Schach
Schachliteratur
domanhans - 11. Sep '19
Liebe Schachfreunde!
Seit Jahren bin ich hier auf Chessmail und versuche mich mit mehr oder eher weniger Erfolg am Schachspiel. Um mein Spiel etwas voran zu bringen, sollte ich mich doch auch etwas mit Theorie und Literatur beschäftigen. Welche Schachbücher würdet ihr mir da empfehlen?
Mein Wissensstand: Spiele seit Jahren auf CM mit z.Zt. etwas 1700 Punkten ohne wirkliche Ahnung von Theorie.
Ich bin gespannt auf eure Antworten.
LG Hans
Seit Jahren bin ich hier auf Chessmail und versuche mich mit mehr oder eher weniger Erfolg am Schachspiel. Um mein Spiel etwas voran zu bringen, sollte ich mich doch auch etwas mit Theorie und Literatur beschäftigen. Welche Schachbücher würdet ihr mir da empfehlen?
Mein Wissensstand: Spiele seit Jahren auf CM mit z.Zt. etwas 1700 Punkten ohne wirkliche Ahnung von Theorie.
Ich bin gespannt auf eure Antworten.
LG Hans
Schlafabtausch - 11. Sep '19
Aaron Nimzowitsch: Mein System
Vabanque - 11. Sep '19
Das Buch ist natürlich sehr gut und ein Klassiker, aber up to date ist es nicht mehr, vor allem was die Eröffnungen betrifft.
Trotzdem würde ich auf alle Fälle empfehlen, diese Klassiker (z.B. auch Nimzowitsch: Die Blockade, Die Praxis meines Systems, Réti: Die Meister des Schachbretts, Tarrasch: Die moderne Schachpartie, Das Schachspiel; Teschner: Schach in 40 Stunden, Schach für Fortgeschrittene) zu lesen, ja, in Teilen sogar gründlich zu studieren, begleitend aber ein neueres allgemeines Eröffnungsbuch zu konsultieren, um die heutigen Einschätzungen der Varianten, die in den Klassikern gespielt werden, nachzuschlagen.
Für mindestens ebenso wichtig halte ich das Studium der Endspiele. Dafür bieten einige der oben genannten Bücher bereits einiges elementare Material (Tarrasch: Das Schachspiel, Teschner: Schach in 40 Stunden).
Sehr gut auch die Übersicht der elementaren Endspiele in Lane: Improve your Chess in 7 Days (der 6. Tag, der mit 40 Seiten auch der längste in dem Buch ist, befasst sich mit den wichtigsten Endspielen), und in Harding: Better Chess for Average Players (ein Buch, das auch gute Kapitel über Zugfindung enthält).
Trotzdem würde ich auf alle Fälle empfehlen, diese Klassiker (z.B. auch Nimzowitsch: Die Blockade, Die Praxis meines Systems, Réti: Die Meister des Schachbretts, Tarrasch: Die moderne Schachpartie, Das Schachspiel; Teschner: Schach in 40 Stunden, Schach für Fortgeschrittene) zu lesen, ja, in Teilen sogar gründlich zu studieren, begleitend aber ein neueres allgemeines Eröffnungsbuch zu konsultieren, um die heutigen Einschätzungen der Varianten, die in den Klassikern gespielt werden, nachzuschlagen.
Für mindestens ebenso wichtig halte ich das Studium der Endspiele. Dafür bieten einige der oben genannten Bücher bereits einiges elementare Material (Tarrasch: Das Schachspiel, Teschner: Schach in 40 Stunden).
Sehr gut auch die Übersicht der elementaren Endspiele in Lane: Improve your Chess in 7 Days (der 6. Tag, der mit 40 Seiten auch der längste in dem Buch ist, befasst sich mit den wichtigsten Endspielen), und in Harding: Better Chess for Average Players (ein Buch, das auch gute Kapitel über Zugfindung enthält).
Vabanque - 11. Sep '19
Es mag Smyslov gewesen sein, der schrieb, dass man sich durch das Studium der Endspiele auch am besten mit der Handhabung der einzelnen Figuren vertraut macht. Denn es sind nur wenige Figuren auf dem Brett, so dass deren Möglichkeiten und deren Zusammenwirken bis zum Äußersten ausgenutzt werden müssen (und auch können, weil ja viel leerer Raum vorhanden ist).
Dadurch lernt man allgemein den Umgang mit den Figuren sehr gut, das Studium der Endspiele ist also auch für die anderen Partiephasen nützlich :-)
Dadurch lernt man allgemein den Umgang mit den Figuren sehr gut, das Studium der Endspiele ist also auch für die anderen Partiephasen nützlich :-)
Jupp53 - 11. Sep '19
Da wir hier Amateure sind lässt sich das in zwei Fragen aufteilen.
1. Was ist sinnvoll?
Taktik ist die Grundlage. Mit einem Fehler kannst du fünfzig gute Züge entwerten. Also gehören Taktikbücher in die Auswahl und Taktik kommt überall vor..
Endspiel würde ich aufteilen in grundlegend technische und komplexe Endspiele. Zumindest ein Basiswerk gehört in die Auswahl.
Mittelspielbücher gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Seit Nimzowitsch haben sich die Zeiten weiterentwickelt, was nicht gegen Nimzowitsch spricht.
Für Eröffnungen reichen erst einmal die Grundlagen, d.h. verstehen der Prinzipien. Ein Repertoirebuch für Schwarz und Weiß und eine Onlinedatenbank reichen hier lange.
Unterschätzt wird m.E. die Frage der Zugauswahl und des Denkens. Eine sehr gut kommentierte Partiesammlung enthält verbale Hinweise, wie starke Spiele genau zu den Zügen gekommen sind. Damit wird dieser Teil unsystematisch erledigt. Es gibt auch ein paar Bücher die das systematisch angehen.
Wichtig ist: Als Amateur studiert man nur, wozu man Lust hat und wie lange man am Ball bleibt. Das ist dann auch die zweite Frage, die an dich geht.
Wieviel Zeit und Ehrgeiz investierst du?
Vabanques Empfehlungen sind alle gut. Weitere Empfehlungen packe ich nicht dazu, sondern schlage einen anderen Weg vor. Falls es eine Buchhandlung mit Schachbüchern in der Nähe gibt, hingehen und angucken. Dann nicht einfach kaufen, sondern die in Betracht gezogenen Bücher hier vorstellen und sagen, was daran gefiel.
Falls ein keine Buchhandlung gibt, hilft ersatzweise die Internetseite der Schachversender, die eine Unterabteilung Lehrbücher haben sollte. Da gibt es häufiger Leseproben und man bekommt ein Gefühl, was gefallen könnte. Auch hier wieder zurückkommen und vorstellen.
Das hilft dir selbst klarer zu werden, was du willst und es besteht die Chance, genauer auf deine Bedürfnisse einzugehen.
1. Was ist sinnvoll?
Taktik ist die Grundlage. Mit einem Fehler kannst du fünfzig gute Züge entwerten. Also gehören Taktikbücher in die Auswahl und Taktik kommt überall vor..
Endspiel würde ich aufteilen in grundlegend technische und komplexe Endspiele. Zumindest ein Basiswerk gehört in die Auswahl.
Mittelspielbücher gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Seit Nimzowitsch haben sich die Zeiten weiterentwickelt, was nicht gegen Nimzowitsch spricht.
Für Eröffnungen reichen erst einmal die Grundlagen, d.h. verstehen der Prinzipien. Ein Repertoirebuch für Schwarz und Weiß und eine Onlinedatenbank reichen hier lange.
