Kommentierte Spiele
Kurzpartie zwischen Meistern
Kellerdrache - 28. Jan '16
Reti, Richard Tartakower, Saviely Vienna | 1910 | B15 | 1:0
8








7








6
5
4
3
2








a
1

b

c

d

e

f

g

h

In einem Kommentar zur Staunton-Gambit Partie zwischen Reti und Euwe meinte Vabanque das wäre wohl eine der kürzesten Partien zwischen zwei Meistern. Vielleicht ist das so, aber die kürzeste ist es nicht. Eventuell diese hier. 1. e4 c6 2. d4 d5 3. Sc3 xe4 4. Sxe4 Sf6 5. Dd3 Bs hierhin war es noch ziemlich normal. Ab jetzt experimentieren beide ein wenig mit der Eröffnung e5 ein kleines zwischenzeitliches Opfer um das Zentrum aufzulösen 6. xe5 Da5+ 7. Ld2 Dxe5 Schwarz hat seinen Bauern zurück, der b2 hängt und der Springer auf e4 benötigt ebenfalls zusätzliche Deckung. Muß man jetzt zu so häßlichen Zügen wie f3 greifen um nicht sofort Material zu verlieren ? 8. O-O-O Nanu ? Vor die Wahl gestellt gibt Reti lieber die Figur als den Bauern. Wenn dein namhafter Gegner solche Züge macht sollten sämtliche Alarmglocken schrillen. Sxe4 Bei Tartakower schrillte nichts. Ist ja auch zu schön. Figur gewonnen, es droht Sxf2 mit dreifacher Gabel, Lf5 im nächsten Zug sieht auch schön aus und es droht ja nix, oder ? 9. Dd8+!! Ganz großes Kino. Wenn man jemandem den Begriff Hinlenkungsopfer erklären will, hier ist das Gala-Beispiel. Der König wird dazu gezwungen seinen Kopf unter das Beil zu legen. Kxd8 10. Lg5+ Doppelschach! Der Läufer auf g5 ist zwar zweimal angegriffen und völlig ungedeckt, aber der Turm bietet ja auch Schach. Tartakowers König hat zwei Fluchtfelder. Kc7 11. Ld8# Vielleicht ist die Mattkombination, die mit Dd8+ begann nicht die amschwersten durchzurechnende, aber mit Sicherheit eines der schönsten Damenopfer.
cutter - 28. Jan '16
Verblüffend einfach und nur schön!
Gute Auswahl und flotter Kommentar!
Gute Auswahl und flotter Kommentar!
Vabanque - 28. Jan '16
Dies war eine der ersten Meisterpartien, die ich damals als Jugendlicher überhaupt nachgespielt habe. Das Damenopfer mit anschließendem Doppelabzugsschach fand ich natürlich damals sehr faszinierend. Heute finde ich es immer noch hübsch, bin aber eher verblüfft über die Tatsache, dass ein so großer Spieler wie Tartakower, dem selber doch eine ganze Reihe deutlich komplizierterer Kombinationen gelungen ist, derart hereinfallen konnte ...
Vabanque - 28. Jan '16
Nachtrag: Aber ist es möglich, dass es sich dabei um eine Blitzpartie handelte?
Kellerdrache - 29. Jan '16
Leider weiß ich nicht zuviel darüber in welchem Rahmen und zu welchen Bedingungen diese Partie gespielt wurde. So schön die Kombination ist hätte Tartakower schon bei der langen Rochade Unheil riechen müssen und besser auf Sxe4 verzichtet.
An alle übrigens die Bitte: Wenn ihr eine noch kürzere Partie zwischen zwei Meistern (bitte kein Salonremis) kennt würde ich die gerne sehen.
An alle übrigens die Bitte: Wenn ihr eine noch kürzere Partie zwischen zwei Meistern (bitte kein Salonremis) kennt würde ich die gerne sehen.
Vabanque - 29. Jan '16
Ich werde mich bemühen :)
Wie bekannt bzw. hochranging müssen die Meister denn sein?
Wie bekannt bzw. hochranging müssen die Meister denn sein?
Kellerdrache - 29. Jan '16
