echte Künstler ist das sicher maßlos frustrierend😕"

zweifellos.

"Die Anzahl der Klicks kann man doch beeinflussen, oder?"

ich glaube nicht, dass sich die anbieter noch immer durch automatische klickprogramme um millionen euro betrügen lassen. dafür hängt da zuviel geld dran.
schach2018 - 29. Okt '23
Jede Aufmerksamkeit, ob negativ oder positiv, gilt im harten Showbusiness als Werbung, oder?
toby84 - 29. Okt '23
"Jede Aufmerksamkeit, ob negativ oder positiv, gilt im harten Showbusiness als Werbung, oder?"

ah verstehe, aufmerksamkeit für die fake-pianistin. das hätte aber sicher im artikel gestanden, wenn in irgendeiner form werbung dafür gemacht worden wäre, oder?
macmoldis - 29. Okt '23
>> sie spricht halt an oder nicht. das hat mit der kunstfertigkeit nicht unbedingt viel zu tun.<<

>>Damit sind dann aber alle Musik-Kritiken und -Analysen hinfällig<<

nicht hinfällig, denn wie wird man auf die Musik denn aufmerksam (insbesondere bei der heutigen Flut)
... und da will ich jetzt nicht Musik-Kritiker als Beruf o.ä. nennen sondern auch einfach nur den Kumpel, der sagt: "Hör dir das mal an" In dem Moment ist er der Musikkritiker
Früher waren es Radio-DJs und wenn die Sendungen nicht gefallen hat hat man mit dem Regler zum nächsten gedreht

Heut geht vieles bestimmt auch per KI und Algorithmen
ab und zu mal was neues, aber nur aufgrund deiner Hörgewohnheiten

Regionale Bands, die Bands vor Ort ist was anderes

Aber was bewegt denn mal neue Musik zu hören, die man so überhaupt auf's Ohr bekommen hätte.

Und da sind's Leute die die es einem empfehlen oder warnen, das kann jeder sein. jeder übt seine Kritik und Analyse für sich selbst und gibt sie irgendwie weiter

ob's anspricht oder nicht ist dann der nächste Punkt
aguirre - 29. Okt '23
@schach2018
Die deutsche Ausgabe des Rolling Stone veröffenticht aller Jubel Jahre entsprechende Listen (gefühlt aller drei Hefte) basierend auf Umfragen. Meines Wissens wird nicht veröffentlicht, wer nun genau alles gefragt wurde, die Auswahl der Befragten wurde schon oben beantwortet. Von daher sehen diese Listen auch unterschiedlich aus, auch wenn es gewisse Konstanten gibt. Die Listen basieren nicht auf Verkaufszahlen etc sondern sind rein subjeltiv. Ähnlich wie hier entbrannt dann öfter eine Flut von Zuschriften wo dann jeder jede seine Lieblingskünstler etc vermisst. Die beste Zuschrift die ich dazu mal las lautete sinngemäß: "wenn einer Redaktion nichts mehr einfällt dann veröffentlichst sie Listen". Da ist was dran 😉

@wwolf01
"Aber 1998 hat mich ein Freund überredet (nicht überzeugt), ein Stones- Konzert im Schalker Parkstadion zu besuchen. Wie gesagt, ein Fan wurde ich auch dadurch nicht. Aber eines habe ich damals begriffen, und für mich gilt das heute noch: warum die Stones auf Alte und Junge bis heute eine derartige Faszination ausüben, die Frage wurde durch dieses Konzert definitiv beantwortet."
Genau das ist es was die Stones ausmacht, sie sind eine Liveband. LP MP3 DVD CD, was auch immer, geben vielelicht 25% von dem wieder, was die Band ausmacht, man muss sie live gesehen haben um beurteilen zu können, warum sie sind wer sie sind.

ps
für mich hat Musik nichts mit gut oder schlecht zu tun, mir ist egal wie sie produziert wurde oder wird, sie muss mich ansprechen, Gefühle wecken, "das Herz" erreichen......
schach2018 - 29. Okt '23 Bearbeitet
macmodis
"(...) Heut geht vieles bestimmt auch per KI und Algorithmen
ab und zu mal was neues, aber nur aufgrund deiner Hörgewohnheiten (...)"

Ja, da denke ich an Spotify. Spotify filtert aus und empfiehlt dir Musikstücke oder Interpreten, die zu deinem Musikgeschmack passen könnten.
schach2018 - 29. Okt '23 Bearbeitet
@aguirre
Sorry, sobald keine Transparenz von dem berühmt berüchtigten Musikmagazin ROLLING STONES zum Verfahren und zu den Kriterien der Bewertung vorliegen, bin ich skeptisch mit den scheinbaren "repräsentativen" Ergebnissen.
toby84 - 29. Okt '23
'bin ich skeptisch mit den scheinbaren "repräsentativen" Ergebnissen.'


wo steht denn, dass sie repräsentativität für sich beanspruchen? das wäre bei 135 beteiligten eine sehr wagemutige behauptung.
macmoldis - 29. Okt '23 Bearbeitet
und was ändert das?
wenn es transparent so ist, findest du dann Velvet Underground & Nico auch als das beste Album?
schach2018 - 29. Okt '23 Bearbeitet
@toby84
Naja, es gibt ja Leser, die dies als solches so verstehen. Alles, was dort steht, muss ja frei nach dem Motto "richtig" sein, da sie vielleicht davon ausgehen, dass dieses Magazin gut recherchiert hat. Schließlich handelt es sich um eine Umfrage.

Ich habe in diesem Sinne auch den Begriff "repräsentativ" in Anführungszeichen gesetzt und auch den Begriff "scheinbar" ergänzt.
schach2018 - 29. Okt '23 Bearbeitet
macmodis
"und was ändert das?
wenn es transparent so ist, findest du dann Velvet Underground & Nico auch als das beste Album?"

Das nicht unbedingt. Diese "Info" kann aber Meinungen stark beeinflussen, oder?
Und zwar dahingehend, dass man sich das Album anhört bzw. kauft, um der Sache auf den Grund zu gehen, oder?

bearbeitet: ergänzt
toby84 - 29. Okt '23
"Naja, es gibt ja Leser, die dies als solches so verstehen. Alles, was dort steht, muss ja frei nach dem Motto "richtig" sein, da sie vielleicht davon ausgehen, dass dieses Magazin gut recherchiert hat."

wieso, schreiben sie das irgendwo? oder wird durch eine umfrage in einer zeitschrift automatisch repräsentativität suggeriert? ich verstehe noch nicht, wo dieser scheinbare anspruch herkommt.
wwolf01 - 29. Okt '23
@aguirre:

Genau das ist es was die Stones ausmacht, sie sind eine Liveband. LP MP3 DVD CD, was auch immer, geben vielelicht 25% von dem wieder, was die Band ausmacht, man muss sie live gesehen haben um beurteilen zu können, warum sie sind wer sie sind.

Genau das ist es !! 👍

Nicht das Konzert allein war damals (1998) ein einmaliges Erlebnis. Schon die 2-3 Std. vorher, die man im Stadion zugebracht hat, wären es bereits wert gewesen, selbst wenn das Konzert dann ausgefallen wäre. Die Menschen, die man da gesehen hat (gefühlt alles zwischen 12 und 92 Jahren), die Typen, die Klamotten (Schlipsträger, Zerschlissene Jeans und alles dazwischen), das war einmalig. Der Auftritt der Band: technisch perfekt von der ersten Sekunde an, 2dreiviertel Stunden sportliche Höchstleistung (jedenfalls von Mick Jagger), und das machen die bis heute so (jedenfalls fast :-).
Das alles gehört eben auch zum Gesamtbild dazu, und deshalb gehören die Stones - unbeschadet der Einfachheit ihrer Musik - für mich zu den Größten.
schach2018 - 29. Okt '23 Bearbeitet
@toby84
Ja, es wird m.E. einfach "Repräsentativität" suggeriert. Diese Ergebnisse werden ja nicht von irgendeinem unbekannten Musikmagazin vorgestellt.

Es ist das berühmte ROLLING STONE Musikmagazin!
ChrisJuergens - 29. Okt '23
Im RollingStone Ausgabe 346 August 2023 auf der Seite 84 sind die 135 Juroren aufgelistet.
toby84 - 29. Okt '23 Bearbeitet
"Es ist das berühmte ROLLING STONE Musikmagazine!"

und du meinst, dass ein musikmagazin sich wegen seiner knallharten recherchen von der konkurrenz abhebt? das entspricht ehrlich gesagt nicht meiner erwartungshaltung. außerdem: sobald ich die info habe, dass da 135 leute abgestimmt haben, ist doch ohne jedes weitere wort sofort klar, dass das keine repräsentative umfrage sein kann. dazu reichen grundkenntnisse im statistischen arbeiten. und wenn man sowas nicht weiß, gehört man auch nicht zu den menschen, die sowas interessiert.
brauna - 29. Okt '23
aguirre schreibt: "die Musik muss mich ansprechen, Gefühle wecken, "das Herz" erreichen......"

...schön ausgedrückt! Und deshalb bleiben meine wahren Favorites Bach, Mozart, Mendelssohn, Brahms u.a.
aber eben auch Beatles, Rolling Stones, Queen u.v.a.

und: gerade eben einen toller Supertramp Song gehört....genau das....er spricht mich an!
macmoldis - 29. Okt '23
>>Im RollingStone Ausgabe 346 August 2023 auf der Seite 84 sind die 135 Juroren aufgelistet.<<

Hier auch https://www.rollingstone.de/die-500-besten-alben-aller-zeiten-..

und die wenigsten sind beim RS beschäftigt und die hauptamtlichen kann man an einer Hand abzählen
schach2018 - 29. Okt '23
toby84
"und du meinst, dass ein musikmagazin sich wegen seiner knallharten recherchen von der konkurrenz abhebt?"

Der Leser hinterfragt nicht bei einem so bekannten Musikmagazin und schon gar nicht bei einer solchen Angabe an befragten Gruppen. Er setzt voraus, dass alles seine Gültigkeit hat und einen scheinbaren "repräsentativen" Charakter hat.
Vabanque - 29. Okt '23
'Fake Artists' gab es schon in der klassischen Musik, nur hießen sie damals noch nicht so. Adlige haben z.B. bei Mozart und seinen Zeitgenossen Musik in Auftrag gegeben und diese Kompositionen dann als ihre eigenen aufführen lassen. Zum Beispiel wurde das Mozart-Requiem von einem Grafen Waldegg bestellt und auch als 'Requiem, komponiert vom Grafen Waldegg' aufgeführt.

Umgekehrt gibt es auch ungewollte 'Fake Artists' durch falsche Zuschreibungen klassischer Werke (vor allem in der Barockzeit) zu bestimmten Komponisten. Viele Kompositionen wurden jahrzehnte- oder sogar jahrhundertlang als Werke von Bach, Händel oder Haydn aufgeführt, obwohl sie überhaupt nicht von diesen Meistern stammen, wie man heute weiß. Allerdings ändert die falsche Urheberschaft ja nichts an der Musik selbst. Und wenn die in dem von toby verlinkten Artikel erwähnte Klaviermusik nicht von der nicht existenten Pianistin stammt, sondern von jemand anderem, ändert das auch nichts daran, ob die Musik - fast hätte ich geschrieben, 'ob die Musik gut ist', aber wir haben ja gerade gelernt, dass es das nicht gibt😉 ... also schreibe ich, es ändert nichts daran, ob die Musik gefällt oder nicht gefällt. Hinter weiblichen Schriftstellerinnen-Pseudonymen stecken ja auch oft Männer (ebenso wie umgekehrt), aber während im belletristischen Bereich Pseudonyme offenbar seit Jahrhunderten gang und gäbe sind und auch immer akzeptiert werden, scheint dies im musikalischen und künstlerischen Bereich offenbar als verwerflich zu gelten.
schach2018 - 29. Okt '23 Bearbeitet
@macmoldis

Hier fehlen mir noch die namentlich genannten Befragten. Dazu hat das Musikmagazin keine konkreten Angaben gemacht, oder?
toby84 - 29. Okt '23
"Der Leser hinterfragt nicht bei einem so bekannten Musikmagazin und schon gar nicht bei einer solchen Angabe an befragten Gruppen. Er setzt voraus, dass alles seine Gültigkeit hat und einen scheinbaren "repräsentativen" Charakter hat."

sorry aber so eine herangehensweise ist für mich einfach nur naiv. bei einer umfrage in einem musikmagazin würde ich ohne weitere informationen überhaupt nicht davon ausgehen, dass da irgendeine form von objektivität dahintersteckt. tatsächlich hatte ich vorher gedacht, dass die liste ausschließlich auf dem geschmack der redaktion basiert.
schach2018 - 29. Okt '23 Bearbeitet
toby84
(...) überhaupt nicht davon ausgehen, dass da irgendeine form von objektivität dahintersteckt. (...)

Natürlich ist es nicht objektiv. Das habe ich ja damit sagen wollen. Einige Leser können aber diese Liste als Orientierung nehmen oder sie als bare Münze verstehen, oder?

Andererseits ist es interessant zu erfahren, wie es zu seinen Ergebnissen kommt. Dazu bräuchte man konkrete Angaben.
toby84 - 29. Okt '23 Bearbeitet
"Einige Leser können aber diese Liste als Orientierung nehmen"

natürlich wird sie von zahlreichen menschen als inspiration und orientierungshilfe verwendet. aber was hat das mit einem repräsentativitätsanspruch zu tun? ich behaupte, dass diese menschen fast alle wissen, dass da nichts repräsentativ ist, und sich trotzdem daran orientieren.

erweitert: und ich glaube, dass das wieder etwas ist, das niemand hier fragwürdig findet außer dir 😉

nochmal erweitert: wenn ich ein musikmagazin lese, will ich artikel lesen, in denen ich spüre, dass der schreiber von der musik begeistert ist. dann höre ich mir die musik an. und wenn sie mir auch gefällt, werde ich die zeitschrift auch in zukunft lesen. dabei genügt mir die meinung dieses einen autors, um mir genau diese musik zu gemüte zu führen. also das gegenteil von repräsentativität 🙃
ChrisJuergens - 29. Okt '23
Und was ist denn jetzt die bare Münze der Musik?
Vabanque - 29. Okt '23
>>ChrisJuergens - vor 1 Min.
Und was ist denn jetzt die bare Münze der Musik?<<

Das frage ich mich allerdings auch😉
schach2018 - 29. Okt '23 Bearbeitet
Bestätigung ist alles! 😄😂
Vabanque - 29. Okt '23
'Bare Münze' könnte bedeuten: 'Du musst das hören, was in der Liste steht (und nichts anderes), und du musst es gut finden! Wehe, wenn nicht!'😂
schach2018 - 29. Okt '23 Bearbeitet
😂😆😄
schach2018 - 29. Okt '23 Gelöscht
aguirre - 29. Okt '23 Bearbeitet
@schach2018
ab wann wäre denn für Dich so eine Umfrage "repräsentativ" bzw was wären die Bedingungen damit sie repräsentativ sind? Allein der Begriff "beste Albem" läst sich doch so gar nicht definieren.