Unterschätzt wird m.E. die Frage der Zugauswahl und des Denkens. Eine sehr gut kommentierte Partiesammlung enthält verbale Hinweise, wie starke Spiele genau zu den Zügen gekommen sind. Damit wird dieser Teil unsystematisch erledigt. Es gibt auch ein paar Bücher die das systematisch angehen.
Wichtig ist: Als Amateur studiert man nur, wozu man Lust hat und wie lange man am Ball bleibt. Das ist dann auch die zweite Frage, die an dich geht.
Wieviel Zeit und Ehrgeiz investierst du?
Vabanques Empfehlungen sind alle gut. Weitere Empfehlungen packe ich nicht dazu, sondern schlage einen anderen Weg vor. Falls es eine Buchhandlung mit Schachbüchern in der Nähe gibt, hingehen und angucken. Dann nicht einfach kaufen, sondern die in Betracht gezogenen Bücher hier vorstellen und sagen, was daran gefiel.
Falls ein keine Buchhandlung gibt, hilft ersatzweise die Internetseite der Schachversender, die eine Unterabteilung Lehrbücher haben sollte. Da gibt es häufiger Leseproben und man bekommt ein Gefühl, was gefallen könnte. Auch hier wieder zurückkommen und vorstellen.
Das hilft dir selbst klarer zu werden, was du willst und es besteht die Chance, genauer auf deine Bedürfnisse einzugehen.
domanhans - 11. Sep '19
Liebe Schachfreunde!
Es freut mich so viele Antworten zu erhalten und dass ihr für mein Anliegen soviel Zeit erübrigt.
Um die Fragen von SF Jupp54 zu beantworten:
Mein Plan war, ich greife hier die guten Tipps ab und wende mich an den Onlinehändler. Scheint nicht so einfach zu sein. Nur ein Thread weiter unten wird hier im Forum das Damengambit behandelt. Da werden verschiedene Zugabfolgen mit Vor- und Nachteilen von SF Vabanque (hier Vorschläge von ihm zu lesen hat mich besonders gefreut) und anderen sehr verständlich erklärt. So etwas in Buchform für die Eröffnungen hätte ich mir vorgestellt. Natürlich etwas über Strategie und Taktik und wie man Endspiele richtig spielt und warum.
Vielen Dank für eure Kommentare
Hans
Es freut mich so viele Antworten zu erhalten und dass ihr für mein Anliegen soviel Zeit erübrigt.
Um die Fragen von SF Jupp54 zu beantworten:
Mein Plan war, ich greife hier die guten Tipps ab und wende mich an den Onlinehändler. Scheint nicht so einfach zu sein. Nur ein Thread weiter unten wird hier im Forum das Damengambit behandelt. Da werden verschiedene Zugabfolgen mit Vor- und Nachteilen von SF Vabanque (hier Vorschläge von ihm zu lesen hat mich besonders gefreut) und anderen sehr verständlich erklärt. So etwas in Buchform für die Eröffnungen hätte ich mir vorgestellt. Natürlich etwas über Strategie und Taktik und wie man Endspiele richtig spielt und warum.
Vielen Dank für eure Kommentare
Hans
domanhans - 11. Sep '19
Ich bitte um Entschuldigung. Jupp53 ist der SF mit den interessierten Fragen. Die 54 hat sich eingeschlichen.
Jupp53 - 11. Sep '19
Null Problemo. So etwas wie das Damengambit-Thema sind die beiden Bücher von Grooten zu Italienisch/Spanisch und Damengambit. Das ist halt "nur" jeweils ein großer Eröffnungskomplex und wohl für Deine Spielstärke aufwärts gedacht.
Oli1970 - 11. Sep '19
Als Eröffnungsbücher, die Pläne erläutern und nicht nur Zugfolgen geben, kommen vielleicht die „Geheimnisse moderner Schacheröffnungen“ von John Watson in Betracht. Oder die „Chess Openings Essentials“. Sind jeweils mehrteilige Reihen, ob es letztere auf deutsch gibt, weiß ich nicht. Natürlich können diese Reihen als Allrounder nicht bis in die hinterletzten Varianten und Details gehen, decken aber wohl alles Wichtige ab. Watson ist (vielleicht) umfangreicher, die englischen Essentials kommen vielleicht schneller auf den Punkt. Die Dinger zu lesen ist ein halbes Lebenswerk, nachvollziehen und sich merken reicht dann für die zwei weitere Hälften ...
Interessant ist sicher „Chess Structures“ von Mauricio Flores Rios, der sich dem Thema über die verschiedenen Bauernstrukturen nähert. Sieht sehr interessant aus, könnte wertvoller sein, als unzählige Eröffnungsvarianten. Er beschreibt die Bauernstrukturen, die aus Eröffnungen entstehen und leitet daraus die dahinter steckenden Pläne beider Parteien ab. Dazu gibt es dann Partiebeispiele, die zeigen sollen, wie die Pläne umgesetzt werden.
Mir gefallen die Bücher von Jeremy Silman wegen seines lockeren Stils. Hier wäre es „Schach mit neuem Schwung“, die Übersetzung von „How to Reassess Your Chess“. Von ihm gibt es auch „Silmans Endspielkurs“. Er schreibt lange nicht so trocken wie viele andere Autoren. Ersteres steht bei mir im Schrank und wird gerne mal gegriffen.
Immer wieder genannt werden auch die Bücher von John Nunn. So beschreibt er in „Schach verstehen Zug um Zug“ ein paar seiner Spiele und die dahinter liegenden Denkprozesse. Letztlich also kommentierte Partien, die den geneigten Hobbyisten auf ein höheres Niveau bringen sollen. Die Zeit und Geduld, mich dadurch zu fuchsen, habe ich nicht.
Zu einem Statement, was die Qualität meiner Nennungen angeht, reicht es bei mir nicht. Aber so ganz schlecht wird‘s schon nicht sein. Silman mag ich ganz einfach und empfehle deshalb den Blick darauf, und Flores Rios steht nach einer Leseprobe auf meinem Wunschzettel.
Interessant ist sicher „Chess Structures“ von Mauricio Flores Rios, der sich dem Thema über die verschiedenen Bauernstrukturen nähert. Sieht sehr interessant aus, könnte wertvoller sein, als unzählige Eröffnungsvarianten. Er beschreibt die Bauernstrukturen, die aus Eröffnungen entstehen und leitet daraus die dahinter steckenden Pläne beider Parteien ab. Dazu gibt es dann Partiebeispiele, die zeigen sollen, wie die Pläne umgesetzt werden.
Mir gefallen die Bücher von Jeremy Silman wegen seines lockeren Stils. Hier wäre es „Schach mit neuem Schwung“, die Übersetzung von „How to Reassess Your Chess“. Von ihm gibt es auch „Silmans Endspielkurs“. Er schreibt lange nicht so trocken wie viele andere Autoren. Ersteres steht bei mir im Schrank und wird gerne mal gegriffen.
Immer wieder genannt werden auch die Bücher von John Nunn. So beschreibt er in „Schach verstehen Zug um Zug“ ein paar seiner Spiele und die dahinter liegenden Denkprozesse. Letztlich also kommentierte Partien, die den geneigten Hobbyisten auf ein höheres Niveau bringen sollen. Die Zeit und Geduld, mich dadurch zu fuchsen, habe ich nicht.
Zu einem Statement, was die Qualität meiner Nennungen angeht, reicht es bei mir nicht. Aber so ganz schlecht wird‘s schon nicht sein. Silman mag ich ganz einfach und empfehle deshalb den Blick darauf, und Flores Rios steht nach einer Leseprobe auf meinem Wunschzettel.
StillSchweiger - 12. Sep '19
Noch ein Silman:
"Schach, aber richtig!
Die Überwindung des amateurhaften Denkens"
"Schach, aber richtig!