Es sollten eben schon Spieler sein bei denen man solche Kurzreinfälle nicht erwartet, sonst hätte ich einen Kandidaten aus meiner eigenen Spielpraxis:
1. e4 e5
2. f4 Dh4+
3. g3 exf4
4. gxh4
1-0
gespielt während eines Mannschaftskampfs im Nahschach (2.Brett Bezirksliga). Mein Gegenspieler hatte schlicht die Reihenfolge der Züge Dh4+ und exf4 vertauscht. Wer sowas von Kasparow oder Carlsen findet - immer her damit!
1. e4 e5
2. f4 Dh4+
3. g3 exf4
4. gxh4
1-0
gespielt während eines Mannschaftskampfs im Nahschach (2.Brett Bezirksliga). Mein Gegenspieler hatte schlicht die Reihenfolge der Züge Dh4+ und exf4 vertauscht. Wer sowas von Kasparow oder Carlsen findet - immer her damit!
alms - 29. Jan '16
Es war wohl eine freie Partie, aber mit genügend Bedenkzeit. Edward Winter ist wie immer sehr ausführlich: chesshistory.com/winter/extra/retitartakower.html
pirc_ - 29. Jan '16
Sehr schön Kellerdrache :-)
Wenn du mal bei den alten Einträgen in diesem Forum schaust, wirst ein paar finden, die ich mal reingestellt hatte, ich liebe diese kurzen Pleiten der Meister, weil es sie menschlich macht...;-)
LG pirc_
Wenn du mal bei den alten Einträgen in diesem Forum schaust, wirst ein paar finden, die ich mal reingestellt hatte, ich liebe diese kurzen Pleiten der Meister, weil es sie menschlich macht...;-)
LG pirc_
Welcome - 29. Jan '16
Recht kurz der frühe Meisterhttp://www.365chess.com/view_game.php?g=2467717
Vabanque - 29. Jan '16
Ja, kurze Partie von Kasparov, aber ist Guy West ein bekannter Meister??
So weit ich die 'Aufgabe' Kellerdraches verstanden habe, sollten BEIDE beteiligten Spieler (also inbesondere auch der Verlierer) bekannte Spieler sein ...
So weit ich die 'Aufgabe' Kellerdraches verstanden habe, sollten BEIDE beteiligten Spieler (also inbesondere auch der Verlierer) bekannte Spieler sein ...
Welcome - 30. Jan '16
The West is the Best......
Kellerdrache - 30. Jan '16
Vabanque hat meine Idee richtig verstanden.Was ich suche sind Kurzpartien wo beide Spieler Meisterklasse sind.
Vabanque - 30. Jan '16
:)
pirc_ - 30. Jan '16
Short vs Kasparow 1993 : Short gewinnt 15 Zügen (allerdings Schnellschach)
Bird vs Lasker 1892: Bird gewinnt in 12 Zügen
lg pirc_
Bird vs Lasker 1892: Bird gewinnt in 12 Zügen
lg pirc_
pirc_ - 31. Jan '16
P.S.: Bird vs Lasker war eine Blitzpartie
Vabanque - 31. Jan '16
Die beiden Partien hattest du schon mal hier gebracht, oder? Ich erinnere mich doch :)
Vabanque - 31. Jan '16
kann sie aber merkwürdigerweise in den alten Beiträgen nirgends finden :(
Vabanque - 31. Jan '16
Und außerdem hat in diesen beiden Partien ja eh jeweils der 'Falsche' gewonnen :))
pirc_ - 31. Jan '16
nun der "falsche" ist Ansichtssache. Ich mag Bird mehr als Lasker ;-)
die Partie von Kasparow hatte ich nicht gebracht, dass weiß ich genau...;-)
die Partie von Kasparow hatte ich nicht gebracht, dass weiß ich genau...;-)
Vabanque - 31. Jan '16
Hmmm, komisch, ich war sicher, dass sie hier schon mal zu sehen war (die Partie Kasparov - Short, wo Short gewann) ...
Nun ja, wenn du Bird so gut findest, dann bringe doch mal eine Partie von ihm hier, die mich überzeugt ... :)
Nun ja, wenn du Bird so gut findest, dann bringe doch mal eine Partie von ihm hier, die mich überzeugt ... :)
pirc_ - 31. Jan '16