Ich denke dann könntest Du nur nach Verkaufszahlen gehen. Wenn ich richtig erinnere ist das meisstverkaufte Album noch immer "Thriller" von Michael Jackson. Aber ist es damit auch das "Beste"? Jeder Prince Fan wird natürlich sofort nein sagen :-)

Am Ende ist solch eine Liste doch nur ein Überblick, dient der Unterhaltung, will nicht sagen ist ein "Lückenfüller" oder ein Gag, obwohl...😉 Die Liste erfüllt ihren Zweck, sie unterhält und gibt auch Anregungen und man kann trefflich darüber streiten.

Jeder, jede findet doch seine Lieblingskünster weiterhin gut, einmalig ,Spitze, egal wo der RS sie listet und im nächten Jahr kommen die 300 größten Alben oder die 100 bedeutensten Alben usw usf und das Spiel beginnt von vorne.

Stell mir grade vor der RS würde die 500 schlechtesten Albem listen, na da wäre was los...😜
Feyerabend - 29. Okt '23 Bearbeitet
Für mich sind Musikrezensionen ähnlich wie Tipps von Freunden oder Bekannten. Deren Musikgeschmack kenne ich halbwegs und kann es mit meinem abgleichen.
Selbst hier im CM Forum haben wir ja inzwischen einen Eindruck vom Musikgeschmsck einiger CF.

Den RS hatte ich für ca. 10-15 Jahre abonniert, habe praktisch jede Rezension gelesen. Da konnte ich die Rezensionen recht gut im Vergleich zu meinem Geschmack interpretieren. Seit ca. 10 Jahren läuft es ähnlich mit Stereoplay/Audio.

Da ich ca. 2-5 CDs pro Monat kaufe ist das , angesichts nahezu unendlicher Zahl an Veröffentlichungen, eine wichtige Hilfe zum Musik entdecken.
Listen der besten Alben können dabei auch helfen.
So wie auch der Austausch mit euch.
schach2018 - 29. Okt '23 Bearbeitet
Wie will man in Zukunft mit Musikstücken umgehen, die von der KI produziert werden?

Wie will man sie bewerten? Kann man sie bewerten?

Nachtrag:
Voraussetzung ist: Man müsste sie als solche kennzeichnen.
macmoldis - 29. Okt '23
anhören und für gut oder schlecht befinden

... und nicht als ein Original ansehen
toby84 - 29. Okt '23
"Wie will man in Zukunft mit Musikstücken umgehen, die von der KI produziert werden?"

genauso. was gekauft/gehört wird, hat sich bewährt.

"Voraussetzung ist: Man müsste sie als solche kennzeichnen."

warum müsste man das denn? ich sehe das wie vabanque: wo die musik herkommt ist egal. nur wie sie ankommt ist wichtig.
macmoldis - 29. Okt '23
>>... und nicht als ein Original ansehen<<
bezieht sich jetzt auf komplett durch KI erstellte Musik

Anderes Beispiel der positiven Anwendung sind bspw. durch Peter Jackson bei der Beatles - Get Back-Doku von Disney. Gesang und Instrumete per KI getrennt und konnte so neu gemischt werden, herausgekommen ist eine hervoragende Qualität, auch vor allem wenn man es vorher gehört hat.

Ähnliches gibt es jetzt am 2.November "Now And Then" ein Demo von John Lennon mit KI bearbeitet und getrennt und Paul und Ringo neu dazu zusammen gemischt. 1996 gab's diese Technik noch nicht, deswegen aufgrund der Qualität auch nicht auf der Anthology
macmoldis - 29. Okt '23
>> "Voraussetzung ist: Man müsste sie als solche kennzeichnen."
warum?<<
ich sag mal wegen Milli Vanilli
schach2018 - 29. Okt '23 Bearbeitet
Haltet ihr also die Proteste vieler Künstler gegen die KI für übertrieben?
Vabanque - 29. Okt '23
>>Voraussetzung ist: Man müsste sie als solche kennzeichnen.<<

Die Kehrseite ist, dass der Hörer dann voreingenommen ist.
schach2018 - 29. Okt '23
@Vabanque
Ich würde nicht von "voreingenommen" sprechen, eher von Transparenz.
Vabanque - 29. Okt '23
Bei der Entstehung von Musik gibt es in der Regel keine Transparenz. Ansonsten müsste z.B. ja auch immer dazugeschrieben werden, ob die Band als Ganzes ins Studio gelaufen ist und ihre Songs eingespielt hat, oder ob die Bandmitglieder ihre Parts einzeln aufgenommen haben, und die Tonspuren anschließend zusammengemischt wurden.
schach2018 - 29. Okt '23 Bearbeitet
Bei Musikbands gibt es Angaben zu:
Songwriter (Lyrics), Sänger, Gitarrist, etc., oder nicht?

Nachtrag:
Bei instrumentaler Musik wird der Komponist erwähnt.
Vabanque - 29. Okt '23
Was ist dann mit den von mir oben erwähnten Werken z.B. von Bach, bei denen man irgendwann festgestellt hat, dass sie gar nicht von Bach komponiert wurden? Werden die dadurch dann wertlos? Bei Bildern wäre das tatsächlich so. Wenn sich herausstellt, dass der Gauguin in Wirklichkeit gar nicht von Gauguin gemalt wurde, sinkt sein Wert dadurch auf einmal von 40 Millionen auf 0. Und das, obwohl sich das Bild überhaupt nicht geändert hat! In der Musik ist es offenbar nicht so, denn die Fake-Bach oder Fake-Mozart-Werke werden immer noch aufgeführt, mit dem Zusatz 'früher Bach zugeschrieben' oder ähnlich. Und das ist m.E. auch richtig so, denn die Werke selbst haben sich durch die Entlarvung der falschen Zuschreibung ja nicht verändert. Es kann aber trotzdem sein, dass jetzt die Wirkung auf den Hörer eine andere ist, wenn er/sie weiß, dass das Werk gar nicht von Bach ist. Denn dann kann es ja nicht besonders gut sein (obwohl es das sehr wohl war, so lange man noch dachte, es sei von Bach)😉
schach2018 - 29. Okt '23 Bearbeitet
In der Malerei gibt es ja auch einige mutmaßliche Spekulationen darüber, ob es die Schüler gewesen sein könnten, die das Gemälde des Meisters maßgebend mit beeinflusst haben.

Es wäre ja Betrug bzw. vorsätzliche Täuschung gegenüber dem Hörer bzw. Käufer, wenn dies nicht gekennzeichnet wird. Ich sehe daher den Quellverweis (namentlich erwähnter Mensch oder namentlich genannte KI ) nicht nur als ein Bedürfnis nach Transparenz, vielmehr als eine Notwendigkeit für den Schutz des Urheberrechts an.

Nachtrag:
Auch für die KI gilt es, seine Quellen konkret zu benennen.
Feyerabend - 29. Okt '23
Habt ihr Beispiele für gute Musik die per KI erstellt wurde?
Klingt die nach echten Instrumenten oder elektronisch?
Kann man dazu das Genre aussuchen?

In dem Bereich habe ich überhaupt keine Ahnung.
toby84 - 29. Okt '23
"Auch für die KI gilt es, seine Quellen konkret zu benennen."

das ist überhaupt nicht üblich. schließlich malt hier niemand für die KI, sie lernt nur anhand eines großen pools an (vor)bildern. das tun menschen auch. da fragt auch niemand nach, welche meister genau beim erlernen des handwerks alle vorbilder waren. und auch die methode an sich ist aller wahrscheinlichkeit nach ähnlich. die KI erschafft neues aus alten vorbildern, genau wie der mensch.
schach2018 - 29. Okt '23
Die KI bedient sich bestimmter Quellen. Diese gilt es auch zu benennen.
toby84 - 29. Okt '23
"Die KI bedient sich bestimmter Quellen. Diese gilt es auch zu benennen."

zum lernen! das tut der mensch auch. wo ist der unterschied?
schach2018 - 29. Okt '23 Bearbeitet
Es gibt einen Urheberschutz, ein geistiges Urheberrecht, das es zu wahren gilt.
toby84 - 29. Okt '23
du liest aber schon, was ich schreibe, oder? wenn ich malen lerne, indem ich von anderen malern die bilder nachahme und dann neue bilder in deren stil male, unterliegt das überhaupt nicht dem urheberrecht.
schach2018 - 29. Okt '23 Bearbeitet
Es geht um Quellverweis, sprich: Woher nimmst du diese Informationen, diese Techniken etc.?
Und es geht auch letzten Endes um Nachprüfbarkeit.

In deinem Beispiel würdest du dann schreiben: Ich male ein Bild vom Künstler xy nach oder im Stil von...

Nachtrag:
Jeder kann nachvollziehen, was du malst und kann prüfen, ob du die Kriterien erfüllt hast.
Vabanque - 29. Okt '23
Hier war doch mal dieses Rätsel, wo man Künstler an Hand von Bildern erraten musste, welche von der KI im Stil dieser Künstler 'gemalt' worden waren. Das fand ich echt klasse.
Ein ähnliches Rätsel könnte ich mir gut auch für Musik vorstellen.
toby84 - 29. Okt '23
"Jeder kann nachvollziehen, was du malst und kann prüfen, ob du die Kriterien erfüllt hast."

ja das ist schön, wenn man es macht, aber das ist keine anforderung des urheberrechts. und das war doch das thema.
schach2018 - 29. Okt '23 Bearbeitet
Ausgangspunkt war die Kennzeichnung des Produzenten, ob KI oder Mensch.

Unabhängig von KI oder Mensch soll m.E. immer auf das Urheberrecht geachtet werden. Mehr wollte ich damit nicht aussagen.
Der Quellverweis ist wichtig für die Überprüfbarkeit von Inhalten aus allen Lebensbereichen des Menschen.
toby84 - 29. Okt '23
"Ausgangspunkt war die Kennzeichnung des Produzenten, ob KI oder Mensch."

das war aber nicht der punkt, an dem ich mich eingeklinkt habe.

"Die KI bedient sich bestimmter Quellen. Diese gilt es auch zu benennen."

das ist es, was ich anders sehe. aber wir können den exkurs hier gerne beenden.
schach2018 - 29. Okt '23
Ja, sollten wir! 😉
Vabanque - 29. Okt '23
Zumal dieser Thread ja auch nicht vom Urheberrecht handelt😀
schach2018 - 29. Okt '23
Auch die Musik ist nicht frei von Urheberrechtsverletzungen...
Vabanque - 29. Okt '23
Geht es jetzt wieder los? Die bisher genannten Bands werden ja hoffentlich die Urheberrechte an ihren Songs haben😉Probleme treten eigentlich nur bei Cover-Versionen auf. Da werden die Bands und Künstler ja die Rechte eingeholt haben ... und wenn nicht, dann soll das nun wirklich nicht unser Problem sein.
schach2018 - 29. Okt '23
Das stimmt! :))
Vabanque - 30. Okt '23
Nachdem ich gestern nun auch das dritte Dire Straits-Album (Making Movies, übrigens eine Textpassage aus einem der Songs) durchgehört habe, hat sich letzten Endes doch (etwas überraschenderweise) der Eindruck, den ich vor 30 Jahren gewonnen hatte, im Wesentlichen bestätigt: Die ersten 3 Alben klingen etwas einförmig. Auf dem 3. Album fallen allerdings raffiniertere Arrangements ins Ohr, das Songwriting scheint mir aber gegenüber den ersten beiden Alben nicht verbessert, vor allem gegen Ende flacht das Album leider ziemlich ab.

Ist von den Dire Straits überhaupt ein Album unter den 500? Ich vermute mal, nein, genauso wie man dort wahrscheinlich meine Favoriten wie King Crimson, Jethro Tull und Yes vergeblich suchen wird.
ChrisJuergens - 30. Okt '23
King Crimson / in the court of the crimson king 162, King Crimson / larks tongues in aspic 427. Sonst ist leider nichts vorhanden. Aber vielleicht ja in den Top 1000.
schach2018 - 30. Okt '23 Bearbeitet
Wer oder was bestimmt eigentlich, welche Bands, welche Alben etc. in den TOP-10, -100, -500, -1000 - Listen steht?
ChrisJuergens - 30. Okt '23
Die häufigsten Nennungen?
Vabanque - 30. Okt '23
>>ChrisJuergens - vor 1 Std.
King Crimson / in the court of the crimson king 162, King Crimson / larks tongues in aspic 427. Sonst ist leider nichts vorhanden. Aber vielleicht ja in den Top 1000.<<

Das stellt der Liste in meinen Augen (bzw. hier: Ohren👂) aber ein ganz schönes Armutszeugnis aus😐Oder sollten diese 500 Alben wirklich alle besser sein als:

- Yes: Close to the Edge
- Jethro Tull: Aqualung
- Dire Straits: Brothers in Arms?

Wie steht es denn mit Queen, Deep Purple, Rainbow, Procol Harum, REM, Eagles, Emerson,Lake&Palmer?

In früheren Listen, die ich mal gesehen habe (habe schon ziemlich viele dieser Listen gesehen), war das alles vorhanden gewesen. Und diese Listen waren sogar kürzer gewesen (100 oder 200 Alben, glaube ich).
schach2018 - 30. Okt '23 Bearbeitet
Vabanque
"(...) In früheren Listen, die ich mal gesehen habe (habe schon ziemlich viele dieser Listen gesehen), war das alles vorhanden gewesen. Und diese Listen waren sogar kürzer gewesen (100 oder 200 Alben, glaube ich)."

Sind es auch die Listen aus diesem Musikmagazin Rolling Stones?

Spiegeln diese Listen nicht immer den aktuellen (!) Musikgeschmack der Befragten (!) wider?
Vabanque - 30. Okt '23
>>Sind es auch die Listen aus diesem Musikmagazin Rolling Stones?<<

Glaube nicht. Die waren irgendwo im Internet und in Büchern.
schach2018 - 30. Okt '23 Bearbeitet
@ChrisJuergens
Beziehst du deine Quellenangaben ausschließlich aus diesem Musikmagazin Rolling Stones?

Wäre es nicht sinnvoller, wenn du das Erscheinungsdatum der Ausgabe mit erwähnen könntest? Wenn möglich auch mit Linkverweis?

Jeder kann dadurch besser nachvollziehen, wie aktuell die Infos sind.
Vabanque - 30. Okt '23
>>Spiegeln diese Listen nicht immer den aktuellen Musikgeschmack der Befragten wider?<<

Stimmt, aber das Aktuelle ist meistens mit Vorsicht zu genießen😉
Ich habe oben nur Bands hingeschrieben, die seit Jahrzehnten zu meinen absoluten Favoriten gehören. Für mich haben sie den 'test of time' glänzend bestanden.
Wenn ich die alten Alben nach 30 Jahren noch einmal auflege, höre ich sie teils schon etwas anders als damals, aber die Faszination ist gelieben, und diese Faszination gründet sich nicht bloß auf Nostalgie. Sondern bei Wiederhören dieser Musik ergeben sich für mich teils sogar noch neue Aspekte, die ich damals überhört habe, so wie beim Wiederlesen eines wirklich guten Romans.
ChrisJuergens - 30. Okt '23
R.E.M./ automatic for the people 34, Queen / a night at the opera 151, R.E.M. / life’s rich pageant 284, Queen / sheer heart attack 357, Queen / a day at the races 383, R.E.M. / Up.
ChrisJuergens - 30. Okt '23
So ist das Leben.
Vabanque - 30. Okt '23
Ich hoffe mal, dass zumindest von Eagles, Queen, Deep Purple und REM etwas in der Liste vorkommt, andernfalls würde das nicht gegen diese Bands sprechen, sondern im Gegenteil ziemlich stark gegen die Liste.