Die Überwindung des amateurhaften Denkens"
Oli1970 - 12. Sep '19
Ja, das besitze ich auch. Es reicht eines von beiden, es wiederholt sich viel. Hier werden eher die Spielzüge der unteren Amateurklassen betrachtet. Für Fortgeschrittene würde ich das o. g. empfehlen. Allerdings hat der Lehransatz, Fehlzüge zu analysieren, auch was für sich. Ist wohl Geschmacksache. :-)
patzer0815 - 14. Sep '19
Für doe konkretisierte Anfrage würde ich (auch) ein Buch eines inszwischen verstorbenen US-Großmeisters empfehlen: Edmar Mednis: Spiele gute Eröffnungszüge!
domanhans - 14. Sep '19
Liebe Schachfreunde!
Vielen Dank für eure Kommentierungen, Anregungen und Empfehlungen. Da fällt es schwer eine Auswahl zu treffen. Ich habe jetzt mal eine Liste von 10 Büchern zusammengestellt. (Da wird sich Amazon freuen).
Meinen zukünftigen Gegnern wünsche ich schon jetzt alles Gute, werden sie brauchen....:-))))
Aber Spaß beiseite, Danke und gutes Spiel
Hans
Vielen Dank für eure Kommentierungen, Anregungen und Empfehlungen. Da fällt es schwer eine Auswahl zu treffen. Ich habe jetzt mal eine Liste von 10 Büchern zusammengestellt. (Da wird sich Amazon freuen).
Meinen zukünftigen Gegnern wünsche ich schon jetzt alles Gute, werden sie brauchen....:-))))
Aber Spaß beiseite, Danke und gutes Spiel
Hans
Byzantiner - 14. Sep '19
Lieber Hans, denke bitte daran, dass der Buchhändler vor Ort Steuern zahlt und sich sozial und gesellschaftlich einsetzt. Bitte nicht den Asozialen das Geld in den Rachen werfen!
domanhans - 14. Sep '19
Da bin ich ja ganz bei dir. Aber in dem Fall siegt die Bequemlichkeit. In Österreich am Land zuhause ist die nächste ernst zu nehmende, aber unwahrscheinliche Möglichkeit ca 50 km entfernt. Eine aussichtsreiche 8o km. Da scheint mir das entschuldigt.
LG Hans
LG Hans
Jupp53 - 15. Sep '19
@domanhans
Ist zwar off-topic. Schachversände sind immer noch besser als Amazon, weil sie mit der Schachszene in ihren Ländern verbunden sind. Nur für das nächste Mal.
Ist zwar off-topic. Schachversände sind immer noch besser als Amazon, weil sie mit der Schachszene in ihren Ländern verbunden sind. Nur für das nächste Mal.
Schlaffi - 15. Sep '19
Ich wundere mich immer, dass das hervorragende Strategybuch von Pandolfini ("Weapons of chess") nie genannt wird.
Ist zwar auf Englisch, Schulenglisch reicht aber völlig aus.
Eine Art Kompendium, aber trotzdem problemlos zu verstehen. Komprimiert und doch leicht verständlich gibt es selten!
Ideales Vorgericht zur Nachspeise Nimzowitsch, oder Silman! :-)
Ist zwar auf Englisch, Schulenglisch reicht aber völlig aus.
Eine Art Kompendium, aber trotzdem problemlos zu verstehen. Komprimiert und doch leicht verständlich gibt es selten!
Ideales Vorgericht zur Nachspeise Nimzowitsch, oder Silman! :-)
domanhans - 16. Sep '19
Hey Jupp53, ist noch nicht zu spät. Hast du völlig recht. Ich assoziiere immer nur Buch = weit fahren oder Amazon.
domanhans - 16. Sep '19
Um mal vom Lieferantenthema wegzukommen, aber vor allem weil es von einem Schachfreund gewünscht wird, poste ich meine Bücherliste.
John Watson, Geheimnisse moderner Schacheröffnungen Bd. 1 - 4
Jeremy Silman, Schach mit neuem Schwung
Silmans Endspielkurs
John Nunn, Schach verstehen Zug um Zug
Reti, Die Meister des Schachbretts
Aaron Nimzowitsch, Mein System
Die Praxis meines Systems
Ich denke das ist eine Auswahl die so einiges abdeckt. Ich werde die Bücher auch nicht in einem Rutsch kaufen. So nach und nach und zwischendurch vielleicht auch etwas anderes. Ich hätte ja auf meinen Sager mit dem Onlinehändler mit keinen Reaktionen gerechnet, aber den Vorschlag mit dem Schachversand werde ich aufgreifen.
Das ist also meine Liste. Für alle die es interessiert.
LG Hans
John Watson, Geheimnisse moderner Schacheröffnungen Bd. 1 - 4
Jeremy Silman, Schach mit neuem Schwung
Silmans Endspielkurs
John Nunn, Schach verstehen Zug um Zug
Reti, Die Meister des Schachbretts
Aaron Nimzowitsch, Mein System
Die Praxis meines Systems
Ich denke das ist eine Auswahl die so einiges abdeckt. Ich werde die Bücher auch nicht in einem Rutsch kaufen. So nach und nach und zwischendurch vielleicht auch etwas anderes. Ich hätte ja auf meinen Sager mit dem Onlinehändler mit keinen Reaktionen gerechnet, aber den Vorschlag mit dem Schachversand werde ich aufgreifen.
Das ist also meine Liste. Für alle die es interessiert.
LG Hans
Oli1970 - 16. Sep '19
Danke fürs Posten der Liste! Ich glaube, mit der Auswahl wirst Du viel Spaß haben und Nutzen draus ziehen können.
Der verteufelte Online-Händler bietet zumindest oft den Blick ins Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe. Auch nicht so schlecht bei der Entscheidungsfindung ... ;-)
Den Buchtipp zu John Nunn muss ich übrigens korrigieren: Es sind nicht ausschließlich seine Spiele, die er kommentiert. Der Großteil beschäftigt sich mit den Partien anderer Spieler.
So, jetzt bin ich angefüttert. Nimzowitschs Praxis kommt auch auf meinen Wunschzettel. "Haben" ist ja besser als "brauchen", nicht? :-)
Der verteufelte Online-Händler bietet zumindest oft den Blick ins Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe. Auch nicht so schlecht bei der Entscheidungsfindung ... ;-)
Den Buchtipp zu John Nunn muss ich übrigens korrigieren: Es sind nicht ausschließlich seine Spiele, die er kommentiert. Der Großteil beschäftigt sich mit den Partien anderer Spieler.
So, jetzt bin ich angefüttert. Nimzowitschs Praxis kommt auch auf meinen Wunschzettel. "Haben" ist ja besser als "brauchen", nicht? :-)
Pantophage - 20. Sep '19
In den 1980ger Jahren erschien in der DDR ein 24-bändiges Werk "Moderne Eröffnungstheorie" der sowjetischen Großmeister Suetin, Polugajewski und Taimanow. Ich hatte mir damals ein paar Exemplare gekauft und viel daraus gelernt. Hatte mich später geärgert, dass ich nicht alle Bände habe, aber so nach und nach habe ich sie vervollständigt und kürzlich das letzte, mir fehlende Exemplar erworben! Für mich ist das die Schach-Bibel! Mag jemand sagen, die Dinger sind 30 Jahre alt und es gibt Neuerungen bei den Schacheröffnungen. O.k., aber mal ehrlich, wir sind keine Champions und um Eröffnungsvarianten bis hin ins Mittelspiel zu erklären, sind diese Bücher allemal noch gut! Nein, Spitze! Kennt die jemand und liebt sie?
Tschechov - 21. Sep '19
Ich spare gerade auf eine Sammlung (leider nicht vollständig) bei booklooker. hatte den Tip, wie du weißt, von dir, Ein Buch habe ich bereits, das mir sehr gut gefällt. Auch optisch sind die Bücher sehr schön.