nun ich hab nicht gesagt, dass ich Bird sehr toll fand...sondern nur im Vergleich zu Lasker...und hier hab ich die Partie gefunden:
/forum/topic.html?key=c1fa6eef21cb7558e&sv=17
;-))
/forum/topic.html?key=c1fa6eef21cb7558e&sv=17
;-))
Vabanque - 31. Jan '16
Ja, damals hatten wir auch recht lustig darüber diskutiert ;)
Aber Bird war im Vergleich zu Lasker toll? Hm, inwiefern? Lasker war Weltmeister, und das sehr sehr lange ... was konnte Bird ihm voraus haben?
Aber Bird war im Vergleich zu Lasker toll? Hm, inwiefern? Lasker war Weltmeister, und das sehr sehr lange ... was konnte Bird ihm voraus haben?
pirc_ - 31. Jan '16
oh das ist eine sehr schwierige frage, die ich gar nicht so gut beantworten kann...ich habe ja auch nur wenige spiele von den beiden mir mal angeschaut und es hat sicher was mit dem eigenen Geschmack zu tun. Lasker finde ich spielte wenig spektakulär, Bird macht auch mal was seltsames neues in seinen spielen (allein mit f4 ein Spiel zu beginnen hat schon was)...so aus meiner rein subjektiven sicht, ohne dass ich wirklich ahnung von den großen meistern der schachgeschichte habe ;-)
ich mag beispielsweise auch Tarkakowers spiele mehr als die von Petrosjan...oder heutzutage die von Richard Rapport mehr als die von Anand oder Carlsen...auch wenn der zweitgenannte viel größere Erfolge hatte bzw. hatte bzw. hat.
weißt du was ich meine?
ich mag beispielsweise auch Tarkakowers spiele mehr als die von Petrosjan...oder heutzutage die von Richard Rapport mehr als die von Anand oder Carlsen...auch wenn der zweitgenannte viel größere Erfolge hatte bzw. hatte bzw. hat.
weißt du was ich meine?
Kellerdrache - 31. Jan '16
Lasker ist sicher weniger zugänglich als Aljechin, Teichmann, Steinitz usw. Er hat in gewissem Sinne den modernen Schachspieler vorweg genommen, der sich in allen Stellungen zurecht finden muß. Laskers Stil ist schwer zu beschreiben weil er sich sehr den jeweiligen Anforderungen angepasst hat. Carlsen ist für mich so ein wenig die moderne Lasker-Ausgabe. Von beiden gibt es übrigens durchaus auch sehr spektakuläre Partien. Ich erinnere nur an Laskers Partie mit dem berühmten doppelten Läuferopfer. Von Bird kenne ich nicht soviele Partien. Sein Stil scheint mir exzentrisch, unterhaltsam aber qualitativ nicht unbedingt auf Meisterniveau.
Das gesagt ist es aber natürlich völlig legitim sich unter den Spielern die Rosinen herauszupicken, die einem am besten schmecken. Fehlerhafte Partien können oft wesentlich schöner sein als perfekte, vor allem wenn die Fehler phantasievoll ausgenutzt wurden.
Das gesagt ist es aber natürlich völlig legitim sich unter den Spielern die Rosinen herauszupicken, die einem am besten schmecken. Fehlerhafte Partien können oft wesentlich schöner sein als perfekte, vor allem wenn die Fehler phantasievoll ausgenutzt wurden.
Vabanque - 31. Jan '16
@pirc_: Ja, prinzipiell verstehe ich vollkommen, was du meinst ... mich hatte es nur gerade im Hinblick auf Bird verwundert.
Ich finde ja z.B. auch Keres oder Bronstein viel interessanter als Botwinnik, obwohl erstere nie Weltmeister wurden, der letztere dagegen viele Jahre Weltmeister war (fast wie Lasker). Trotz aller Versuche konnte ich mich dem Stil von Botwinnik nie so recht annähern, obwohl es schon eine ganze Reihe von Partien von ihm gibt, die ich toll finde. Aber bei Keres oder Bronstein finde ich fast jede Partie toll, die ich mir von ihnen anschaue :)