Ich denke auch, dass man Musik (wie auch Literatur und Kunst) wirklich erst im Abstand von einigen Jahrzehnten einigermaßen angemessen beurteilen kann, daher sollte in solchen Listen möglichst nichts vorkommen, das neuer als 25-30 Jahre ist.
Vabanque - 30. Okt '23
>>ChrisJuergens - vor 2 Min.
R.E.M./ automatic for the people 34, Queen / a night at the opera 151, R.E.M. / life’s rich pageant 284, Queen / sheer heart attack 357, Queen / a day at the races 383, R.E.M. / Up.<<

Ja, das sind allerdings auch für mich die 3 besten Queen-Alben (obwohl ich alle mag). Bei REM finde ich auch 'Automatic ... ' das beste Album, danach kommt für mich aber 'New Adventures in HIFI'.
schach2018 - 30. Okt '23 Bearbeitet
'New Adventures in HIFI'
👍

Nachtrag:
" R.E.M/ Up" kann ich auch nur empfehlen...
ChrisJuergens - 30. Okt '23
Wie sieht es denn mit den Talking Heads aus? Oder Metal?
Vabanque - 30. Okt '23
Die Talking Heads waren nie mein Fall.

Welche Metal-Alben sind denn z.B. in dieser komischen 500er-Liste?
Vabanque - 30. Okt '23
Sollte Deep Purple wirklich nicht in dieser Liste vorkommen, dann ist die ganze Liste eigentlich schon eine Lachnummer, sorry.
ChrisJuergens - 30. Okt '23
Du meinst inclusive Hard Rock(z.b. AC/DC)?
Vabanque - 30. Okt '23
Die Abgrenzung Metal/Hardrock ist sowieso schwierig.

ACDC sind persönlich überhaupt nicht mein Fall, aber wie steht es mit Guns'n'Roses? Whitesnake? Judas Priest? Hardrock oder Metal? Und kommen die in der komischen Liste vor? Wie steht es mit LedZeppelin? LynrdSkynrd (ok, das ist vielleicht nicht wirklich Hardrock)
ChrisJuergens - 30. Okt '23
Ich habe Deep Purple nicht gefunden.
Vabanque - 30. Okt '23
>>ChrisJuergens - vor 1 Min.
Ich habe Deep Purple nicht gefunden.<<

Das fasse ich nun echt nicht😕☹😮
Vabanque - 30. Okt '23
Vor noch einigen Jahrzehnten hätte wohl jeder ernsthafte Musikfan (NICHT nur Hardrock-Fan!) Deep Purple garantiert unter die wichtigsten Bands überhaupt gezählt.
ChrisJuergens - 30. Okt '23
Black Sabbath, Led Zeppelin usw. sind aber schon noch dabei. Nur halt In Rock und Made in Japan eben nicht. Vielleicht ist das ja auch eine Bildungslücke Juroren.
Vabanque - 30. Okt '23
Es ist ja nicht bloß so, dass ich enttäuscht und verärgert bin, wenn ich meine eigenen Favoriten nicht in der Liste wiederfinde (das bin ich natürlich auch!). Es ist auch so, dass es Bands und Künstler gibt, die nun nicht so mein Fall sind, von denen ich aber glaube, dass sie trotzdem in so eine Liste gehören (z.B. Prince oder Tom Waits oder ZZTop, um nur mal beliebig herausgegriffene ganz unterschiedliche Richtungen zu nennen).

Aber wenn jetzt z.B. Genesis, Santana, Roxy Music, Elton John, Billy Joel, Supertramp, Traffic (bzw. Steve Winwood solo) auch nicht drin sind, dann muss ich mich langsam schon fragen, was die Liste überhaupt an Substanziellem noch enthält, und was alles um so viel besser sein soll als diese Genannten.
Vabanque - 30. Okt '23
>>ChrisJuergens - vor 5 Min.
Black Sabbath, Led Zeppelin usw. sind aber schon noch dabei. Nur halt In Rock und Made in Japan eben nicht. Vielleicht ist das ja auch eine Bildungslücke Juroren.<<

Immerhin. Welche Alben von denen sind denn drin?
Vabanque - 30. Okt '23
>>Vielleicht ist das ja auch eine Bildungslücke Juroren.<<

Die scheinen aber ganz schön viele Bildungslücken zu haben ... mehr Lücken als Kenntnisse😉
schach2018 - 30. Okt '23 Bearbeitet
Es gibt wahrscheinlich zu diesem Magazin Rolling Stone länderspezifische Ausgaben?

Das Erscheinungsdatum der Hitlisten sollte man- wie gesagt- erwähnen?
Feyerabend - 30. Okt '23 Bearbeitet
Etwas möchte ich das gerade entstehende Bashing abbremsen.
Z.B. >>Die scheinen aber ganz schön viele Bildungslücken zu haben ... mehr Lücken als Kenntnisse<<

Auch sollten wir aufpassen, nostalgische Erinnerungen nicht mit Musikqualität gleichzusetzen.
>>Ich denke auch, dass man Musik (wie auch Literatur und Kunst) wirklich erst im Abstand von einigen Jahrzehnten einigermaßen angemessen beurteilen kann, daher sollte in solchen Listen möglichst nichts vorkommen, das neuer als 25-30 Jahre ist.>>

In der Jugend wird unser (Musik)-Geschmack stark geprägt.
Ich bin zu ähnlicher Zeit und mit ähnlicher Musik aufgewachsen wie Vabanque. Teile viele seiner Vorlieben.

Trotzdem sehe ich eine Weiterentwicklung der Musik, hin zu guter Qualität.
Beim wieder Anhören alter Alben, nach euren Tipps, kamen mir persönlich einige davon etwas schwer/muffig/oll vor.
Neuer Produktionen sind oft, schwer auszudrücken, fluffiger, integrieren neue Elemente, leichter, lockerer, abwechslungsreicher.

Das ist Geschmacksache aber ich würde nicht zustimmen, dass nur Musik aus dem letzen Jahrhundert zu dem besten gehört.
Feyerabend - 30. Okt '23
>>Es gibt wahrscheinlich zu diesem Magazin Rolling Stone länderspezifische Ausgaben?

Das Erscheinungsdatum der Hitlisten sollte man- wie gesagt- erwähnen?>>

Das steht schon oben im Thred (der inzwischen aber sehr lang geworden ist).
Es gibt verschiedene Listen des RS.
Die bekannteste ist die der US Amerikanischen Ausgabe, oben ist ein Link dazu.
Die Liste, die ChrisJuergens hier zur Diskussion gebracht hat ist eine deutsche, vom August dieses Jahres.
Vabanque - 30. Okt '23 Bearbeitet
>>Auch sollten wir aufpassen, nostalgische Erinnerungen nicht mit Musikqualität gleichzusetzen.<<

Ganz richtig, aber genau diese Problematik habe ich oben ja schon gestreift. Es geht um Musik, die mir jetzt beim Wiederhören nach Jahrzehnten immer noch genauso gut gefällt wie damals, und nicht nur deswegen, weil damit eine bestimmte Erinnerung verbunden ist (gut, das kann man nicht gänzlich vermeiden und soll es auch gar nicht), sondern weil ich in der Musik auch heute immer noch neue Aspekte entdecke. Und nur solche, für die das zutrifft, habe ich auch erwähnt.

Wenn die höhere Qualität der Produktion Ausschlag gebend wäre, dann dürfte man die frühen Alben von Led Zeppelin (oder auch Black Sabbath) mit ihrem berüchtigten 'Garagensound' ebenfalls nicht mehr einbeziehen. Und offenbar tut es selbst diese Liste. Sound- und Produktionsqualität geben eben (zumindest für mich!) nicht den Ausschlag, sondern die Songs selbst und das Können der Musiker.

Und gerade dieser 'Garagensound' macht zumindest für mich bei Led Zeppelin einen guten Teil des Charmes aus😀
Vabanque - 30. Okt '23 Bearbeitet
>>Beim wieder Anhören alter Alben, nach euren Tipps, kamen mir persönlich einige davon etwas schwer/muffig/oll vor.<<

Das würde mich jetzt doch sehr stark interessieren, welche Alben dies konkret sind. Vielleicht die erste von Black Sabbath (für mich die beste)? Die klingt muffig und schwer, und die soll aber auch so klingen, und nicht anders will ich sie haben😉

Man stelle sich diese Musik (oder eben auch die ersten beiden Alben von Led Zeppelin) jetzt mal in modernster Produktion und Soundqualität vor😕das wäre dann in etwa so wie 'Die toten Augen von London' oder 'Rebecca' in knackscharf und quietschbunt😉(Das ist ja das generelle Problem vieler Remakes, dass die Stimmung des Originals perdu ist)
Feyerabend - 30. Okt '23 Bearbeitet
>>Beim wieder Anhören alter Alben, nach euren Tipps, kamen mir persönlich einige davon etwas schwer/muffig/oll vor.<<

Das würde mich jetzt doch sehr stark interessieren, welche Alben dies konkret sind. Vielleicht die erste von Black Sabbath (für mich die beste)? Die klingt muffig und schwer, und die soll aber auch so klingen, und nicht anders will ich sie haben😉<<

Das ist hier im Forum schlecht auszuarbeiten.
Dafür müssten wir uns zusammen setzten, uns Alben vorspielen und austauschen, wie welche Elemente auf uns wirken.

Ich meine dabei nicht nur eine klare, soundtechnisch gute Produktion sondern auch Abwechselungreichtum innerhalb der Songs bzw. des Albums.
Du fragst nach konkreten Beispielen: Poco, Traffic, Roxy Musik, auch Genessis gefällt mir nicht mehr besonders gut.

Falls du offene Ohren für Neues hast würde ich dir empfehlen hier reinzuhören. Entspricht deinen Spielrichtungen, ist aber frischer produziert:

Rag'n'Bone Man, Life by Misadventure
Rhiannon Giddens, Freedom Highway
The National, z.B I am easy to find
ChrisJuergens - 30. Okt '23
ACDC / Back in Black 73, Black Sabbath / paranoid 90, AC/DC / highway to hell 105, Led Zeppelin / IV 129, AC/DC / if you want blood, you‘ve got it 300, Led Zeppelin / II 375, Black Sabbath / same 431, Led Zeppelin / physical graffiti 471, AC/DC / let there be rock 493, Led Zeppelin / houses of the holy 485.
Vabanque - 30. Okt '23
@Feyerabend

>>Ich meine dabei nicht nur eine klare, soundtechnisch gute Produktion sondern auch Abwechselungreichtum innerhalb der Songs bzw. des Albums.<<

Ja, da haben zugegebenermaßen z.B. die Dire Straits oder eben auch Poco wohl eher nicht so viel zu bieten😉

>>Du fragst nach konkreten Beispielen: Poco, Traffic, Roxy Musik, auch Genessis gefällt mir nicht mehr besonders gut.<<

Poco: lange nicht mehr gehört (oben von mir selber mal erwähnt, niemand kannte sie anscheinend außer uns beiden😉)

Traffic: Voriges Jahr oder so (?) habe ich mal alle Traffic-Alben erneut durchgehört ... vielleicht ist die Faszination nicht mehr so groß wie ehemals, aber die Alben 'The Low Spark of High-Heeled Boys', 'Shoot out at the Fantasy Factory' waren und bleiben gut

Roxy Music: Lange nicht mehr gehört, muss mal sehen, wie sie mir heute gefallen, aber ich mochte sowohl das Schräge der frühen Alben wie auch das Dekadente der späteren (auch die Bryan Ferry-Solo-Alben finde ich so ziemlich alle gut)

Genesis: Da gibt es ein paar absolute Klassiker, die auch solche bleiben, wie 'Selling England by the Pound' ... andere Alben wie 'Foxtrot' und 'Nursery Cryme' sind aus heutiger Sicht vielleicht etwas zu versponnen ... ändert aber für mich nichts an dem Status der Band

>>Falls du offene Ohren für Neues hast würde ich dir empfehlen hier reinzuhören. Entspricht deinen Spielrichtungen, ist aber frischer produziert:

Rag'n'Bone Man, Life by Misadventure
Rhiannon Giddens, Freedom Highway
The National, z.B I am easy to find<<

Na, da bin ich ja mal echt gespannt, danke jedenfalls für die Tipps!
Vabanque - 30. Okt '23
Zumindest bei Genesis und Roxy Music könnte ich mir aber immerhin vorstellen, dass sie mit irgendeinem Album in der komischen 500er-Liste enthalten sind ...
ChrisJuergens - 30. Okt '23
Ein Zitat aus dem Vorwort zu der Liste: „Die Steinzeit scheint vorbei zu sein“.
Vabanque - 30. Okt '23
Was soll denn das konkret bedeuten?
ChrisJuergens - 30. Okt '23
Jüngere Alben drängen sich in den Vordergrund. Ältere fallen zurück bzw. fallen raus.
Vabanque - 30. Okt '23
>>Jüngere Alben drängen sich in den Vordergrund<<

Sind aber nicht besser, im Gegenteil. Mich hat eigentlich noch nichts nach 2000 jemals wirklich überzeugt (was im Gegenzug jetzt nicht bedeutet, dass diese Sachen schlecht wären). Und nach 1990 gab es auch nur noch wenige Ausnahmen, z.B. REM als die m.E. mit Abstand herausragendste Band der 90er.

>>Ältere fallen zurück bzw. fallen raus<<

Die von dir gelisteten Alben von Led Zeppelin und Black Sabbath sind allerdings 'Steinzeit', und sind doch noch drin (und das auch absolut zu Recht). Und das Debut von King Crimson auch.
ChrisJuergens - 30. Okt '23
Ja, der Anspruch scheint sehr hoch zu sein. Nur die Besten der Besten setzen sich durch.
aguirre - 30. Okt '23 Bearbeitet
ChrisJuergens - vor 19 Min.
Ein Zitat aus dem Vorwort zu der Liste: „Die Steinzeit scheint vorbei zu sein“.

Das Zitat bezog sich auf das "schlechte Abschneiden" der Stones (Steine), also echt, wirklich eine komische Liste 😉
Vabanque - 30. Okt '23
@Feyerabend:

Kurzkommentare nach ebenso kurzem Reinhören (näheres Anhören steht noch aus, gerne auch mehr per PN):

>>Rag'n'Bone Man, Life by Misadventure<<

Paar Songs angehört. Markante Stimme. Songs sehr ruhig, teils zäh, nicht sehr abwechslungsreich, vielleicht war ich auch einfach in der falschen Stimmung.

>>Rhiannon Giddens, Freedom Highway<<

Tolle Stimme, Stil kann ich nicht ganz einordnen, scheinen Elemente aus Folk, Soul, Gospel mitzuspielen, war mir momentan auch zu ruhig. Arrangements recht karg.

>>The National, z.B I am easy to find<<
Eher depressiv, meine Gothic/Darkwave-Phase ist eigentlich schon vorbei😉
Wenn ich wirklich herausragende depressive Musik hören will, dann der schon oben genannte Nick Drake oder die auch schon genannten Dead can Dance.