Schlaffi - 22. Sep '19
Nimzowitsch.net
Alle Buecher von ihm zum Nachspielen.
Finde ich zum Durcharbeiten einfacher.
Alle Buecher von ihm zum Nachspielen.
Finde ich zum Durcharbeiten einfacher.
Vabanque - 22. Sep '19
>>Schlaffi - vor 5 Std.
Nimzowitsch.net
Alle Buecher von ihm zum Nachspielen.
Finde ich zum Durcharbeiten einfacher.<<
Danke, super. Die Seite kannte ich gar nicht.
(Hoffentlich sind da weniger Schreibfehler als auf schwachspieler.de, aber einem geschenkten Gaul schaut man ja bekanntlich nicht ins Maul)
Nimzowitsch.net
Alle Buecher von ihm zum Nachspielen.
Finde ich zum Durcharbeiten einfacher.<<
Danke, super. Die Seite kannte ich gar nicht.
(Hoffentlich sind da weniger Schreibfehler als auf schwachspieler.de, aber einem geschenkten Gaul schaut man ja bekanntlich nicht ins Maul)
mattin2 - 01. Okt '19
Hier 6 Buchempfehlungen, mit deren Inhalten ich mein Schach deutlich verbessern konnte:
1. Karl Colditz: Lehr-, Übungs- und Testbuch der Schachkombinationen (Falken-
Verlag, 1982)
2. Alexander Koblenz: Schachstrategie (Falken-Verlag 1982)
3. Alexander Koblenz: Denke wie ein Großmeister (Edition Olms, 1986)
4. Ripperger, Tabatt, Ziegler: Endspielstrategien für Siegertypen (Chess Coach,
2010)
5. Edmar Mednis: Wie wird man ein guter Turnierspieler? (Joachim Beyer Verlag,
1993)
6. Sergiu Samarian: Das systematische Schachtraining (Falken-Verlag, 1987)
1. Karl Colditz: Lehr-, Übungs- und Testbuch der Schachkombinationen (Falken-
Verlag, 1982)
2. Alexander Koblenz: Schachstrategie (Falken-Verlag 1982)
3. Alexander Koblenz: Denke wie ein Großmeister (Edition Olms, 1986)
4. Ripperger, Tabatt, Ziegler: Endspielstrategien für Siegertypen (Chess Coach,
2010)
5. Edmar Mednis: Wie wird man ein guter Turnierspieler? (Joachim Beyer Verlag,
1993)
6. Sergiu Samarian: Das systematische Schachtraining (Falken-Verlag, 1987)
Vabanque - 01. Okt '19
>>Alexander Koblenz: Denke wie ein Großmeister (Edition Olms, 1986)<<
Ist das nicht von Kotow? Oder meine ich ein anderes Buch des gleichen Titels?
Wobei Kotow und Koblenz ja wirklich viel zusammen verfasst haben.
Ist das nicht von Kotow? Oder meine ich ein anderes Buch des gleichen Titels?
Wobei Kotow und Koblenz ja wirklich viel zusammen verfasst haben.
mattin2 - 01. Okt '19
Sorry, hab mich verschrieben :-(
Ist natürlich von Kotow.
Ist natürlich von Kotow.
mattin2 - 01. Okt '19
Lag wohl am "Alexander" ;-)
Vabanque - 01. Okt '19
Heißen nicht 80% der Russen Alexander? ;-)
Vabanque - 01. Okt '19
Kotow, Koblenz, Suetin ... das waren so die Standard-Autoren der alten Strategie- und Taktik-Reihe des Berliner Sportverlags der DDR. An und für sich sicher gute Bücher, aber ich bin da nie durchgekommen, denn man kann sie mit drei Worten beschreiben: trocken, trocken, trocken :-)
mattin2 - 01. Okt '19
Ich kenne nur noch den Wodka.
Der heißt doch (Alexander) Puschkin ;-) ...
...der kann uns ja vorm Spiel etwas locker machen, aber auf Dauer verbessert er unsere Fähigkeiten zum Schachspiel sicher nicht.
Der heißt doch (Alexander) Puschkin ;-) ...
...der kann uns ja vorm Spiel etwas locker machen, aber auf Dauer verbessert er unsere Fähigkeiten zum Schachspiel sicher nicht.
Vabanque - 01. Okt '19
Für mich ist Alexander Puschkin ein Schriftsteller. Von Wodka habe ich keine Ahnung, weiß aber immerhin, dass der oft (immer?) nach bekannten Personen benannt ist.
Jetzt sind wir aber sehr off-topic geraten.
Ich wollte eigentlich die Trockenheit der Werke der sowjetischen Schachschule zur Diskussion stellen.
Jetzt sind wir aber sehr off-topic geraten.
Ich wollte eigentlich die Trockenheit der Werke der sowjetischen Schachschule zur Diskussion stellen.
mattin2 - 01. Okt '19
Das mit dem "trocken, trocken, trocken..." mag ja für die Bücher im Sportverlag stimmen. Die Bücher vom Falken-Verlag sind völlig anders gestaltet, haben ein größeres Format, wesentlich größere Diagramme als die vom Sportverlag. Auch das Schriftbild ist größer. Und sie sind gespickt mit Aufgaben, Trainingsstunden, Tests, Lösungshilfen... Man kann große Teile des Inhalts auch gut ohne Spielbrett durcharbeiten.
Sehr empfehlenswert!
Sehr empfehlenswert!
mattin2 - 01. Okt '19
Als ein hervorragend gestaltetes Buch ist "Schachstrategie" von Alexander Koblenz anzusehen. Das ist ein Intensivkurs mit Übungen und ausführlichen Lösungen und ist in 15 Trainingsstunden untergliedert.
Dass sich das Buch weitab von trockener Schachtheorie bewegt, liegt ganz sicher auch daran, dass es von Karl Colditz bearbeitet wurde. Ziel von Colditz in seinen Büchern war schon immer, das Kombinieren als eine erlernbare Fähigkeit zu vermitteln. Und das ist ihm in allen seinen Veröffentlichungen gelungen.
Dass sich das Buch weitab von trockener Schachtheorie bewegt, liegt ganz sicher auch daran, dass es von Karl Colditz bearbeitet wurde. Ziel von Colditz in seinen Büchern war schon immer, das Kombinieren als eine erlernbare Fähigkeit zu vermitteln. Und das ist ihm in allen seinen Veröffentlichungen gelungen.
Jupp53 - 01. Okt '19
Die Bücher von Koblenz/Kotow im Sportverlag sind nicht trocken. Keres/Golz, Awarbach Schachtaktik für Fortgeschrittene, .... Es sind halt nicht alles Eröffnungsbücher, die heute viel besser geschrieben werden, wenn es um Einführungen geht.
Vabanque - 01. Okt '19
Das mit der 'Trockenheit' ist sicherlich auch subjektiv, jeder empfindet das wieder anders. Die von mattin2 angesprochene Kleinformatigkeit der Bücher aus dem Sportverlag und ihr relativ kleines Schriftbild tragen mit Sicherheit auch dazu bei, einem den Spaß am Durcharbeiten zu verleiden.
So weit es sich nicht um Eröffnungsbücher handelt, sondern um Bücher über Strategie und Taktik, sind die Inhalte dieser Bücher natürlich trotzdem verhältnismäßig zeitlos.
Ob Kotow, Koblenz, Suetin oder auch Awerbach: es wird halt immer extrem viel Inhalt auf kleinsten Raum gepackt, es gibt viele Beispiele und vergleichsweise wenig Erläuterung zu den Zügen selbst, dafür viel allgemeines pseudowissenschaftliches (vor allem bei Suetin) Geschreibe. Sowjetische Schachschule halt, naja.