Tartakower finde ich auch sehr interessant, aber das große Problem bei ihm (wie bei Réti auch) ist sein extrem schwankendes Spielniveau. In seinen besten Partien spielt er nicht nur interessant und kreativ, sondern auch so stark, dass er damit die Besten schlagen konnte. In seinen schwächsten Partien habe ich immer das Gefühl 'das hätte ich selber auch noch so hingekriegt' :)
Richard Rapport musste ich erstmal googeln, hatte bisher noch nie von ihm gehört. Aber so wie ich Keres und Bronstein interessanter fand als Botwinnik, so fand ich in der jüngsten Vergangenheit auch Shirov und Aronian (oder auch Morozevich) vom Spielstil interessanter als Carlsen.
@Kellerdrache: Man hat eigentlich Anand den modernen Lasker und Carlsen den modernen Capablanca genannt. Capas Stil ist ja noch deutlich 'langweiliger' als der von Lasker, und trotzdem gibt es auch von ihm flotte, mit Taktik angereicherte Angriffspartien.
Bei Bird sehe ich es so wie du: exzentrisch und fantasievoll, aber nicht so, dass ich daraus für mich wirklich einen Gewinn ziehen könnte.
Was 1. f4 betrifft, so hat Tartakower damit übrigens ein paar schöne Partien gewonnen. Larsen auch (der übrigens auch ein sehr interessanter Spieler ist, nur sind seine Partien wirklich hochkompliziert).
Ich finde ja z.B. auch Keres oder Bronstein viel interessanter als Botwinnik, obwohl erstere nie Weltmeister wurden, der letztere dagegen viele Jahre Weltmeister war (fast wie Lasker). Trotz aller Versuche konnte ich mich dem Stil von Botwinnik nie so recht annähern, obwohl es schon eine ganze Reihe von Partien von ihm gibt, die ich toll finde. Aber bei Keres oder Bronstein finde ich fast jede Partie toll, die ich mir von ihnen anschaue :)
Tartakower finde ich auch sehr interessant, aber das große Problem bei ihm (wie bei Réti auch) ist sein extrem schwankendes Spielniveau. In seinen besten Partien spielt er nicht nur interessant und kreativ, sondern auch so stark, dass er damit die Besten schlagen konnte. In seinen schwächsten Partien habe ich immer das Gefühl 'das hätte ich selber auch noch so hingekriegt' :)
Richard Rapport musste ich erstmal googeln, hatte bisher noch nie von ihm gehört. Aber so wie ich Keres und Bronstein interessanter fand als Botwinnik, so fand ich in der jüngsten Vergangenheit auch Shirov und Aronian (oder auch Morozevich) vom Spielstil interessanter als Carlsen.
@Kellerdrache: Man hat eigentlich Anand den modernen Lasker und Carlsen den modernen Capablanca genannt. Capas Stil ist ja noch deutlich 'langweiliger' als der von Lasker, und trotzdem gibt es auch von ihm flotte, mit Taktik angereicherte Angriffspartien.
Bei Bird sehe ich es so wie du: exzentrisch und fantasievoll, aber nicht so, dass ich daraus für mich wirklich einen Gewinn ziehen könnte.
Was 1. f4 betrifft, so hat Tartakower damit übrigens ein paar schöne Partien gewonnen. Larsen auch (der übrigens auch ein sehr interessanter Spieler ist, nur sind seine Partien wirklich hochkompliziert).
pirc_ - 31. Jan '16
Und wir sind der moderne NN...marginale Lichtblicke und meist viele Pleiten ;-)