Also, aufs erste Hören (und dieser Eindruck kann wirklich täuschen!) überzeugt mich das alles nicht zur Gänze, obwohl das Reinhören echt interessant war. Momentan bleibe ich bei meiner Meinung, dass die neuen Sachen an die älteren nicht rankommen. Aber um dies nochmals zu betonen: diese neuen Sachen sind keinesfalls schlecht, im Gegenteil. Aber sind sie gut genug, um die älteren 'abzulösen'? Das wage ich doch stark zu bezweifeln.
Vabanque - 30. Okt '23
>>ChrisJuergens - vor 2 Min.
Ja, der Anspruch scheint sehr hoch zu sein. Nur die Besten der Besten setzen sich durch.<<

Das wiederum widerspricht doch m.E. der Einbeziehung der neueren Sachen völlig. Wie schon oben gesagt, wird man bei der Musik dieses Jahrtausends doch erst in 20-30 Jahren (grob gesagt) den Rang beurteilen können, der ihr mal zukommen wird.
Und übrigens, Anspruch? Wir hatten doch schon festgestellt, dass es bei Musik keinen objektiven Anspruch gibt?😁
Vabanque - 30. Okt '23 Gelöscht
Vabanque - 30. Okt '23
Ohhhh, ich hatte dieses Wortspiel mit den Steinen nicht gleich begriffen ... war wohl zu subtil und hochintellektuell für mich😜

Begreife ich auch immer noch nicht, denn siehe:

>>ChrisJuergens - 29. Okt '23
Sticky Fingers 51, Beggars Banquet 58, Exile on Main Street 59, Let it Bleed 74, Some Girls 422.<<

Die Stones-Alben liegen doch immer noch sehr weit vorne, mit Ausnahme von 'Some Girls', ein Albumtitel, der mir überhaupt nichts sagt. Gehört nicht statt dessen 'Goat Heads Soup' rein, allein schon wegen der Hymne auf Merkel ('Angie')?
aguirre - 30. Okt '23
Some Girls gilt, glaube ich, noch immer als meistverkauftes Album der Stones, "Miss You" bis heute ein fester Bestandteil jeder Tour.
Die CDU handelte sich tatsächlich mal eine Verfügung vom Management der Steine ein, weil sie "Angie" auf Wahlkampfveranstaltungen als "Einlaufmusik" für "unsere" Angie Merkel spielten.
Naja die Redaktion ist wohl der Meinung das alles über Platz 20 schlecht ist für die Stones. Anbetracht all dessen, was wohl in dieser "komischen Liste" fehlt, bin ich froh das sie überhaupt noch dabei sind 😉
Vabanque - 30. Okt '23
Ich gewinne allmählich den Eindruck (der freilich täuschen kann), dass man in der 500er-Liste bemüht war, die letzten 30 Jahre genauso stark zu berücksichtigen wie die 30 Jahre davor. Aber das ist hinsichtlich der Bedeutung der Musik eine Täuschung. Die Jahre von 1960-1990 waren in der Rockmusik eine Zeit der Umwälzung, eine Zeit der rasanten Entwicklung, während die darauf folgenden Jahrzehnte ein bloßer Nachhall waren, zumindest was den Rock angeht. Da haben dann Musikrichtungen übernommen, die mich schlicht weg nicht interessieren (Rap, HipHop, Techno, und wie sie noch alle heißen, ich weiß es gar nicht). Die Frage ist halt, in wie weit diese Richtungen in die Liste Eingang gefunden haben.
Vabanque - 30. Okt '23
'Goats Head Soup' ist tatsächlich das neueste (!) Album, das ich von den Stones wirklich kenne (und auch gut finde). Ich habe irgendwann mal ein neueres gehört, von dem ich komplett entsetzt war, denn da war so ein Disco/Dance(???)-Sound drauf, der überhaupt nicht zu den Stones passte. Oder sollte ich das geträumt haben? (Dann war es sicher ein Albtraum😁)
aguirre - 30. Okt '23 Bearbeitet
Na ja, man findet doch immer die Musik gut mit der man aufwächst.

So eine Liste kann nie vollständig sein, was sagen denn zb die ganzen Fans des Glitter-Rock der 70', was weiß ich Sweet, Slade, Gary Glitter (Gary Glitter darf man gar nicht laut sagen und ja möger er in irgendeinem Knast verrotten) usw usf
Die einen Hardrockfans schauen nach Uriah Heep die anderen nach Nazareth und die nächsten nach Iron Butterflye....

Ob der Rock der 90ziger wirklich schlechter war? Oasis waren wohl echt gut (wobei es mich als Stonesfan natürlich freute das "Großmaul" Liam Gallagher bei der No Filter Tour der Stones 2018 in UK als Support spielte).
Was gab es noch, Nirvana zb, Linkin Park sagt mir was, auf jeden Fall Metallica und.... Rammstein 👍

Ja, die beste Blues-Cover-Band der Welt schaffte mit "Miss You" einen astreinen Disco-Hit, gab es damals sogar als maxi.....
Vabanque - 30. Okt '23
Möglicherweise war es dann genau dieses 'Some Girls'-Album, das mich so entsetzt hat und das ich komplett verdrägt hatte?🤔

Damit kein falscher Eindruck aufkommt, ich schätze die Stones durchaus ... vor allem die frühen Sachen! ... aber so der absolute Funke hat bei mir nie übergeschlagen. Naja, muss ja auch nicht.
aguirre - 30. Okt '23
Alles gut... Geschmäcker sind verschieden, wäre ja sonst öde, stell Dir vor, alle mögen ABBA 😜
Feyerabend - 30. Okt '23
Die ABBAablehungsquote würde ich hier als hoch einschätzen.
Zumindest bei denen, die sich bisher geäußert haben.
aguirre - 30. Okt '23
hm, aber wer auf raffinierte Arrangements steht ......
Feyerabend - 30. Okt '23 Bearbeitet
Eine Freundin von mir, stark klassikaffin, gute Flötistin, ist sehr von ABBA begeistert und kann gut theoretisch darlegen warum ABBA auch musiktheoretisch hochwertig ist.
Vabanque - 30. Okt '23 Bearbeitet
Ich lehne ABBA nicht ab. Sie sind nicht mein Geschmack, aber als Musiker konnten sie was. Und wenn man die ABBA-Alben mal durchhört, wird man neben den allseits bekannten Hits manch Erstaunliches entdecken. Das macht mich dann zwar nicht zum Fan, aber akzeptieren tue ich sie schon.

Vor allem wenn man sich ABBA-Songs mal als Notenmaterial anschaut, erkennt man, dass da einiges drinsteckt. Beatles-Songs als Notenmaterial sind allerdings dann noch ungleich raffinierter.
NastySavage - 30. Okt '23
Da ich in den 70ern musikalisch sozialisiert würde, gehören ABBA mit zu meinen Lieblingen aus der Zeit... bis auf das Aktuelle, stehen alle Alben bei mir im Regal... in der richtigen Stimmung lege ich diese auch heute noch auf
aguirre - 30. Okt '23 Bearbeitet
ja die hatten mehr drauf als zb "Fly Robin Fly" , was so grottig ist das es fast schon wieder gut ist. Ich glaube tatsächlich das ABBA für Klassik interessant ist, da steckt schon bissl was dahinter, ist aber natürlich kein Rock,...
Vabanque - 30. Okt '23
>>warum ABBA auch musiktheoretisch hochwertig ist.<<

Das erscheint mir dann doch etwas übertrieben. Eher handwerklich solide würde ich sie nennen. Wie gesagt, zu Beatles-Arrangements ist schon noch mal ein gewaltiger Sprung nach oben, von Jethro Tull und Yes mal ganz zu schweigen, auch wenn die komische Liste sie beharrlich ignoriert.
Feyerabend - 30. Okt '23 Bearbeitet
@NastySavage: Das ist jetzt ein Scherz, oder?
Du hast dich ja eher für Gedresche und Gebrülle ausgesprochen. Positiv gemeint.
Na ja, ein paar zarte Tipps waren auch dabei.
ChrisJuergens - 30. Okt '23
Eines der jüngsten Alben der Liste ist von Little Simz und heißt Sometimes I might be introvert. Es stammt aus dem Jahr 2021. Also ein wahrer Klassiker.
Vabanque - 30. Okt '23
NastySavage mag Metal, aber er mag z.B. (für mich überraschend) auch die ruhigen und atmosphärischen DireStraits.
Vabanque - 30. Okt '23
>>ChrisJuergens - jetzt
Eines der jüngsten Alben der Liste ist von Little Simz und heißt Sometimes I might be introvert. Es stammt aus dem Jahr 2021. Also ein wahrer Klassiker.<<

Natürlich nie von gehört. Aber warten wir mal 20 Jahre, und wenn es dann noch in der Liste ist, wage ich vielleicht mal einen Reinhörer mit einem Ohr.
Feyerabend - 30. Okt '23 Bearbeitet
>>NastySavage mag Metal, aber er mag z.B. (für mich überraschend) auch die ruhigen und atmosphärischen DireStraits.<<
Vielseitigkeit ist zu begrüßen.
aguirre - 30. Okt '23
ABBA Kompositionen sind wohl nahe an Musical.....kenn mich da doch auch nicht aus, hab mal gegoogelt, 375Millionen Tonträger, Hut ab, die schlagen doch tatsächlich die Stones um 100 Millionen....., die schlagen Led Zeppelin, Pink Floyd, Queen...Stand 2010

https://www.fh-muenster.de/ciw/downloads/personal/juestel/jues..
Vabanque - 30. Okt '23
Genau, wir machen jetzt eine neue Liste ... und die richtet sich nach der Anzahl verkaufter Tonträger ... was da wohl für eine Liste rauskommt?😜
Feyerabend - 30. Okt '23
Wenn Verkauf/Kommerz mit Kunst gleichgesetzt wird bin ich raus.
Das sind für mich eher gegensätzliche Pole der Musikwelt.
Auch wenn es ein paar gute Bands in die Charts schaffen.
aguirre - 30. Okt '23
Warum darf sich Kunst nicht gut verkaufen bzw warum ist etwas was sich gut verkauft keine Kunst?
Vabanque - 30. Okt '23
Es besteht absolut keine Korrelation zwischen Verkaufszahlen und Qualität. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Aber es ist ziemlich sinnlos, Verkaufszahlen zu diskutieren, denke ich. Eben weil sie nichts aussagen.
ChrisJuergens - 30. Okt '23
Gedresche ist ebenfalls in der Liste vorhanden: Metallica / Master of Puppets 68, Slayer / Reign Blood 96, Metallica / Metallica 212, Iron Maiden / The Number of the Beast 206, Motörhead / ace of space 260, Hüsker Dü / Zen Arcade 311, Dead Kennedys / fresh fruit for rotten vegetables 312, Iron Maiden / Somewhere in time 421, Metallica / ride the lightning 425.
aguirre - 30. Okt '23
sind eigentlich deutsche Bands / Künstler verteten
ChrisJuergens - 30. Okt '23
Diese sind weiter oben schon aufgelistet worden.
ChrisJuergens - 30. Okt '23
Bands wie Rammstein, Böhse Onkelz, Die Ärzte, die Toten Hosen suchst du vergebens. Auch Maffay, Grönemeyer fehlen.
NastySavage - 30. Okt '23
@Feyerabend

Kein Scherz... stimmt schon, ich selbst sehe mich seit über vier Jahrzehnten als Metalhead... dennoch kannst du mir mit fast allem kommen, was in den 70ern angesagt war... das ich bei Hard Rock und Metal hängen geblieben bin, ist meinem zehn Jahre älteren Bruder geschuldet... er hat mir Bands wie Deep Purple, Uriah Heep, Bad Company, Judas Priest, Rainbow usw. näher gebracht... diese Art von Musik hat mich tief im Inneren angesprochen... von da an war ich infiziert... habe die New Wave of British Heavy hautnah erlebt... die erste Welle Black Metal, den Epic Doom, die Entstehung des Death Metal etc... einmal Metal, immer Metal... dennoch bin ich auch für andere Genres offen... und vor allem bin ich musikhistorisch interessiert und schätze ebenso den Blues und Rock 'n' Roll... also die Vorläufer von Rock und Metal... was die 80er betrifft, bin ich ebenso open minded... New Wave, Gothic Rock, selbst Synth Pop aus jener Zeit
Feyerabend - 30. Okt '23 Bearbeitet
>>Warum darf sich Kunst nicht gut verkaufen bzw warum ist etwas was sich gut verkauft keine Kunst?<<

Gute Kunst darf sich gern gut verkaufen und es gibt zahlreiche gute Kunst die sich gut verkauft.

Ich wollte mich dagegen ausprechen Musik absichtlich so zu produzieren, mit der Hauptintention, dass die sich gut verkauft.
Musikproduzenten wissen genau was sie zusammenbauen müssen um Musik gefällig zu machen: Hier ein paar Backingvocals, dort eine Geige in den Hintergund geschmiert, mit unnötigen Handclapps Stimmung simulieren etc.

Für mich ist echte Kunst wenn die Musiker ihre Befindlichkeit, Stimmung, Meinung musikalisch ausdrücken und sich nicht zu sehr von kommerziellen Interessen dabei beeinflussen lassen.
aguirre - 30. Okt '23
ChrisJuergens - vor 3 Min
Diese sind weiter oben schon aufgelistet worden.

stimmt, sorry
Ich hab das Panikorchester gesucht 😉
Vabanque - 30. Okt '23
>>ChrisJuergens - vor 53 Min.
Bands wie Rammstein, Böhse Onkelz, Die Ärzte, die Toten Hosen suchst du vergebens. Auch Maffay, Grönemeyer fehlen.<<

Die vermisse ich alle nicht. Die frühen Sachen von Grönemeyer mochte ich allerdings ganz gern.
Vabanque - 31. Okt '23
In der Liste der deutschen Bands

ChrisJuergens - 23. Aug '23
Neu! / Neu!, Fehlfarben / Monarchie und Alltag, Ton Steine Scherben / Keine Macht für Niemand, Can / Tago Mago, Blumfeld / Old Nobody, Can / Ege Bamyasi, D.A.F. / Alles wird gut, Blumfeld / Ich-Maschine, Hildegard Knef / Knef, Tocotronic / Digital ist besser, Peter Fox / Stadtaffe, Blumfeld / L‘etat et moi, Tocotronic / K.O.O.K., Tocotronic / Tocotronic, Trio / Trio, Kettcar / Du und wieviel von deinen Freunden, Ideal / Ideal, Hans-A-Plast / Hans-A-Plast, Udo Lindenberg / Ball Pompös, Palais Schaumburg / Palais Schaumburg, Peter Brötzmann Quartett / Machine Gun, Nico / Chelsea Girl, Nina Hagen Band / Nina Hagen Band, Ja, Panik / DMD KIU LIDT, Nico / Marble Index, Wir sind Helden / Die Reklamation, Jens Friebe / Vorher Nachher Bilder.

kommen ja tatsächlich Lindenberg und sogar Trio vor. Sogar 'die Knef', obwohl das bestimmt weder Rock noch Pop, sondern Chanson ist (und das auch nur bei großzügiger Beurteilung). Der Rest dürfte sich vornehmlich im Krautrock/Indie/Alternative/NDW-Bereich aufhalten. Bei Nina Hagen ist es halt die Stimme. Apropos Stimme und deutsch, wo ist Klaus Nomi?
Vabanque - 31. Okt '23
>>ChrisJuergens - vor 22 Std.
Gedresche ist ebenfalls in der Liste vorhanden: Metallica / Master of Puppets 68, Slayer / Reign Blood 96, Metallica / Metallica 212, Iron Maiden / The Number of the Beast 206, Motörhead / ace of space 260, Hüsker Dü / Zen Arcade 311, Dead Kennedys / fresh fruit for rotten vegetables 312, Iron Maiden / Somewhere in time 421, Metallica / ride the lightning 425.<<

Van Halen dürfte aber normalerweise auch nicht fehlen, immerhin ist er doch in der Hall of Fame. Allerdings mag ich eigentlich auch nur das erste Album so richtig gerne, allenfalls die ersten 3 Alben oder so.
Vabanque - 31. Okt '23
>>ChrisJuergens - vor 22 Std.
Bands wie Rammstein, Böhse Onkelz, Die Ärzte, die Toten Hosen suchst du vergebens. Auch Maffay, Grönemeyer fehlen.<<

Gutwillig könnte man dazu sagen: Weil die alle nicht dem Geschmack der Juroren entsprechen.
Böswillig würde man dagegen sagen: Weil halt doch - ungeachtet aller Diskussionswürdigkeit - ein gewisser Qualitätsanspruch besteht, den die Genannten eben nicht erfüllen.
ChrisJuergens - 31. Okt '23
Van Halen / Van Halen 348.
Vabanque - 31. Okt '23 Bearbeitet
Danke, also das erste Album. Sehr verdient drin. Der ziemlich weit hintere Platz irritiert aber.
Feyerabend - 31. Okt '23
Finde ich gut, dass bei Gedresche Hüsker Dü vorkommen.
Die haben einen sehr hohen Qualität/Bekanntheit Quotienten.
Vabanque - 31. Okt '23 Bearbeitet
Hätte ich auch nicht unter 'Gedresche' eingeordnet.