So weit es sich nicht um Eröffnungsbücher handelt, sondern um Bücher über Strategie und Taktik, sind die Inhalte dieser Bücher natürlich trotzdem verhältnismäßig zeitlos.
Ob Kotow, Koblenz, Suetin oder auch Awerbach: es wird halt immer extrem viel Inhalt auf kleinsten Raum gepackt, es gibt viele Beispiele und vergleichsweise wenig Erläuterung zu den Zügen selbst, dafür viel allgemeines pseudowissenschaftliches (vor allem bei Suetin) Geschreibe. Sowjetische Schachschule halt, naja.
mattin2 - 02. Okt '19
Natürlich sind viele der Schachbücher inhaltlich zeitlos. Ich denke da z.B. an die Bücher von Max Euwe über das Mittel- und Endspiel (erschienen 1956/57).
Was sich aber bei vielen Büchern stark gewandelt hat, ist die optische, grafische Darstellung der Inhalte.
Als gelernter Schriftsetzer und Grafiker lege ich großen Wert auf die Gestaltung, das Layout eines Buches. Mir ist wichtig, dass ich ein Schachbuch auch in wesentlichen Teilen ohne ein Schachbrett zu benutzen, lesen, durcharbeiten kann.
In einem anderen Forum kritisierte ich, dass es immer noch Schachliteratur gibt, die z.B. eine Eröffnung für Schwarz darstellen möchte, aber alle Diagramme ausschließlich von der weißen Seite zeigt.
Aktuell arbeite ich mit zwei dieser Exemplare. Das eine ist "Das d6-Repertoire" von IM Erik Zude/GM Jörg Hickl, das andere "1...c6! ...aus allen Lagen" von Harald Keilhack und Rainer Schlenker.
Mich wundert es, dass die Autoren dieser recht jungen Schachliteratur immer noch an der alten Darstellung der Diagramme festhalten. Ein Lichtblick in der Diagrammgestaltung waren für mich die 1985/86 erschienenen Bücher von Stefan Bücker "Der Geier" und "Die Nordwalder Variante".
Was sich aber bei vielen Büchern stark gewandelt hat, ist die optische, grafische Darstellung der Inhalte.
Als gelernter Schriftsetzer und Grafiker lege ich großen Wert auf die Gestaltung, das Layout eines Buches. Mir ist wichtig, dass ich ein Schachbuch auch in wesentlichen Teilen ohne ein Schachbrett zu benutzen, lesen, durcharbeiten kann.
In einem anderen Forum kritisierte ich, dass es immer noch Schachliteratur gibt, die z.B. eine Eröffnung für Schwarz darstellen möchte, aber alle Diagramme ausschließlich von der weißen Seite zeigt.
Aktuell arbeite ich mit zwei dieser Exemplare. Das eine ist "Das d6-Repertoire" von IM Erik Zude/GM Jörg Hickl, das andere "1...c6! ...aus allen Lagen" von Harald Keilhack und Rainer Schlenker.
Mich wundert es, dass die Autoren dieser recht jungen Schachliteratur immer noch an der alten Darstellung der Diagramme festhalten. Ein Lichtblick in der Diagrammgestaltung waren für mich die 1985/86 erschienenen Bücher von Stefan Bücker "Der Geier" und "Die Nordwalder Variante".
Vabanque - 02. Okt '19
>>Mir ist wichtig, dass ich ein Schachbuch auch in wesentlichen Teilen ohne ein Schachbrett zu benutzen, lesen, durcharbeiten kann.<<
Das wäre mit Sicherheit absolut wünschenswert. Leider kenne ich nur ganz wenige Schachbücher, bei denen dies der Fall ist.
>>In einem anderen Forum kritisierte ich, dass es immer noch Schachliteratur gibt, die z.B. eine Eröffnung für Schwarz darstellen möchte, aber alle Diagramme ausschließlich von der weißen Seite zeigt.<<
Es gibt sie nicht nur immer noch, sondern - wie es scheint - sogar fast ausschließlich!
Zufällig liegt vor mir gerade das - übrigens recht gute! - Buch von Richard Palliser: 'Beating Unusual Chess Openings', das ein ausschließliches Schwarz-Repertoire gegen 'alles außer 1. e4 und 2. d4' vorstellt, aber ebenso ausschließlich alle Diagramme aus weißer Sicht darstellt. Und das Buch ist von 2006, also nicht wirklich alt.
Das wäre mit Sicherheit absolut wünschenswert. Leider kenne ich nur ganz wenige Schachbücher, bei denen dies der Fall ist.
>>In einem anderen Forum kritisierte ich, dass es immer noch Schachliteratur gibt, die z.B. eine Eröffnung für Schwarz darstellen möchte, aber alle Diagramme ausschließlich von der weißen Seite zeigt.<<
Es gibt sie nicht nur immer noch, sondern - wie es scheint - sogar fast ausschließlich!
Zufällig liegt vor mir gerade das - übrigens recht gute! - Buch von Richard Palliser: 'Beating Unusual Chess Openings', das ein ausschließliches Schwarz-Repertoire gegen 'alles außer 1. e4 und 2. d4' vorstellt, aber ebenso ausschließlich alle Diagramme aus weißer Sicht darstellt. Und das Buch ist von 2006, also nicht wirklich alt.
mattin2 - 02. Okt '19
Ja, da hast du recht. Selbst die jüngsten Veröffentlichungen erscheinen in dieser, für mich veralteten, Form.
Ich schreibe jetzt immer die Verlage an, wenn ich mir wieder ein Buch gekauft habe, dass die starre Form, die Diagramme nur von weißer Seite darzustellen, beibehält.
Ich schreibe jetzt immer die Verlage an, wenn ich mir wieder ein Buch gekauft habe, dass die starre Form, die Diagramme nur von weißer Seite darzustellen, beibehält.
Vabanque - 02. Okt '19
Und hast du schon Erfolge erzielt?
Vabanque - 02. Okt '19
>>Natürlich sind viele der Schachbücher inhaltlich zeitlos. Ich denke da z.B. an die Bücher von Max Euwe über das Mittel- und Endspiel (erschienen 1956/57)<<
Die Euwe-Bücher sind natürlich alle absolute Klassiker, und glücklicherweise sind zumindest einige davon in Neuauflagen mit übersichtlicherem Layout erschienen.
Auch Euwes Bücher sind freilich von einer gewissen Trockenheit. Allerdings schreibt hier immerhin jemand, dessen Fachkompetenz außer Frage steht (er war ja schließlich Weltmeister, was also kann man noch mehr verlangen?), und bei aller Trockenheit ist seine Darstellung immer von großer Klarheit geprägt. Man merkt halt, dass er Lehrer war (in gewisser Weise war er tatsächlich ein 'Kollege' von mir, nämlich Mathelehrer an einem Mädchengymnasium).
Die von ihm selber kommentierte Sammlung seiner besten Partien 1920-1937 hat meines Wissens allerdings keine Neuauflage erlebt. Schade, denn ich finde es immer besonders erhellend, wenn ein großer Spieler seine eigenen Züge erläutert. Irgendwie scheint aber allgemein kein besonderes Interesse an Partien aus dieser Zeit zu bestehen, denn die Sammlungen der besten Partien von Aljechin, Botwinnik, Smyslov und Keres werden ja auch nicht neu aufgelegt.
Die Euwe-Bücher sind natürlich alle absolute Klassiker, und glücklicherweise sind zumindest einige davon in Neuauflagen mit übersichtlicherem Layout erschienen.