Vabanque - 31. Jan '16
Oh, der NN war nie unmodern ... er ist zeitlos und hochaktuell :))
pirc_ - 31. Jan '16
Ich muss es einfach nochmal erwähnen an dieser Stelle... sowohl Carlsen als auch Lasker und Bird haben meines Wissens nie gegen den großen Vasja Pirc gewonnen (und nun komm bitte nicht mit zeitlichen Daten) ;-)
Mal im Ernst: Schau dir mal ein paar Spiele von Richard Rapport an, er hat zb. bei der letzten Schacholympiade oder in der deutschen Bundesliga gespielt. Mich hat ein Schachfreund hier auf ihn aufmerksam gemacht. Ich habe für diese Seite mal versucht eine kommentierte Partie zu machen, war aber nicht in der Lage dazu, da ich nicht alle Varianten verstanden habe und weiterhin kein Fritz oder Houdini auf meinem Rechner habe. Ich eigne mich weiterhin nur als Kommentator von Kurzpartien, wo ich mit meinem beschränkten Schachwissen direkt den Fehler sehe ;-)
Mal im Ernst: Schau dir mal ein paar Spiele von Richard Rapport an, er hat zb. bei der letzten Schacholympiade oder in der deutschen Bundesliga gespielt. Mich hat ein Schachfreund hier auf ihn aufmerksam gemacht. Ich habe für diese Seite mal versucht eine kommentierte Partie zu machen, war aber nicht in der Lage dazu, da ich nicht alle Varianten verstanden habe und weiterhin kein Fritz oder Houdini auf meinem Rechner habe. Ich eigne mich weiterhin nur als Kommentator von Kurzpartien, wo ich mit meinem beschränkten Schachwissen direkt den Fehler sehe ;-)
Vabanque - 31. Jan '16
Dann stell doch mal wieder eine kommentierte Partie ein, Kellerdrache und ich haben hier kein Monopol ... und wir sprechen uns nicht mal gegenseitig ab, wie man neulich ja deutlich gesehen hat, wo wir im Abstand von paar Minuten beide je eine Partie reingestellt haben, was für die Leser natürlich deutlich ungünstig war ;)
Man hat mir wiederholt vorgeworfen, dass ich meine Kommentare mit Engine erstelle. Nun ja, erstens wird man mit einer noch so guten Engine sicher keine Partie verständlich kommentieren können, wenn man selber kein Schachverständnis besitzt (man kann die Engine-Züge dann nämlich nicht erklären), und zweitens gibt es eben auch jede Menge Züge, die ich nicht verstehe, und wenn ich dann meine 'Alternativen' oder Fragestellungen eingebe, dann zeigt mir die Engine eben meistens, wo der Hammer hängt. So sollen Engines eben in meinen Augen eingesetzt werden: dass sie einem helfen, Stellungen und Züge besser zu verstehen. Kein Kommentator wird heute wohl mehr darauf verzichten, seine Analysen zumindest mit Engine zu überprüfen.
Ich habe auch nie ein Schachprogramm gekauft. Es gibt aber mehr als genug frei verfügbare Engines, die es für diesen Zweck locker tun.
Also lade dir mal was runter, was dir beim Analysieren hilft, und poste eine Partie von Richard Rapport oder sonstwem, denn wenn die Partie hier erscheint, dann schaue ich sie mir mit absoluter Sicherheit an :)