Dagegen war Mötörhead bei uns in Studentenkreisen als Band, die nur Krach ohne jede Melodie oder Harmonie oder musikalisches Können macht, immer total verpönt. Da fehlt wirklich m.E. jeglicher Qualitätsstandard.
NastySavage - 31. Okt '23
Liegt vermutlich daran, dass Motörhead nie Studenten ansprechen wollten... sie galten also Bindeglied zwischen Punk und Metal... eine Band mit Kultstatus... mit Lemmy als Frontmann und Bandleader... absolut integer und bereits lange vor seinem Tod verehrt... was er zu sagen hatte (musikalisch und auch abseits davon) hatte Gewicht
Vabanque - 31. Okt '23 Bearbeitet
Lemmy hatte null Stimme. Und mit null Stimme kann man auch nichts singen oder sagen.

Mötörhead schätze ich ungefähr auf dem Niveau von Baustellenlärm ein. Wobei ich dem Baustellenlärm persönlich sogar noch den Vorzug gebe.
Vabanque - 31. Okt '23
>>Feyerabend - 30. Okt '23 Bearbeitet
Eine Freundin von mir, stark klassikaffin, gute Flötistin, ist sehr von ABBA begeistert und kann gut theoretisch darlegen warum ABBA auch musiktheoretisch hochwertig ist.<<

Wäre ja mal interessant zu erfahren, was sie diesbezüglich über Mötörhead zu sagen hat😉
NastySavage - 01. Nov '23
@Vabanque

Das ist eben der Unterschied... im Rock und Metal muss man nicht (in deinen Augen) schön trällern können, um Relevanz zu erlangen... der Mann war immerhin so wichtig, dass die Hauptnachrichtensendung des deutschen Fernsehen sich veranlasst sah, einen Nachruf zu senden

https://youtu.be/zNAC7gOvz2E?si=_tkdNm4D2ivuEk0H
Vabanque - 01. Nov '23 Bearbeitet
Rock ist also nur, wenn man schreit oder grunzt statt zu singen, und wenn keine Melodie oder Harmonie erkennbar ist?😉Dann war unter den bisherigen Nennungen aber kaum Rock dabei.
Relevanz ist ein sehr relativer Begriff ... für wen oder für was relevant? Damit ist Relevanz ebenso subjektiv wie Geschmack.
Vielleicht gibt es tatsächlich in der Musik überhaupt keine objektiven Kriterien ... was natürlich dann solche Listen komplett hinfällig macht. Jede(r) hat seine/ihre eigene Liste. ChrisJuergens hat ja oben seine eigene Liste bereits gepostet (und zwar am 29.10.)
Vabanque - 01. Nov '23
Ich finde es schon schwierig, die persönlichen Top-Alben zu benennen, einfacher ist vielleicht die Nennung von Bands. Eine Reihenfolge würde ich bei meinen persönlichen Top10 oder Top20 auch nicht wirklich angeben können. Und dann kommt noch hinzu: Wenn man eine Band persönlich nicht einbezieht, heißt das ja deswegen noch lange nicht, dass man sie schlecht findet. Selbst zwischen 'Favorit' und 'akzeptabel' gibt es noch viele Zwischenstufen, und was man selber überhaupt kennt, ist sowieso nur die Spitze des Eisberges.
NastySavage - 01. Nov '23
"Rock ist also nur, wenn man schreit oder grunzt statt zu singen, und wenn keine Melodie oder Harmonie erkennbar ist?😉Dann war unter den bisherigen Nennungen aber kaum Rock dabei."

Vielleicht möchtest du dir meinen Beitrag noch einmal durchlesen... dann wird dir sicher auffallen, dass ich das nicht behauptet habe... desweiteren wäre es auch hilfreich, wenn du dich vorher etwas intensiver mit Motörhead beschäftigt hättest... denn das du bei deren Musik weder Harmonien noch Melodien zu erkennen glaubst, zeugt leider nur von deiner Unwissenheit...

"man darf zwar zu allem eine Meinung haben, man muss aber nicht"... das Zitat von Dieter Nuhr geht noch weiter... den Rest erspare ich dir aber 😉
Vabanque - 01. Nov '23 Bearbeitet
Dieter Nuhr hätte sein eigenes Zitat vielleicht mal selber beherzigen sollen ...

Nein, warum soll ich mich mit etwas beschäftigen, was mir sowieso nicht gefällt? Ich beschäftige mich ja auch nicht mit Techno oder Rap, oder umgekehrt mit deutschem Schlager. Ich schildere ja nur meine Höreindrücke (so wie übrigens jede/r hier😀). Komisch bloß, dass sich bei Motörhead dieser Höreindruck mit dem aller mir bisher (persönlich) bekannter Leute deckt.
ChrisJuergens - 01. Nov '23 Bearbeitet
Hatte nicht shaack erst vor kurzem die gute Stimmung im Forum gelobt!?
Vabanque - 01. Nov '23 Bearbeitet
>>Hatte nicht shaack erst vor kurzem die gute Stimmung im Forum gelobt!?<<

Ist die denn jetzt schlecht geworden?

In sehr vielen Fällen kann ich durchaus noch - obwohl mir die Musik selbst nicht zusagt - das Können der Musiker schätzen. Es gibt aber auch Fälle, wo ich damit große Schwierigkeiten habe. 'Trio' ist ja auch so ein Fall, wo ich mich frage, was die in der Liste zu suchen haben. Irgendein musikalisches Können habe ich da noch nie heraushören können.
Wobei ich schon annehme, dass solche Beispiele in der 500er-Liste die absolute Ausnahme bilden. In fast allen Fällen werden das durchaus unbestrittene musikalische Könner sein, die da genannt werden.
ChrisJuergens - 01. Nov '23
Nein.
Vabanque - 01. Nov '23
Ich nenne mal meine eigene Top10-Liste. Nicht etwa weil ich sie als besonders wichtig erachte, sondern nur, damit sich andere ein Bild machen können. Ich würde es sogar gut finden, wenn möglichst viele hier so eine eigene, persönliche Liste nennen würden.

Die Reihenfolge tut übrigens nichts zur Sache, die könnte auch anders lauten:

Beatles/Revolver
King Crimson/In the Court of the Crimson King
Jethro Tull/Aqualung
Queen/A Night at the Opera
Eagles/Desperado
Genesis/Selling England by the Pound
Yes/Close to the Edge
Santana/Abraxas
REM/Automatic for the People
Pink Floyd/Wish you were here

Weitere 10 für eine hypothetische Top20-Liste:

Procol Harum/Live with the Edmonton Symphony Orchestra
Alan Parsons Project/Tales of Mystery and Imagination
Deep Purple/In Rock
Chicago/Chicago V
Emerson, Lake & Palmer/Pictures at an Exhibition
Keith Jarrett/The Köln Concert
Chick Corea/My Spanish Heart
Traffic/The Low Spark of High Heeled Boys
Supertramp/Breakfast in America
Billy Joel/Glass Houses
NastySavage - 01. Nov '23
Meine Top 10... abseits von Rock und Metal:

Yahoo - Upstairs at Eric's
Visage - Visage
Lime - Lime III
Alison Moyet - Raindaincing
Erasure - The Innocents
Alphaville - Forever Young
Jean Beauvoir - Drums along the Mohawk (okay... ein wenig Rock ist vorhanden)
Die Fantastischen Vier - Vier gewinnt
Fischer Z - Red Skies over Paradies
Vabanque - 01. Nov '23
Fischer Z wäre also abseits von Rock?🤔Da ist sicher einiges an Wave dabei, aber im Prinzip ist es schon Rock (dachte ich zumindest immer).
Alison Moyet würde ich auch nicht so weit abseits von Rock einordnen ... gut, Erasure und Alphaville sind Synthie-Pop ... den Rest kenne ich nicht, kann ich nix zu sagen.
ChrisJuergens - 01. Nov '23
Visage / Fade to grey solltest du aber schon kennen(aus dem Radio).
Vabanque - 01. Nov '23 Bearbeitet
Radio höre ich nie. Denn da spielen sie nie das, was ich gerne höre😉

Nachtrag: Wohl tatsächlich schon mal gehört.
NastySavage - 01. Nov '23
Fischer Z sind New Wave... zum Teil natürlich mit dem Rock verwandt und mit Stilmitteln des Selben... da aus dem Punk hervorgegangen... Vorläufer zum New Wave war ja schließlich der Post Punk...

Von Alison Moyet kenne ich lediglich ihren Solo-Einstand "Raindaincing", sowie denn Nachfolger "Alf"... und beide Alben sind meilenweit von Rock entfernt... mag sein, dass sie sich später rockiger gab

bei Alphaville und Erasure liegst du goldrichtig
Vabanque - 01. Nov '23
Alison Moyet hätte ich jetzt eher in Soul-Nähe eingeordnet ... aber letztlich ist das auch egal, jedenfalls kann sie singen und das ist es, was hier zählt👍
NastySavage - 01. Nov '23
"... jedenfalls kann sie singen und das ist es, was hier zählt"

Ich denke nicht, dass es das ist was hier ausschließlich zählen sollte... den wer singen kann und wer nicht, liegt schließlich, wie die Schönheit, im Auge (oder im Ohr) des Betrachters
ChrisJuergens - 01. Nov '23
Siehe Bob Dylan.
NastySavage - 01. Nov '23
@ChrisJuergens

D'accord
Vabanque - 01. Nov '23 Bearbeitet
Den Nobelpreis hat er ja auch nicht für seine Gesangskunst bekommen😉

Naja, es gibt Musik, wo die Stimme irrelevant ist (Bob Dylan), und es gibt Musik, die hauptsächlich von der Stimme lebt (Alison Moyet) ... und es gibt auch alles dazwischen.
schach2018 - 01. Nov '23
Vabanque
"Den Nobelpreis hat er ja auch nicht für seine Gesangskunst bekommen😉"

Wie er zu dieser Ehre kam, frage ich mich auch...🤔
Vabanque - 01. Nov '23
Das hat er sich wohl auch selber gefragt😉
schach2018 - 01. Nov '23
Ein Bekannter erzählte, auf Live-Konzerten wäre er nicht so der Brüller gewesen...😉😄
NastySavage - 01. Nov '23
@Vabanque

Sehr diplomatisch ausgedrückt...
hätte mir gewünscht, du wärst ähnlich mit Motörhead verfahren... denn auch mir gefällt beileibe nicht jedes Genre... deshalb zieh ich allerdings nicht darüber her, nur weil mir irgendwas nicht gefällt... ich kann Kunst anerkennen , auch wenn sie nicht meinen persönlichen Geschmack trifft... deine Meinung zu genannter Band war jedoch völlig deplatziert und undifferenziert...
nix für ungut... bist immer noch mein SF... und meist sind deine Ansichten ja fundiert
NastySavage - 01. Nov '23
@schach2018

hab ihn Anfang der 2000er live erleben dürfen... stimmlich natürlich was zu erwarten war... Begleitband nix zu mäkeln... am Ende des Tages ein Erlebnis... der Mann ist halt eine Legende
ChrisJuergens - 01. Nov '23
Krautrock zum Beispiel lebt nur eher selten vom Gesang. Und wenn doch, dann ist er grottenschlecht bzw. nicht definierbar.
toby84 - 01. Nov '23
ein kollege von mir hört beim programmieren grundsätzlich nur deathcore u.ä.. er sagt, das beruhigt ihn ^^
Vabanque - 01. Nov '23
Bob Dylans Bedeutung liegt zumindest zu einem Teil auch in dem Einfluss, den er auf viele andere Musiker ausgeübt hat. Vielleicht von keinem anderen Musiker wurden so viele Songs gecovert. Ich muss gestehen, dass mir die Covers von Dylan-Songs (z.B. durch Clapton, Manfred Mann, Guns'n'Roses und vielen anderen) meist mehr zusagen als die doch recht karg arrangierten Originale. Sagen wir es mal so: andere haben das Potential der Dylan-Songs erkannt und ausgeschöpft.
Eine weitere Bedeutung von Dylan liegt sicher auch in der Botschaft seiner Songtexte. Aber dafür bin ich nicht zuständig, darüber sollen sich andere äußern.
Vabanque - 01. Nov '23
>>ChrisJuergens - vor 3 Min.
Krautrock zum Beispiel lebt nur eher selten vom Gesang. Und wenn doch, dann ist er grottenschlecht bzw. nicht definierbar.<<

Vieles ist da ja auch rein instrumental.
Vabanque - 01. Nov '23
Jeder hört Musik anders. Für die einen ist der Text das Wichtigste, für die anderen die Stimme, für wieder andere das instrumentaltechnische Können, die Raffinesse der Arrangements, die Komposition an sich.
Vabanque - 01. Nov '23
>>toby84 - vor 7 Min.
ein kollege von mir hört beim programmieren grundsätzlich nur deathcore u.ä.. er sagt, das beruhigt ihn ^^<<