Auch Euwes Bücher sind freilich von einer gewissen Trockenheit. Allerdings schreibt hier immerhin jemand, dessen Fachkompetenz außer Frage steht (er war ja schließlich Weltmeister, was also kann man noch mehr verlangen?), und bei aller Trockenheit ist seine Darstellung immer von großer Klarheit geprägt. Man merkt halt, dass er Lehrer war (in gewisser Weise war er tatsächlich ein 'Kollege' von mir, nämlich Mathelehrer an einem Mädchengymnasium).
Die von ihm selber kommentierte Sammlung seiner besten Partien 1920-1937 hat meines Wissens allerdings keine Neuauflage erlebt. Schade, denn ich finde es immer besonders erhellend, wenn ein großer Spieler seine eigenen Züge erläutert. Irgendwie scheint aber allgemein kein besonderes Interesse an Partien aus dieser Zeit zu bestehen, denn die Sammlungen der besten Partien von Aljechin, Botwinnik, Smyslov und Keres werden ja auch nicht neu aufgelegt.
mattin2 - 02. Okt '19
Nein, bisher hatte ich keinen Erfolg.
Vabanque - 02. Okt '19
Warum nur hatte ich das fast vermutet? ;-)
mattin2 - 02. Okt '19
Und warum hast du das vermutet?
Ich gebe damit doch eine sinnvolle Anregung für die lesefreundliche Gestaltung der Schachbücher.
Ich gebe damit doch eine sinnvolle Anregung für die lesefreundliche Gestaltung der Schachbücher.
mattin2 - 02. Okt '19
...und wenn ich einen freundlichen Brief an den Autor, bzw. Verlag schicke, kann ich doch zumindest eine Antwort erwarten.
wrath85 - 02. Okt '19
Es gibt auch ein paar modernere Bücher zum Thema.
Mir haben z.B. die Bücher von Dworetski und Jussupow viel geholfen mein Mittelspiel zu verbessern, insbesondere 'Positionelles Schach', 'Moderne Schachtaktik' und 'Angriff und Verteidigung'.
Wobei man grundsätzlich mit den 'Klassikern' nichts verkehrt macht, Nimzowitsch und Teschner befindet sich auch mit inzwischen recht zerfledderten Seiten in meinem Bücherregal.
Für den nächsten Leistungssprung haben mir nur die erst genannten Bücher mehr gebracht :)
Generell gibt es ja eine Vielzahl an sinnvolen und guten Schachbüchern auf dem Markt. Das Richtige für sich zu finden geht meist nur über anlesen und ausprobieren.
Mir haben z.B. die Bücher von Dworetski und Jussupow viel geholfen mein Mittelspiel zu verbessern, insbesondere 'Positionelles Schach', 'Moderne Schachtaktik' und 'Angriff und Verteidigung'.
Wobei man grundsätzlich mit den 'Klassikern' nichts verkehrt macht, Nimzowitsch und Teschner befindet sich auch mit inzwischen recht zerfledderten Seiten in meinem Bücherregal.
Für den nächsten Leistungssprung haben mir nur die erst genannten Bücher mehr gebracht :)
Generell gibt es ja eine Vielzahl an sinnvolen und guten Schachbüchern auf dem Markt. Das Richtige für sich zu finden geht meist nur über anlesen und ausprobieren.
Vabanque - 02. Okt '19
>>mattin2 - vor 3 Std.
Und warum hast du das vermutet?
Ich gebe damit doch eine sinnvolle Anregung für die lesefreundliche Gestaltung der Schachbücher.<<
Natürlich, und es hängt auch keinesfalls mit dir oder dem Inhalt deines Schreibens zusammen, sondern einfach mit der Strukturierung des Verlagswesens (zumindest wie ich es einschätze).
Und warum hast du das vermutet?
Ich gebe damit doch eine sinnvolle Anregung für die lesefreundliche Gestaltung der Schachbücher.<<
Natürlich, und es hängt auch keinesfalls mit dir oder dem Inhalt deines Schreibens zusammen, sondern einfach mit der Strukturierung des Verlagswesens (zumindest wie ich es einschätze).
mattin2 - 04. Okt '19
Ich bin selbst Autor mehrerer Bücher (nein, kein Schach!). Natürlich ist das Layout vom Verlag vorgegeben, doch die inhaltliche Gestaltung, gerade auch im Bereich der Abbildungen, konnte ich immer selbst bestimmen. Für mich liegt es deshalb an den Autoren, wie die Diagramme gestaltet werden.
cerebrum - 12. Okt '19
Ich bin selber Autor, mein Layout konnte ICH! vorgeben. Meine nachweisbaren Fotos obliegten mir! Was hat man Dir noch noch zu schreiben vorgegeben?
Unglaublich Deine Aussage! Denk mal über Deine Zensur nach...
Unglaublich Deine Aussage! Denk mal über Deine Zensur nach...
Vabanque - 12. Okt '19
?????
mattin2 - 14. Okt '19
Hallo cerebrum, dein Nickname hier bedeutet "Großhirn".
Das kann ich aber in deinem Beitrag in keiner Zeile entdecken.
Das kann ich aber in deinem Beitrag in keiner Zeile entdecken.
Vabanque - 14. Okt '19
:-)))
SF cerebrum hat auch in seinen diversen Beiträgen zu anderen Threads gezeigt, dass er einfach nur etwas Öl ins Feuer gießt, in der Hoffnung, dass sich ein schöner Brand entwickelt ...
Bei politischen Threads ist es ihm offenbar sogar gut gelungen ... bei der Thematik reagieren alle Beteiligten viel zu sachlich, um zu entflammen :-)
Komischerweise läuten bei mir bei Aussagen wie 'denk mal nach über .... ' immer alle Alarmglocken ... wir hatten da schon so einige User, die mit dieser pseudo-moralischen Keule 'argumentiert' haben.
SF cerebrum hat auch in seinen diversen Beiträgen zu anderen Threads gezeigt, dass er einfach nur etwas Öl ins Feuer gießt, in der Hoffnung, dass sich ein schöner Brand entwickelt ...
Bei politischen Threads ist es ihm offenbar sogar gut gelungen ... bei der Thematik reagieren alle Beteiligten viel zu sachlich, um zu entflammen :-)
Komischerweise läuten bei mir bei Aussagen wie 'denk mal nach über .... ' immer alle Alarmglocken ... wir hatten da schon so einige User, die mit dieser pseudo-moralischen Keule 'argumentiert' haben.
Vabanque - 14. Okt '19
Auf den letzten seriösen Beitrag
>>mattin2 - 04.10.19
Ich bin selbst Autor mehrerer Bücher (nein, kein Schach!). Natürlich ist das Layout vom Verlag vorgegeben, doch die inhaltliche Gestaltung, gerade auch im Bereich der Abbildungen, konnte ich immer selbst bestimmen. Für mich liegt es deshalb an den Autoren, wie die Diagramme gestaltet werden.<<
hatte ich einfach deswegen nicht mehr reagiert, weil ich nicht einschätzen konnte, in wie weit sich diese Erfahrungen als Buchautor auf anderen Gebieten tatsächlich auf Schachliteratur übertragen lassen.
Ich denke halt auch (aber das ist nur persönliche Vermutung), dass sich nach einmal erfolgter Veröffentlichung weder Verlag noch Autor weiter mit dem Werk beschäftigen wollen. Denn man arbeitet ja längst schon an anderen Projekten. (Ich kann da freilich auch nur vor dem Hintergrund meiner Erfahrungen als ehemaliger wissenschaftlicher Autor sprechen.)