Man hat mir wiederholt vorgeworfen, dass ich meine Kommentare mit Engine erstelle. Nun ja, erstens wird man mit einer noch so guten Engine sicher keine Partie verständlich kommentieren können, wenn man selber kein Schachverständnis besitzt (man kann die Engine-Züge dann nämlich nicht erklären), und zweitens gibt es eben auch jede Menge Züge, die ich nicht verstehe, und wenn ich dann meine 'Alternativen' oder Fragestellungen eingebe, dann zeigt mir die Engine eben meistens, wo der Hammer hängt. So sollen Engines eben in meinen Augen eingesetzt werden: dass sie einem helfen, Stellungen und Züge besser zu verstehen. Kein Kommentator wird heute wohl mehr darauf verzichten, seine Analysen zumindest mit Engine zu überprüfen.
Ich habe auch nie ein Schachprogramm gekauft. Es gibt aber mehr als genug frei verfügbare Engines, die es für diesen Zweck locker tun.
Also lade dir mal was runter, was dir beim Analysieren hilft, und poste eine Partie von Richard Rapport oder sonstwem, denn wenn die Partie hier erscheint, dann schaue ich sie mir mit absoluter Sicherheit an :)
Kellerdrache - 01. Feb '16
Da ich auch regelmäßiger Leser von Schachmagazinen bin habe ich auch schon Partien vom Herrn Rapport gesehen. Durchaus unterhaltsam - aggressiv, einfallsreich aber ansonsten noch nicht lange genug oben mit dabei um ein vernünftiges Urteil zu erlauben.
Wie Vabanque auch benutze ich bei meinen Kommentaren einfach alles was ich zur Verfügung habe. Das können bereits bestehende Kommentare und Varianten sein, aber natürlich auch Fritz oder ähnliche Programme.
Wenn wir als Laien hier die hohe Schachkunst analysieren geht es ja nicht darum neue Varianten zu finden die 20 Jahre lang weder Tal noch Karpov gesehen haben. Sinn der Sache ist einfach als Laie eine Partie für andere Laien verständlich zu machen. Das können wir vielleicht besser als die großen Namen gerade weil wir selber eben auch Laien sind und wissen wie unser einer denkt.
Von daher verstehe ich auch die Scheu vieler nicht eigene Analysen einzustellen. Wie man an uns beiden sehen kann bedarf es weder außergewöhlicher Fähigkeiten, noch ist das lesende Publikum hier übertrieben kritisch und negativ eingestellt. Schaut euch eine Partie an, wenn ihr euch dabei z.B. fragt warum konnte man hier nicht einfach den Turm schlagen versucht es am Brett herauszufinden, fragt euer Schachprogramm und wenn ihr es dann wisst, sagt es auch uns - Fertig ist die kommentierte Partie!
Wie Vabanque auch benutze ich bei meinen Kommentaren einfach alles was ich zur Verfügung habe. Das können bereits bestehende Kommentare und Varianten sein, aber natürlich auch Fritz oder ähnliche Programme.
Wenn wir als Laien hier die hohe Schachkunst analysieren geht es ja nicht darum neue Varianten zu finden die 20 Jahre lang weder Tal noch Karpov gesehen haben. Sinn der Sache ist einfach als Laie eine Partie für andere Laien verständlich zu machen. Das können wir vielleicht besser als die großen Namen gerade weil wir selber eben auch Laien sind und wissen wie unser einer denkt.
Von daher verstehe ich auch die Scheu vieler nicht eigene Analysen einzustellen. Wie man an uns beiden sehen kann bedarf es weder außergewöhlicher Fähigkeiten, noch ist das lesende Publikum hier übertrieben kritisch und negativ eingestellt. Schaut euch eine Partie an, wenn ihr euch dabei z.B. fragt warum konnte man hier nicht einfach den Turm schlagen versucht es am Brett herauszufinden, fragt euer Schachprogramm und wenn ihr es dann wisst, sagt es auch uns - Fertig ist die kommentierte Partie!