So lange du nicht mithören musst? Außer es beruhigt dich auch😉
NastySavage - 01. Nov '23
@toby84

mit Deathcore kannst du mich jagen... kann allerdings gut nachvollziehen, dass dein Kollege dabei tiefenentspannt seiner Arbeit nachgeht... ähnliche Effekte stellen sich bei mir bei anderen Arten von Extreme Metal ein...
SF Vabanque sollte einmal in das Genre reinhören... dann würde ihm klar, was wirklich unmelodisch und disharmonisch ist (sorry Vabanque... aber darauf werde ich noch lange rumreiten 😜)
Vabanque - 01. Nov '23
Naja, es gibt ja auch Death Metal ... auch nicht so ganz mein Genre, um es mal so zu sagen ... ich kann da die Lieder nie unterscheiden😁
Vabanque - 01. Nov '23
Wenn ich mit einer Musik zunächst einmal nichts anfangen kann, nach was will ich sie dann beurteilen? Erstmal nach den gesangs- und spieltechnischen Fähigkeiten der Musiker, nach der Präzision der Arrangements und nach dem Abwechslungsreichtum.
Vabanque - 01. Nov '23
>>SF Vabanque sollte einmal in das Genre reinhören<<

Was wäre denn ein guter Tipp für mich zum Reinhören ins Deathcore-Genre? (Ernst gemeint jetzt!)
NastySavage - 01. Nov '23
@Vabanque

Was den Death Metal betrifft, gebe ich dir Recht... wenn man nicht in der Materie steckt, kling für das ungeübte Ohrt ein Song, wie der andere...
du wirst dort allerdings Musiker zuhauf antreffen, welche ihre Instrumente beherrschen und in der Musiktheorie äußerst bewandert sind
Vabanque - 01. Nov '23
>>du wirst dort allerdings Musiker zuhauf antreffen, welche ihre Instrumente beherrschen und in der Musiktheorie äußerst bewandert sind<<

Dann sollten sie doch besser Prog-Rock oder Jazz machen, dann hätte ich auch was davon😉
NastySavage - 01. Nov '23
@Vabanque

Deathcore... Lorna Shore... die Sau wird gerade durch's Dorf getrieben... aber Vorsicht... danach wirst du Motörhead lieben! 😂
toby84 - 01. Nov '23
"Was wäre denn ein guter Tipp für mich zum Reinhören ins Deathcore-Genre? (Ernst gemeint jetzt!)"

ich frage morgen mal den kollegen 😉
NastySavage - 01. Nov '23
"Dann sollten sie doch besser Prog-Rock oder Jazz machen, dann hätte ich auch was davon"

Wirst lachen... gibt es alles... nennt sich dann Technical Death Metal... progressiv und technisch versiert
Vabanque - 01. Nov '23
Was ist denn jetzt eigentlich genau der Unterschied von Deathcore und Death Metal?

>>progressiv und technisch versiert<<

Prog Metal? Sowas wie Fates Warning?
Vabanque - 01. Nov '23
>>Deathcore... Lorna Shore... die Sau wird gerade durch's Dorf getrieben... aber Vorsicht... danach wirst du Motörhead lieben! 😂<<

Da kriegt man ja einen Geschwindigkeitskoller😮Hab's (wie zu erwarten?) nicht lang ausgehalten.
NastySavage - 01. Nov '23
@Vabanque

*Was ist denn jetzt eigentlich genau der Unterschied von Deathcore und Death Metal?

Musikalisch werden Elemente des Metalcore ( u. a. Breakdowns) mit Vocals des Death Metal kombiniert (vereinfacht ausgedrückt)
toby84 - 02. Nov '23 Bearbeitet
soviel dazu 😄

"Lorna Shore
machen Deathcore sind aber auch sehr melodisch mMn"

finde ich selbst im vergleich allerdings auch ziemlich melodisch 😉

ansonsten schlägt er noch "SUICIDE SILENCE - Unanswered" vor. inwiefern das einstiegsfreundlich sein soll, verstehe ich allerdings nicht.
Vabanque - 02. Nov '23
Diese Tendenz zu 'immer schneller und immer lauter' fand ich vor über 30 Jahren bereits fragwürdig. 'Painkiller' von Judas Priest war und ist mir in dieser Hinsicht bereits zu extrem. 'Kill the King' von Rainbow dagegen hat für mich noch die richtige Härte und Geschwindigkeit.
kluger - 02. Nov '23
@Vabanque: gerade mal 'Kill the King' angehört..Geschwindigkeit ja, Härte nein! Aber zum Glück sind die Geschmäcker ja verschieden und man kann darüber nicht streiten 🙂
Vabanque - 02. Nov '23 Bearbeitet
Rainbow galten damals als eine der härtesten Bands ...
kluger - 02. Nov '23
Das ist 45 Jahre her. Mainstream ist heute Slipknot oder Six feet under
toby84 - 02. Nov '23
als der walzer aufkam, galt er als viel zu obszön, um in adligen kreisen getanzt zu werden. das erinnert mich immer daran, dass diese kategorisierungen alle relativ sind.
Vabanque - 02. Nov '23 Bearbeitet
Das Empfinden ändert sich. Aber Qualität bleibt bestehen. Wiener Walzer werden heute noch gehört und getanzt, und auch Rainbow wird noch gehört (ob getanzt, naja😉).

Man kann ja nicht sagen, dass die neuere Musik besser sei als die frühere.

Bei klassischer Musik ist es ja auch so, dass viele sagen, das Niveau von Bach wäre nie mehr erreicht worden. Das mag durchaus zweifelhaft erscheinen, aber jedenfalls kann man nicht sagen, die Musik von Beethoven sei besser als die von Bach, weil sie schneller, dynamischer und aggressiver ist, und Bach wäre damit veraltet.
Vabanque - 02. Nov '23
Und 'Painkiller' von Judas Priest ist heute auch nicht mehr hart, wie?😮
NastySavage - 02. Nov '23
@Vabanque

Mit deiner Liste der Lieblingsalben (Top 10) kann ich mich gut identifizieren... bis auf die Scheibe von REM sind sie mir alle bekannt und wertgeschätzt, da sie auch ein Teil meiner Historie sind
Vabanque - 02. Nov '23
Ich habe die anderen auch früher kennen gelernt als die REM. Aber von der REM kennst du mindestens 3-4 Songs, vor allem 'Everybody Hurts' (leider bis zum Überdruss gespielt).

Bei einigen Bands hätte ich auch ein anderes Album nennen können, z.B. ist 'Close to the Edge' von Yes nicht gerade deren verdaulichstes, die 2 oder 3 Alben davor hören sich eigentlich angenehmer😉
Bei Queen dagegen halte ich 'Night at the Opera' eigentlich für zwingend.

Habe vorhin von Rainbow auch noch 'Death Alley Driver' gehört ... kommt mir immer noch genauso hart und schnell vor wie damals.
NastySavage - 02. Nov '23
@Vabanque

"Painkiller" war bereits bei Erscheinen (1990) weder besonders hart noch schnell... in diesen Kategorien waren schon andere Bands einen Schritt weiter... nichts desto trotz ist "Painkiller" ein Klassiker des traditionellen Heavy Metal und ein Meilenstein der 90er Jahre.
Vabanque - 02. Nov '23
Einen Schritt weiter vielleicht an Härte und Schnelligkeit, aber auch in Qualität?😉
NastySavage - 02. Nov '23
@Vabanque

Wer "A Night at the Opera sagt, sollte allerdings das Schwesteralbum "A Day at the Races" nicht unter den Tisch fallen lassen... auch wenn ich persönlich (wie du) der Meinung bin, dass "A Night..." ein wenig die Nase vor hat... weiter Queen Alben, die mich geprägt haben sind "News of the World" und "The Game"... auf dem Queen erstmalig Synthesizer verwendet haben
ChrisJuergens - 02. Nov '23
Es war das MegaComeback von Judas Priest. So ein starkes Album hätte wohl niemand mehr von ihnen erwartet.
NastySavage - 02. Nov '23
@Vabanque

"Einen Schritt weiter vielleicht an Härte und Schnelligkeit, aber auch in Qualität?"

Ist immer die Frage, in wie weit man gewillt ist, weiter ins "Extreme" zu gehen... was aber keine Frage von Qualität sein muss
Vabanque - 02. Nov '23
>>ChrisJuergens - vor 4 Min.
Es war das MegaComeback von Judas Priest. So ein starkes Album hätte wohl niemand mehr von ihnen erwartet.<<

Du meinst jetzt die Painkiller? Das Vorgänger-Album kenne ich nicht, aber den Vor-Vorgänger 'Turbo', der halt ganz anders ist vom Stil.
Vabanque - 02. Nov '23
>>NastySavage - vor 6 Min.
@Vabanque

Wer "A Night at the Opera sagt, sollte allerdings das Schwesteralbum "A Day at the Races" nicht unter den Tisch fallen lassen... auch wenn ich persönlich (wie du) der Meinung bin, dass "A Night..." ein wenig die Nase vor hat... weiter Queen Alben, die mich geprägt haben sind "News of the World" und "The Game"... auf dem Queen erstmalig Synthesizer verwendet haben<<

Ich müsste die alle mal wieder anhören ... in meiner Erinnerung kam das Album 'Sheer Heart Attack' mit dem Über-Song 'Killer Queen' auch sehr nah an 'Night at the Opera' ran. Auch 'Queen II' ist sehr stark. Eigentlich mag ich nur 'Hot Space' überhaupt nicht, und 'The Miracle' habe ich auch als nicht gerade überwältigend in Erinnerung. Da versuchten sie - wie viele Bands zu der Zeit - ihren Stil gewaltsam zu modernisieren.
Natürlich sind manche Queen-Songs bis zum Überdruss totgespielt☹deswegen fange ich bei 'News of the World' in der Regel erst bei Song Nr. 4 an😉(ähnlich wie auch bei 'Brothers in Arms' von den Dire Straits).
ChrisJuergens - 02. Nov '23
Richtig, ich meine Painkiller.
ChrisJuergens - 02. Nov '23
Für mich eines der besten Metalalben: Down / Nola.
Vabanque - 02. Nov '23
Gerade läuft bei mir was ganz anderes:

Deine Lakaien: Love me to the end

Also Electro/Avantgarde/Darkwave ... aber was für ein Sänger! Was für eine Stimme!
NastySavage - 02. Nov '23
@ChrisJuergens und Vabanque

Auf "Turbo" experimentieren Priest mit Gitarren Synthesizern, was damals bei den Die Hard Fans nicht sonderlich gut ankam... dennoch ist es für mich kein übles Album... im Gegenteil... mit den Jahren habe ich es mehr und mehr zu schätzen gelernt...
mit dem Nachfolger "Ram it down" waren Priest dann wieder back in track... und "Painkiller " halt letztlich auch die letzten Kritiker verstummen lassen...
also "Painkiller " war kein Comeback, sondern nur ein Schlag in die Fresse all derjenigen, die die mächtigen Priest bereits abgeschrieben hatten
Vabanque - 02. Nov '23
>>Auf "Turbo" experimentieren Priest mit Gitarren Synthesizern, was damals bei den Die Hard Fans nicht sonderlich gut ankam<<

Offenbar waren diese Fans - wie es so manchmal der Fall ist - nicht offen für Neues oder Anderes!
NastySavage - 02. Nov '23
@Vabanque

"Hot Space" wäre auch in meinem Ranking auf den letzten Platz gelandet... vor allem die A Seite ist schon arg Disco lastig, was ziemlich gewöhnungsbedürftig ist... Seite B steigert das Album dann... nicht zuletzt durch das Duett mit Bowie....
"The Miracle" finde ich hingegen ganz passabel...
Anyway... als Fan der Band kenne ich selbstredend kein schlechtes Album von ihnen
Vabanque - 02. Nov '23 Bearbeitet
Auf Hot Space klingt Queen einfach nicht wie Queen. Das wäre ja noch hinnehmbar, wenn es trotzdem gut wäre. (Wie war das doch gleich mit der Geschmackssache?) Naja, es finden sich sicher Liebhaber der Scheibe ... die wahrscheinlich dann dafür alle anderen Queen-Scheiben schlecht finden😉

>>Seite B steigert das Album dann... nicht zuletzt durch das Duett mit Bowie....<<

Ach so, Unter Pressure ... ja, das ist auch der einzige Song vom ganzen Album, an den ich mich überhaupt erinnere😁
NastySavage - 02. Nov '23
@Vabanque

Metalheads sind sehr konservativ (was ihre Lieblingsbands betrifft)... und brauchen immer etwas länger, sich mit Veränderungen anzufreunden
Vabanque - 02. Nov '23
>>NastySavage - vor 1 Min.
@Vabanque

Metalheads sind sehr konservativ (was ihre Lieblingsbands betrifft)... und brauchen immer etwas länger, sich mit Veränderungen anzufreunden<<

😁Naja, ich finde 'Turbo' jetzt auch nicht sooo toll ... aber das liegt eher am etwas 'lahmen' Songmaterial ... da fehlt der Pfiff irgendwie ... kann's nicht besser beschreiben.
Vabanque - 02. Nov '23
Sind Judas Priest überhaupt in der 500er-Liste enthalten?
ChrisJuergens - 02. Nov '23
Ja.
NastySavage - 02. Nov '23
"Ach so, Unter Pressure ... ja, das ist auch der einzige Song vom ganzen Album, an den ich mich überhaupt erinnere"

Jo, lieber SF... im Alter lässt das Gedächtnis halt nach... ich kann auch schon ein Lied davon singen 😉
Vabanque - 02. Nov '23
Es fällt generell schwer, sich an Songs zu erinnern, die einen nie angesprochen haben.
NastySavage - 02. Nov '23
Von "Hot Space" ist mir noch gut "Las Palabras de Amor" in Erinnerung... den Song hat auch Zucchero, beim Freddy Mercury Tribute-Konzert, interpretiert
Vabanque - 02. Nov '23
@ChrisJuergens: Welche Judas Priest-Alben sind denn in der Liste?
ChrisJuergens - 02. Nov '23
Judas Priest / British Steel 342.
Vabanque - 02. Nov '23
Nur das eine? Naja, vermutlich wohl das beste.
Vabanque - 02. Nov '23
Höre gerade das späte Album 'Angel of Retribution' (2005). Da klingt (für mich glücklicherweise!) nichts nach 21. Jh., alles ist wie früher. Gefällt mir insgesamt aber ganz gut. Das Können (Gitarre ist klasse!) war da offensichtlich auch noch das alte.
ChrisJuergens - 02. Nov '23
Wir können auch gerne über die 300 besten Hard n Heavy - Scheiben aller Zeiten diskutieren und streiten. Diese Liste hat nämlich das renommierte Musikmagazin RockHard vor einigen Jahren herausgebracht.
Vabanque - 02. Nov '23
Wer streitet hier?

Aber brauchen wir wirklich noch einen Thread mehr?

Naja vielleicht doch, dieser hier ist ja schon sehr voll.
NastySavage - 02. Nov '23
"Diese Liste hat nämlich das renommierte Musikmagazin RockHard vor einigen Jahren herausgebracht."