>>mattin2 - 04.10.19
Ich bin selbst Autor mehrerer Bücher (nein, kein Schach!). Natürlich ist das Layout vom Verlag vorgegeben, doch die inhaltliche Gestaltung, gerade auch im Bereich der Abbildungen, konnte ich immer selbst bestimmen. Für mich liegt es deshalb an den Autoren, wie die Diagramme gestaltet werden.<<
hatte ich einfach deswegen nicht mehr reagiert, weil ich nicht einschätzen konnte, in wie weit sich diese Erfahrungen als Buchautor auf anderen Gebieten tatsächlich auf Schachliteratur übertragen lassen.
Ich denke halt auch (aber das ist nur persönliche Vermutung), dass sich nach einmal erfolgter Veröffentlichung weder Verlag noch Autor weiter mit dem Werk beschäftigen wollen. Denn man arbeitet ja längst schon an anderen Projekten. (Ich kann da freilich auch nur vor dem Hintergrund meiner Erfahrungen als ehemaliger wissenschaftlicher Autor sprechen.)
mattin2 - 14. Okt '19
Genau! Aber bei neuen Büchern könnte man die Gestaltung dann verändern.
cerebrum - 20. Okt '19
Sehr gut ist chess24.com/de/dashboard guck mal rein, dashat mir in 3 Monaten 200 Elo gebracht... Lieben Gruß und viel Spaß dort...
Cere
Cere
cerebrum - 25. Okt '19
Ja gut, und wer kann mir argumentativ etwas sagen, ohne Massenhypnose und Massenpsychologie, von der ihr wahrscheinlich nix! kennt, aber feißig GEZ Infos von ARD, ZDF und Phönix inhaliert?!?!, außer, wie der Cere ist ja dumm???!!!??? Pareto-Prinzip ! Kennt wieder keiner von Euch Gebildeten, sagt 20 vs 80! Ihr lernt dazu, durch mich!... ;) Nicht IHR! sonern ich habe an der Uni doziert! :)))
Verstoß der ReGIERung gegen §1 Stabilitätsgesetz - 1.Vollbeschäftigung max. 3% Arbeitslose (nicht 10 Mio. ALG I und ALG II Bezieher durch Zuwanderer steigend). 2.Wirtschaftswachtum, also Zunahme an Produkten und Dienstleistung - BIP ca. 3 % ( EU Protektionismus, Zölle/Steuern, Insolvenzen, Abwanderungen bremsen hier). 3.Stabiles Preisniveau - Inflation laut stat. Bundesamt 1,7% REAL aber 9,5% pro Jahr. 4. Außenwirtschaftl. Gleichgewicht Importe und Exporte möglicht gleich halten. Durch extremen Produktionsrückgang (z.B. Automobilsektor) wird es desolat. Die 60% Diätenerhöhung (Politikergehälter) zeigt, dass diese Wesen wissen, das eine hohe Inflationswelle in 2020 auftrifft. Sie sichern sich so schon mal ab!
Also Augen auf! Die sind übrigens zum SEHEN da nich zum später HEULEN! ;)
Verstoß der ReGIERung gegen §1 Stabilitätsgesetz - 1.Vollbeschäftigung max. 3% Arbeitslose (nicht 10 Mio. ALG I und ALG II Bezieher durch Zuwanderer steigend). 2.Wirtschaftswachtum, also Zunahme an Produkten und Dienstleistung - BIP ca. 3 % ( EU Protektionismus, Zölle/Steuern, Insolvenzen, Abwanderungen bremsen hier). 3.Stabiles Preisniveau - Inflation laut stat. Bundesamt 1,7% REAL aber 9,5% pro Jahr. 4. Außenwirtschaftl. Gleichgewicht Importe und Exporte möglicht gleich halten. Durch extremen Produktionsrückgang (z.B. Automobilsektor) wird es desolat. Die 60% Diätenerhöhung (Politikergehälter) zeigt, dass diese Wesen wissen, das eine hohe Inflationswelle in 2020 auftrifft. Sie sichern sich so schon mal ab!
Also Augen auf! Die sind übrigens zum SEHEN da nich zum später HEULEN! ;)
PSK17 - 25. Okt '19
Krankes Geschreibsel
Hanniball - 25. Okt '19
@ cerebrum
.....ich würde dir empfehlen 3 x täglich einen Esslöffel Baldrian. Weißt du wie ruhig man dann wird.....
.....ich würde dir empfehlen 3 x täglich einen Esslöffel Baldrian. Weißt du wie ruhig man dann wird.....
mattin2 - 25. Okt '19
Dagegen hilft kein Kraut, keine Pille.
Vabanque - 25. Okt '19
>>Nicht IHR! sonern ich habe an der Uni doziert!<<
Doch. Ich ebenfalls.
Doch. Ich ebenfalls.
Vabanque - 25. Okt '19
>>.....ich würde dir empfehlen 3 x täglich einen Esslöffel Baldrian. Weißt du wie ruhig man dann wird.....<<
Nicht schlecht, aber wahrscheinlich nicht stark genug. Ganz gut sind auch Lavendel, Melisse, 5-HTP, Johanniskraut und Melatonin.
Nicht schlecht, aber wahrscheinlich nicht stark genug. Ganz gut sind auch Lavendel, Melisse, 5-HTP, Johanniskraut und Melatonin.
Jellycube - 26. Okt '19
Cerebrum braucht unsere Hilfe!
mattin2 - 26. Okt '19
...wie stellst du dir das vor?
Bist du Psychiater oder Psychotherapeut?
Bist du Psychiater oder Psychotherapeut?
Jellycube - 26. Okt '19
Nein,man braucht kein Psychiater zu sein um anderen Menschen helfen zu wollen.
Cerebrum sollte auf jeden Fall etwas gegen seine Gemütsschwankungen tun, etwas mehr Waldspaziergänge würden schon helfen den Stoffwechsel anzukurbeln....
Cerebrum sollte auf jeden Fall etwas gegen seine Gemütsschwankungen tun, etwas mehr Waldspaziergänge würden schon helfen den Stoffwechsel anzukurbeln....
StillSchweiger - 26. Okt '19
EDV Hilfe oder ne Brille reicht erstmal aus - er hat nur ins falsche Forum gepostet. Der Beitrag der hier reingerutscht ist passt eher zum Beitrag "Stabilitätsgesetz" wo er auch sehr rege mitmischt.
mattin2 - 27. Okt '19
Ja, helfen wollen viele*.
In meiner über 20-jährigen Arbeit in der Psychiatrie habe ich eines gelernt, immer wieder und wieder erfahren:
Wer nicht will, dass ihm geholfen wird, dem ist nicht zu helfen.
Weder mit Baldrian, Lavendel, Melisse, Johanniskraut, Brille, Psychotherapie, Waldbaden...
*siehe Wikipedia "Helfersyndrom".
In meiner über 20-jährigen Arbeit in der Psychiatrie habe ich eines gelernt, immer wieder und wieder erfahren:
Wer nicht will, dass ihm geholfen wird, dem ist nicht zu helfen.
Weder mit Baldrian, Lavendel, Melisse, Johanniskraut, Brille, Psychotherapie, Waldbaden...
*siehe Wikipedia "Helfersyndrom".
Jupp53 - 27. Okt '19
mattin2 hat völlig Recht.
Überlegt mal, warum Psychotherapie nutzt. Da geht eine Person für 25 bis 50 Wochentermine zu einer anderen Person und redet über ihre Probleme für rund 50 Minuten. Wieso hilft das?
Das hat nichts mit besonderen Eigenschaften der Theraupeuten zu tun (auch, wenn deren Wissen nützlich sein kann). Es hat damit zu tun, dass die Person mit den Problemen Überlegungen aus dem Gespräch im Alltag ausprobiert und das nutzt, was klappt. Die Therapie findet also im Alltag statt! Das geht nur, wenn es eine Veränderungsbereitschaft da ist.