Bin dabei... zumal ich das Rock Hard seit Jahrzehnten abonniert habe
ChrisJuergens - 02. Nov '23
Dann müsstest du ja die Liste kennen.
NastySavage - 02. Nov '23
@ChrisJuergens

Leider nicht auswendig... da müsste ich in den Archiven graben... aber wo bliebe da der Spaß... reicht doch, wenn du sie zur Hand hast 😉
Vabanque - 02. Nov '23
Wer so eine Liste auswendig kann, kann damit bei 'Wetten dass' auftreten!
ChrisJuergens - 02. Nov '23
Auch in dieser Liste sind die Rolling Stones vertreten.
ChrisJuergens - 02. Nov '23
Natürlich auch Deep Purple!!!
Vabanque - 02. Nov '23
Stones als Hard'n'Heavy?😉Da wollte man sie wohl mit Gewalt reinschieben. Dann ist da sicher noch so einiges drin, was man nicht in dieser Sparte vermutet.
Vabanque - 02. Nov '23
>>ChrisJuergens - jetzt
Natürlich auch Deep Purple!!!<<

Dann dürfen auch deren 'Ableger' Rainbow und Whitesnake nicht fehlen.
ChrisJuergens - 02. Nov '23
Natürlich, aber selbstverständlich auch Motörhead.
Vabanque - 02. Nov '23
Es wird sicher noch so manches andere dabei sein, was ich nicht mag😉Vor allem auch die neueren 'härter, schneller, kreischender etc.'-Entwicklungen.

Fehlen wird vermutlich dagegen der 'Symphonic Metal' oder 'Opera Metal' von Bands wie Nightwish, After Forever, Tristania, Sirenia, Within Temptation, Kamelot, Rhapsody und anderen.
toby84 - 02. Nov '23
und was ist mit der ganzen epic music? die höre ich persönlich während der arbeit ziemlich gerne. ich bevorzuge musik ohne texte beim programmieren, aber klassik kann ich da recht schnell nicht mehr hören. außerdem gibt es da zahlreiche stundenlange youtube-videos, aus denen man sich ohne weiteres einige hörtage zusammentackern kann.
Vabanque - 02. Nov '23
>>ich bevorzuge musik ohne texte beim programmieren, aber klassik kann ich da recht schnell nicht mehr hören<<

Tschaikowsky-Sinfonien sind natürlich dafür zu emotional, aber vieles aus der Barockzeit sollte beim Arbeiten gut möglich sein, diese Musik hat einen sehr gleichmäßigen Fluss.

Viel Musik ohne Gesang gibt es in den Bereichen Jazz und Fusion. Ich würde zum Arbeiten aber Cool-Jazz bevorzugen, der sanft dahinrieselt.
toby84 - 02. Nov '23
nur dass ich zufällig reingewürfelte tonfolgen, wie sie im jazz typisch sind, rein gar nichts abgewinnen kann. ja, man kann quasi beliebige tonfolgen zusammenbasteln, die irgendwie harmonisch zur musik passen, und das sind nahezu unendlich viele, aber mir gibt das wirklich gar nichts, wenn jemand sich spontan melodien ausdenkt. ich brauche auch keine stand-up poetry und keine stand-up comedy. ich glaube, wenn man sowas genauer analysiert, wird man feststellen, dass das alles zu 98% alter tobak ist, der nur neu zusammengewürfelt wird.
Vabanque - 02. Nov '23
Ich glaube, das mit dem Jazz sehe nicht nur ich anders, sondern viele andere auch😉

Zum Einstieg in den Cool-Jazz sind Dave Brubeck, Modern Jazz Quartet, Stan Getz und Gerry Mulligan wohl ganz gut.
Vabanque - 02. Nov '23
Wenn tobys Auffassung von Jazz der Realität entspricht, dann müsste ja eigentlich eine KI besonders gut Jazz-Kompositionen erstellen können, die sich dann von realem Jazz nicht mal unterscheiden lassen😉
toby84 - 03. Nov '23
"Ich glaube, das mit dem Jazz sehe nicht nur ich anders, sondern viele andere auch😉"

oh ja, jazz ist wahnsinnig beliebt. das nervt mich vor vor allem in jazz-lounges 😄 sonst kann ich dem meist gut aus dem weg gehen.

"Wenn tobys Auffassung von Jazz der Realität entspricht, dann müsste ja eigentlich eine KI besonders gut Jazz-Kompositionen erstellen können"

das ist sowieso nur eine frage der zeit. wann immer die aktuelle technik nicht in der lage war, eine aufgabe zu lösen, gab es irgendwen, der genau erklären konnte, warum programme dazu niemals oder zumindest lange nicht in der lage sein werden. wobei solche stimmen inzwischen immer leiser werden.

beim schach und beim go habe ich das aber noch sehr genau im ohr 🙂
schach2018 - 03. Nov '23 Bearbeitet
@toby84
"nur dass ich zufällig reingewürfelte tonfolgen, wie sie im jazz typisch sind, rein gar nichts abgewinnen kann. (...)"

Musst du auch nicht. 😉

Es ist alles eine Frage des persönlichen Geschmacks und eine Frage der persönlichen Einstellung, inwieweit man selbst sich auf etwas "Neues" einlassen kann und möchte.

Jeder Musikstil hat seine Berechtigung und seine Liebhaber. Das ist auch gut so...
toby84 - 03. Nov '23
"Es ist alles eine Frage des persönlichen Geschmacks und eine Frage der persönlichen Einstellung"

absolut. alles was hier geschrieben wird kann nur persönliches empfinden sein. das wurde ja auch schon mehrfach geschrieben und es sollte eigentlich nicht nötig sein, das immer wieder zu schreiben. wir reden von musik und da versteht sich das in meinen augen von selbst.
Vabanque - 03. Nov '23
Stimmt, aber anscheinend muss man doch immer dazu schreiben 'nach meinem Empfinden', ansonsten fühlt sich das Gegenüber oft angegriffen.

Wobei Empfinden und Geschmack nicht ganz deckungsgleich sind, denn man kann (siehe oben) einen Song nicht als hart empfinden (weil man ungleich härtere Songs kennt), das heißt aber nicht gleichzeitig, dass er dem eigenen Geschmack nicht trotzdem entsprechen kann.
Unterschiedliches Empfinden: 'Du sagst, das wäre ein harter Song, aber ich empfinde ihn als eher ruhig.'
Unterschiedlicher Geschmack: 'Ich finde das Lied der Schlümpfe besser als Eleanor Rigby von den Beatles.'

Geschmack und Empfinden können sich ja auch decken, wie in tobys Fall, der Jazz als zufällig hingewürfelte Tonfolgen empfindet, und der Jazz auch aus dem Wege geht.
Es könnte aber z.B. auch sein, dass der eine einen Song als aufpeitschend empfindet, der andere den selben Song als beruhigend, und trotzdem beide den Song klasse finden. Völlig unterschiedliches Empfinden, aber bei beiden entspricht der Song dem Geschmack.
NastySavage - 03. Nov '23
@ChrisJuergens

"Auch in dieser Liste sind die Rolling Stones vertreten"

Welches Album ist es denn?
ChrisJuergens - 03. Nov '23
Exile on Main Street 283.
NastySavage - 03. Nov '23
Thanks
Vabanque - 03. Nov '23
Und das ist wirklich so ein 'hartes' Album?😮
NastySavage - 03. Nov '23
Hab ich so nicht in Erinnerung.... steht aber in der Tradition von Blues/Rock und wurde wohl deshalb in die Liste aufgenommen... werde es mir zeitnah mal wieder anhören, um mir ein genaues Bild zu machen
Vabanque - 03. Nov '23 Bearbeitet
Mal reingehört ... normaler Bluesrock ... gut hörbar, aber weder hard noch heavy, in allerkeinster Weise hart ... zumindest nicht die Songs, die ich erwischt habe.
aguirre - 03. Nov '23
Exile ist kein Hardrockalbum, wenn überhaupt hätte ich "A Bigger Bang" vermutet, da diese Album wirklich Hardrockelemente enthält.
Exile ist vielleicht das "schwärzeste" Album der Stones, eine irre Mischung Blues Soul Country und Rock
ChrisJuergens - 03. Nov '23
Folgende Alben sind sicherlich als deutlich härter einzustufen: Cannibal Corpse / Tomb of the Mutilated 276, Carcass / Necroticism… 291, Terrorrizer / World Downfall 203.
NastySavage - 03. Nov '23
Blues (Blues Rock) und Rock "n" Roll sind die ursprünglichen Stile des Hard Rock... darauf berufen sich Altmetaller... deshalb wundert es mich im Geringsten, dass das Rock Hard auch ein Album der Stones listet... würde mich sogar sehr wundern, wenn dass der einzige (für den nicht so tief in der Materie steckenden Hörer) "Ausreißer" wäre
ChrisJuergens - 04. Nov '23
Die Nummer Eins aus der Metalliste: AC/DC Back in Black.
NastySavage - 04. Nov '23
Dann gratuliere ich den australischen Riff Rockern einfach mal... "Back in "Black" wurde hier ja bereits thematisiert... damit wurden sie zum internationalen Megaseller... all killer, no filler
NastySavage - 04. Nov '23
Im August 2019 veröffentlichte das Rock Hard eine Liste der 100 besten Alben des neuen Jahrtausends...
auf Platz 62 finden sich AC/DC mit "Rock or Bust... erschienen 2014 und das erste Album ohne den Riffgott Malcolm Young... der die Band aus gesundheitlichen Gründen verlassen musste... Schlaganfall mit eingehender Demenz (Verlust des Kurzzeitgedächtnises) wurden offiziell als Gründe angeführt...
ersetzt wurde er durch Stevie Young, ein Neffe von Angus und Malcolm Young...
"Rock or Bust" gilt gemeinhin als Highlight und der Diskografie
ChrisJuergens - 11. Nov '23
Die TopTen der 300 besten Hard n Heavy Scheiben aller Zeiten: ACDC / Back in Black 1, Metallica / Master of Puppets 2, Metallica / Ride the lightning 3, ACDC / Highway to hell 4, Iron Maiden / Killers 5, Slayer / Reign in blood 6, Motörhead / no sleep til hammersmith 7, Iron Maiden / the number of the beast 8, Queensryche / Operation: Mindcrime 9, Rush / Moving Pictures 10.
Vabanque - 11. Nov '23
Ach, Rush ist Hard'n'Heavy? Hätte ich eher in der Prog-Ecke gesehen ...

Was ist mit Fates Warning? Kommen die da nicht vor?
ChrisJuergens - 11. Nov '23
Hard n Heavy kann doch auch progressiv sein.
ChrisJuergens - 11. Nov '23
Fates Warning / Perfect Symmetry 67, Fates Warning / Awaken the Guardian 32.
Vabanque - 11. Nov '23
Danke.
NastySavage - 11. Nov '23
Zweimal Prog unter den Top Ten... das Konzeptalbum "Operation: Mindcrime", ein Meilenstein und die Blaupause für alles, was anschließend im Progressive Metal erschien...
"Moving Pictures" ebenso ein Klassiker, dem Progressive Rock zuzuordnen... auch wenn Rush durchaus auch dem Hard Rock zugetan waren... "Moving Pictures" steht übrigens auf Platz 3 der "50 besten Progressive-Rock-Alben aller Zeiten" (auch ne Liste des Rolling Stone aus 2015)...
ansonsten die üblichen Verdächtigen auf den vorderen Plätzen... kann mit der Auswahl gut leben
Vabanque - 11. Nov '23
>>"50 besten Progressive-Rock-Alben aller Zeiten" (auch ne Liste des Rolling Stone aus 2015)<<

Die Liste würde mich auch mal interessieren.
Vabanque - 11. Nov '23
Oh danke ... ganz viele meiner Favs dabei ... aber auch ein paar Bands, die mir gar nichts sagen.

Bin aber froh, dass endlich mal Jethro Tull, Gentle Giant, Yes, van der Graaf Generator, Emerson, Lake & Palmer, Opeth, Marillion, Kansas und sogar Renaissance und Triumvirat in einer Liste erscheinen. Also bin ich wohl doch nicht der einzige, der sowas gerne hört bzw. überhaupt kennt.
NastySavage - 11. Nov '23
Von Premiata Forneria Marconi, Banco del Mutuo Soccorso, Harmonium und Gong habe ich auch noch nie gehört
Vabanque - 12. Nov '23
Ich auch nicht, und auch von einigen anderen nicht.

Interessanterweise sind Genesis, Pink Floyd und King Crimson mit jeweils 3 Alben vertreten. Yes mit 2 Alben, alle anderen Bands nur mit jeweils einem.

Aber auch ChrisJuergens darf sich freuen: drei Krautrock-Bands sind hier beim Prog dabei😀
Vabanque - 12. Nov '23
Man kann jetzt freilich auch noch für jedes andere Genre eine eigene Liste aufstellen😜
ChrisJuergens - 12. Nov '23
Ich freue mich über Amon Düül ll, Can und Tangerine Dream.
Vabanque - 12. Nov '23
>>NastySavage - 04. Nov '23
Im August 2019 veröffentlichte das Rock Hard eine Liste der 100 besten Alben des neuen Jahrtausends...<<

Das neue Jahrtausend war da gerade mal 19 Jahre 'alt' ... so etwas sehe ich immer problematisch. Schon irgendwo oben in diesem 'kleinen' Thread😁vertrat ich die Ansicht (und vertrete sie immer noch), dass man Werke, gleich welcher Art (literarisch, musikalisch, künstlerisch ... ) am besten in einem zeitlichen Abstand von einigen Jahrzehnten beurteilen kann. Diese Voraussetzung ist dann für keines dieser Alben gegeben.

Betrachtet man zum Vergleich mal die Prog-Liste, so fällt auf, dass die meisten Alben aus den 70ern sind, und gerade mal 4 Werke aus dem 21. Jh., wobei Bands wie Tool und Porcupine Tree sich bereits frühzeitig einen herausragenden Namen verschafft haben.
Vabanque - 12. Nov '23
>>ChrisJuergens - vor 1 Std.
Ich freue mich über Amon Düül ll, Can und Tangerine Dream.<<

Hab ich's doch geahnt😀Sind wohl krautig und proggig zugleich gewesen.
ChrisJuergens - 13. Nov '23
Krautrock ist Prog. Die Unterarten sind: Progressive Rock, New Prog, Postrock, Progressive Metal, Krautrock, Artpop, Avantgarde.
Siehe auch: Babyblaue Seiten.
NastySavage - 13. Nov '23
@Vabanque

"Das neue Jahrtausend war da gerade mal 19 Jahre 'alt' ... so etwas sehe ich immer problematisch. Schon irgendwo oben in diesem 'kleinen' Thread😁vertrat ich die Ansicht (und vertrete sie immer noch), dass man Werke, gleich welcher Art (literarisch, musikalisch, künstlerisch ... ) am besten in einem zeitlichen Abstand von einigen Jahrzehnten beurteilen kann. Diese Voraussetzung ist dann für keines dieser Alben gegeben."