Man könnte Psychotherapie also umbenennen: "Du darfst überlegen, ausprobieren und das passende tun." Ist halt etwas sperrig.
Ist klar, warum Einsicht und Freiwilligkeit absolute Voraussetzung sind?
Überlegt mal, warum Psychotherapie nutzt. Da geht eine Person für 25 bis 50 Wochentermine zu einer anderen Person und redet über ihre Probleme für rund 50 Minuten. Wieso hilft das?
Das hat nichts mit besonderen Eigenschaften der Theraupeuten zu tun (auch, wenn deren Wissen nützlich sein kann). Es hat damit zu tun, dass die Person mit den Problemen Überlegungen aus dem Gespräch im Alltag ausprobiert und das nutzt, was klappt. Die Therapie findet also im Alltag statt! Das geht nur, wenn es eine Veränderungsbereitschaft da ist.
Man könnte Psychotherapie also umbenennen: "Du darfst überlegen, ausprobieren und das passende tun." Ist halt etwas sperrig.
Ist klar, warum Einsicht und Freiwilligkeit absolute Voraussetzung sind?
mattin2 - 27. Okt '19
Danke, Jupp53!
Du hast es auf den Punkt gebracht, sprichst mir aus dem Herzen.
DANKE!!!
Du hast es auf den Punkt gebracht, sprichst mir aus dem Herzen.
DANKE!!!
japetus1962 - 27. Okt '19
wir schweifen zwar vom Thema ab, aber auch ich habe die Grenzen als Helfer erst mal erleben müssen. Der Hilfsbedürftige muss in der Lage sein, die Hilfe ernsthaft und ehrlich anzunehmen. Ansonsten schaffen weiterführende Aktionen nur Frust auf beiden Seiten.
Schlaffi - 29. Okt '19
@japetus1962
Deshalb das Problem mit der Behandlung von Borderlinern.
KVT funktioniert nicht, dann kommen sie nicht wieder, da geht allenfalls Gesprächstherapie mit langen Zuegeln.
Dann kommen sie an und wollen eine "Urschrei-Therapie" machen, oder "Hypnose".
Also machen lassen, nicht selbst machen.
Ist schon alles nicht so leicht im Leben.
Deshalb das Problem mit der Behandlung von Borderlinern.
KVT funktioniert nicht, dann kommen sie nicht wieder, da geht allenfalls Gesprächstherapie mit langen Zuegeln.
Dann kommen sie an und wollen eine "Urschrei-Therapie" machen, oder "Hypnose".
Also machen lassen, nicht selbst machen.
Ist schon alles nicht so leicht im Leben.
Jupp53 - 30. Okt '19
@Schlaffi
Als ehemals approbierter Psychotherapeut: Keine Therapie "funktioniert" bei Borderlinern. Es gibt gute Faustregeln und dann kommt es auf die Beziehungen an. Therapeutinnen und Therapeuten, die sich nicht in Frage stellen können, müssen bei Menschen scheitern, die aufgrund böser Erfahrungen misstrauisch sein müssen.
Dann werden diese Patientinnen und Patienten häufig abgelehnt, weil sie "schwierig" sind, haben also in der Regel nicht die besten Erfahrungen mit aller Art von Helfern gemacht. Dass sie in der Situation auf alle möglichen (nutzlosen) esoterischen Verfahren abfahren, ist nachvollziehbar. Da hilft nur sachliche Aufklärung und die Bereitschaft, die Patienten beim Ausprobieren zu unterstützen. In einer Extremsituation habe ich jemand gesagt, er könne ein ganzes Intensiv-Selbsterfahrungs-WE mitmachen und dabei von mir unterstützt werden. Ich würde allerdings eine Bedingung stellen: Der Mann solle mir die schriftliche Erlaubnis geben, dass ich einen Notfalltransport in die Psychiatrie veranlassen darf, wenn das an dem Wochenende und in der Folgewoche indiziert erscheint. Sonst würde ich in die Akte mein Abraten schreiben und ihn das gegenzeichnen lassen.
Das war vorher stark supervidiert und erwies sich als richtig. Der Patient fühlte sich (zurecht) ernst genommen und konnte das als Ausdruck von Sorge annehmen, nicht als Bevormundung.
Bei solchen Aktion liefern Manuale nur Hintergründe. Ich kenne ein paar Kollegen, die das so nicht hätten durchziehen können. Und ich kenne ein paar Patienten, denen ich das nie angeboten hätte.
Als ehemals approbierter Psychotherapeut: Keine Therapie "funktioniert" bei Borderlinern. Es gibt gute Faustregeln und dann kommt es auf die Beziehungen an. Therapeutinnen und Therapeuten, die sich nicht in Frage stellen können, müssen bei Menschen scheitern, die aufgrund böser Erfahrungen misstrauisch sein müssen.
Dann werden diese Patientinnen und Patienten häufig abgelehnt, weil sie "schwierig" sind, haben also in der Regel nicht die besten Erfahrungen mit aller Art von Helfern gemacht. Dass sie in der Situation auf alle möglichen (nutzlosen) esoterischen Verfahren abfahren, ist nachvollziehbar. Da hilft nur sachliche Aufklärung und die Bereitschaft, die Patienten beim Ausprobieren zu unterstützen. In einer Extremsituation habe ich jemand gesagt, er könne ein ganzes Intensiv-Selbsterfahrungs-WE mitmachen und dabei von mir unterstützt werden. Ich würde allerdings eine Bedingung stellen: Der Mann solle mir die schriftliche Erlaubnis geben, dass ich einen Notfalltransport in die Psychiatrie veranlassen darf, wenn das an dem Wochenende und in der Folgewoche indiziert erscheint. Sonst würde ich in die Akte mein Abraten schreiben und ihn das gegenzeichnen lassen.
Das war vorher stark supervidiert und erwies sich als richtig. Der Patient fühlte sich (zurecht) ernst genommen und konnte das als Ausdruck von Sorge annehmen, nicht als Bevormundung.
Bei solchen Aktion liefern Manuale nur Hintergründe. Ich kenne ein paar Kollegen, die das so nicht hätten durchziehen können. Und ich kenne ein paar Patienten, denen ich das nie angeboten hätte.
Schlaffi - 30. Okt '19
@Jupp
Daumen hoch!
Daumen hoch!
brauna - 04. Nov '19
Hochinteressant immer wieder die Wendungen in einem Thread: In diesem vom Ausgangsthread "Schachliteratur" sind wir in der Psychotherapie bei Borderlinern gelandet...….Obelix würde sagen: "Die spinnen, die Schachspieler" :-)))
Vabanque - 04. Nov '19
Ja schade, dass es in diesem Thread über Schachliteratur nicht mehr um selbige geht :-(
Schlafabtausch - 04. Nov '19
Das macht es spannend wie einen Thriller. Bei jeder Diskussion fragt man sich: wie wird es wohl enden.
Vabanque - 04. Nov '19
Es handelt sich dabei aber meist um schlecht geschriebene Thriller :-))
Vabanque - 04. Nov '19
Noch dazu von einem Autoren-Kollektiv in Gemeinschaftsproduktion verfasst ;-)
Wobei hier das Kollektiv ja nicht mal miteinander, sondern quasi gegeneinander schreibt :-))
Wobei hier das Kollektiv ja nicht mal miteinander, sondern quasi gegeneinander schreibt :-))
Jupp53 - 04. Nov '19
Normale menschliche Kommunikation halt. ;P
mattin2 - 05. Nov '19
...schön wäre, wenn wir uns hier am Ende auch über Musik austauschen ;-)
mattin2 - 05. Nov '19
..das wird jetzt mein Standardsatz in allen Foren!
Vabanque - 05. Nov '19
Wie wär's mit einem Unterforum 'Musik'? ;-)
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