Nun ja... die Liste mit den 300 Alben hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel... für mich ergibt es da schon einen Sinn, wenn das Rock Hard Scheiben bewertet, die eben zu jener Zeit noch nicht erschienen waren... ob dann da auch was dabei ist, was den Test der Zeit (Jahrzehnte) besteht und sich letztlich als Meilenstein entpuppt, bleibt abzuwarten... erstklassige Veröffentlichungen sind da allemal dabei
Vabanque - 13. Nov '23
Naja, mal angenommen, ich hätte von Hard'n'Heavy noch überhaupt keine Ahnung (was ja eigentlich auch stimmt😁), und ich würde eine Orientierung zum Einstieg suchen. Welche Liste würde mir mehr nützen, die 'alte' oder die 'aktuelle'? Ich denke mal, dass in jedem Genre sinnvoll ist, erstmal mit den Klassikern des jeweiligen Genre anzufangen. Bei Hard'n'Heavy kommt noch dazu (wie bereits diskutiert), dass der 'Härtegrad' der aktuelleren Veröffentlichungen abschreckend sein kann (für mich ist er das auf alle Fälle!). Bei einer der bei Deathcore genannten Bands schrieb jemand bei youtube, dass er es so schade findet, dass er gar keine Gleichgesinnten kennt und mit niemandem darüber reden kann, wie genial diese Band sei ... also sooo populär scheinen die ganz extrem harten Sachen wohl dann doch nicht zu sein ...

Aber generell, gleich welches Genre, finde ich es auch ganz interessant, bei den Wurzeln anzufangen, einfach auch um zu sehen, wie sich das Genre entwickelt hat, und inwieweit die Künslter in der Tradition stehen oder etwas ganz Neues machen. Das heißt jetzt natürlich nicht unbedingt, dass man bei gregorianischen Chorälen anfangen müsste (die ich auch megastinklangweilig finde), um klassische Musik zu verstehen, oder dass man New Orleans-Jazz gehört haben muss, um Swing oder Bebop gut zu finden. Aber vielleicht kann es durchaus sinnvoll sein, sich mal die Urväter des Rock'n'Roll zu Gemüte geführt zu haben, um die spätere Entwicklung der Rockmusik richtig würdigen zu können.
Vabanque - 13. Nov '23 Bearbeitet
>>ob dann da auch was dabei ist, was den Test der Zeit (Jahrzehnte) besteht und sich letztlich als Meilenstein entpuppt, bleibt abzuwarten<<

Ich frage mich sowieso, ob echte 'Meilensteine' heute noch möglich sind. Es sind doch alle Stile bereits entwickelt bzw. sogar abgegrast. 'Immer schneller, immer härter, immer lauter' kann ja jedenfalls nicht der Weg zum neuen Meilenstein sein. Abgesehen davon, dass auch diese Entwicklung irgendwo einen Endpunkt haben muss, denn irgendwann ist es rein technisch nicht mehr möglich, noch schneller zu spielen und noch heiserer zu kreischen (vom Sinn eines solchen Unterfangens mal ganz zu schweigen).

Es gibt ja auch die umgekehrte Entwicklung, nämlich Retro-Rock und Retro-Pop, Bands, die absichtlich im Stil der 70er spielen. Z.B. Spocks Beard mit ihrem Retro-Prog (wobei mir da viele Songs doch zuuuu ausgedehnt sind), Belle and Sebastian mit Retro-Pop, und die neueren Alben von Opeth, z.B. klingt der Song 'Faith in Others' vom Album 'Pale Communion' astrein nach King Crimson. Man muss nicht unbedingt stilistisch etwas Neues machen, damit es gut und schön ist.

Natürlich können wir alternativ auch über die 500 besten Avantgarde-Alben diskutieren (dann aber ohne mich, wie beim Punk ja auch)😁
NastySavage - 13. Nov '23
@Vabanque

"Es gibt ja auch die umgekehrte Entwicklung, nämlich Retro-Rock und Retro-Pop, Bands, die absichtlich im Stil der 70er spielen. Z.B. Spocks Beard mit ihrem Retro-Prog (wobei mir da viele Songs doch zuuuu ausgedehnt sind), Belle and Sebastian mit Retro-Pop, und die neueren Alben von Opeth, z.B. klingt der Song 'Faith in Others' vom Album 'Pale Communion' astrein nach King Crimson. Man muss nicht unbedingt stilistisch etwas Neues machen, damit es gut und schön ist."

Genau das ist der Punkt... weshalb sollte eine Band wie Opeth (die übrigens dem Death Metal entwachsen sind) nicht mehr einen Meilenstein im Stile von Band xy raushauen... oder AC/DC, die von ihren Modus Operandi im Laufe von fast 50 Jahren kein Stück abgewichen sind, nicht noch ein Alterswerk veröffentlichen, welches an "Back in Black" heranreicht...
ein anderes Beispiel wäre "Firepower" von Judas Priest " (Platz 2 der 100 besten Alben des neuen Jahrtausends), welches sich nahtlos unter deren Klassikern einreiht
Vabanque - 13. Nov '23 Bearbeitet
>>eine Band wie Opeth (die übrigens dem Death Metal entwachsen sind)<<

Ja, ich weiß, und deswegen habe ich mir die frühen Alben von denen nie angehört ... übrigens gibt es mehrere Bands mit so einer Entwicklung, z.B. Anathema oder The Gathering. Am Anfang Death- oder Doom-Metal (ich weiß allerdings nicht, wo der Unterschied liegt), später dann immer melodischer und atmosphärischer.

Wenn eine Band dagegen Jahrzehnte lang den gleichen Stiefel runterspielt (prominentestes Beispiel natürlich Status Quo, bei denen das ja aber auch schon im Bandnamen liegt😁), ohne dass sich die geringste Entwicklung zeigt, finde ich das ziemlich langweilig und unkreativ. Da gehören für mich auch ACDC dazu, natürlich abgesehen davon, dass mir deren Stil eh nicht gefällt und nie gefallen hat. Aber vielleicht würde ich meine Meinung ändern, wenn sie eine ähnliche Entwicklung durchmachen würden wie Opeth und z.B. plötzlich wie Genesis klingen würden?😉
NastySavage - 14. Nov '23
Die Einen sing gelangweilt, wenn eine Band über Jahre (Jahrzehnte) ihren Stil nicht groß verändert... die Anderen kotzen im Strahl, wenn radikale Änderungen im Sound vorgenommen werden... für beide Arten gibt es positive, wie negative Beispiele... für mich letztlich Geschmackssache und eine Einzelfallbetrachtung
Feyerabend - 16. Nov '23
Was haltet ihr von den Tindersticks?
Kultivierte Musik im Sound zwischen Nick Cave und Leonard Cohen.
Insbesondere die erste Scheibe gehört für mich zu den besten Alben.
ChrisJuergens - 17. Nov '23
Eine britische Band. Nicht so mein Geschmack.
NastySavage - 17. Nov '23
Muss ich mich anschließen... Chambers Pop (wusste gar nicht, dass es so etwas überhaupt gibt) ist nicht meine Baustelle 🤷🏼‍♀️
Vabanque - 17. Nov '23
Auch nie gehört (weder die Band noch die Stilrichtung), werde mich aber mal schlau machen. Tipps sind immer willkommen👍

So einige Bands, die ich mag, machen angeblich Stile, deren Namen ich gar nicht kannte: Trip Rock, Twee Pop ... man muss diese Begriffe aber sicher nicht kennen, um die Musik zu mögen oder nicht zu mögen.
Vabanque - 17. Nov '23
>>Feyerabend - 16. Nov '23
Was haltet ihr von den Tindersticks?
Kultivierte Musik im Sound zwischen Nick Cave und Leonard Cohen.
Insbesondere die erste Scheibe gehört für mich zu den besten Alben.<<

Grade mal reingehört ... musikalisch sicher gut, aber der Gesang klingt schon sehr dumpf.
Feyerabend - 17. Nov '23
Tiefe Stimme, teils Sprechgesang.
Kann man als "sehr dumpf" empfinden oder wie eine Freundin von mir "zum dahinschmelzen" (ähnliches Phänomen gibt es bei Leonard Cohen).

Mir gefällt die Instrumentierung. Neben Gitarre (die schön dissonant lärmen kann), Drums und Bass auch Trompete und einzelne Streicher (daher wohl die Bezeichnung Chamber Pop).
ChrisJuergens - 17. Nov '23
Can / Future Days. Ein Meilenstein des PROG. Wer kennt dieses Album? Wie findet ihr dieses?
ChrisJuergens - 21. Nov '23
Die Top 10 des Magazins ‚VISIONS‘ zur Leserfrage ‚Die 300 Alben für die Ewigkeit: Deftones / White Pony 10, Metallica / Master of Puppets 9, System of a Down / Toxycity 8, Tool / Lateralus 7, Tool / ANima 6, Radiohead / OK Computer 5, Pearl Jam / Ten 4, Queens of the Stone Age / Songs for the Deaf 3, Nirvana / Nevermind 2, Rage Against The Machine / Rage Against The Machine 1.
ChrisJuergens - 21. Nov '23 Gelöscht
Vabanque - 21. Nov '23
>>ChrisJuergens - 17. Nov '23
Can / Future Days. Ein Meilenstein des PROG. Wer kennt dieses Album? Wie findet ihr dieses?<<

Ich hatte mir tatsächlich vorgenommen reinzuhören, und werde das auch noch machen.
Vabanque - 21. Nov '23 Bearbeitet
>>Feyerabend - 17. Nov '23
(Tindersticks) Tiefe Stimme, teils Sprechgesang.
Kann man als "sehr dumpf" empfinden<<

Eine bessere (?) Beschreibung ist vielleicht 'unscharfer Gesang'. Ich versuche dann immer mit großer Anstrengung, den Gesang 'klarer' zu hören ... ist ein bisschen so wie bei unscharfen Fotos oder Filmen ... ich kriege dann Kopfschmerzen, weil meine Augen (oder mein Gehirn?) ständig versuchen, die unscharfen Bilder schärfer zu sehen.

>>(ähnliches Phänomen gibt es bei Leonard Cohen)<<

Aus ähnlichen Gründen auch nicht so wirklich mein Fall. Obwohl zweifellos gut, stellt sich da bei mir irgendwie keine Faszination ein. Bei Lou Reed ist es ähnlich.
Feyerabend - 21. Nov '23 Bearbeitet
>>Eine bessere (?) Beschreibung ist vielleicht 'unscharfer Gesang'<<

Faszinierend. Den Effekt kenne ich so nicht.
Um das besser zu verstehen:
Klingt die Stimme für dich eher monoton, wie z.B. ein Bass, unscharf wie eine verstimmte Gitarre oder disharmonisch wie eine absichtlich schräg gespielte Gitarre?
Oder hast du eine bessere Veranschaulichung?
Vabanque - 22. Nov '23 Bearbeitet
>>Faszinierend. Den Effekt kenne ich so nicht.
Um das besser zu verstehen:
Klingt die Stimme für dich eher monoton, wie z.B. ein Bass, unscharf wie eine verstimmte Gitarre oder disharmonisch wie eine absichtlich schräg gespielte Gitarre?<<

Monoton tatsächlich auch, aber ich tue mich schwer, den Tönen, die der Sänger von sich gibt, eine klare Tonhöhe zuzuweisen. Es ist irgendwas zwischen Ton und Geräusch, also mehrere überlagerte Frequenzen. Von der Textverständlichkeit mal ganz zu schweigen😉
Da länger zuzuhören, fällt mir wirklich schwer.
Vabanque - 22. Nov '23
>>ChrisJuergens - 17. Nov '23
Can / Future Days. Ein Meilenstein des PROG. Wer kennt dieses Album? Wie findet ihr dieses?<<

Das habe ich mir jetzt auch angehört, die ganze erste Seite und einen Teil des langen Stücks auf der zweiten Seite. Der Titel des Albums trifft es wohl ganz gut, für 1973 klingt der Sound wirklich futuristisch, auf jeden Fall ist er experimentell. Es ist aber nicht die Art Prog, die ich bevorzuge. Ich ziehe einen klaren, wenn auch komplexen Sound vor, wo das 'proggige' in vielen Harmonie- und Rhythmuswechseln besteht. Die finde ich hier nicht so vor, das ist alles mehr atmosphärisch, auch der Gesang klingt wie 'nur angedeutet'.
Vabanque - 22. Nov '23 Bearbeitet
Bei deutschem Prog fällt mir noch die Band 'Ivory' ein, die allerdings bloß ein offizielles Album (Sad Cypress, 1979) gemacht hat, und schon von daher kaum jemandem bekannt sein dürfte. Es gibt allerdings noch weitere, später entstandene Songs dieser Band, in einer etwas anderen Besetzung, die auf der CD dann als Bonus-Tracks drauf sind.

Edit: Offenbar gibt es doch ein zweites Album 'Keen City' von 1997.

https://www.progarchives.com/artist.asp?id=171
ChrisJuergens - 22. Nov '23
Danke für deine Einschätzung.
Vabanque - 22. Nov '23
Wie sind die anderen Alben von Can im Vergleich zu diesem?
ChrisJuergens - 22. Nov '23
Ich kann das nicht so gut beschreiben. Reinhören ist die wohl beste Wahl. Tago Mago hat sicherlich etwas extremes. Bei Soon over Babaluna denke schon mal an Südamerika. Siehe auch: Babyblaue.
Feyerabend - 30. Nov '23 Bearbeitet
Shane MacĢowan ist heute gestorben.
Nicht nur, dass er einen der schönsten Weihnachtssongs, Farytail of New York, geschrieben und gesungen hat.
Das Pogues Album " If I should fall from grace to god" gehört auch auf unsere Liste der besten 500 Alben.
Vabanque - 02. Dez '23 Bearbeitet
Ist eigentlich eines der Alben von Steely Dan auf der 500er-Liste?

Ich höre gerade, nach Jahrzehnten, deren drittes Album 'Pretzel Logic' wieder.

Schöner geschmeidiger, entspannter Westcoast-Sound mit leichten Jazz-Anleihen (auf späteren Alben fließt mehr Jazz und Funk ein), vor allem begeistern mich die feinen, ausgefeilten Arrangements.

Allerdings stehen dieser wundervoll subtilen Musik die oft schreienden, aber jedenfalls meist völlig geschmacklosen Albumcovers gegenüber ... schon komisch.
Rubo - 02. Dez '23
.....:)) - auf tv-sender. 3-sat, läuft:
"Maria by Callas"
ChrisJuergens - 03. Dez '23
Empfehlung: La Düsseldorf / Viva.
Feyerabend - 12. Feb '24
Viele der hier interessierten CF stehen offensichtlich auf gitarrenbasierte Rock-Musik der 70er/80er/90er Jahre.
In dem Zusammenhang ist mir diese Meldung gerade aufgefallen:
MARK KNOPFLER TROMMELT MUSIK-STARS ZUSAMMEN
Gitarristen-Supergroup aus 54 Ikonen
https://www.stern.de/kultur/mark-knopfler-trommelt-musik-stars..

Das wird wohl kaum ein Superalbum werden aber, angesichts von geschätzt über 3000 Jahren Musikererfahrungen, doch interessant.
ChrisJuergens - 15. Feb '24
Interessantes Album: Agitation Free / Momentum.
ChrisJuergens - 21. Feb '24
Avantgarde gefällig? A.R. & Machines / Grüne Reise. Achim Reichel.
ChrisJuergens - 15. Mär '24 Bearbeitet
Was sind eure Favoriten? Habt ihr eine Liste?
ChrisJuergens - 15. Jun '24
Ist das hier eigentlich der bisher längste Gesprächsfaden?
Vabanque - 15. Jun '24
Möglich. Aber die meisten Einträge stammen von dir selber😁
ChrisJuergens - 15. Jun '24
Sehr viele aber auch von dir. Du warst(bist) sehr interessiert.